CH162209A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Feuergase, Luft und Wasserdampf aufweisenden Heizgasgemisches für Trocknungsanlagen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Feuergase, Luft und Wasserdampf aufweisenden Heizgasgemisches für Trocknungsanlagen.

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CH162209A
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Ventilatoren-Und Maschi Besler
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Ventilatoren Und Maschinenfabr
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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Feuergase, Luft und Wasserdampf  aufweisenden Heizgasgemisches für     Trocknungsanlagen.       Es ist bekannt, dass zahlreiche Industrie  produkte, wie insbesondere Holz, Pappe,  Kohle, Formlinge der keramischen Industrie,  nicht nur in     bestimmten    Temperaturgrenzen,  sondern auch mit einem bestimmten Feuchtig  keitsgehalt des Trockenmittels getrocknet  werden müssen, um ihre ursprüngliche Form  zu behalten, das heisst nicht zu reissen, zu ver  werfen, oder zu verfallen.  



  Verfahren und Vorrichtungen unter Ver  wendung von Dampf als Heizmittel für die  Herstellung der     Trocknungsluft    sind bereits  zahlreich in Verwendung, und es ist eine be  liebige vorausbestimmbare Sättigung der       Trocknungsluft    mit Wasserdampf in der  Weise leicht durchführbar, dass einfach  Dampf in gewünschten Mengen der     Trock-          nungsluft    beigemischt wird. Man ist jedoch  bei dampfbeheizten Anlagen an die Tempe  ratur des jeweils zur Verfügung stehenden  hoch- oder niedergespannten Dampfes gebun-    den, und es lässt sich damit die Temperatur  der     Trocknungsluft    nicht beliebig steigern.  



  Ferner haben auch zahlreiche Industrien  keinen Dampf zur Verfügung (elektrischer  Antrieb oder Wasserkraft) und erlauben  viele Industrieprodukte ohne weiteres,     mit     höheren als mit Dampf erzielbaren Tempera  turen getrocknet zu werden. Bei solchem  Trockengut verwendet man meist die direkte       Feuergastrocknung    oder eine Vorrichtung,  wo das Trockenmittel durch Röhrenerhitzer  hergestellt wird.

   Bei diesen beiden Trocken  vorrichtungen lassen sich wohl höhere und  höchste Temperaturen des Trockenmittels er  zielen; jedoch ist eine beliebig hohe Sättigung  mit Wasserdampf, durch Einbau von Was  sertassen oder Einspritzen von Wasser, nur  teilweise oder gar nicht durchführbar, da die  Anordnung der     Befeuchtungsvorrichtung    an  unrichtiger Stelle, zum Beispiel nach der Zu  mischung von Frischluft     bezw.    Brüden-           abgasen    und die Durchführung des Verfah  rens in unzweckmässiger Reihenfolge vorge  nommen     wird.     



  Während Wassertassen nur bei relativ  grosser Wasseroberfläche eine genügende       Wasserdampfmenge    ergeben und ausserdem  infolge grosser Wärmekapazität rasche Än  derungen im Sättigungsgrad des Trocken  mittels unmöglich machen, so ist das Ein  spritzen von Wasser in die Feuergase, die  bereits durch     Brüdengase    oder Frischluft  zum Teil abgekühlt wurden, unzweckmässig,  da infolge geringerem Temperaturunterschied  eine ungenügende Wasserverdampfung statt  findet.

   Auch der ständig schwankende  Wärmeinhalt der Feuergase (zum Beispiel  handbeschickte     Planrostfeuerungen)    erzeugt  Schwankungen im     Sättigungsgrad    des     Trok-          kenmittels,    da bei gleichbleibender Zufuhr  von gleich temperiertem Wasser durch hö  here oder niedrigere     Feuergastemperaturen     eine niedrigere oder höhere Sättigung des  Trockenmittels stattfindet.  



  Den bisherigen Trockenverfahren und     -vor-          richtungen    mangelt es daher, jederzeit eine  hohe,     bestimmte        Trocknungstemperatur    des  Trockenmittels mit einem hohen Feuchtig  keitsgehalt herzustellen, wobei Änderungen  der Temperatur und des Feuchtigkeitsgehal  tes rasch durchführbar sein müssen und ein  einmal hergestellter Zustand mit Sicherheit  erhalten bleibt, um nicht nur eine rasche,  sondern auch eine für das Trockengut in  keiner Weise schädigende Trocknung durch  zuführen.  



  Die Erfindung     betrifft    ein Verfahren und  eine Vorrichtung zur Herstellung eines Feuer  gase, Luft und Wasserdampf aufweisenden  Heizgasgemisches für     Trocknungsanlagen.     



  Das Verfahren nach vorliegender Erfin  dung besteht nun darin,     dass    in den Weg  der mit gleichbleibendem Wärmeinhalt und  mit geringstem     Luftüberschuss,    also mit höch  ster Temperatur, erzeugten Feuergase nach  Verlassen des     Feuergaserzeugers    Wasser ein  gebracht wird, worauf dann erst zur Abküh-         lung    des     Feuergas-Wasserdampf-Gemisches     der Zusatz eines lufthaltigen Kühlmittels in  regelbaren Mengen erfolgt.  



  Als Kühlmittel können Frischluft allein,       Brüdenabgase    allein oder auch Frischluft- und       Brüdenabgase    -zugesetzt     ewrden.       Die Zeichnung stellt ein Ausführungs  beispiel einer zur Ausübung dieses Verfah  rens geeigneten Vorrichtung dar, welche bei  spielsweise auf dem Gebiete der Holztrock  nung mit Vorteil angewendet werden kann,  und zwar in     Fig.    1 im Längsschnitt und in  den     Fig.    2 und 3 in Schnitten nach den Li  nien A -B und     C-D    der     Fig.        1._    .  



  Der Füllschacht 1 der Schaltfeuerung dient  zur Aufnahme des Brennmaterials, das zum  Beispiel aus Abfallholz (Sägespäne, Schäl  späne, Stückholz und dergleichen) besteht.  Durch die Aschentüre 2 wird dem auf dem  Rost 2a liegenden Brennmaterial die primäre  und durch den Kanal 3 und die Schlitze 4  die sekundäre Verbrennungsluft zugeführt.  Es wird stets dafür gesorgt, dass der senk  rechte Füllschacht 1 bis     zu,    drei Vierteln  seiner Höhe mit Brennstoff gefüllt ist, so  dass das durch     Abbrand    abgehende Brenn  material gleichmässig durch senkrechtes Nach  rutschen von darüber liegendem Brennstoff  ersetzt wird.

   Ferner     wird    durch das Gebläse  16, das das erzeugte Heizgasgemisch fördert  und das mit konstanter Drehzahl läuft, da  für gesorgt, dass durch die Aschentüre zum  Rost, sowie durch den     Sekundärluftkanal    die  jeweils erforderliche gleichbleibende Menge  Verbrennungsluft angesaugt wird. Die stets  gleichbleibende angesaugte Menge Primär- und  Sekundärluft wird eine stets gleichbleibende  Brennstoffmenge am Rost verbrennen und  eine gleichbleibende Nachverbrennung nach  dem Rost herbeiführen, so dass der Wärme  inhalt der abgehenden Feuergase gleich bleibt.

    Ein genügend grosser Feuerraum 5, durch ein  Mannloch 6 zugänglich, ermöglicht eine freie  Flammenentwicklung, und ziehen die mit ge  ringstem     Luftüberschuss,    also mit höchster  Temperatur, erzeugten Feuergase nach Ver  lassen der Schachtfeuerung und nach Beauf-           schlagung    des Zwischengewölbes 7 durch  einen Wasserschleier B. Dieser Wasserschleier  wird durch zwei in     Üffnungen    der Schamotte  mauer eingebaute Düsen 9 erzeugt und die  Menge des unter Druck zugeführten Wassers  wird mit einem Absperrorgan 10 geregelt.

    Nach dem Durchstreichen des Wasserschleiers  8 wird zu dem     Feuergas-Wasserdampf-Ge-          iniscli    je nach Bedarf (zum Beispiel-für stär  kere     Abkühlung    des Trockenmittels) Frisch  luft, also ein Gas, durch den     Schornstein    11  zugesetzt. Das vom Wasserschleier nicht zur  Verdunstung gelangende Wasser fällt in die  Wassertasse 12 und wird hier durch     Behei-          zung    des Zwischengewölbes 7 verdunstet.

   Ist bei  geringer     Feuergaszufuhr    und grosser Wärme  zufuhr die Verdampfung so gering, dass die  Wassertasse 12 zur Aufnahme von nicht ver  dunstetem Wasser nicht mehr ausreicht, so  fällt das überschüssige Wasser von der Was  sertasse 12 auf den Boden des Feuerraumes  5, um hier zu verdampfen. Das     Feuergas-          Wasserdampf-Frischluft-Gemisch    passiert so  dann einen     Abscheider    18, welcher aus zwei  Sieben besteht, um mitgerissene Flugasche  und Funken zurückzuhalten     bezw.    abzu  löschen.

   Auf dem weiteren Weg im Saug  rohr     1-1    treten zu dem     Feuergas-Wasserdampf-          Frischluft-(-r'emisch    durch die Leitung 15       zwecl.:s    neuerlicher Abkühlung aus rück  geführtem Trockenmittel aus dem Trocken  raum bestehende     Brüdenabgase    hinzu. Das       #zo    erhaltene Heizgasgemisch wird mittelst  eines Gebläses 16 durch das Rohr 17 dem  Trockenraum zugeführt.

   Durch die Klappe  18 lässt sich die Menge des     Feuergas-Frisch-          luft-fTemische@,    durch die Klappe 19 die  Menge der Frischluft allein und durch die  Klappe 20 die Menge des rückkehrenden  Trockenmittels allein regeln, und zwar der  art, dass die Temperatur des Gemisches im  Rohr 17 auf 1   C genau einstellbar ist und auch  erhalten bleibt, was für die Behandlung von  heiklem Trockengut, wie zum Beispiel Holz,  von grösster Bedeutung ist.  



  Die dargestellte Vorrichtung könnte auch  eine andere automatische Feuerung (zum       Beispiel    eine Gas-,<B>01-,</B> Staubkohlen- oder         Kettenrost-Feuerung)    statt der dargestellten       Schachtfeuerung    aufweisen, mit welcher in  gleicher Weise der erforderliche gleich  bleibende Wärmeinhalt der Feuergase er  zielt würde. Doch ist die beschriebene  Schachtfeuerung der Vorrichtung am wirt  schaftlichsten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE I. Verfahren zur Herstellung eines Feuer gase, Luft und Wasserdampf aufweisen den Heizgasgemisches für Trocknungs- a.nlagen, dadurch gekennzeichnet, dass in den Weg der mit gleichbleibendem Wärmeinhalt und mit geringstem Luft- überschuss, also mit höchster Temperatur, erzeugten Feuergase nach Verlassen des Feuergaserzeugers Wasser eingebracht wird, worauf dann erst zur Abkühlung des Feuergas -Wasserdampf -Gemisches der Zusatz eines gasförmigen, lufthalti- gen Kühlmittels in regelbaren Mengen erfolgt.
    II. Vorrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Aufnahme von Wasser bestimmte Tassen, sowie zur Erzielung eines Wasserschleiers dienende Düsen, im Strömungssinne der Feuergase betrachtet, nach einer automatischen Feuerung angeordnet sind und dass zwi schen dem Feuerraum und einem das Heizgasgemisch fördernden Gebläse min destens ein Kanal in den Weg des Feuer gas-Wasserdampf-Gemisches einmündet, der zur regelbaren Zufuhr von gasförmi gem, lufthaltigem Kühlmittel dient. UNTEPLANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Feuergas- Wasserdampf-Gemisch zur Abkühlung Frischluft zugesetzt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Feuergas- Wasserdampf-Gemisch zur Abkühlung Brüdenabgase zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass dem Feuergas- Wasserdampf-Gemisch zur Abkühlung Frischluft und Brüdenabgase zugesetzt werden.
CH162209D 1930-11-19 1931-07-18 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines Feuergase, Luft und Wasserdampf aufweisenden Heizgasgemisches für Trocknungsanlagen. CH162209A (de)

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