CH162241A - Fliehkraftregler an schnellaufenden Brennkraftmaschinen, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren. - Google Patents
Fliehkraftregler an schnellaufenden Brennkraftmaschinen, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren.Info
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Description
Fliehkraftregler an schnellaufenden Breunkraftmaschinen, insbesondere Fala-zeugdieselmotoren. Die Erfindung bezieht sieh auf einen Fliehkraftregler an schnellaufen#den Brenn- kraftmaschinen mit wechselnder Belastung und Drehzahl, insbesondere Fahrzeugdies#el- motoren, der nur das Unterschreiten einer Mindestdrehzahl und das Überschreiten einer Höchstdrehzahl verhindert, hinge-,
en den #da- zwisehenliegenden Drehzahlbereic'h unbeein- flusst lässt und bei dem die Schwunghörper aus zwei Teilen bestehen, deren einer beim Überschreiten der untern Drehzahl ausser Wirksamkeit tritt, indem er zum Beispiel durch einen Anschlag am weiteren Aus schlag gehindert wird, so dass nur noch der andere Teil der Schwungkörper ausschlagen kann.
Es ist ein Fliehkraftpendelregler dieser Art bereits bekannt, bei dem die auf einem Kreisbogen schwingenden Pendelkörper ent gegen der Wirkung von Schraubenfedern ausschlagen. Diese Federn sind neben der Reglerachse, diese senkrecht kreuzend, ange ordnet, so dass sie, sich infolge der Fliehkraft ausbiegen. Das hat den Nachteil, dass sie in unerwünschter Weise zusätzlich gespannt werden, wodurch der Ungleichförmigkeits- grad des Reglers ungünstig beeinflusst wird. Je höher die Drehzahl ist, desto stärker macht sieh dieser Übelstand bemerkbar.
Da die Hebelarme -der Federn und der Flieh kräfte der Pendeloewichte bei deren Aus schlagen sich ändern, sind die Drehpunkte der Schwungpendel einer wechselnden Bean spruchung ausgesetzt. Ferner ist noch zu sagen, dass das Anordnen der Reglerfedern ausserhalb der Schwungpendel viel Platz er fordert.
Durch die Erfindung sollendiese für die Brauchbarkeit und den Gütegrad eines Reg lers nachteiligen Folgen dadurch beseitigt werden, dass die unterteilten Seliwungkörper .senkrecht zur Reglerachse ausschlagen und dabei Rückstellkräfte, vorteilhaft Schrauben federn, überwinden, die ebenfalls senkrecht zur Regleraclise wirken.
Es sei noch erwähnt, dass Fliehkraftregler bekannt sind, ideren Schwungkörper senk recht zur Reglerachse ausschlagen, entgegen .der Kraft von Schraubenfedern, die senkrecht zur Reglerachs#e angeordnet sind und unmit telbar auf die Schwungkörper einwirken. Bei .diesen, Reglern ist aber jeder Schwungkörper einteilig ausgebildet, weshalb sie nicht geeig net sind für grosse Unterschiede zwischen Leerla.uf und Höchstdrehzahl, wie sie beiden neuzeitlichen, schnellaufenden Fahrzeugmo toren vielfach vorkommen.
In der Zeichnung ist der Regler gemäss der Erfindung beispielsweise in zwei Aus führungsformen veranschaulicht, und zwar zeigen: Fig. <B>1</B> die erste Ausführungsform des Fliehkraftreglers im Achsialschnitt, Fig. 2 oben einen Querschnitt nach Linie <I>x</I> der Fig. <B>1</B> und unten eine Seitenansicht, Fig. <B>3</B> einen Grundriss des Reglers nach Fig. <B>1,</B> Fig. 4,<B>5</B> und<B>6</B> einen Teil eines Schwung- körpers im Längsschnitt, in Draufsie,
'ht und Seitenansicht; Fig. <B>7</B> und<B>8</B> stellen die zweite Ausfüh- rungsformdes Reglers im Querschnitt -und in Seitenansicht dar; Fig. <B>9</B> und<B>10</B> zeigen den Reglerkörper des zweiten Ausführungsbeispiels in Seiten- und Stirnansiclit.
Nach Fig. <B>1</B> bis<B>6</B> ist auf dem kegeligen Wellenstumpf a zum Beispiel einer <B>7</B> nicht dargestellten Brennstoffeinspritzpumpe der Reglerkörper <B>b</B> befestigt. Auf dem Regler- körper <B>b</B> sind zwei halbzylinderförmige Schwungkörper angeordnet.
Die beiden Schwungkörper bestehen aus zwei Teilen, und zwar einem schweren Teil c und einem leichten Teil<B>d.</B> Der leichte Teil ist in einem quer zur Regleraclise angeordneten Aus schnitt des schweren Teils geführt und weist eine senkrecht zur Reglerachse liegende zylindrische Aussparung e auf.
In dieser sind zwei Regleriedern <B>f</B> und<B>g</B> unterge- bracht, die über einen im Reglerkörper <B>b</B> be festigten Stehbolzen h gesteckt sind, auf des sen äusserem Ende ein Federteller i ver- sollraubbar ist, mit dessen Hilfe die Span nung bei-der Reglerfedern gleichzeitig geän- .dert werden ka-nn. Die Reglerfeder <B>f</B> stützt sich auf einen Rand des leichten Schwuno,- körperteils <B>d</B> und ist schwach gespannt.
Ist ,der Regler in Ruhe, so #drückt die Regler- feder <B>f</B> sowohl den leichten, als auch den schweren Teil des Schwungkörpers an den Reglerkörper <B>b.</B> Die Reglerfeder <B>g</B> stützt sich auf einen auf dem Stehbolzen h verschieb baren Federteller hi, der durch die Regler- feder <B>g</B> gegen einen Bund<B>p</B> am Stehbolzen gedrückt wird.
Sie ist wesentlich stärker ge spannt als die Feder<B>f,</B> und zwar derart, dass sie im Verein mit der Feder f der Fliehkraft des leichten innern Sohwungkörperteils <B>d</B> im ganzen normalen Betriebsdrehza.hlbereieh widersteht. Die beiden Seliwungkörper sind am Reglerkörper mittelst zwei Winkelhebeln <B>k</B> gelagert, welche auf im Reglerkörper quer zur Reglerachse liegenden Zapfen t sitzen.
Jeder Winkelhebel greift mit einem der Reglerachse zugewandten Arm an dem quer zu ihr liegen-den Verstellzapfen m an, der mit einer nicht -dargestellten Stellmuffe ver bunden ist und in einem Längsausschnitt<B>1</B> .des Reglerkörpers, wie durch den Doppel pfeil angedeutet, hin und her bewegt werden kann. Der andere Arm der bei-den Winkel hebel ist gegabelt und durch Zapfen n mit ,dem leichten Schwunghörperteil <B>d</B> verbunden.
Er durchdringt den äussern schweren Schwungkörperteil. Die zu diesem Zweck in ,dem schweren Schwungkörperteil vorgesehe nen Schlitze o sind so gross bemessen, dass die gega.belten Armteile beim Ausschlagen der Sch.wungkörperteil,- den schweren Teil c nicht berühren.
Der beschriebene Regler arbeitet wie folgt: Wenn die Maschine angelassen wird, dann schlagen beide Sollwungkörperteile <B>e,<I>d</I></B> ge meinsam radial aus; sie wirken hierbei wie ein einziges zusammenhängendes Gewicht auf die schwache Feder<B>f</B> ein, die auf die ge wünschte Mindestdrehgeschwindigkeit abge- .stimmt ist. Dabei wird über die Winkel hebel<B>k</B> und den Verstellzapfen b das Regel glied so verstellt, dass den Notorzylindern nur die zum Halten des Leerlaufes notwendige Brennstoffmen-e zu--eführt wird.
Will die Drehzahl zunehmen, sei es beispielsweise durch Abnehmen der inliern Widerstände bei warm werdendem Motor, so vermindert der Regler die Brennstoffzufuhr entsprechend.
Wird der Motor belastet, so muss die Brennstoffzufuhr vergrössert werden. Wenn er schneller umläuft, legt sich der schwere Teil<B>a</B> der bei-den Seliwung-körper an den t5 Stehbolzenbund <B>p</B> und tritt damit ausser Wirksamkeit.
In dieser Stellung verbleibt der Regler in einem grossen D#rehzahlbereiell. Ehrst wenn die Drehzahl und,damit die Flieh kraft der nunmehr allein wirksamen leichten Reglergewichte <B>d</B> hoch genug ist, um auch noch die, Vorspannung der Feder<B>g</B> zu über winden, schlagen beim weiteren Ansteigen der Drehzahl die leichten Reglergewichte ent- ()-(-(),en dem Einfluss der Federn<B>g</B> und<B>f</B> <B><I>,</I></B> el ra,dial aus, SC)
dass die Winkelhebel<B>k</B> weiter gedreht werden und damit den Verstellzap- fen m weit-er verschieben. Hierdurch wird die Brennstoffzufuhr so begrenzt, dass der' Motor selbst bei geringer Belastung eine be stimmte Höchstdrehzahl nicht übersehreitet.
Um die Höchstdrehzahl des Reglers mehr und mehr heraufzusetzen, ohne dabei die Mindestdrehzahl höher<B>zu</B> legen, kann das Gewicht des bei der Höchstdrehzahl allein wirksamen Schwungkörperkils <B>d</B> entspre chend gering gehalten werden, indem dieser Teil weitgehend ausgespart wird, wie dies 25 beispielsweise in Fig. 4,<B>5</B> und<B>6</B> gezeigt ist tD oder aus Leichtmetall hergestellt wird. Kommt der Re",-ler bei Viertakteinspritz- brennkraftmasehinen zur Anwendung, so wird er vorteilhaft auf der Antriebswelle der Einspritzpumpss angeordnet.
Der Regler ge langt dann nur auf die Hälfte der höchstzu lässigen Umdrehungszahl des Motors.
#n Damit der äussere, schwere Schwungkör- perteil e, in den der leichte Teil<B>d</B> mit Spiel hineingesteckt ist (siehe Fig. <B>1)</B> beim Arbei ten des Reglers sich nicht schiefstellen und damit einseitig ankanten kann, wodurch,die Zuverlässigkeitdes Reglers in Frage gestellt würde, wird der Teil c nach Fig. <B>7</B> bis<B>10</B> zwangläufig geführt, so,
dass eine genaue Parallelfühlung der Schwungkörperteile ge währleistet ist. Der Teil c ist mit einer ring- fürmigen Aussparung s versehen, in die eine entsprechende Rippe r am Umfang des Reglerkörpers <B>b</B> eingreift, die den Teil c stets auf einer genau geradlinigen, radialen Bahn hält.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCII: Fliehkra,ftregler an schnellaufenden Brenn- kraftmaschinen mit wechselnder Belastung und Drehzahl, insbesondere Fahrzeugdiesel motoren, welcher nur das Unterschreiten einer Mindestdrehzahl und das Überschreiten einer Höchstdrehzahl verhindert-, hingegen .den dazwisehenliegenden Drehzahlbereich un- beeinflusst lässt und bei welchem die Schwung- körper aus, zwei Teilen bestehen, deren einer beim Überschreiten der untern Drehzahl wirkungslos.wird, da/durch gekennzeichnet, dass die Schwungkörper senkrecht zur Regler- achse ausschlagen und dabei Rückstellkräfte überwin,den, die ebenfalls senkrecht zur Reg- lerachse wirken.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Fliehkraftregler nach Patentanspruch, :dadurch gekennzeichnet, dass jeder ein zelne Schwungkörper aus zwei gewiellts- verschiedenen Teilen besteht, von denen der leichtere<B>(d)</B> im schwereren Teil<B>(e)</B> angeordnet ist.2. Fliehkraftregler naall Patentanspruch und Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekenn zeichnet, dass der sehwerere Schwung- körperteil (C) zur Vermeidung einer Schiefstellung zwangläufig geführt ist. <B>3.</B> Fliehkraftregler nach Patentansprueh und Unteransprüchen <B>1</B> und 2, dadurch gekennzeichnet,dass der Reglerkörper mit einer Führungsrippe (r) versehen ist, die in eine entsprechende Aussparung (s) des seliwereren Schwungkörperteils<B>(e)</B> eingreift. 4. Fliehkraftregler nach Patentanspruch, ,dadurch gekennzeichnet, dass der bei der Höchstdrehzahl allein wirksameSchwung- körperteil <B>(d)</B> zwecks Verringerung seines, Gewichtes weitgeliend ausgespart el ist.<B>5.</B> Fliehkraftregler nach Patentansprueli, dadurch gekennzeichnet, dass der bei der Höchstdrehzahl allein wirksame Scb.wungkörper <B>(d)</B> aus Leichtmetall be stellt.<B>-</B> <B>6.</B> Fliehkraftregler nach Patentanspruch an Einspritzbrennkraftmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass er auf der Brenn- stoffpumpenwelle (a) angeordnet ist.<B>7.</B> Fliehkraftregler nael-i Patentanspruah, dadurch gekennzeichnet, dass der bei der Höchstdrehzahl allein wirksame Schwungkörperteil <B>(d)</B> ausser der bei der Mindestdrehzahl auf jeden Gesamt- schwungkörper einwirkenden Rückstell- kraft noch mindestens einer zusätzlichen Rückstellkraft unterworfen ist (siehe Fig. <B>1).</B> <B>8.</B> Fliehkraftregler nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>7,</B> dadurch gekenn zeichnet,dass <B>je</B> zwei Federn Rückstell- kräfte auf die Schwungkörper ausüben, von denen die eine<B>(f)</B> die Mindestdreh zahl und die, andere<B>(g)</B> mit ihr zusam men die Höchstdrehzahl bestimmt. <B>9.</B> Fliehkraftregler nach Patentauspruch und Unteransprüchen<B>7</B> und<B>8,</B> dadurch "ekennzei CY chnet,,dass die, Reglerfedern <B>g)</B> konzentrisch ineinander sind.<B>10.</B> Fliehkraftregler nach Patentanspruch und ITiiteransprüehen <B>7</B> und<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Reglerfedern im Schwungkörper untergebracht sind. <B>11.</B> Fliehkraftregler nach Patentanspruch und Untera.nspruch <B>7,</B> dadurch gekenn zeichnet-, da3:die Reglerfedern <B><I>(f, g)</I></B> sich auf der von der Reglerachse abgekehrten Seite gegen ein gemeinsames Widerlager abstützen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE162241X | 1931-05-27 | ||
| DE290631X | 1931-06-29 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH162241A true CH162241A (de) | 1933-06-15 |
Family
ID=25753815
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH162241D CH162241A (de) | 1931-05-27 | 1932-04-28 | Fliehkraftregler an schnellaufenden Brennkraftmaschinen, insbesondere Fahrzeugdieselmotoren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH162241A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944415C (de) * | 1954-05-15 | 1956-06-14 | Bosch Gmbh Robert | Fliehkraftversteller, insbesondere fuer die Drehzahlregelung von Einspritzbrennkraftmaschinen |
-
1932
- 1932-04-28 CH CH162241D patent/CH162241A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE944415C (de) * | 1954-05-15 | 1956-06-14 | Bosch Gmbh Robert | Fliehkraftversteller, insbesondere fuer die Drehzahlregelung von Einspritzbrennkraftmaschinen |
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