CH162298A - Einrichtung zur Verbesserung der Schallaufnahme von Mikrophonen, die mit mehreren Membranen versehen sind. - Google Patents

Einrichtung zur Verbesserung der Schallaufnahme von Mikrophonen, die mit mehreren Membranen versehen sind.

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CH162298A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Einrichtung zur Verbesserung der     Schallaufnahme    von     1Viikr        ophonen,    die mit mehreren       1Vlembranen    versehen     sind.       Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein  richtung zur Verbesserung der Schallauf  nahme von Mikrophonen, die mit mehreren       Membranen    versehen sind. Solche Mikrophone  haben eine grössere Empfindlichkeit als Mikro  phone mit einer einzigen Membran. In den  meisten Fällen kann aber durch die gegen  seitige Lage der     Membranen    diese grössere  Empfindlichkeit nur zum Teil ausgenutzt  werden.

   Wenn zum Beispiel die Schallwellen  von einem Punkt im Raum auf das Mikro  phon auftreffen und die eine der     Membranen     die günstigste Lage in bezug auf die Schall  quelle einnimmt, so werden im allgemeinen  die andern Membranen eine weniger günstige  Stellung einnehmen, so dass in der Aufnahme  der verschiedenen Frequenzen eine     "Schatten-          wirkung"    auftritt, derart, dass wohl die Schall  wellen mit höheren Frequenzen von der  Membran mit der günstigsten Lage, von den  andern Membranen aber nicht oder wenig  stens stark geschwächt aufgenommen werden.

      Dies ist dem Umstand zuzuschreiben, dass  Schallwellen mit hohen Frequenzen infolge  ihrer geringen Wellenlänge nicht- um die       Mikrophonwände    herumgreifen, wohl aber die  Wellen mit niederen Frequenzen. Infolge  dessen entsteht eine Verzerrung in der Auf  nahme. Diese Erscheinung gilt sowohl für  Mikrophone mit ebenen Membranen, als auch  für Mikrophone mit andersartig ausgebildeten,  z. B. leicht gebogenen, Membranen. Im fol  genden soll jedoch der Bequemlichkeit halber  immer von ebenen Membranen gesprochen  werden.  



  Wenn das Mikrophon in bezug auf die  Schallquelle in einer andern Lage als die  obengenannte     'angeordnet    wird, so bleibt die  Verzerrung in der Aufnahme mehr oder  weniger bestehen. Falls die     Membranflächen     parallel zueinander und in der Richtung der       Scballquelle    liegen, so ist die Stellung der  Membranen zwar gleichwertig, aber für die  Aufnahme nicht die günstigste:      Der Nachteil der Schattenwirkung könnte  durch Benutzung der bekannten Bauart her  abgesetzt werden, bei der die Schallwellen  durch ein Mundstück, das sich in zwei     rohr-          förmige,    gegenüber den Membranen ausmün  dende Teile teilt, dem     Mikrophon    zugeführt  werden.

   Bei dieser Bauart besteht aber der  Nachteil, dass infolge der Trichter- oder  Hornform der genannten Teile Resonanz  erscheinungen auftreten, die ebenfalls eine  Bevorzugung bestimmter     Frequenzen    zur  Folge haben und so eine Verzerrung herbei  führen.  



  Zur Vermeidung der genannten Schatten  wirkung besteht die Einrichtung gemäss der  Erfindung .aus mindestens einer veränderlich  angeordneten, wenigstens' nahezu ebenen  Fläche, die aus einem schallreflektierenden       Stoff,    z. B. Metall, hergestellt und nahe den  Membranen angeordnet ist. . Die Flächen  können am Mikrophongehäuse befestigt sein  oder auch getrennt neben dem     Mikrophon     angeordnet werden.

   Durch diese Bauart ist  es möglich, das     Mikrophon    mit den     Mem-          branflächen    in der Richtung der Schallquelle  anzuordnen, da den Flächen eine solche Stel  lung in bezug auf die Schallquelle und die  Membranen gegeben werden kann, dass so  wohl die hohen, als auch die niedrigen Schall  frequenzen die Membranen möglichst wir  kungsvoll beeinflussen. Auf diese Weise lässt  sich die Gesamtempfindlichkeit des Mikro  phons ohne Beeinträchtigung der Wirkung  zum Höchstwert steigern. Falls das Mikro  phon von einer Schallquelle beeinflusst werden  soll, die in einem einzigen Punkt des Raumes  konzentriert ist, wird zweckmässig nahe jeder  Membran unter einem Winkel eine Platte  gelenkig an der Aussenkante des Mikrophon  gehäuses befestigt.

   Das     Mikrophon    wird dann  derart angeordnet, dass die Öffnung zwischen  den' reflektierenden Flächen und den Mem  branen der Schallquelle zugekehrt ist. Neben  der auf diese Weise erzielten, vorteilhaften  akustischen Wirkung weist diese Ausfüh  rungsform den weiteren Vorteil auf, dass die  Platten soweit einwärts gedreht werden kön  nen, dass sie parallel zu den Membranen    liegen, wodurch diese gegen mechanische  Beschädigung geschützt sind, wenn. das Mikro  phon ausser Betrieb ist. Vorzugsweise beträgt  der Winkel zwischen den Membranen und  den Platten 45  , während die Oberfläche der  Plätten derart' gross gewählt wird, dass in  dieser Stellung ihre Projektionen auf die  Membranen diese ganz bedecken.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des     Erfindungsgegenstandes    darge  stellt.  



       Fig.    1 ist ein Schnitt eines Kohlenmikro  phons mit     Einrichtung    gemäss der Erfindung;       Fig.    2 zeigt eine schaubildliche Darstel  lung eines solchen. Mikrophons.  



  In     Fig.    1 bedeutet 1 eine rechteckige  Wand aus     Isolierstoff,    auf deren beiden Sei  ten Aussparungen 2 und 3 angebracht sind,  die als Kammern für die     Kohlekörner    dienen.  In diesen Kammern sind ferner rechteckige  Elektroden 4 und 5 angeordnet. Die beiden  Kammern stehen durch eine in diesem Schnitt  nicht dargestellte Öffnung in- der Wand 1  ,miteinander in Verbindung. Die Kammern       ind    durch die Membranen 6     bezw.    7 ab  geschlossen, deren Ränder zwischen der  Wand 1 und den mittelst Bolzen 10 auf der  Wand befestigten Leisten 8 und 9 festge  klemmt sind.  



  Bei 11 und 12 sind zwei Platten 13       bezw.    14 gelenkig an einer Seite der Aussen  kante der Wand 1 befestigt. Der Winkel  zwischen den Membranen und den Platten  beträgt in der Zeichnung 45  , -er kann aber  auch einen andern Wert haben. Auch ist es  nicht erforderlich,. dass die Winkel gleich  sind. Durch die Pfeile in     Fig.    1 soll veran  schaulicht werden, dass Schallwellen, die in  der- Richtung 15 nach dem Mikrophon ver  laufen, in der Richtung 16 auf die Mem  branen geworfen werden. Es ist ersichtlich,  dass auf diese Weise sowohl Wellen mit  hohen Frequenzen, als. auch solche mit nie  drigen Frequenzen, die aus der Richtung 15  auf die reflektierenden Flächen 13 und 14  treffen, vom     Mikrophon    möglichst wirkungs  voll aufgenommen werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Verbesserung der Schall aufnahme von Mikrophonen, die mit mehreren Membranen. versehen sind, dadurch gekenn zeichnet, dass nahe wenigstens einer Membran mindestens eine veränderlich angeordnete, wenigstens nahezu ebene Fläche angebracht ist, die aus einem schallreflektierenden Stoff besteht. UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch an Mikro phonen, die mit zwei auf beiden Seiten des Mikrophons parallel zueinander ange ordneten Membranen versehen sind, da durch gekennzeichnet, dass nahe jeder Membran eine Platte gelenkig an der Aussenkante des Mikrophongehäuses be festigt ist. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass die Oberfläche der Platten so gross ist, dass bei einem Winkel von 45 zwischen den Membranen und den Platten die Projektionen der Platten auf die Membranen letztere ganz bedecken. 3. Einrichtung nach Patentanspruch, wie in der Zeichnung dargestellt und in bezug darauf beschrieben.
CH162298D 1931-04-24 1932-03-29 Einrichtung zur Verbesserung der Schallaufnahme von Mikrophonen, die mit mehreren Membranen versehen sind. CH162298A (de)

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