CH162437A - Stehender Stuhl zur Herstellung von Knüpfware und Geweben. - Google Patents
Stehender Stuhl zur Herstellung von Knüpfware und Geweben.Info
- Publication number
- CH162437A CH162437A CH162437DA CH162437A CH 162437 A CH162437 A CH 162437A CH 162437D A CH162437D A CH 162437DA CH 162437 A CH162437 A CH 162437A
- Authority
- CH
- Switzerland
- Prior art keywords
- chair according
- strands
- sub
- chair
- clamping bar
- Prior art date
Links
- 239000004744 fabric Substances 0.000 title claims description 4
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 3
- 238000004804 winding Methods 0.000 claims description 4
- 210000000078 claw Anatomy 0.000 description 1
- 230000001681 protective effect Effects 0.000 description 1
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D29/00—Hand looms
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Treatment Of Fiber Materials (AREA)
Description
Stehender Stuhl zur Herstellung von Knüpfware und Geweben. Die vorliegende Erfindung hat einen stehenden Stuhl zum Gegenstand, mit wel chem Knüpfware und Gewebe hergestellt werden können. Dieser Stuhl ist dadurch ge kennzeichnet, dass zwischen zwei mit Fuss versehenen senkrechten Seitenwangen oben eine Walze mit aufgewickelten Keafäden drehbar und feststellbar angeordnet ist, so wie unten eine ebensolche Aufwickelwalze für das fertige Stück, während dazwischen eine von Hand verstellbare Vorrichtung zum Wechseln des Faches liegt, welche Litzen paare umfasst,
deren Litzen mit ihren Kett- fäden durch eine Schlingenbildung der Lit zen selbst verbunden sind und welche Litzen paare vorne und hinten je über eine Quer stange des Stuhls laufen, von denen die eine zwecks Fachbildung verdrehbar ist.
Der Stuhl vorliegender Erfindung zeich net sich vor allem dadurch aus, dass mit ihm ausserordentlich bequem gearbeitet werden kann, indem insbesondere das Neueinziehen der Kettenfäden rasch und leicht auszufüh ren ist, da die sonst üblichen Ösen, die ein Durchziehen des Kettenfadens erfordern und umständlich zu befestigen sind, in Wegfall kommen.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist auf der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausführungsform und in Verwendung als Knüpfstuhl näher erläutert.
Fig. 1 und 2 zeigen den Knüpfstuhl in Vorderansicht und Seitenschnitt; Fig. 3 ist ein vergrösserter Seitenschnitt der Vorrichtung zur Bildung des Faches; Fig. 4 ist eine teilweise geschnittene Vor deransicht derselben, und Fig. 5 eine Draufsicht; Fig. 6 zeigt schaubildlich die Verbindung der Litzen mit den Kettfäden; Fig. 7 ist eine Rückansicht der Spann leiste; Fig. 8 und 9 zeigen dieselbe in Draufsicht vor und nach dem Spannen; Fig. 10 zeigt eine Sicherungsklammer.
Der Knüpfstuhl besteht aus einem ein fachen Gestell mit nur zwei Seitenwangen 1, welche mit Füssen 2 versehen sind, um den Stuhl standfest zu machen und die durch Traversen 3, die teilweise als Schutzwände dienen, versteift sind.
Oben im Stuhl ist zwischen den Wan gen 1 mittelst einer Achse 4 eine Rolle 5 drehbar gelagert, auf welche die Kettfäden 6 in ihrer ganzen für das herzustellende Werkstück erforderlichen Länge aufgewik- kelt sind. Die Walze 5 kann in jeder Dreh stellung festgestellt werden. Zu diesem Zweck sitzt auf derselben ein Sperrad 7, in welches eine Klinke 8 eingreift, die an der einen Seitenwange 1 des Gestelles gelagert ist und die Rückdrehung der Rolle 5 ver hindert.
Unten im Stuhl ist mittelst einer Achse 9 eine Walze 10 drehbar und feststellbar ge lagert, welche zum Aufwickeln des fertigen Teppiches 11 oder dergleichen bestimmt ist. Auch auf der Achse 10 sitzt ein Sperrad 12, in welches wieder eine an der betreffenden Wange 1 gelagerte Klinke 13 eingreift. Die beiden Sperräder 7 und 12 und ihre Klin ken 8 und 13 sperren entgegengesetzt, so dass nach dem Aufwickeln des fertigen Stük- kes 11 die Bettfäden 6 wieder ausreichend gespannt werden können.
Im mittleren Teil des Stuhls liegt die Vorrichtung zum Wechseln des Faches für das Durchziehen der Schussfäden. Für diesen Zweck ist für jeden Kettfaden 6 eine Litze 14 vorgesehen, wobei je zwei derselben zu sammengehören. Durch wechselweises Vor- und Zurückziehen der beiden Litzen 14 eines Paares wird dann je ein Fach gebildet, wie aus den Fig. 3 und 6 hervorgebt.
Es bilden nun die Litzen 14 selbst die Verbindung mit den Kettfäden 6, und zwar durch entsprechende Verknotung. Zu diesem Zweck wird die Litze 14 doppelt genommen und die beiden Stränge werden so verknotet, dass eine Schlinge 15 entsteht, wie zum Bei spiel aus den genannten Fig. 3 und 6 zu ersehen ist. Der eine Strang der Litzen 14 wird dann durch die Schlinge 15 hindurch gezogen, sowie ein Keafaden 6 durch den Raum zwischen der Schlinge 15 und dem betreffenden Litzenstrang, wie die genannten Fig. 3 und 6 zeigen. Damit ist die Verbin dung hergestellt, und der Kettfaden 6 muss die Bewegung seiner Litze 14 mitmachen.
Zweckmässigerweise bestehen, die beiden Litzen 14 jeden Paares aus einem einzigen Faden. Dieser läuft vorne über einer Stange 16 und hinten über eine Stange 17, wo der Litzenfaden verknüpft ist. Die vordere Stange 16 dient zum Wechseln des Faches und ist zu diesem Zweck verdrehbar, sowie symmetrisch zu ihrer Drehachse 18 unrund, wie zum Beispiel rechteckig. Die über die Stellstange 16 laufenden Litzenstränge 14 werden daher bei Verdrehung derselben der art bewegt, dass der obere Strang jeweils in der entgegengesetzten Richtung bewegt wird, wieder untere, wobei aber die Spannung er halten bleibt. Die Verdrehung der Stange 16 wird mittelst eines Hand- oder Fusshebels 19 vorgenommen.
Um sowohl in jeder Fachstellung, als auch in der Mittelstellung, in welcher ge knüpft wird, die Stellstange 16 festhalten zu können, .sitzt auf ihrer Achse 18 ein Sperr- rad 20 und über diesem befindet sich ein Feststellhebel 21 mit einem-Nocken 22. Die ser greift in die Zahnung des Sperrades 20 ein und hält dadurch dieses sowie das Fach fest.
Als Verbindung der Litzensträngz 14 mit ,der @Stellstange .16 dient eine Leiste 2,3, die lösbar auf der Stange 16 festgemacht ist und -die unter ihr weglaufenden Litzenfäden 14 auf ihr festklemmt. Um eine sichere Ver bindung zu erhalten, ist zweckmässigerweise, wie Fig. 3 zeigt, zur Aufnahme der Klemm leiste 23 in der Stellstange 1:6 eine Nute 24 vorgesehen. Die Leiste 23 drückt dann die Litzenfäden 14 ein, so dass sie sicher bewe gungsschlüssig mit der Stellstange 16 ver bunden sind.
Um den Teppich oder dergleichen an der Arbeitsstelle auf gleiche Breite gespreizt zu halten, das heisst um zu verhüten, dass er hier durch den Schussfaden zusammengezogen wird, ist eine besondere Spreizvorrichtung vorgesehen. Diese wird etwas unterhalb der Arbeitsstelle eingesetzt, kann aber beim Auf- wickeln des fertigen Stückes abgenommen werden. Die Spreizvorrichtung besteht aus einer zweiteiligen Stange und die beiden Teile 25, 26 dieser Stange können um einen Stift 27, wie Fig. 8 zeigt, ausgeknickt wer den, so dass ihre Enden näher beisammen liegen, wie wenn sich die Teile in gerader Lage befinden, was in Fig. 9 dargestellt ist.
Der eine Teil, zum Beispiel 25, ist gabel förmig geschlitzt und der andere, 26 liegt in demselben. Die Enden der beiden Stangen teile 25, 26 sind mit schräg nach aussen ge richteten Zähnen 28, zum Beispiel in Form starker Nadeln versehen, die etwas unterhalb der Arbeitsstelle nahe an den Seitenrändern des Teppichs 11 oder dergleichen eingerückt werden, wobei die Spreizstange noch ausge- knickt ist. Werden nun die Teile 25, 26 in gestreckte Lage gebracht, so werden dadurch auch ihre Enden mitsamt den Teppichrän dern nach aussen gedrückt, das heisst der Tep pich 11 oder dergleichen wird gespannt.
Durch eine übergeschobene U-förmige Klam <B>i</B> mer 29 oder dergleichen werden dann die beiden Teile 25, 26 in gestreckter Lage ge halten, das heisst der Teppich 11 oder der gleichen bleibt gespannt.
Um verschiedenen Werkstückbreiten Rechnung zu tragen, sind in dem einen Teil 25 der Spreizleiste eine Reihe von Löchern vorgesehen, welche eine Verlängerung der selben gestatten, indem der als Drehachse dienende Stift 27 entsprechend verstellt wird.
Vorne am Gestell ist sodann noch eine Stange 31 ausziehbar gelagert, welche zur Aufnahme des zur Verarbeitung kommenden Garnes 32 dient.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Stehender Stuhl zur Herstellung von Knüpfware und Geweben, dadurch gekenn zeichnet, dass zwischen zwei mit Fuss verse- henen senkrechten Seitenwangen oben eine Walze mit aufgewickelten Kettfäden dreh bar und feststellbar angeordnet ist, sowie unten eine ebensolche Aufwickelwalze für das fertige Stück, während dazwischen eine von Hand verstellbare Vorrichtung zum Wech- seln des Faches liegt, welche Litzenpaare umfasst, deren Litzen -mit ihren Bettfäden durch eine Schlingenbildung der Litzen selbst verbunden sind und welche Litzen paare vorne und hinten je über eine Quer stange des Stuhls laufen,von denen die eine zwecks Fachbildung verdrehbar ist. UNTERANSPRüCHE 1. -Stuhl nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Zwecke der Ver bindung der Litzen mit den Kettfäden aus den Litzen durch Verknoten des dop pelt gelegten Litzenstranges eine Schleife gebildet und durch .diese der eine der bei den Litzenstränge hindurchgezogen ist, wobei der Bettfaden durch den Raum zwischen Schleife und Litzenstrang durchläuft. 2.Stuhl nach Patentanspruch, dadurch ge- k-ennzeichnet, dass die beiden Litzen jeden Paares aus einem einzigen Fadenstrang bestehen. 3. Stuhl nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass die vordere Stange, über welche der Litzenfaden läuft, zwecks Wechsel des Faches verdrehbar im Gestell des Stuhls gelagert und der Litzenfaden mit ihr verbunden ist. 4. Stuhl nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Stange, über welche der Lit zenfaden läuft, zur Drehachse symme trisch unrund ist. 5.Stuhl nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2 und 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Verbindung der Litzen fäden mit der vordern Stange durch eine Leiste 'erfolgt, welche über die Litzen fäden wegläuft und sie auf der Stange bewegungssehlüssig festklemmt. 6. Stuhl nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 2, 3 und 5, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Aufnahme der Klemmleiste in der vordern Stange eine Nute vorgesehen ist. 7.Stuhl nach Patentanspruch und Unter anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Stange in den beiden Fach stellungen, sowie in der Mittelstellung mittelst eines auf ihrer Achse sitzenden Sperrades festgestellt werden kann, in dessen Zahnung ein Nocken eines darüber befindlichen anhebbaren Handhebels ein greift. 8. Stuhl nach Patentanspruch, dadurch ge kennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Spännen des Werkstückes an der Arbeits stelle auf gleichbleibende Breite vorge sehen ist, welche aus einer Spannleiste besteht, deren Enden mit Mitteln zum Angriff am Werkstück versehen sind und sich nach dem Anbringen an dem Werkstück in grössere Entfernung von einander verstellen lassen. 9.Stuhl nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannleiste ausknickbar ist. 10. Stuhl nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannleiste zweiteilig ist, wobei ihre beiden Teile um einen Verbindungsdreh stift ausknickbar sind. 11. Stuhl nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 8 und 10, dadurch gekenn zeichnet, dass der eine Teil der Spann leiste gabelförmig und der andere Teil in diesem verschwenkbar ist. 12.Stuhl .nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 8 und 10, dadurch gekenn zeichnet, dass die Spannleiste in der Länge verstellbar ist; indem der Verbin- dungsdrehstift in der Längsrichtung der Spannleiste verstellt werden kann, zu welchem Zweck im einen Spannleisten- teil eine Reihe von Löchern vorgesehen sind. 13. Stuhl nach Patentanspruch und Unter anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, .dass die Mittel an den Enden der Spannleiste zum Angriff am Werkstück aus schräg nach aussen stehenden Zähnen bestehen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH162437T | 1932-01-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH162437A true CH162437A (de) | 1933-06-30 |
Family
ID=4415627
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH162437D CH162437A (de) | 1932-01-23 | 1932-01-23 | Stehender Stuhl zur Herstellung von Knüpfware und Geweben. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH162437A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE846830C (de) * | 1950-01-18 | 1952-08-18 | Carl Kracker | Webstuhl fuer gemusterte Stoffe |
| FR2382530A1 (fr) * | 1977-03-04 | 1978-09-29 | Ivarsson Sune | Lisse de fils textiles, son procede de fabrication et dispositif de mise en oeuvre de celui-ci |
-
1932
- 1932-01-23 CH CH162437D patent/CH162437A/de unknown
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE846830C (de) * | 1950-01-18 | 1952-08-18 | Carl Kracker | Webstuhl fuer gemusterte Stoffe |
| FR2382530A1 (fr) * | 1977-03-04 | 1978-09-29 | Ivarsson Sune | Lisse de fils textiles, son procede de fabrication et dispositif de mise en oeuvre de celui-ci |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE69919121T2 (de) | Nadel zum befestigen eines etiketts an einem aufgussbeutel mittels eines verknoteten fadens | |
| DE1535788C3 (de) | Florgewebe zum Herstellen von Haarwickelrollen | |
| CH162437A (de) | Stehender Stuhl zur Herstellung von Knüpfware und Geweben. | |
| CH425300A (de) | Reissverschluss und Verfahren zu seiner Herstellung | |
| DE2927571C2 (de) | ||
| EP0400114A1 (de) | Bespannung für einen schläger für tennis, federball oder dergleichen | |
| DE2225907A1 (de) | Handwebstuhl | |
| DE259183C (de) | ||
| DE804781C (de) | Handwebvorrichtung, insbesondere zum Weben von Schuhoberteilen | |
| DE554851C (de) | Litze | |
| DE132185C (de) | ||
| DE169776C (de) | ||
| CH384264A (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Fertigung von Mäanderreissverschlüssen | |
| DE934120C (de) | Verfahren und Netzknuepfstuhl zur Bildung eines doppelten Netz- oder Weberknotens | |
| DE204650C (de) | ||
| DE202023106154U1 (de) | Vorrichtung zur Sicherung von Gegenständen an Fahrzeugen, insbesondere an zweirädrigen Fahrzeugen, oder an Teilen von diesen | |
| DE261494C (de) | ||
| DE3716888A1 (de) | Geraetesatz fuer die festigkeitsbildung bei der teppichherstellung | |
| AT87232B (de) | Verfahren und Vorrichtung zur Verhütung des seitlichen Zusammenziehens eines Gewebes während des Webvorganges. | |
| DE522357C (de) | Knotenhaltevorrichtung fuer Teppichknuepfstuehle | |
| DE2119493C3 (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Florgeweben | |
| DE453399C (de) | Arbeitsstaender fuer Schuhmacher | |
| DE42835C (de) | Webstuhl für Sammtgewebe (z. B. Smyrna-Teppiche) | |
| DE90682C (de) | ||
| CH647564A5 (de) | Schnuerfaden zum schnueren eines handwebstuhls und seine verwendung. |