CH162459A - Verfahren zur Herstellung von reinem Fluorwasserstoff. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von reinem Fluorwasserstoff.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von reinem Fluorwasserstoff. Es wurde gefunden, dass Fluorwasserstoff in kalter konzentrierter Schwefelsäure über raschend leicht löslich ist, und dass sich aus dieser Lösung der grösste Teil des Fluorwas- serstoffes bei Temperaturen. abtreiben lässt, bei denen noch keinerlei Gefahr besteht, dass Wasser- oder _ Schwefeltrioxyddämpfe mit übergehen.
Da ferner das im rohen Fluor wasserstoff meist vorhandene Siliciumfluorid sich keineswegs in kalter, konzentrierter Schwefelsäure löst, so kann man durch dieses Löse- und Abtreibverfabren auf sehr einfache Weise reinen Fluorwasserstoff erzeugen. Man leitet zum Beispiel zu diesem Zweck die in bekannter Weise aus Flussspat und Schwefel säure erzeugten Dämpfe von rohem Fluor wasserstoff durch kalte konzentrierte Schwefel säure. Falls die zugeführten Dämpfe grössere Mengen Wasserdampf enthalten, kann man eine dem Wasserdampf etwa äquivalente Menge Anhydrid zur Absorptionsflüssigkeit zusetzen.
Zweckmässig wird das Absorptions- gefäss mit Wasser gekühlt, um die auftre tenden Wärmemengen abzuführen. Die Sili- ciumfluorid- und Schwefeldioxydbestandteile des rohen Fluorwasserstoffes werden nicht von der Schwefelsäure aufgenommen.
Nach dem Beladen kann die Schwefel säure in einem zweiten Gefäss auf Tempe raturen von 60 bis 100 erhitzt werden. Es entweicht dabei völlig trockener,. reiner Fluor wasserstoff. Bei richtiger Regelung der Er hitzung oder der Zufuhr des Fluorwasser- stoff-Schwefelsäuregemisches in das Abtreibe gefäss kann man leicht einen völlig konstanten und kontinuierlichen Strom von reinem Fluor wasserstoff erzeugen, was mit andern Mitteln recht schwierig zu erreichen ist. Auch empfiehlt es sich, weil die Aufbewahrung von Fluor wasserstoff in reiner Form wegen seines niedrigen Siedepunktes Schwierigkeiten be reitet, diesen Stoff in Form der schwefel sauren Lösung aufzubewahren und im Bedarfs falle durch Erwärmen abzutreiben.
Das Verfahren lässt sich ferner sehr vor teilhaft ausnutzen bei solchen Fluorierungs- prozessen, bei denen ein Teil des zugeführten Fluorwasserstoffes ungenutzt mit gasförmigen Reaktionsprodukten entweicht. Man löst dann den Fluorwasserstoff aus den Reaktionsgasen mit kalter Schwefelsäure heraus und kann dann in Form dieser Lösung den Fluorwasser- Stoff verwerten.
<I>Beispiel</I> r: Aus einem Flussspatschwefelsäureansatz entweichen die Dämpfe von Fluorwasserstoff mit einem Gehalt von 10 Gewichtsprozent SiF4, 5% 1120 und 5% SOS. Man leitet die Gase durch Schwefelsäure (100%), die durch Kühlung auf mag.
300 gehalten wird. Man legt auf 1 Gewichtsteil zu absorbierenden Fluorwasserstoffs 1 Gewichtsteil Schwefel- säure vor, so dass,ein 50%iges Gemisch ge- wonnen wird. 802 und SiF4 entweichen.
Nun mehr wird die Mischung erwärmt auf 60 bis 800. Man erhält dabei 80% das zugeführten Fluorwasserstoffes in einer Konzentration von 99 bis 100%. Die zurückbleibende HF-haltige Schwefelsäure kann zum Beispiel zur Er zeugung von rohem Fluorwasserstoff aus Fluss.- spat verwendet
werden, so dass auf diese Art der Gehalt an HF vollwertig ausgenutzt werden kann. <I>Beispiel 2:</I> Die bei der Fluorierung von organischen Stoffen mit wasserfreiem Fluorwasserstoff ent weichenden Gase enthalten nebenorganischen Fluorverbindungen noch Chlorwasserstoff Lind mehrere Volumprozente an freiem Fluorwas- serstoff. Man leitet die Gase durch<B>-</B>kalte Schwefelsäure, wodurch der Fluorwasserstoff als einzige Komponente herausgelöst wird.
Die Lösung wird nach Beispiel 1 entweder direkt durch Erwärmen abgetrieben, oder, falls sie schwach ist, zuvor mit rohem Fluor wasserstoff vollends aufgeladen, um dann in gleicher Weise verarbeitet zu werden. <I>Beispiel 3:</I> Ein Gas, das 70 Teile HF, 12 Teile SiF4, 10 Teile H20 und 8% S02 enthält, wird durch eine Mischung von Oleum, bestehend aus 43 Teilen H2S04 und 22 Teilen S03 ge leitet.
Es wird eine 50prozecitige Mischung erhalten, die wie in Beispiel 1 beschrieben aufgearbeitet ist. ,'
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von reinem Fluorwasserstoff, dadurch gekennzeichnet, dass man die Dämpfe von rohem Fluorwasserstoff in kalter konzentrierter Schwefelsäure löst und aus der erhaltenen Lösung durch mässiges Erwärmen reinen Fluorwasserstoff abtreibt. TTNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch unter Ver wendung von wasserhaltigem Flnorwasser- stoff, dadurch gekennzeichnet, dass der Ab sorptionsflüssigkeit eine der in dem Fluor wasserstoff enthaltenen Wassermenge etwa äquivalente Menge Scliwefelsäureanhydrid zugesetzt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE162459X | 1931-09-02 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| CH162459A true CH162459A (de) | 1933-06-30 |
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|---|---|---|---|
| CH162459D CH162459A (de) | 1931-09-02 | 1932-08-19 | Verfahren zur Herstellung von reinem Fluorwasserstoff. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH162459A (de) |
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1932
- 1932-08-19 CH CH162459D patent/CH162459A/de unknown
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