CH162527A - Verfahren zum Glühen von Metallen. - Google Patents

Verfahren zum Glühen von Metallen.

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CH162527A
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gas
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Inventor
Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Verfahren zum Glühen von Metallen.    Beim Glühen, wie zum Beispiel     Blau]"-          glühen        bezw.    Reduktionsglühen     einschliess-          lichdes        Abkühlens    von Metallen, zum Bei  spiel Kupfer oder Legierungen, Messing oder  Stahl, unmittelbar in     Glühtöpfen    oder unmit  telbar in elektrischen Ofen in einer Gasatmo  sphäre ist es' bekannt, einen Umlauf des  Gases zu erzeugen.

   Das umlaufende Gas  kann entweder durch eingebrachte, feste, sich  in der Wärme zersetzende Stoffe im     CTlül-l-          raum    selbst erzeugt worden sein, oder es ist  eine bestimmte Menge eines besonderen Gases  mit dem eingebrachten Gut in den Glühraum  mit eingeschlossen, oder das Glühen erfolgt  lediglich in verdünnter Luft. Der Umlauf  ,des Gases erfolgt entweder nur innerhalb des       Glühgut.behälters,    zum Beispiel eines elek  trischen Ofens oder Glühtopfes, oder aber es  wird ein Teil des Umlaufweges nach ausser  halb des Behälters verlegt.

   Findet der Gas  umlauf lediglich innerhalb des Glühraumes  statt, so erfolgt er entweder     selbsttätig        in-          -folge    Auftriebes, oder es wird     ein'Ventilator       in den Glühraum eingebaut, der den Umlauf  künstlich erzeugt.  



  Die Erfindung betrifft letztgenanntes  Glühverfahren, also ein Verfahren, bei dem  ein Gas     nur'innerhalb    des Glühraumes um  läuft.    Ihr Zweck, das Gas     zwangläufi   <B>'g</B> und  sicher wirksam zu halten, wird dadurch er  reicht,     dass    es innerhalb des Glühraumes  durch ein lockeres     Regenerierungsmittel    in  ständigem Umlauf     hindureligeleitet    wird.  



  Die Erfindung betrifft<B>-</B> weiterhin eine  Einrichtung zur     Durchfü'hrung    des Verfah  rens, die dadurch gekennzeichnet ist,     dass    zur  Aufnahme der     Regenerierungsmas-se    inner  halb des Glühraumes wenigstens ein     gas-          ,durchlässiger    Auflageboden angeordnet ist.  



  In der Zeichnung wird die Erfindung an  Beispielen hauptsächlich aus der     Messing-          in-dustrie    näher erläutert, ohne     dass        je-doch     .die Erfindung auf diese Ausführungsarten  beschränkt werden soll.      In der     Fio%   <B>1</B> ist ein     Glühtopf   <B>1</B> zur Auf  nahme des     Glüho-Utes    2 und eines     Schutz-          gues    dargestellt. Der Glühtopf<B>1</B> ruht mit  seinem obern Rand auf dem Ofenmauerwerk  <B>3.

   Du</B>     Regeneriermittel    4 ist in einem     B-e-          hälter   <B>5</B> angeordnet, der als oben und unten  siebartig durchlöcherter Zwischenboden aus  gebildet ist. Der     Zwisellenboden    ruht<B>'</B> auf  einzelnen Stützen<B>6,</B> die<B>so</B> angeordnet oder  ausgebildet sind,     dass,    der Gasumlauf durch  sie nicht unterbrochen wird.. Auf dem Zwi  schenboden liegt das     Glühgut    2. Der Zwi  schenboden ist vorzugsweise aus Kupfer ge  fertigt, da hierdurch neben der bekannten  guten Wärmeübertragung auf das     Glühgut,     auch noch eine gute Einwirkung auf das       Regeneriermittel    erreicht wird.  



  Falls zwei verschiedene     Regeneriermittel     zur Verwendung kommen sollen, kann der  Zwischenboden zweckmässig gemäss     Fig.   <B>2</B>  ausgebildet werden. Es liegt dann in dem  zylinderförmigen,     innern    Teil<B>7</B> das eine und  in dem ringförmigen äussern Teil<B>8</B> das an  dere Mittel. Das umlaufende Gas durch  strömt dann die beiden Mittel nacheinander.  Der Umlauf des Gases wird in     bei-den    Fällen       (Fig.   <B>1</B> und 2)     zwangläufig    durch einen     Ven-          filator   <B>9</B> bewirkt.  



  Statt des gezeichneten einen Zwischen  bodens können auch mehrere, etagenförmig in  Abständen übereinander angeordnet werden.  Zwischen den einzelnen Böden kann dann<B>je-</B>  weils ein Teil des Glühgutes liegen.     Der     Behälter für das     Re-,eneriermittel    kann statt  als Zwischenboden auch als -Zwischendeckel       auso,ebil-det    sein und in Abstand von dem  eigentlichen Deckel des Topfes auf, anstatt  unter oder zwischen dem     Glühgutstapei        ge-          leo,t    werden.

   Bei     Glühtöpfen,    deren Deckel  <B>10</B> auch während des Glühens<B>kühl</B> gehalten  wird     (Fig.   <B>1),</B> ist es jedoch zweckmässig, für  ,das     Regeneriermittel    eine Stelle zu wählen,  die gut geheizt wird, falls das Mittel selbst  nicht besonders beheizt werden soll. Die,<B>Ab-</B>  dichtung zwischen -dem Topf<B>1</B> und dem     Dek-          kel   <B>10</B> kann in diesem Falle in einfacher  Weise durch eine gekühlte Gummibandage       11    erfolgen.    Diese in     Fig.   <B>1</B> und 2 dargestellte Anord  nung hat den Vorteil,     dass    die Umlaufrich  tung von Zeit zu Zeit geändert werden kann.

    Durch die Änderung der Umlaufrichtung  wird neben einer höheren Gleichmässigkeit  beim Glühen und Abkühlen<B>-</B> -wie das an  sich bekannt ist<B>-</B> namentlich auch noch  eine bessere     Aulfrischung        und    Reinigung  der     Gasebeim    Durchgang durch das     Regene-          riermittel    erzielt und das Mittel gleich  mässiger beansprucht und ausgenutzt.  



  Soll das Regenerieren der     Gause   <B>*</B> nur wäh  rend des     Abkühlens    erfolgen, so, wird das       Regeneriermittel    zweckmässig innerhalb des       Glühgutstapels    angeordnet, da es dort länger  heiss bleibt. In diesem Falle kann der Ven  tilator wegfallen, da dann unter Umständen  ein selbsttätiger Umlauf des Gases dadurch  erfolgt,     dass    sich das Gas an den sieh zuerst       abkühlen-den        Glühtopfwänden    abkühlt, an  ,den     Wänden'herunterfällt,    sieh wieder er  hitzt und in der Mitte des Topfes wieder  hochsteigt.  



  Beim Glühen des Gutes in     Glü'htöpfen,     .die von aussen beheizt und von aussen abge  kühlt werden, tritt infolge der erhitzten       bezw.    gekühlten Topfwand in au sich be  kannter Weise ein selbsttätiger Umlauf ohne  zusätzliche Anwendung eines Ventilators ein.

    In der Abkühlungsperiode ist der Umlauf  umgekehrt wie in der     Anheiz-        bezw.        Glüh-          perlo     Die     Fig.   <B>3</B> zeigt einen an sieh bekannten  elektrischen     Blankglüllofen    mit dem Ofen  mauerwerk 12, dem Deckel<B>1,3,</B> der Dich  tungsvorrichtung 14- und den Heizelementen  <B>15.</B> Das,     Glühgut   <B>16</B> ruht auf einer durch  löcherten Auflageplatte<B>17,</B> die von einzelnen  Stützen<B>18,</B> die auch zum besseren     Gasdurch-          lassen    aus einer     siernförmigen    Platte be  stehen können, getragen wird.

   Die     Regene-          riermasse    befindet sieh in einem     ringförmigen     Behälter<B>19,</B> der auf dem Glühgut<B>16</B> liegt.  



  Besteht das     Glühgut    nicht aus Ringen       (Fig.   <B>3),</B> die von sich. aus einen Umlauf  innerhalb     #nd        ausserhafi    des Glühgutes     ge-          sta,ttbu,        Sonderü        *je    in     Fig.    4     da#g-estellt,    aus      mehreren einzelnen massiven Stücken 20 und  21, so kann durch eine feste Trennwand<B>229,</B>  die eventuell der innern Ofenform     angepasst     ist, für den     Umlaufwecr    gesorgt werden.

   Der  <B>t)</B>     22     Behälter mit dem     Regeneriermittel    ruht  dann zweckmässig auf dieser Trennwand.  Die Dichtungsvorrichtung 14     Fig.   <B>3</B> kann  in den Fällen, in     welchender    ganze Ofen mit  einer mehr oder minder dicken     Blechbeklei-          ,dung        23    umkleidet ist, wiederum in einer       Gumniiba.n,d,age    24 mit Kühlungen<B>25, 26, 27</B>  oder aber auch, zum Beispiel siehe     Fig.    4  darin bestehen,     dass    lediglich die dann zweck  mässig in einer Spitze auslaufende,

   verhält  nismässig dicke Blechbekleidung<B>28</B> des     Dek-          kels   <B>29</B> in einen bekannten     Ringbehälter   <B>30</B>  taucht, der unten mit einer Schicht aus  Lehm oder     üiner    ähnlichen     Masse:31,    in wel  che das Blech<B>28</B> eindringen kann, ausge  führt ist. Auf dieser Masse stellt zur Ver  hinderung     Jes        Austrocknens,    eine Flüssig  keitsschicht<B>32,</B> etwa Wasser. Die Dich  tungsstellen können auch in diesem Falle  zweckmässig noch gekühlt werden, etwa, wie  bei<B>26</B> und<B>27</B> in     Fig.   <B>3.</B>  



  Die Vorrichtungen gemäss     Fig.   <B>3</B> und 4  besitzen den besonderen     Varteil,        Jassi    der Um  lauf durch die Art der     Beheizung    selbst  tätig erfolgt, da die von den Heizelementen  in ihrer unmittelbaren Umgebung besonders  stark erhitzte     Ofenatmosphlre    an und über  den Heizelementen an den Ofenwänden hoch  steigt, sich durch das     Regeneriermittel     zwängt und in der Ofenmitte     wie-der    zu  Boden sinkt.

       Ausser-dem    wird noch der be  sondere Vorteil erzielt,     dass    durch die     Heiz-          elemente    des Ofens auch gleichzeitig die un  mittelbar     üLeer    der Heizquelle befindliche       R,egeneriermasse    einwandfrei stark     mitperhitzt     wird und so eine hohe Reaktionskraft erhält.  



  Zur Sicherung der     Heizelemente    gegen  Beschädigung durch den     Behä.lter   <B>19</B> und zur       Stüfzung    dieses Behälters kann kurz über     den     Heizelementen ein ring- oder     nockenförmiger     Vorsprung 33 vorgesehen werden.  



  Dieser selbsttätige, durch die Art der  Behandlung erzeugte Umlauf kann auch in  <I>C</I>       Glühtöpfen,    die von aussen beheizt werden,    erzeugt werden durch Regelung der Einwir  kung der Heizgase (Verbrennungsgase) auf  die Gefässwandungen, so     dass    auch derartige       Glühverfahren    in einfacher Weise gemäss  der Erfindung benutzt werden. können, falls  das. Gut in den     Glühtopf    oder der     Glübkiste     eine> entsprechende Anordnung zur     Ermög          lichung    des Umlaufes gemäss     Fig.   <B>1</B> bis 4  erfährt.  



  Behälter für die     Regeneriermasse,    wie sie  in den     Fig.   <B>1</B> und 2 dargestellt sind, können       natürliGh    auch für     Glühöfen    gemäss     Fig.   <B>3</B>  und 4 benutzt werden und umgekehrt.  



  Sollen     Bebälier    gemäss     Fig.   <B>3</B> und 4 für       Glühtöpfe    mit verengter     Eintragöffnung    ge  mäss     Fig.   <B>1</B> benutzt werden, so werden die  Behälter     bezw.    Auflager für die     Regenerier-          masse    mehrteilig ausgeführt, um ihr gutes  Einlegen in den     Glühraum    zu gestatten.  



  Die Erfindung ist nicht auf die nur-     bei-          spielsweise-näher    erläuterten Ausführungen,  für die auch die jeweils eintretenden     beson-          .deren        Varzüge    dargelegt sind,     besehränkt,     sondern sie bezieht sich auch auf solche Ver  fahren und Einrichtungen, bei denen das  Glühgut in einer abgeschlossenen Gasmenge,  ohne Zufuhr     voa    Frischgas und ohne,     dass    das  Gas den     Glühraum    verlassen     muss,    reduziert,       aufgekohlt,        entkolilt,

      nitriert oder ähnlichen  Vorgängen unterworfen werden     ka.nn,    das  heisst auch auf solche Verfahren und Ein  richtungen bei welchen die in dem Behand  lungsraum eingeschlossene Ofenatmosphäre  in einer bestimmten Absicht auf das     Glühuut     (zum Beispiel Metalle oder Legierungen) ein  wirkt und einwirkungsfähig erhalten wird.  Sinngemäss ist unter einer Regenerierung das  Gases seine Rücküberführung in den ur  sprünglichen,     reaktionsfähigen'    Zustand zu  verstehen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRüCHE.: I. Verfahren zum Glühen von Metallen in einer innerhalb des Glühraumes abge- schlüssenen Gasmenge, dadurch gekenn zeichnet, dass das Gas innerhalb des Glühraumes ständig durch ein lockeres regenerierendes Mittel hindurchgeleitet wird.
    H. Einrichtung zur Durchführung des Ver- falirens nach Patentaiisprueh I, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Glü-h- raumes wenigstens ein gas,durcbhssiger Auflagebod en zur Aufnahme der Rege- nerierungsmasse angeordnet ist.
    UNTERANSPRüCEE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentansprueh I, da# durch gekennzeichnet, dass. das Gas mit- telst P-in--s Ventilators durch das Regene- rierungmittel hindurchgetrieben -wird. 2.
    Verfahren nach PaIentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass das Gas ledig- lieh infolge seines eigenen Auftriebes durch das Regenerierungsmittel hin durchgeleitet wird. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruell I, da- .durch gekennzeichnet, dass zur besseren Ausnutzung des. Regenerierungsmittels die Umlaufrichtung dcs Gases von Zeit zu Zeit gewendet wird. 4.
    Verfahren nacli Patenfansprucli I, da- .durch gekennzeichnet, da3 -das Regene- rierungsmittel besonders beheizt wird. <B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Auflage böden aus Kupfer hergestellt sind.
    <B>6.</B> Einrichtung nach Patentanspruch II für Glühräume mit verengter Eintragsöff- nung, dadurch gekennzeichnet, dass eiu siebartiger Auflagebo#den zwecks, guten Einlegens in- den Glü'hraum mehrteilig ist.
CH162527D 1930-09-26 1931-09-16 Verfahren zum Glühen von Metallen. CH162527A (de)

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