CH162528A - Verfahren zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen. Es. ist schon vorgeschlagen worden, zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen ein mit A1 und ge gebenenfalls Si, Mn, Cr, Ni, Co, V, Mo, W, Ti, Zr legiertes Gusseisen zu verwenden.
Es hat sich nun herausgestellt, dass :die Nitrierung von Werkstücken aus normal her gestellten, zum Beispiel im Kupolofen er schmolzenen und in üblicher Weise vergosse nen legierten Gusseisen nicht einwandfrei ge lingt. Die Oberflächen der Stücke werden beim Nitrieren vielfach rauh und technisch unbrauchbar.
Erst wenn durch besondere Massnahmen das Gefüge des legierten Guss eisens so gestaltet wird, -dass der Graphit sich in sehr fein verteilter Form ausscheidet, er zielt man einwandfrei nietrierbare Guss- stücke. Den Gegenstand der Erfindung bil det demgemäss ein Verfahren zur Herstellung von gusseisernen, durch Nitrieren gehärteten Gegenständen, bei dem der Schmelz- und Giess vorgang so. geleitet wird, .dass der Graphit in dem legierten Gusseisen in feiner Verteilung vorliegt.
Die feine Verteilung des Graphits kann erreicht werden durch einen niedrigen C-Gehalt des Gusseisens und .schnelle Abküh lung des Gussstückes. Das Giessen erfolgt vorteilhaft nachdem Schleudergussverfahren, bei dem die Abkühlung des Gussstückes in Berührung mit einer die Wärme ableitenden Kokille schnell vor sich geht und daher eine feine Verteilung des Graphits bewirkt. Die feine Verteilung des Graphits kann noch da durch gefördert werden, dass die Gusseisen schmelze hoch überhitzt und in diesem Zu stand oder nach Abkühlung auf normale Giesstemperatur vergossen wird.
Die Über hitzung der Schmelze kann auch dadurch er setzt werden; dass die .Schmelze längere Zeit auf einer Temperatur oberhalb des Schmelz punktes gehalten wird. Bei der Zusammen- setzung,des Gusseisens, ist ausser auf die Härt- barkeit durch Nitrieren auch (insbesondere durch entsprechende Bemessung des Si-Gehal- tes) darauf Rücksicht zu nehmen, @dass das Gusseisen nicht weiss erstarrt und unbearbeit- bar wird.
Der Si-Gehalt wird zweckmässig nicht weniger :als 1,4%, vorzugsweise 1,4 bis 4,0@% betragen. Hoher Siliziumgehalt, der Für die feinverteilte Ausscheidung des Gra phits förderlich ist, kann auch ganz oder teil weise durch Gehalte von andern Elementen, die die Graphitausseheidung fördern, wie Al und Ti, ersetzt werden. Der Kohlenstoff Behalt wird zweckmässig auf weniger als 3,5 % bemessen; er kann 2 bis. 3,5 % betragen.
Von .den Legierungselementen, die die Härte barkeit durch Nitrieren hervorrufen, können zum Beispiel Cr, Mo, V, W und Ti im Be trage von mindestens 0;.5 %, am besten etwa 0,5 bis 3,5 %, einzeln oder gemischt im Guss eisen vorhanden sein. Daneben kann das Guss- oisen bis zu 2 % Al enthalten, das. ,die Härt- barkeit durch Nitrieren wesentlich erhöht.
Zur Verbesserung',der Festigkeitseigenschaf ten können ausserdem noch zum Beispiel Ni, Cu, Co, Mn, Zr usw. zugesetzt werden. Ein für das beschriebene Verfahren geeignetes Gusseisen für die Herstellung eines Rohres mit etwa 10 mm Wandstärke nach dem Schleudergussverfahren kann zum Beispiel folgende Zusammensetzung haben: 2,5% C 3 % Si 0,5% Mn 1 % Al <B>1,5%</B> Cr.
Die gegossenen Gegenstände können nach dem Erkalten in üblicher Weise bearbeitet und durch Nitrieren -.gehärtet werden. Bei dem vorstehend angegebenen Beispiel kann eine Nitrierschicht von etwa 0,2 bis 0,3 mm Dicke und einer Vickers-Brinellhärte von 800 bis<B>1000</B> erzielt werden.
Die Bearbeitbarkeit des Gusseisens der vorstehend angegebenen Zusammensetzung kann durch eine die Härte des Gusseiseus ver ringernde Wärmebehandlung verbessert wer den. Diese Wärmebehandlung besteht zweck mässig in einem Glühen bei etwa 900 C.
Zur Erzielung eines homogenen Gefüges und 'zur Erleichterung der Nitrierhärtung empfiehlt es sich, die Gussstücke nach dem Bearbeiten von einer Temperatur, die niedriger liegt als die Glühtemperatur (zum Beispiel etwa 875 C) abzuschrecken und (zum Beispiel auf etwa ' 700 bis<B>750'</B> C) anzulassen und nach dieser Behandlung die Nitrierung vor zunehmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von, Busseiser nen, durch Nitrieren, gehärteten Gegenstän den, dadurch gekennzeichnet, dass der Schmelz- und Giessvorgang so geleitet wird, ,dass der Graphit in dem legierten Gusseisen in feiner Verteilung vorliegt. UNTERANSPRüCHE: 1.Verfahren nach Patentanspruch,_dadurch gekennzeichnet"dass die aus einem legier ten Gusseisen mit niedrigem C-Gehalt ge gossenen Gussstücke schnell abgekühlt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un- teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass das Giessen nach dem Schleuderguss- verfahren erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gusseisen schmelze hoch überhitzt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gusseisen schmelze längere Zeit auf einer Tempe ratur oberhalb des Schmelzpunktes ge halten wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gussstücke vor einem Bearbeiten einer die Härte ver ringernden Glühung unterworfen werden. 6.Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, ,dass die Gussstücke nach dem Bearbeiten von einer Temperatur, die unterhalb der Glühtemperatur liegt, abgeschreckt, als dann angelassen und nitriert werden. 7. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen 2 bis 3.,5 % Kohlenstoff, 1,4 bis 4,0 % Silizium und 0;5 bis 3,5 % Cr, Mo, V, W und Ti enthält. .Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen 1,4 bis 4 % Silizium enthält. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das. Gusseisen 0,5 bis 3,5 % Cr enthält. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Guss-eisen 0,5 bis 3,5 % Mo enthält. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen 0,5 bis <B>3,5</B> % V enthält. z 12. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen 0,5 bis '3,5 % W enthält. . 13.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen 0,5 bis <B>3,5%</B> Ti enthält. 14. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen bis zu 2 % A1 enthält. 15. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Gusseisen weni ger als 3,5 % Kohlenstoff enthält.
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