CH162774A - Ballontheodolit. - Google Patents

Ballontheodolit.

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CH162774A
CH162774A CH162774DA CH162774A CH 162774 A CH162774 A CH 162774A CH 162774D A CH162774D A CH 162774DA CH 162774 A CH162774 A CH 162774A
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Zeiss Carl
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Zeiss Carl
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    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C1/00Measuring angles
    • G01C1/02Theodolites

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Description


  Ballontheodolit.    Die Erfindung betrifft einen Ballontheo  dolit mit einer     Markiervorrichtung,    gegebe  nenfalls einem in     gleichmässigen    Zeitab  ständen     arbeitenden    Punktierwerk zum Mar  kieren der     Grundrissprojektion    der Bahn eines  Pilotballons in kleinerem Massstab mit einem  entsprechend der Bahn des Pilotballons be  wegbaren Steuerglied, das mit der Markier  vorrichtung gekuppelt und     ausserdem    senk  recht zu der     Markierfläche    verstellbar ist,  und mit einer unter Umständen mit einem  Uhrwerk oder dergleichen verbundenen An  triebsvorrichtung, um den Abstand des  Steuergliedes von der     Markierfläche    zu än  dern,

   und zwar vorzugsweise entweder kon  tinuierlich entsprechend der Steiggeschwin  digkeit des Pilotballons, oder absatzweise um  gleiche, dem Steighöhenunterschied des Pilot  ballons in der Zeiteinheit entsprechende Be  träge:       Während    Ballontheodolite dieser Art bis  her immer so ausgebildet worden sind,     däss     das     erwähnte    Steuerglied mit dem Beobach-         tungsfernrohr        mechan_sch    gekuppelt ist,  wird nach der Erfindung von einer solchen  mechanischen     Kupplung    abgesehen.

   Statt  dessen ist erfindungsgemäss das Steuerglied  mit     einer    Marke versehen und ist mit dem  Beobachtungsfernrohr eine optische     Vorrich-          tung    verbunden, um diese Marke zu     beöbach=          ten.    Die neue Bauart zeichnet sich dadurch,  dass sehr genau auszuführende Zwischenge  triebe vermieden werden, durch äusserste Ein  fachheit und geringe Herstellungskosten aus.  Dabei erfordert die Bedienung nur wenig       mehr    Mühe, als die der     früher    üblichen  Theodoliten dieser Art.  



  Die den Bewegungen des Pilotballons ent  sprechende     Bewegung    des Steuergliedes mit  seiner Marke ergibt sich     zum    Beispiel da  durch, dass die Marke durch das genannte  optische System in der Bildebene des Be  obachtungsfernrohres abgebildet wird und       entweder    nach der     Mischbildmethode    die  Bilder der Marke und des Pilotballons mit  einander in Deckung gehalten werden (so dass      besondere Zielmarken in dem Beobachtungs  fernrohr entbehrlich sind) oder- in der Bild  ebene des Beobachtungsfernrohres zwei in  verschiedenen Teilen des Gesichtsfeldes lie  gende Zielmarken angeordnet werden,

   von       denexk    die eine -zum     Einstellen    des Beobach  tungsfernrohres auf den Pilotballon und die  andere zum Einstellen des Steuergliedes mit  seiner Marke gegenüber jenem optischen  System dient. Bildet man die Antriebsvor  richtung zur     Änderung    des Abstandes des  Steuergliedes von der     Markierfläche    so aus,  dass dieser Abstand absatzweise geändert  wird, so kann man das zur Abbildung der  Marke des Steuergliedes dienende optische  System mit einem     besonderen    Okular aus  statten, das dem des Fernrohres benachbart  liegt, so dass ein und derselbe     Beobachter    ohne  grosse Kopfbewegung abwechselnd an beiden  Okularen beobachten kann.  



  Die Zeichnung bezieht sich auf Ausfüh  rungsbeispiele des     Erfindungsgegenstandes.          Fig.    1 dient     zur    Erläuterung     der-Arbeits-          weise    der dargestellten Beispiele.  



       Fig.    2 zeigt teilweise im Schnitt und teil  weise in Ansicht ein Beispiel im Aufriss;       Fig.    3     zeigt    die Strichplatte des Beobach  tungsfernrohres desselben in Ansicht;       Fig.    4     zeigt    ein zweites Beispiel im Auf  riss, teilweise     im        Schnitt    und teilweise in An  sicht; in       Fig.    5 und 6 sind die     Strichplatten    des  Fernrohres und des     Mikroskopes        dieses    Bei  spiels in Ansicht dargestellt;

         Fig.        7,'8    und 9 zeigen-einen Teil dieses  Beispiels     in    grösserem Massstab.  



  In     Fig.    1 bezeichnet ' P den Drehpunkt,  um den eine auf     einen    Pilotballon B zu rich  tende     Visierlinie    Y allseitig drehbar ist. B'  ist der Fusspunkt des Lotes von B auf eine  durch P gelegte -Horizontalebene.     H-H.    Mit       Zi-Zi    ist die horizontale     Zeichenfläche    des  Ballontheodolites     bezeicbnet.    C ist ein Steuer  glied, das einerseits parallel der Zeichen  fläche     Zi-Zi    verschiebbar ist     Und    das ander  seits senkrecht zu der     Zeichenfläche,    also in    der Richtung A, verstellbar ist.

   Der Fuss  p     un        'kt        c        les        Lotes        von        C        auf        die        Horizontal-          ebene        H-H    ist<I>D.</I> Das Steuerglied C ist  mit dem     Zeichenstift        Z2    so gekuppelt zu  denken, dass     Z2    stets lotrecht unter C liegt,

         und    mit der     Visierlinie        V    - sei es mecha  nisch oder sei es optisch - so, dass es stets  auf der     Visierlinie    V liegt. Ausserdem ist das  Steuerglied C durch ein Uhrwerk so ange  trieben zu denken, dass es     in    der Richtung A  eine gleichförmige Geschwindigkeit hat, die  sich zu der nach bekanntem Gesetz gleich  förmigen Steiggeschwindigkeit des Pilotbal  lons B entsprechend dem Verkleinerungsmass  stab verhält, der dem     Aufzeichnen    der       Grundrissprojektion    der Bahn des Pilotbal  lons     zugrundeliegen    soll.

   Unter der Voraus  setzung, dass die     Visierlinie    V stets auf den  Pilotballon B gerichtet erhalten     wird,    sind  die Dreiecke     PCD    und     PBB'    einander stets  ähnlich und     zeichnet    der Stift     Z2    auf der       Zeichenfläche        Zi-Zi    die     Grundrissprojektion     der Bahn des Pilotballons B in dem ge  wünschten     Massstab    auf.  



  Der Ballontheodolit nach     Fig.    2 enthält  einen auf einem Stativ oder dergleichen ge  lagert zu denkenden,     um    eine lotrechte Achse  X -X drehbaren und gegenüber seinem Trä  ger feststellbaren Tisch 1, an dem ein     Körper     2 drehbar so gelagert ist, dass seine Dreh  achse mit der Drehachse     X-X    zusammen  fällt. An einem Arm dieses Körpers ist ein       Zielfernrohr    3 um     eine    Achse     Y-Y    dreh  bar gelagert, die die Achse     X-X    senkrecht  schneidet.

   Das Fernrohr 3' enthält ein Okular  4, dessen optische Achse mit der Drehachse       Y-Y        zusammenfällt,    ein Objektiv 5, ein die       Einblickachse        um    9.0   ablenkendes Dach  prisma 6 und eine     Strichplatte    7.

   Diese in der  Bildebene des Fernrohres     befindliche    Strich  platte enthält einerseits ein zum Einstellen  des Fernrohres dienendes Fadenkreuz 8, von  dem der Kreuzungspunkt der Fäden in der       Okularachse    liegt, und anderseits, an ihrem       obern    Rand, eine     Doppelstrichmarke    9, deren  beide Einzelstriche dem Längsstrich des  Fadenkreuzes parallel sind     und    zu ihm sym  metrisch liegen.<B>-</B> Der     Doppelstrichmarke    9      benachbart ist ein kleines einfaches Spiegel  prisma 10 angeordnet, das dazu dient, in       Verbindung    mit einem einfachen Spiegel  prisma 11, einem Dachprisma 12 und einem  Linsensystem 18,

   eine der Achse<I>Y- Y</I>  parallele Marke 1,4 in die Bildebene des  Fernrohres abzubilden. Die Teile 10-13  .bilden mit dem zugehörigen Gehäuse eine  optische     Vorrichtung.    Die Marke 14 ist an  einem Steuerglied 15 befestigt, das längs  einer der Drehachse     X-X    parallelen Füh  rung 16     verschieblich    angeordnet ist und     mit-          telst    eines     Uhrwerkes,    das in einem diese  Führung tragenden Gehäuse 17 unterge  bracht ist (das Uhrwerk sowohl als auch der  Antrieb des Steuergliedes 1.5 durch das Uhr  werk sind in der     Zeichnung    der Einfachheit  halber weggelassen), längs der Führung 16  gleichförmig bewegt werden kann.

   Das Ge  häuse 17 ist längs einer Querführung 1,8 des  Armes des Körpers 2     verschieblich    gelagert,  wobei diese     Querführung    auf der durch die  Drehachsen     X-X    und     Y-Y    bestimmten  Ebene senkrecht steht.

   An dem Gehäuse 17  ist ein     Markierstift    19 der     Markiervorrich-          tung    in einer Führung 20 parallel der Dreh  achse     X-X        verschieblich    angeordnet, wobei  die Führung     2'0    an dem Gehäuse 17 eine  solche Lage hat,     dass!    der     Markierstift    19  durch Verschieben des Gehäuses 17 längs der  Querführung 18 mit der Drehachse     X-X     zum Zusammenfallen gebracht werden kann,  und dass bei diesem Zusammenfallen die  Marke 14 in einer     Lotebene    durch die Dreh  achse     Y-Y    liegt.

   Ein Uhrwerk, das den       Markierstift    19 veranlasst, in gleichen Zeit  abständen auf einem auf dem Tisch 1 be  festigten, die     Markierfläche    bildenden  Zeichenblatt 21 eine Markierung zu machen,  ist ebenfalls in dem Gehäuse 17 unterge  bracht zu denken.  



  Bevor der mittelst des Zielfernrohres des  Theodoliten zu verfolgende Pilotballon zum  Aufstieg vom Standort des Theodoliten aus       freizugehen    ist, muss derselbe folgendermassen       eingestellt        sein.    Das Gehäuse 17     muss    sich in  derjenigen Lage befinden, in der die Spitze  des     Markierstiftes    19 mit der Drehachse         X-X    zusammenfällt, und es muss das Steuer  glied 1,5 seine obere Grenzlage einnehmen.  Dann fällt die Marke 14 mit der Drehachse  Y -Y zusammen.

   Ausserdem muss noch das  Fernrohr 3 eine solche Lage in seinem Lager  an dem Arm des Körpers 2 einnehmen, das  beim Einblick in das Okular 4 das Bild der  Marke 14 zwischen den beiden     Einzelstriehen     der     Doppelstrichmarke    9 liegend wahrge  nommen wird, bei welcher Lage die Achse  des Objektives 5 der Drehachse     X-X    paral  lel ist.

   In dem Augenblick, in dem der Ballon  zu steigen beginnt, sind die in dem Gehäuse  17     untergebrachten    Uhrwerke in Gang zu  setzen, und zwar wird dem durch das eine  der beiden Uhrwerke anzutreibenden Steuer  glied 15 eine nach unten gerichtete     Bewegung     längs der Führung 16 von solcher konstanten  Geschwindigkeit erteilt, dass diese Geschwin  digkeit der von dem Auftrieb des Ballons ab  hängigen konstanten     Steiggeschwindigkeit     des Ballons proportional ist.

   Man hat dann  weiter nur nötig das Zielfernrohr 3 durch  Drehen des Körpers '2 gegenüber dem festge  stellten Tisch 1 um die Achse     X-X    und  durch Drehen des Fernrohres um die Achse  Y- Y auf den Ballon gerichtet zu halten und  das Gehäuse 17 derart längs der Querführung  18 zu verschieben, dass die     Doppelstrichmarke     9 mit dem gleichzeitig mit dem Bild des  Ballons     wahrgenommenen    Bild der Märke 14  zusammenfallend gesehen wird.

   Dann gibt  der in gleichmässigen Zeitabständen auf das  Zeichenblatt '21 niedergedrückte     Markierstift     19 auf dem     Zeichenblatt    in kleinerem Mass  stab die Horizontalprojektion des Weges des  Ballons an, aus der sich die in den verschie  denen Höhen herrschenden Windgeschwin  digkeiten ohne weiteres entnehmen lassen,  weil jede Markierung durch den     Markierstift     einer     bestimmten    Höhe entspricht.  



  Anstatt das Gehäuse 17 mit der Führung  18 in unveränderlicher Höhe gegenüber dem  Tisch 1 anzuordnen, kann man es auch an  der vertikalen Verstellung des Steuergliedes  15 teilnehmen lassen. In diesem Falle muss  auch das Zeichenblatt 21 an dieser Verstel  lung     beteiligt    werden      Der Theodolit nach     Fig.    4 enthält einen  auf einem Stativ oder dergleichen gelagert zu  denkenden, um eine lotrechte Achse     X-X     drehbaren und gegenüber     seinem    Träger fest  stellbaren Tisch 22, an dem ein Körper 23  drehbar so gelagert ist, dass seine Drehachse  mit der Drehachse     X-Y    zusammenfällt:

   An  einem Arm dieses     Körpers    23 ist ein Zielfern  rohr 24 um eine Achse     Y-Y    drehbar ge  lagert, die die Achse     X-X    senkrecht schnei  det. Das     Fernrohr    214- enthält ein Okular 25,  dessen optische Achse mit der Drehachse       Y-Y    zusammenfällt, ein Objektiv 2,6, ein  die     Einblickachse    um 90  ablenkendes Dach  prisma 27 und eine     Strichplatte    28, auf der  ein Fadenkreuz 29     (Fig.    5) so aufgetragen  ist, dass der     Kreuzungspunkt    der Fäden in der  Achse des Okulars 25 liegt.

   Mit .30 ist eine  von einem Mikroskop gebildete optische Vor  richtung bezeichnet, die     ein.    dem Okular 2,5       benachbartes    Okular 31, ein     Objektiv    32, ein  einfaches Spiegelprisma 33     und    eine Strich  platte 34 mit einem die optische Achse     Z-Z     des 'Okulars 31 schneidenden, der optischen  Achse des Objektives<B>26</B> parallelen Längs  strich" 3'5     (Fig.        @6)    enthält.

   Das Mikroskop 30  ist an dem     Fernrohr    24 so     -befestigt,    dass bei  lotrechter Lage der optischen Achse des Ob  jektives 26 des     Fernrohres    2'4- die optische       Achsd        Z-Z    des Okulars 31 des     Mikroskopes     30 lotrecht über der Achse Y-     Y    liegt.  



  Das Mikroskop     ss0    dient dazu, eine der  Achse     Y-Y    parallele Marke 3-6 in die Bild  ebene des Okulars 31     abzubilden.    Die Märke  3,6 ist an einem Steuerglied     3'7    angeordnet,  das längs eines Rohrkörpers<B>38</B>     verschieblich     angeordnet ist.

   Der Rohrkörper 38 ist an       einem:        Schlitten39,    der längs     einerQuerführung     40 des Armes des     Körpers    23     senkreölit    -zu  der durch die Drehachsen     X=X    und<I>Y- Y</I>       bestimmten    Ebene     verschieblieh    gelagert ist,  so befestigt, dass seine     Achse    der Drehachse       X-X    parallel     ist    und in derjenigen Ebene       liegt,   <B>-</B>die diese Drehachse enthält und -der  Verschiebungsrichtung des - Schlittens 39  parallel ist:

       In    dem Rohrkörper -38' ist eine  Zahnstange 41     verschieblich    so \gelagert, dass  sie in der     Richtung    der Rohrachse verschoben    werden kann. Die Zahnstange 41 wird durch  eine -Feder 42 nach unten gegen den Rohr  körper 38 gedrückt. An dem Schlitten 39 ist  eine der Drehachse     Y-Y    parallele Welle 43  drehbar gelagert, auf der     eine        Nockenscheibe     44 befestigt ist.

   Diese     Nockenscheibe    steht       einerseits    einem Zapfen     4-5    der Zahnstange 41  gegenüber dessen Achse der     Verschiebungs-          richtung    der Zahnstange 41 parallel ist, und  anderseits einem     Markierstift    46 einer     Mar-          kiervorrichtung,    der an dem Schlitten 39 in  der gleichen Richtung wie die Zahnstange  41     verschieblich    so gelagert ist, dass seine  Spitze 47 in jener Ebene liegt,

   die die Dreh  achse     X-X    enthält' und der     Verschiebungs-          richtung    des Schlittens 39 parallel ist, und  der durch .eine Feder 48 dauernd mit der       Nockenscheibe    44 im     Eingriff    gehalten wird.

    Die     Nockenscheibe    44 ist so ausgebildet, dass  bei einer durch Niederdrücken eines Hand  hebels -49 zu     bewirkenden    Drehung der Welle  43     entgegen    der Wirkung einer Feder 50 die  Zahnstange 41 um eine     Zahnhöhe    gehoben  und gleichzeitig der     Markierstift    46 so weit       nach    unten bewegt wird, dass er auf dem mit  dem Tisch     '22-verbundenen,    die     2larkierfläche     bildenden     Zeichenblatt-    51 eine     Markierung     macht.  



  In einem- rohrförmigen Ansatz     .52    des  Gehäuses 37 ist ein zum     Eingreifen    in die  Zahnstange 41 bestimmter Zahn 513 verschieb  lieh so gelagert, dass seine Verschiebungsrich  tung auf der Teilebene der Zahnstange 41  senkrecht steht. Der Zahn 53 greift durch einen  Längsschlitz 54 des Rohrkörpers 38 passend  hindurch und sichert dadurch das Gehäuse 37  gegen Drehungen gegenüber 'dem Rohrkörper  38. Eine Feder 65 hält den Zahn 53 mit der  Zahnstange 41 in Eingriff. Ferner ist in dem  Gehäuse 37 ein Ringkörper 56 so unterge  bracht, dass er den Rohrkörper 38 mit -Spiel  umschliesst und mit seinen beiden Stirnflä  chen an entsprechenden Flächen des- Gehäuses  37 anliegt.

   Zu dem Zwecke, den Ringkörper  56 in der Richtung der Verschiebung des  Zahnes 53 gegenüber - dem Gehäuse     -,37    ver  schieben zu können,     trägt    der Ringkörper 56  einen Querzapfen 57, der     mittelst    eines Bün-      des     5$    in einem rohrförmigen Ansatz 59 des  Gehäuses 37 geführt ist, dessen Achse der des  Ansatzes 52 parallel ist. Der Zapfen 5,7 wird  von einer Feder     ,60-    umschlossen, die sich  gegen das Gehäuse 37 und den Bund 58  stützt und dafür sorgt, dass der Ringkörper  56 dauernd an dem Rohrkörper 3.8 anliegt  und dadurch, infolge der zwischen diesen  beiden Körpern bestehenden Reibung, seine  jeweils gegenüber dem Rohrkörper 38 einge  stellte Höhenlage beibehält.

   Durch Druck auf  einen mit dem Zapfen 5 7 verschraubten       Überfangknopf    61 kann der Ringkörper 56  entgegen der Wirkung der Feder 60 ver  schoben und dadurch jene Reibung aufge  hoben werden. Bei dieser     Verschiebung     drückt der Ringkörper     5ss    gegen einen An  satz 42 des Zahnes     @53    und verschiebt den  Zahn 53 entgegen der Wirkung der Feder 55,  wodurch also gleichzeitig mit dem Aufheben  jener Reibung der Eingriff zwischen den  Zahn 53 und der Zahnstange 41 aufgehoben  wird, so dass das Gehäuse 37 längs des     Rohr-          körpers,3t8    frei verstellt werden kann.  



  Bevor der     mittelst    des Zielfernrohres 24  zu verfolgende     Pilotballon    zum Aufstieg vom  Standort des Theodoliten freizugeben     ist,     müssen an dem Theodoliten folgende Einstel  lungen vorgenommen werden. Der     Schlitten     39 muss diejenige Lage längs der Querführung  40 einnehmen, in der die. Spitze 47 des     Mar-          kierstiftes    46 mit der Drehachse     X-X    zu  sammenfällt und das Gehäuse 37 längs des  Rohrkörpers 38 die obere Grenzlage ein  nimmt, in der die Strichmarke 3,6 mit der  Drehachse     Y-Y    zusammenfällt.

   Ferner ist  noch ein (in der Zeichnung weggelassenes)  Uhrwerk in Gang zu setzen, das in regel  mässigen Zeitabständen ein Klingelzeichen  auslöst. Die Länge des Zeitabstandes von  einem     Klingelzeichen    zum andern muss so be  messen sein, dass die von dem     Auftrieb    des  sich mit konstanter     Steiggeschwindigkeit    be  wegenden Pilotballons abhängige Steighöhe  des Ballons während dieses     Zeitabstandes     einer Zahnhöhe der Zahnstange 41 entspricht.  



  Nachdem diese Einstellungen beendet  sind, ist der     Pilotballon    im Augenblick eines    Klingelzeichens freizugeben und der     -Hand-          hebel    49 kurz niederzudrücken. Dadurch wird       einerseits    der     Markierstift    46 veranlasst, auf  dem     Zeichenblatt    51     denjenigen    Punkt zu  markieren, der der Horizontalprojektion des       Ausgangsortes    des Pilotballons entspricht,  und anderseits die Zahnstange 41 um eine  Zahnhöhe gehoben.

   Bei ihrer Aufwärtsbe  wegung drückt die Zahnstange 41 den Zahn  53 entgegen der Wirkung der Feder<B>55</B> so  lange seitwärts, bis er dem     nächstuntern     Zahn der Zahnstange 41 gegenübersteht, mit  dem er dann durch die Wirkung der Feder  55 zum     Eingriff    gebracht wird.

       Wenn    der  Handhebel 49 losgelassen wird und unter der  Wirkung der Feder 50     in    seine obere Lage  zurückschnellt, wird die Zahnstange 41 durch  die Feder 42 wieder nach unten gedrückt und  nimmt dabei zufolge des wiederhergestellten  Eingriffes des Zahnes 53 in die Zahnstange  41 das Steuerglied 37, und damit die Marke  36, um eine Zahnhöhe nach unten     mit.    Da  durch kommt die Strichmarke 36     in        diejenige     Höhenlage gegenüber .dem     Rohrkörper,38,    die  der Horizontalebene entspricht,

   in der sich  der Ballon im Augenblick des nächsten  Klingelzeichens befinden     wird.    Darauf -ist  das Fernrohr 24 durch Drehen um die Achsen       X-X    und     Y-Y    so auf den Ballon einge  stellt zu erhalten, dass das Bild des Ballons  stets auf dem Fadenkreuz 29 des Fernrohres  liegt. Im Augenblick des nächsten Klingel  zeichens ist die Verfolgung des Ballons zu  unterbrechen und der Schlitten 39 längs der  Querführung 40 so weit zu verschieben, bis  beim Beobachten am Mikroskop 30 das Bild  der Marke 36 mit dem Längsstrich 35 des       Mikroskopes        @30    zusammenfällt. In diesem  Augenblick ist der Handhebel 49 erneut kurz  niederzudrücken.

   Die Folgen sind die glei  chen,     wie    oben angegeben Ballonverfolgung  bis zum nächsten Klingelzeichen, Einstellung  des Schlittens 3,9 mit Hilfe des     Mikroskopes     30 und Niederdrücken .des Handhebels 49, im  Augenblick des     nächsten    Klingelzeichens  wiederholen sich nun ununterbrochen.  



  Aus dem Linienzug, der durch die auf  dem     Zeichenblatt    51 markierten Punkte ge-      legt werden kann,     ist    die     Richtung    .der     Wind-          geschwindigkeit,    die in den verschiedenen  Höhen herrscht, ohne weiteres zu entnehmen,       weil    jeder markierte Punkt einer     bestimmten     Höhe des Ballons entspricht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Ballontheodolit mit einer Markiervorrich- tung zum Markieren der Grundrissprojektion der Bahn eines Pilotballons in kleinerem Mass stab, mit einem entsprechend der Bahn des Pilotballons bewegbaren Steuerglied, das mit der Markiervorrichtung gekuppelt und ausser dem senkrecht zu der Markierfläche verstell bar ist, und mit einer Antriebsvorrichtung, um den Abstand des Steuergliedes von der Markierfläche zu ändern, dadurch gekenn zeichnet;
    dass das Steuerglied eine Marke trägt, und dass mit dem Beobachtungsfernrohr eine optische Vorrichtung-verbunden ist, um diese Marke zu beobachten. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Ballontheodolit nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die genannte Marke durch jene optische Vorrichtung in der Bildebene des Beobachtungsfernrohres abgebildet wird und zum Einstellen des Fernrohres auf den Pilotballon und zum Einstellen des Steuergliedes gegenüber jener optischen Vorrichtung zwei in ver schiedenen Teilen des Gesichtsfeldes lie gende Zielmarken dienen. z.
    Ballontheodolit nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass jene optische Vorrichtung mit einem dem Okular des Fernrohres benachbarten Okulare ausge stattet ist.
CH162774D 1931-03-23 1932-03-12 Ballontheodolit. CH162774A (de)

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