Schachtabdockung. Die Erfindung, betrifft eine Schaelit- abdeckung, die die<B> </B> Nachteile bestehender Systeme vermeiden<B>soll.</B>
Die bisher gebräuchlichen Schaelltabdek- kungen, insbesondere auf den -Strassen, be friedigen in vielen Fällen nicht, da die Deckel meist nicht genügend festsitzen und daher beim Befahren namentlich mit Kraft- wa-en wackeln und lärmen.
Man hat versucht, diesen Übelstand durch Bearbeituno- der Auflagerfläche des Deckels einerseits oder durch. Dreipunktauflage ander seits zu belieben. Die Bearbeitung lässt sieh praktisch nur bei runden Deckeln verwirk- liehen; bei viereckigen oder anders geform- len Deckeln ist die Bearbeitung umständlich und daher -wirtschaftlich kaum durühführ- bar. Aber selbst bei Vernachlässigung des wirtschaftlichen Momentes ist eine dauernde Auflage nicht sichergestellt.
Die Rahmen werden aus _preislichen Gründen aus einem Stück gegessen, ein solches Gussstück ist aber niemals spa.nnungsfrei und im Verlaufe der Benützung werden Gussspannungen aus gelöst, was Verziehen des Rahmens zur Folge hat, wodurch aber das feste Aufsitzen des Deckels in Frage gestellt wird.
Die Dreipunktauflage des Deckels führt ebenfalls nicht zum Ziel. Wohl kann<B>da-</B> durch das Wackeln eines Deckels vermieden werden. Solche Deckel können aber nicht ohne,Spiel in horizontaler Richtung eingelegt werden. Durch den Rea.ktionsdruek eines über & n Deckel fahrenden Fa-hrzeuges wird der Deckel auf die der Fahrrichtung ent gegengesetzte Seite verschoben. Kommt im i)ächsten Moment ein Fahrzbug aus der an dern Richtung, wird der Deckel um das Spiel mit grosser Beschleunigung in die ent gegengesetzte Endlage verschoben, wodurch Lärm entsteht.
Dieses dauernde Hin- und Herschlagen vergrössert nach und nach das Spiel und der Deckel wird mehr und mehr zu Lärm Anlass geben.
Die Erfindung soll alle diese Nachteile der bisher üblichen Schachtabdeckungen da- .durch vermeiden, dass wenigstens der mit schrägen Sitzflächen versehene Rahmen aus einzelnen an den Ecken miteinander verbolz ten Leisten bestellt, und dass zwischen den mit Gelirungen versehenen Enden der einzel nen Leisten vorhandene Spälte ausgegossen sind.
Die einzelnen Leisten des Rahmens, even- tueil auch des Deckels, können ohne grosse iSchwierigkeit derart gegossen werden, & ss sie weder naehbearbeitet zu -werden brau.- ehen, noch sieh nachträglich verziellen, was, wie eingangs bemerkt, bei den bisher be kannten, aus einem Stück bestehenden Kon- struktio,nen nicht möglich ist. Die Erfin- .duno, besitzt aber noch weitere Vorteile von grossem Wert.
So kann eine Schachtabdek- kung gemäss der Erfindung nicht nur mit weniger Gussgewicht hergestellt werden als Llie eingangs erwähnten Abdeckungen, son- .dern man kann sie in Einzielteilen verpacken und versenden, so dass sie erst an Ort und 8telle <U>zusammengefügt</U> wird. Dies verringert nicht nur die Bruchgefahr beim Transport, sondern es wird auch das Frasshtgut weni ger sperrig.
Sollte überdies aus irgendeinem Grunde eine Leiste einmal brechen, so kann sie ohne weiteres Jurch, eine neue ersetzt werden, während es bisher erforderlich war, den ganzen Rahmen oder Deckel auszu wechseln.
Eine 8chachtabdeckung, deren Rahmen und Deckel so genau aufeinander passen, wie es bei der ]Konstruktion gemäss der Erfindung infolge der Schrägsitze der Fall ist, kann ohne besondere Massnahmen nicht so leicht geöffnet werden, wie Uie bisher be kannten Schaelitabdeckungen, deren Deckel meist nur auf zwei Punkten des Rahmens aufruht und um deren Verbindungsliiiien dauernd schaukelt.
Der Gegenstand der Erfindung ist auf der Zeichnuno, in mehreren Ausführungs- ZD beispieleu. dargestellt.
Fig. <B>1</B> zeigt einen Querschnitt durch eine Sdhachtabdeckung gemäss der Erfindung in einer Lage, bei der der Deckel geraZe- aus dem Rahmen gehoben bezw. in denselben eingesetzt wird, Fig. 2 eine Teildraufsicht zu Fig. <B>1;</B> Fig. <B>3</B> und 4 sind Einzelheiten dieser Ausführungsform in Seitenansicht und Draufsicht;
Fig. <B>5, 6</B> und <B>7</B> zeigen eine Ausführungs form -einer Schachtabdeckung in im wesent lichen dreieckiger Grundrissform, wobei Fig. <B>5</B> -ein Schnitt nach -A-B und Fig. <B>6</B> nach C-D der Fig. <B>7</B> ist, Fig. <B>8, 9</B> und<B>10</B> eine Augführungsform ,einer 3chachtabdeakung von mehr oder w-e- riiger achteckiger Grundgestalt,
wobei Fig. <B>8</B> ein Schnitt nach A-B und Fig. <B>10</B> nach C-D der Fig. <B>9</B> ist, jedoch in verschobener Stellung des Deckels; Fig. <B>11</B> und 12 zeigen eine Ausführungs form, bei -welcher der Deckel nicht mit Be ton ausgefüllt ist.
Bei der in Fig. <B>1</B> und 2 dargestellten Ausführungs,form der Schaclitabdeckung, die ,einen mit Beton gefüllten Deckel besitzt und insbesondere zum Abschluss von Schacht- 8ffnungen in Strassen,dient, besteht der Rall- men a aus -vier rechtwinklig zusammen stossenden Leisten<B>d,</B> a, die an ihren Enden mit Gehrungen von 45' versehen und durch Sch.raubenbolzen und Muttern a' (Fig. 2) miteinander verbunden sind.
Bei der Herstellung eines solchen Rah mens verfährt man zum Beispiel folgender massen. Man le--t einen fertigen Deckel oder <B>t></B> eine entsprechende Form mit ihrer Oberseite nach unten. Dann bringt man die verschie denen und auf Gelirung geschnittenen Rah menleisten auf die schrägen Sitzflächen des Deckels und verbolzt die Leisten miteinan- du, jedoch nur so weit, dass die schrägen Passflächen sich nicht von den 8itzflächen des Deckels abheben.
Der verbleibende, mehr oder weniger kleine Spalt an den Leisten- .ecken wird nun ausgegossen, worauf man die Bolzen nur noch leicht nachzuzielien braucht, um ein festes Gefüge zu erhalt-en, dessen den Deckel aufnehmende Sitzflächen vollkoin- men dicht gegen die schrägen Passflächen des Deckels anliecen.
Der Deckel<B>b</B> kann aus einem einziaen Stück gegossen sein, doch<B>*</B> besteht er zweck- mässigerweise, wie dargestellt, gleichfalls aus vier Seitenteilen, nämlich aus den beiden Längsleisten V' und den beiden Schmal leisten b',Üeren Enden gleichfalls mit Geh rungen versehen und durch Winkeleisen<B>d</B> an der Innenseite miteinander verbunden sind. Um das Formen und Giessen der ein zelnen Leisten V' und b" zu erleichtern, hat es sich als zweckmässig er-wiesen, ihnen den aus der Zeichnung ersichtlichen Querschnitt zu geben.
Die 8itzflächen <B>b'</B> sind bei dieser Konstruktion am Ende ein-es nach aussen gerichteten wagrechten Flansches der Rah menteile angeordnet, während der nach innen vorspringende wagrechte Flansch der Rah menteile das Einbringen der Betonfüllung <B>und</B> die Anbringung der Verstärkung ermög- icht. Diese beiden wagrechten Flansche sind durch senkrechte Wand- und Verstärkungs rippen<B>b\</B> verstrebt.
In der Betonfüllung e können eine Reihe von parallel angeordneten Längsstäben e' aus zum Beispiel starkem Draht von etwa<B>0,3</B> cm Durchmesser liegen. Diese Verstärkunosdrähte e' ruhen auf klei nen Ansätzen<B>b\</B> und sind durch Schrauben b" befesti(A. Die Verstä#rkungs.drähte e' sind in Form ein-es Netzes angeordnet.
Ausserdem können noch einzelne Drähte von<B>-</B> arösserem Durchmesser verwendet -werden, die in der Quer- und Längsxichtung angeordnet sein können, zweckmässig leicht nach oben gebo- ,olen sind und mit ihren Enden in den Win keln liegen, hezw. sich in diesen stützen, die zwischen den senkrechten Mittelteilen und den nach innen gerichteten wagrechten Flan- sehen der Rahmenteile<B>b\</B> und V' gebildet werden. Auch andere Arten von Verstärkun gen können naturgemäss verwendet werden.
So kann man zum Beispiel Geflechte aus Draht oder ähnlichem Material verwenden, das so gebogen wird,,dass es im innern Win kel des Deckels ruht.
Uni -einen Rahmen und einen Deckel ge mäss der Erfindung zusamTnenzubauen, wer- den die einzelnen Leisten al und a2 des Rah mens bezw. V' und b" des Deckels auf einer Form zusammengesetzt, welche dem Deckel bezw. Rahmen entsprechen-de Sitz- flächen aufweist.
Nach Verbolzen der Rah men- bezw. Deckelleisten wird der etwa, zwi- sehen ihnen verbleibende Spalt, wie bereits erwähnt, durch Eingiessen von Metall aus- .gefüllt.
<B>-</B> Um eine besonders feste Verbindung zwi schen den einzelnen Leisten des Rahmens a und zweckmässigerweise auch zwischen denen .des Deckels<B>b</B> an den Ecken zu erzielen, kön nen die mit Gehrungen versehenen Enden der einzelnen Rahmen- oder Deckelteile mit flachen Ausnehmungen a\ und b" (Fig. <B>3)</B> versehen sein, die nach dem Zusammensetzen des Rahmens bezw. Deckels Kammern<B>f</B> (Fig. 2) zur Aufnahme des Gussmaterials, wie zum Beispiel Hartblei oder Lettern- metall, bilden,
das durchÖffnungen <B>b'</B> und ald nach dem Zusammenfügen Ader einzelnen RaJimen- oder Deekelteile eingegossen wer den kann.
Die Bolzen a', die die einzelnen Teile des Rahmens a zusammenhalten, gehen durch die Öffhungen a" und infolgedessen auch durch die entsprechen-den Kammern<B>f</B> hin-durch. Zweckmässig besitzen die Ausnell- munven <B>b\</B> und -a", die je zu zweit die Kammern J bilden,<B>-</B>die Form eines Sühwal- benschwanzes (Fig. 4),
so dass die einzelnen Teile des Rahmens oder Deckels beim Lo-k- kern der Bolzen a' oder der Winkeleisen<B>d</B> gjeichwohl fest miteinander verkeilt bleiben.
Ein solcher Deckel sitzt derart dicht auf den schrägen Passflächen des Rahmens, dass das Offnen des Verschlusses ohne gewisse Hilfsmittel gelegentlich Schwierigkeiten be reiten könnte. Infolgedessen werden zweck- mässigerweise zwei parallele Leisten des Rahmens unterhalb des Deckelsitzes mit schräg nach innen ansteigenden Gleitflächen <B>d'</B> versehen, auf denen vom Deckel nach unten vorstehende, unterhalb des Deckels einwärts gekröpfte Stützen C gleiten kön nen, wenn der Deckel auf der gegenüberlie genden Seite mittelst unter Ansätze<B>g</B> grei- fender,
in Fig. <B>1</B> durch punktierte Linien angedeuteter Griffliebel <B>A</B> gehoben und weg gezogen wird. Die geneigten 3itzflächen a' <I>;n</I> der Seitenteile a' des Rahmens sind von einer gewissen Stelle an teilweise abgebrochen. Von dieser Stelle der Sitzflächen<B>d</B> bis nahe an den Teil a' des Rahmens geben die Schräg gen Gleitflächen a', auf denen der Deckel<B>b</B> 'bei seiner Entfernung aus dem Rahmen. a angehoben wird, bis die Stützen c mit ihren Kröpfungen auf die Sitzflächen a' auf laufen.
Zur Entlastung der bei Belastung des Deckels auf Zug beanspruchten Teile des Deckels durch Seiten-druck sind nach Fig. <B>5</B> und <B>6</B> auf -.der Innenseite der Rahmenleisten a" <B>-</B>schräge Stütznasen a' angeordnet, gegen ,die bei im Rahmen sitzendem Deckel ent sprechende Rippen b" anliegen, die vom un tern Teil des Deckels seitwärts abstehen.
Der<B>Deckel</B> braucht natürlich nicht mit Beton ausgegossen zu sein, sondern kann auch als Rippenkörper mit zweckdienlich geriffelter Gussoberfläche ausgeführt sein, wie dies zum Beispiel in der in Fig. <B>11</B> und 12 dargestellten Ausführungshrm ersieht- lich ist.
Fig. <B>5.</B> bis<B>10</B> zeigen, dass die neue Schaclitabdeckung sich nicht auf viereckige Grundrissformen beschränkt,<B>-</B> sondern dass Schaelltabdeckungen beliebiger Grundgestalt, -zum Beispiel dreieckige (Fig. <B>5</B> bis<B>7)</B> oder achteck ige (Fig. <B>- 8</B> bis<B>10),</B> sich herstellen lassen, vorausgesetzt, dass sie Polygonform auf-Weisen.
Die beschriebenen Schachtabdeckungen häben gegenüber den bekannten Ausführun gen den Vorteil, gute Sitzflächen aufzuwei sen, so dass die Deckel einen dichten Ab- sch-luss gewähren und beim Überfahren selbst mit schwersten Fahrzeugen nicht wackeln und lärmen.