Vorrichtung zur Reinigung von Luft und Gasen, insbesondere für Staubsauger, Exhaustoren, Strassenstaubsammler und Luftreiniger.
Die meisten Staubsammelapparate, Staub sauger, Exhaustoren und dergleichen sind mit Staubsäcken oder ähnlichen Filtern aus Stoff ausgerüstet, .die den Staub zurück halten und die Luft durchlassen. Durch die Poren solcher Filter gehen aber, wenn sie trocken sind, immer eine Anzahl feinster Staubteilchen, darunter auch viele Bakterien durch, umsomehr, je länger sich die trockenen Filter im Gebrauche befinden und abgenützt werden.
Wird also gewöhnlicher Staub in Wohnungen oder von Strassen abgesaugt, so werden viele Bakterien, die sich in Möbeln, Teppichen, im Strassenstaube ete. abgelagert haben während des Ansaugeprozesses wieder mobilisiert und erneut in die Atemluft hinausgeblasen.
Um diesen gesundheitsschädlichen Effekt zu bekämpfen, hat man den staubhaltigen Luftstrom durch Flüssigkeiten (Wasser,<B>Öl</B> und dergleichen) geführt, damit sich der Staub und besonders die flüssigkeitsfreund lichen Bakterien während des Passierens der Flüssigkeit an .diese binden, wobei dann durch Zusatz eines Desinficiens zu der Flüs sigkeit die Abtötung der Bakterien erreicht werden kann.
Wenn jedoch der zu reinigende Luftstrom im Interesse der Arbeitsgeschwindigkeit stark beschleunigt werden muss wie bei den meisten Staubsaugeapparaten, so bilden sich während des Durchganges der Luft durch das flüssige Medium leicht Luftwirbel, durch die ein Teil des Staubes rasch hindurch gerissen wird, ohne genügend mit der Flüssigkeit be netzt zu werden und ohne in ihr zu ver bleiben. Es ist deshalb nötig, zur Ver hütung solcher Luftwirbel den Luftstrom in möglichst zahlreiche Einzelströme zu zer legen, weil die Bildung von Luftwirbeln umso geringer ist, je geringer der Widerstand der kompakten Flüssigkeitsmenge ist.
Der Erfindung gemäss wird dies .durch eine Vorrichtung erreicht, die einen mit Flüs sigkeit getränkten,. porösen, festen Filter auf weist. Es kann hierbei die Flüssigkeit den gesamten Staub aufnehmen und in Schlamm verwandeln.
Es -kann aber auch die Haupt menge des Staubes vorher in einem trockenen Filter (Staubsack) abgefangen werden, so dass nur der das Trockenfilter passierende Feinstaub und die Bakterien das mit Flüssig keit getränkte, poröse feste Filter passieren. Das hat unter Umständen den Vorteil, dass beim Abfiltern sehr grosser Staubmengen das mit Flüssigkeit getränkte, poröse feste Filter nicht so rasch verschlammt.
Allerdings be reitet .die Beseitigung des trocken gesammel ten Staubes, der die Tendenz hat, beim ge ringsten Luftzug wieder zu verstäuben, eine gewisse Schwierigkeit, weshalb es im In teresse der Hygiene vorteilhafter ist, für Ap parate, die grosse Staubmengen sammeln müssen, beispielsweise .
Strassenstaubsauger und Exhaustoren in Fabrikanlagen, mehrere hintereinander geschaltete Flüssigkeitsfilter zu verwenden, von denen der erste die groben Staubmengen aufnimmt und in Schlamm ver wandelt, aber kein mit Flüssigkeit getränk tes, poröses festes Filter aufweist (vergleiche beispielsweise schweiz. Patent Nr. 149392 des gleichen Erfinders) und erst das nächste oder eines der später angeschlossenen Flüs sigkeitsfilter, die der Nachreinigung des Luftstromes dienen, mit dem oben erwähnten, flüssigkeitsgetränkten, porösen festen Filter ausgerüstet ist.
Bei gewöhnlichen .Stäubsaugern für Woh nungen kann infolge der Wasserfreundlich keit der meisten Bakterien die Abfilterung des aus dem üblichen Staubsack austretenden Luftstromes in einem gewissen beschränkten Masse auch dadurch erreicht werden, dass hinter dem Staubsack ein feinporiges; schwammiges Filter eingeschaltet wird, das mit einer Desinfektionsflüssigkeit getränkt und in den Staubsauger zwischen Luftan- saugestelle und Staubsack eingesetzt wird.
Als Material für solche poröse feste Filter kommt insbesondere Schkammgummi in Be- tracht; es lässt sich aber auch anderes poröses Material wie Filtertücher, Filterplatten oder lose Filtermassen wie Asbest, Zellulose, Filz verwenden.
Der von der Flüssigkeit aufsteigende Schaum bildet für etwaige .Staubreste ein letztes Schaumfilter, wenn er durch entspre chend konstruierte Schaumfänger (vergleiche schweiz. Patent Nr. 149392 des gleichen Er finders), niedergehalten wird. Sobald näm lich durch eine Flüssigkeit der sich Staub beigemengt hat und die hierdurch kolloidal wird, Luft hindurchtritt, bildet sich Schaum.
In der Zeichnung sind einige Ausfüh rungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen Flüssigkeitsfilter im lotrechten Schnitt . Der Luftstrom tritt durch das Rohr 3 ein und lässt in dem Filtersack 8 seine groben Verunreinigungen zurück. Durch den Zylinder 5 und das an seinem Boden befindliche poröse feste Filter 15 tritt der vorgereinigte Luftstrom in die Flüssig keit 9. Ein Sieb 14 stützt das Filter gegen die Luftstromrichtung ab.
Der Zylinder steht mit Abstandsfüsschen 13 auf dem Boden des Gefässes 1 auf, das unten mit einer Flüssig keit gefüllt ist, die eventuell desinfizierende, parfümierende oder sauerstoffentwickelnde Stoffe enthalten kann und das oben luftdicht mit einem Deckel 2 abgeschlossen ist, in dem sich die Ansaugöffnung 4, die zum Motor führt, befindet. Der Luftstrom passiert nun die Flüssigkeit 9, ,steigt durch das poröse Filter 10 wieder nach oben und es wird hier bei sein Durchtritt geregelt und der Saug druck verteilt durch eine gelochte Scheibe 11.
Diese Scheibe ist in der Weise gelocht, wie es Fig. 4- darstellt, das heisst innen befinden sich kleine Löcher und nach aussen nehmen die Löcher an Grösse zu, so dass sich die Saug wirkung denkbar gleichmässig auf das ganze . Filter verteilt. Das feste Filter wird am Rande des Zylinders noch durch eine Krempe 12 fixiert. Der aufsteigende Schaum wird durch die Schaumfänger 16 niedergehalten und kleinblasig gestaltet und bildet so ein letztes Filter.
Das feste poröse Filter 10 ist abnehmbar und auswaschbar, es legt sich dichtend um den Rand des Siebes 11 und gegen die Behälterwand 1. Dadurch, dass der Luftstrom die Flüssigkeit und die vielen un regelmässigen Kanäle des porösen festen Filters, die mit Flüssigkeit getränkt sind, passieren müss, wird er gezwungen, seine festen .Beimengungen, aber auch Bakterien, Rauch und Gerüche an die Flüssigkeit abzu geben, und es können sich keine Luftwirbel bilden, die den Staub trocken durchlassen.
Fig. 7 III stellt eine Variante des glei chen Filters dar, bei dem ein Staubsack zur Abfilterung .der groben Staubmengen nicht vorhanden ist. Dort tritt der staubhaltige Luftstrom durch das Rohr 3 innerhalb der aus den Doppelwänden 5 und 6 gebildeten, unten durch das Sieb 15 abgeschlossenen Glocke in die Flüssigkeit 9 ein, steigt inner halb der Urlocke nach oben und tritt dann durch den Zwischenraum zwischen den Glok- kenwänden ein zweites Mal in die Flüssig keit 9 ein.
Er muss dann ein poröses, festes Schwammfilter 10 passieren, das durch eine gelochte Scheibe 11 niedergehalten wird wie in Fig. 4 dargestellt ist und oben bereits be schrieben wurde. Im übrigen ist die Kon struktion völlig der in Fig. 1 dargestellten analog. ' Die Fig. 7 I und 7 1I stellen eine An ordnung dar, wie sie zweckmässig bei Strassen staubsaugen angewendet wird.
Da hier grosse Staubmengen zu bewältigen sind, wird der Staub zweckmässigerweise zunächst durch einen oder zwei hintereinander geschaltete Wasserfilter geführt, in denen der durch das Rohr 3 eintretende Staub jeweils nur in die Flüssigkeit 9 eintritt, wobei .durch Einbau schneckenartiger Gänge in die Glockenwand dafür<B>gesorgt</B> wird, dass die Flüssigkeit durch den schräg nach aussen unten austretenden Luftstrom in eine kreisende, den Staub ein rührende Bewegung kommt.
Dabei kann aber infolge der sich bildenden Luftwirbel noch immer viel feiner Staub passieren, der dann erst in dem letzten Apparat der Serie voll- kommen aufgefangen wird, .der entweder nach Fig. 7 III oder nach Fig. 1 gebaut ist, also das poröse feste Filter enthält.
Die Fig. 5 und 6 enthalten Varianten des porösen festen Filters. Bei Fig. 5 ist loses Filtermaterial 33 zwischen zwei gelochten Scl-teiben 34 und 35 und einen innern und einen äussern zylindrischen Mantel 37 respek tive 38 eingelagert. Ein schwammartiges Kissen 36 besorgt die Abdichtung gegen die Gefässwand: Das mit 3 bezeichnete Rohr kann auch ein Zylinder wie bei Fig. 1 oder eine Glocke wie bei Fig. 7 III sein.
Bei Fig. 6 tritt der Luftstrom von unten in das Filtergefäss durch Rohr 3 ein, wech selt in der Kappe 40, .die in .den. Zylinder 39 übergeht, seine Richtung und durchströmt dann -die Flüssigkeit. Das feste Filter ist bei dieser Ausführungsform durch mehrere Filterscheiben 41 gebildet, welche zum Bei spiel gemäss Fig. 4 ausgebildet sind.
Filterscheiben gemäss Fig. 6 können natürlich auch mit Konstruktionen nach Fig. 1 oder Fig. 7 III verbunden werden. In Fig. 6 ist ferner eine Nase 43 gezeigt, auf der die gehörig gegeneinander abgestützten Scheiben 41 aufrücken.
Fig. 2 zeigt einen der gebräuchlichen liegenden Staubsauger. In dessen Gehäuse 1 ist ein Sieb 18 eingesetzt, .das durch den Ring 17 in einem gewissen Abstand von dem Ansaugmotor gehalten wird. Vor diesem Sieb liegt das feste poröse Filter 10. Zwecks bes serer Filterung ist das Sieb 18 auch durch ein zweites Sieb 20 verstärkt.
Die tiefste Stelle .der in Fig. 2 linksseitigen Hälfte des Ringes 17 bildet einen Sammelraum der mit einer gewissen Menge Desinfektionsflüssig keit oder Parfüm beschickt wird, von wo aus das poröse feste Filter 10 infolge seiner Ka- pilarität nachgefeuchtet wird. Es kann aber auch .dieses feste Filter direkt mit Flüssig keit getränkt werden. Das ganze Sieb mit Filter ist mittelst des Griffes 19 herausnehm bar. Fig. 3 zeigt dieses Filtersieb in der Draufsicht.