CH163094A - Schubfeste Scheibe. - Google Patents

Schubfeste Scheibe.

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CH163094A
CH163094A CH163094DA CH163094A CH 163094 A CH163094 A CH 163094A CH 163094D A CH163094D A CH 163094DA CH 163094 A CH163094 A CH 163094A
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shear
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Ulrich Dr Meininghaus
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Ulrich Dr Meininghaus
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  • Turbine Rotor Nozzle Sealing (AREA)

Description


  Schubfeste Scheibe.    Es gibt Fälle, in denen konzentrisch zu  einander angeordnete Ringkörper derart ab  gestützt werden müssen,     dass    sie sich bei  Änderung des Wärmezustandes des sie um  gebenden Mediums frei ausdehnen und zu  sammenziehen     kbnnen,    während die Abstüt  zung fähig sein muss, erhebliche Schübe in       achsialer    Richtung aufzunehmen. So wird  zum Beispiel die Fliehkraft der     Schaufeln    bei  Turbinen, die in radialer Strömungsrichtung       beaufschlagt    werden, vorteilhaft an beiden  Schaufelfüssen durch Ringe aufgenommen.

    Während der eine Ring, genannt Topfring,  frei zwischen den entsprechenden Ringen der  benachbarten Schaufelreihen schwebt, wobei er  von dem andern Ring über die Schaufeln hin  weg in zentrischer Lage gehalten     wird,        muss     dieser andere Ring, genannt Fussring, zen  trisch abgestützt werden und ausserdem das  in der zugehörigen Schaufelreihe erzeugte  Drehmoment übertragen.  



  Hierbei ist es von ausserordentlicher Wich  tigkeit, dass die zwischen den     Kopfringen       der benachbarten Schaufelreihen befindlichen       Fussringe    allen bei Temperaturschwankungen  des     Antriebsmittels    infolge Wärmedehnung  auftretenden Veränderungen der Durchmesser  ebenso frei und schnell folgen können wie  die benachbarten Kopfringe. Jede Differenz  in den Wärmedehnungen und damit in den  Durchmessern führt sofort zur Abnutzung  der die Abdichtung bewirkenden feinen Spit  zen zwischen den Schaufelringen, wodurch  entsprechend vergrösserte Dampfverluste auf  treten. Da es sich um Dichtungsspiele in der  Grössenordnung von 0,1 bis 0,2 mm handelt,  so bedeutet eine Vergrösserung dieser Spiele  um 0,1 bis 0,2 mm bereits eine Verdoppelung  der Dampfverluste.  



  Bei radial     beaufschlagten    Turbinen muss  die unter Wahrung der Wärmebeweglichkeit  der Fussringe erfolgende Abstützung nicht  nur das Drehmoment übertragen. Mit der  Arbeitsabgabe, welche während der radial  gerichteten Strömung entlang der Scheibe  fortschreitet, dehnt sich bekanntlich das      treibende     Mittel    aus und verringert     seine     Spannung.

   Hierdurch treten Druckunter  schiede zwischen den     beiden    Seiten der Ab  stützung auf und damit erhebliche     Achsial-          schübe,    die von der Abstützung aufgenommen  werden müssen, wobei die     Abstützung    gleich  zeitig gegen diese Druckunterschiede abdich  ten     muss.     



  Schliesslich     muss'    noch die Forderung auf  gestellt werden, dass Gewicht und Raum  bedarf der     Abstützung        möglichst    gering sind,  da Gewicht und     achsiale    Länge der um  laufenden Teile in bekannter Weise die Bau  länge der Turbine     bezw.    die Anzahl der       achsial        hintereinanderschaltbaren    Stufen be  stimmen (kritische Drehzahl, Lagerabstand).

    Die     Beschränkung    von Gewicht und     achsialer     Länge der     rotierenden    Teile ist bei freiliegen  der Anordnung, die sich bei     radial        beauf-          schlagten    Turbinen vorteilhaft anwenden lässt,  besonders wichtig.  



  Die Forderungen, die eine solche Abstüt  zung erfüllen muss, sind also Zentrierung der  Ringkörper,     Übertragung    des Drehmomentes  der     Beschaufelung,        Gewährung    ausreichender       Wärmebeweglichkeit    für die Ringkörper,  Aufnahme des     auftretenden        Achsialschubes,     Abdichtung gegen den auftretenden Druck  unterschied, geringes Gewicht der Abstützung  und geringe     achsiale    Länge der Abstützung.  



  Vorliegende Erfindung setzt sich zur Auf  gabe, höchste Wirtschaftlichkeit in der Her  stellung. mit der Erfüllung sämtlicher For  derungen zu verbinden.  



  In der Einsicht, dass die     axiale    Aus  dehnung (Wandstärke) nicht genügend ver  mindert werden kann, um die Abstützung bei  hinreichender     Schubfestigkeit    zu     befähigen,     Wärme ausreichend schnell     aufzunehmen    und       abzugeben,    sucht die     Erfindung    diese Fähig  keit durch entsprechende Verkleinerung der  radialen Ausdehnung (Wandstärke) zu er  reichen.

       In.    der Erkenntnis, dass Ringkörper,  die auf zwei verschiedenen Durchmessern ab  gestützt sind und an den     Abstützungen    in       achsialer    Richtung durch Schub belastet wer  den, auch dann noch     einen    erheblichen     Ver-          formungswiderstand    behalten, wenn ihre Aus-         dehnung    in radialer Richtung geringer wird  als in der     Scheibenachsrichtung,    besteht die  Erfindung darin,     da.ss    die Ringkörper     in    der       Radialrichtung    weniger ausgedehnt sind als  in der     Scheibenachsenrichtung,

      derart, dass       achsial    auftretende Kräfte im wesentlichen  durch in radialer Schichtung innerhalb jedes       Ringkörpers    angenähert gleichmässig verteilte       Tangentialspannungen    aufgenommen werden.  Bei derartigen     Ringkörpern-verschwinden    die  radial gerichteten Druck- und     Zugspannungen     praktisch völlig, so dass die für jeden Durch  messer auftretenden Beanspruchungen unmit  telbar auf fast gleichem Durchmesser durch       Tangentialspannungen    aufgenommen werden  müssen.

   Hierdurch tritt eine bisher un  erreichte Ausnutzung des Werkstoffes ein,  da die Beanspruchungen nicht mehr in ra  dialer     Richtung    nach einer bereits hoch  beanspruchten Stelle des Ringkörpers über  tragen werden, sondern sich über die gesamte  radiale Ausdehnung des Ringkörpers prak  tisch gleichmässig verteilen.

   Dieser Fortfall  der radial gerichteten Zug- und Druckspan  nungen und die hiermit verbundene gute       Verteilung    der     Tangentialspannungen    ist die  Folge der Annäherung von Aussen- und In  nendurchmesser des     Ringkörpers,    also der  geringen radialen Ausdehnung, da sich die  bei gleicher Verformung dem     Durchmesset     umgekehrt proportionalen     Tangentialspan-          nungen    bei annähernd gleichen Durchmessern  kaum verändern. Die     Werkstoffausnutzung     wird eine überraschend gute, und es wird  möglich, auch bei geringen Wandstärken  einen ausreichenden     Verformungswiderstand     ohne Überbeanspruchung zu erzeugen.

   Für  die Wärmebeweglichkeit ist es hierbei ohne  Bedeutung, dass die geringe Ausdehnung der       Ringkörper    nunmehr in radialer Richtung  liegt.  



  In Anwendung auf radial     beaufschlagte     Turbinen werden die Fussringe der     Beschau-          felung    zweckmässig als Bauelemente für die  schubfeste Scheibe verwendet, wobei ihr       Verformungswiderstand    gegenüber     achsialen     Schüben, welche an zwei verschiedenen Durch  messern angreifen, durch elastische Abstüt-           zung    der Fussringe gegeneinander zur Ver  steifung der so gebildeten Scheibe ausgenützt  wird.

   Ein solcher Aufbau erfüllt alle auf  gestellten Forderungen in ausreichendem  Masse: insbesondere werden Gewichte und       achsiale    Länge der Abstützung bei niedrigsten  Herstellungskosten auf ein Mass verringert,  welches bisher für unmöglich gehalten wurde.  Weiterhin ist ausreichende Wärmebeweglich  keit der Ringkörper dadurch gesichert, dass  alle Teile wenigstens in einer Richtung   entweder in radialer oder in     achsialer      eine gegebene     Grösststärke    nicht überschreiten,  so dass der gesamte Aufbau den Temperatur  schwankungen genügend schnell folgt und  alle Teile gleichzeitig atmen können. Geringe  Abweichungen in der Wandstärke sind natur  gemäss unschädlich.  



  Die Ausbildung der Ringscheibe aus  mehreren konzentrisch zueinander angeord  neten, untereinander nachgiebig verbundenen       Ringkörpern    kann in der verschiedensten  Art und Weise getroffen werden. Unter     nach-          ;

  riebiger        Verbindung    ist dabei jede Verbin  dung verstanden, die einerseits die druck  dichte Verbindung der einzelnen Ringe unter  einander gewährleistet, während sie ander  seits ausreichende Verformung der einzelnen  Ringkörper     zuläss't.    Eine derartige Verbin  dung ist. beispielsweise dann vorhanden, wenn  die einzelnen Ringkörper getrennt vonein  ander ausgebildet. aber über ringartige An  sätze oder dergleichen miteinander verklam  mert     sind.    Eine bezüglich der Herstellung  einfachere Ausführungsform ergibt. sich je  doch, wenn die einzelnen Ringkörper durch  dünnwandige     Zwischenstege    miteinander ver  bunden werden.

   Es hat. sich nämlich gezeigt,       da.ss    derartige dünne Zwischenstege zwischen  den einzelnen Ringkörpern genügend elastisch  sind und doch genügend fest bemessen wer  den können, um die auftretenden Verformun  gen und Beanspruchungen aufzunehmen. Ist  die axiale Wandstärke der Zwischenstege  gleich oder kleiner wie die radiale Wand  stärke der Ringkörper, so ist auch die Be  dingung genügender Wärmebeweglichkeit der  Zwischenstege erfüllt.    Die Zeichnung zeigt in schematischer Dar  stellung, unter starker Verzerrung zur     Sicht-          barmachung    der Verformung unter Belastung,  zwei beispielsweise     Ausführungen    des Er  findungsgedankens für innen befestigte  Scheiben.  



  Gemäss     Abb.    1 besteht die druckfeste  Scheibe aus mehreren getrennt voneinander  ausgebildeten, konzentrisch zueinander an  geordneten und untereinander gelenkig ver  bundenen     Ringkörpern    1, 2, 3, 4, 5, 6, 7  und B. Den Ausführungsbeispielen sind da  bei die Verhältnisse     zugrunde    gelegt,     wie    sie  beispielsweise bei radial     beaufschlagten    Tur  binen auftreten können.

   Der Druck fällt auf  der Eintrittsseite des Arbeitsmittels von der  Spannung     p1    innen auf die Spannung     p_     aussen ab, während er auf der     andern    Seite  von der Spannung     p2    aussen auf die Span  nung     p3    innen weiter absinkt. Bei einer der  artigen Druckverteilung bildet sich die ge  zeichnete Verformung der     Ringkörper    1 bis 8  heraus. Man erkennt, dass die Ringe infolge  der gegenseitigen gelenkigen Abstützung  über die ringförmigen Ansätze 9 bis 19 der       Durchbiegung    durch den einseitigen Über  druck Widerstand entgegensetzen, ohne dass  es einer zusätzlichen Abstützung der Ring  körper bedarf.

   Zum gleichen Ergebnis kommt  man durch die     Festigkeitsnachrechnung    mit  Hilfe der neuentwickelten Theorie.  



       Abb.    2 zeigt eine gegenüber     Abb.    1 ver  einfachte Ausführungsform, wobei dem     Ver-          formungsbild    dieselben Druckverhältnisse  zugrunde gelegt worden sind wie beim ersten  Ausführungsbeispiel. Die nachgiebige Ver  bindung ist bei dieser Ausführungsform in  einfachster Weise durch dünnwandige Zwi  schenstege hergestellt worden, die sowohl die  druckdichte Verbindung der einzelnen Ring  körper gewährleisten, als auch elastisch und  fest genug sind, um die auftretenden Ver  formungen und Beanspruchungen aufzu  nehmen. Das Ausführungsbeispiel zeigt da  bei eine Verlegung der     Stegwurzeln    25 bis 32  in die Mitte der Ringkörper 20 bis 24.

   Diese  Ausbildung hat den besonderen     Vorteil,    dass      beim Umlauf der Ringscheibe die Fliehkräfte  keine zusätzlichen Verdrehungskräfte erzeu  gen. Die     Stegwurzeln        können    aber ebenso  ausserhalb der Mitte der Ringkörper, zum  Beispiel an deren Enden, liegen, insbesondere  bei feststehenden Scheiben. Hierbei     kann    der  mittlere Druck an beiden Seiten verschieden  sein, ohne dass der Druck selbst     stetig    ab  fällt; der Druck kann zum Beispiel auf einer  Seite konstant sein und nur auf einer Seite  abfallen.  



  Um     Überbeanspruchungen    in den Ver  bindungsstegen 33 bis 36 zu vermeiden, weist  der innerste Ringkörper 20, der auf die  kraftübertragende Welle 37 abgestützt ist,  eine radiale Dicke und axiale Länge auf,  bei der der an der Wurzel 25 des Steges 33  unter Belastung auftretende     Verformungs-          winkel    etwa ebenso gross' ist wie der an  dieser Stelle auftretende     Verformungs-          winkel    des     benachbarten    Ringkörpers 21, ob  wohl die Enden des innersten Ringkörpers  unter     Vorspannung    oder auf andere Weise  auf der Welle befestigt sind und deshalb  keine freie Bewegungsmöglichkeit besitzen.

    Durch Bemessung der axialen Wandstärke  der Zwischenstege gleich oder kleiner wie die  radiale Wandstärke der Ringkörper wird  eine ungehinderte Erwärmung dar letzteren  und eine freie     Ausdehnungsmöglichkeit    ge  sichert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schubfeste Scheibe, insbesondere für Ma schinen mit radial strömendem Arbeitsmittel, die aus mehreren konzentrisch zueinander angeordneten und auf zwei verschiedenen Durchmessern nachgiebig abgestützten Ring körpern besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Ringkörper in der Radialrichtung weni ger ausgedehnt sind als in der Scheiben achsenrichtung, derart, dass axial auf tretende Kräfte im wesentlichen durch in ra dialer Schichtung innerhalb jeden Rin_akör- pers angenähert gleichmässig verteilte Tan- gentialspannungen aufgenommen werden.
    <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Schubfeste Scheibe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ring körper durch in einer Querebene zur Scheibenachse liegende Zwischenstege mit einander verbunden sind. 2. Schubfeste Scheibe nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Ring körper durch Zwischenstege, mit denen sie aus einem Stück bestehen, untereinander verbunden sind. 3. Schubfeste Scheibe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Wand stärke der Zwischenstege der radialen Wandstärke der Ringkörper gleich ist. 4. Schubfeste Scheibe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Wand stärke der Zwischenstege kleiner als die radiale Wandstärke der Ringkörper ist. 5.
    Schubfeste Scheibe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Wand stärke der Zwischenstege von der axialen Wandstärke der Ringkörper nur wenig abweicht.
    ä. Schubfeste Scheibe nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ringkörper, der an dem kraftübertragenden Organ be festigt ist, eine radiale Dicke und axiale Länge aufweist, bei der der an der Wur zel des Steges unter Belastung auf tretende Verformungswinkel etwa ebenso gross' ist wie der an der andern Wurzel desselben Steges unter dem Einfluss des be nachbarten Ringkörpers auftretende Ver- formungswinkel.
CH163094D 1931-03-25 1931-12-26 Schubfeste Scheibe. CH163094A (de)

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