CH163113A - Einrichtung zum Schliessen und Unterbrechen eines Stromkreises mittelst Quecksilberschaltröhre in vertikaler Anordnung. - Google Patents
Einrichtung zum Schliessen und Unterbrechen eines Stromkreises mittelst Quecksilberschaltröhre in vertikaler Anordnung.Info
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Description
Einrichtung zum Schliessen und Unterbrechen eines Stromkreises mittelst Quecksilberschaltröhre in -vertikaler Anordnung. Die Erfindung bezieht sieh auf eine Ein richtung zum Sehliessen, und Unterbrechen von Stromkreisen mittelst Quecksilberschalt- röhre in vertikaler Anordnung, deren Wan- dun" vorzu#,sweise aus Glas besteht und bei der die Kontaktgabe zwischen den beiden feststehenden Elektroden der Schaltröhre durch Bewegen von Quecksilber mit Hilfe eines Schwimmers erfolgt, und bezweckt, die Einrichtung, und insbesondere die Quecksilber- schaltröhre,
hinsichtlich ihrer Bauart zu ver einfachen, ohne dass die Sicherheit und Le bensdauer der Schalteinriehtung herabgesetzt wird, sondern im Gegenteil die Wirkung der Selialtvorrichtung vervollkommnet wird un mit ihrer Hilfe besonders grosse Ströme bei kleiner Schaltleistung geschaltet werden können.
Dieses wird nach der Erfinduno- dadurch el erreicht, dass der Schwimmer als metallisches Rohr ausgebildet und zusammen mit den Elektroden derart angeordnet ist, dass bei dem Hineinziehen des Schwimmers in das Quecksilber ein Aufsteigen des Quecksilbers in den Raum zwischen dem Schwimmer und der obern Elektrode längs der metallischen Oberfläche der obern Elektrode eintritt. Die Schaltröhre kann ein neutrales Gas, zum Beispiel Wasserstoff, enthalten, das die durch den Lichtbogen entstehende Wärme nach aussen leitet und gleichzeitig eine che mische Veränderung der in der Schaltröhre befindlichen Teile verhindert.
Bei dem in Fig. <B>1</B> der Zeichnung dar gestellten Ausführungsbeispiel der vorliegen den Einrichtung sind die beiden Elektroden mit<B>E,</B> und<B>E,</B> und das Quecksilber mit<B>Q</B> bezeichnet. Die Elektrode<B>E,</B> besteht zum mindesten an ihrem freien Ende, das beim Betrieb des Schalters mit dem Quecksilber in Berührung kommt, aus einem lichtbogen- widerstandsfähigen Material, beispielsweise Wolfram. JU ist die Magnetspule, welclie auf den rohrförmigen Eisenschwimmer<B>8</B> ein wirkt.
Der Schwimmer<B>8</B> ist als glattes Rohr ausgebildet und besitzt nur an der Aussenseite seiner Enden Nocken, die zur Führung des Schwimmers in der Schalt röhre dienen; der seitliche Abstand zwischen der Aussenfläolie des Schwimmers und der innern Wand der Schaltröhre ist bei jeder Stellung des Schwimmers gleich gross.- Bei Erregung der Spule 111 wird der Sellwim- mer <B>8</B> nach unten gezogen. Das Querk- silber wird verdrängt und steigt nach.
Wenn das im Innern des rohrförmigen Schwimmers befindlielle Quecksilber die obere Elektrode <B>E,</B> berührt, ist der Stromkreis über diese Elektrode, das Quecksilber<B>Q</B> und die untere Elektrode<B>E,</B> geschlossen. Bei Abschaltung der Spule M steigt der Schwimmer S inr folge des Auftriebes sehr schnell in die Hölle, so dass die Abschaltung des Stromkreises plötzlich erfolgt. Wegen des Eisenrückschlus ses<B>(0)</B> der Spule ist der Eigenverbrauch äusserst gering.
Wie aus der Fig. <B>1</B> der Zeichnung er- sichtlicl-i ist, ist der Schwimmer von solcher Länge, dass er, wenn er durcli die Spule her untergezogen wird, die Kontaktstelle zwi- sehen der Elektrode<B>E,</B> und dem Quecksilber <B>Q</B> ebenfalls umgibt. Zweckmässig ist das Ver hältnis von Länge zu äusserem Durchmesser des Schwimmers grösser als<B>1.</B> Hierdurch er gibt sieh erstens eine bessere Führung durch die Nocken und zweitens eine bessere Form der ganzen Schaltröhre.
Es muss nämlich dafür Sorge getragen sein, dass durch die Masse des<U>Schwimmers</U> so viel Quecksilber verdrängt wird, dass beim Wiederaufsteigen des Schwimmers ein sicheres Abreissen des Lichtbogens erfolgt. Bei kürzeren Schwim mern müsste also der Schwimmer eine grössere Wandstärke besitzen und dementsprechend der Durchmesser der ganzen Schaltröhre grö sser werden.
Die Fig. 2 und<B>3</B> der Zeichnung zeigen ein anderes Ausführungsbeispiel, wobei Fig. 2 eine Ansicht und Fig. <B>3</B> einen senk- rechten Längsschnitt darstellt. Bei diesem Beispiel sind an beiden Enden des Schwim mers eine Anzahl von Spitzen angebracht. Die Spitzen am untern Ende des Schwim mers haben den Zweck, das Eindringen des Schwimmers in die Oberfläche des Queck silbers zu erleichtern, das bei einem Tauch- hern ohne Spitzen wegen der Oberflächen spannung des Quecksilbers einen gewissen Kraftaufwand erfordert. Die Spitzen am obern Ende des Schwimmers haben den Zweck, Quecksilber, das beim Eintauchen des Schwimmers in den Raum oberhalb des Schwimmers gelangt, zu zerteilen.
Die An- bringung von Spitzen auch am obern Ende des Schwimmers hat des weiteren den Zweck, die DureUdringung der Oberfläche des Queck silbers beim Wiederauftauelien des Schwim mers zu erleichtern. Zweckmässig wird hier bei die Einrichtung so getroffen, dass der Schwimmer mit den Spitzen aus einem ein zigen Stück hergestellt wird und die Spitzen Verlängerungen des Schwimmers bilden. Vorteilhaft können hierbei die Spitzen nach der Aussenseite oder nach der Innenseite oder nach beiden Seiten zugleich mit Absehrägun- gen versehen werden.
Es ist<B>1</B> das Glasrohr der Queck silber- schaltröhre, die durch die elektrisch leiten den Verschlusskappen 2 und 2' luftdicht ab geschlossen wird. Die Schaltröhre ist mit einer gewissen Quecksilbermenge <B>3</B> gefüllt. In das Glasrohr<B>1</B> ragen die Elektroden<B>1</B> und V, die<B>je</B> mit einer der Verschluss- kappen,2 und 2' leitend verbunden sind.
Auf der Quecksilbermasse<B>3</B> schwimmt ein zylin drischer und rohrförmiger Körper<B>5</B> aus ferromagnetischem Material, der durch eine in der Zeichnung der Ei infachheit halber nicht dargestellte Spule zum Eintauchen in das Quecksilber gebracht wird. Dieser Schwimmer<B>5</B> trägt an seinem Aussenmantel Erhebungen<B>6</B> und<B>6',</B> die beim Ein- und Austauchen des Körpers als Führungen die nen, so daZ der Schwimmer stets parallel zur Längsachse der Schaltröhre, beziehungs weise zur Richtung der Elektroden 4 und 4' bewegt wird. Ausserdem ist der Schwimmer<B>5</B> ,in seinem obern und an seinem untern Ende mit Spitzen<B>7</B> und<B>7'</B> versehen.
Die Wandung des rohrförmigen Schwimmers weist ferner Offnunuen <B>8</B> auf.
<I>;n</I> Wird der Schwimmer<B>5</B> beispielsweise durch Erregen der Spule zum Eintauchen gebracht, so durchdringen seine Spitzen<B>7'</B> den Oberfläehenspiegel der Quecksilbermasse <B>3</B> und beschleunigen damit den Eintauchvor- gang. Gleichzeitig kann infolge der rohr- förmigen Ausgestaltung des Schwimmers<B>5</B> und infolge der geeigneten Bemessung des t' Abstandes zwischen diesem und dem Glas rohr<B>1</B> ein rasches Ansteigen des verdräng ten Queel,-silbers stattfinden.
Durch das Ein tauchen des Schwimmers<B>5</B> in die Queck silbermasse<B>3</B> wird so viel Quecksilber ver drängt, dass die Elektroden 4 und 4' über brückt werden, wodurch der Kontaktsehluss herbeigeführt ist. Bei eingetauchtem Schwim mer<B>5</B> ist die Quecksilbermasse so weit gestie gen, dass sie über den Spitzen<B>7</B> steht, Nach Entregen der Spule steigt der Schwimmer<B>5</B> sofort wieder hoch, da er einerseits mit Hilfe der Spitzen<B>7</B> die über dem Schwimmer lie gende Queeksilbermenge zerteilt und zum Abfliessen brinut und ihm anderseits durch diese Form-ebung die Durchdringung,
der t' <B>;D</B> el Oberfläche des Quecksilbers beim Wieder auftauchen erleichtert wird. Das Abfliessen des Quecksilbers kann beschleunigt werden durch Anbringung von Abschrägungen an n<B>en</B> e der Innen- und Aussenwand der Spitzen bezw. des Schwimmers<B>5</B> oder an beiden Wänden zugleich (vergleiche Fig. 4 und<B>5).</B> Der Ein- und Austauchvorgang wird ferner vorteilhaft beeinflusst durch die Öffnungen<B>8,
</B> durch wel- ehe das im Innern des rohrförmigen Schwim mers<B>5</B> angestaute Quecksilber abfliessen kann. Hierbei haben Versuche ergeben, dass der seit liche Abstand zwischen der Aussenfläche des Schwimmers<B>5</B> und der innern Wand der Glasröhre<B>1</B> zweckmässig grösser als<B>%</B> Milli meter zu wählen ist. Unterhalb dieser Grenze werden die Adhäsionskräfte der etwa auf tretenden Quecksilberschichten so gross, dass die freie Ein- oder Austauchbeweo-un, des t' 23 Schwimmers<B>5</B> nicht mehr gewährleistet ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung zum Schliessen und Unter brechen eines Stromkreises mittelst Queck- silberschaltröhre in vertikaler Anordnung, bei der die Kontaktgabe zwischen den bei den feststehenden Elektroden der Schaltröhre durch Bewegen von Quecksilber mit Hilfe eines Schwimmers erfolgt, dadurch gehenn- zeichnet, dass der Schwimmer als metallisches Rohr ausgebildet und zusammen mit den Elektroden derart angeordnet ist,dass'bei dem Hineinziehen des Schwimmers in das Queck silber ein Aufsteigen des Quecksilbers in den Raum zwischen dem Schwimmer und der obern Elektrode längs der metallischen Ober fläche der obern Elektrode eintritt. UNTERANSPRüCIIE: <B>1.</B> Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Schwim mer stets die Kontaktstelle umgibt. 2. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch<B>1,</B> dadurch gekennzeich net, dass an dem einen oder an beiden Enden des Schwimmers eine Anzahl Spit zen angebracht sind.<B>3.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass der Schwimmer mit den Spitzen aus einem Stück besteht und dass die Spitzen Verlängerungen des Seh-v#-,immers bilden. 4. Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> bis<B>3,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Spitzen nach der Aussenseite oder nach der Innenseite oder nach beiden Seiten mit Absehrägmigen versehen sind. <B>5.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass in der Wand des Schwimmers Offnungen vorgesehen sind.<B>6.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> bis<B>5,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass die Führungsmittel des Schwimmers in Nocken bestehen und dass der seitliche Abstand zwischen der Aussenfläche des Schwimmers und der innern Wand der Schaltrölire bei je(ler Stellung des Schwimmers gleich..gross ist.<B>7.</B> Einrichtung nach Patentanspruc'h und Unteransprüelien <B>1</B> bis<B>6,</B> bei welcher die seitliche Wandung der Schaltröhre -,ins Glas besteht, dadurch gekennzeichnet, dass der seitliche Abstand zwischen der Aussenfläche des Schwimmers und der Innenwandung der Schaltröhre grösser als 3/4 Millimeter ist. <B>8.</B> Einrichtung nach Patentansprucli und Unteransprüchen <B>1</B> bis<B>7,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass das zur Betätigung des<U>Schwimmers</U> dienende Sellütz einen Spulenrückschluss mit dem Schwimmer bildet.<B>9.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen<B>1</B> bis<B>8,</B> dadurch ge- ZD kennzeichnet, dass innerhalb der Schalt röhre die Kontakigabe zwischen Queck- silber und lielitbogenwidefstandsfähigem Metall erfolgt.<B>10.</B> Einrichtung nach Patentansprueli und Unteransprüchen<B>1</B> bis<B>9,</B> dadurch ge kennzeichnet, dass sieh innerhalb der Schaltröhre ein neutrales Gas befindet, das die durch den Lielltbogen entstehende Wärme nach aussen ableitet und gleich zeitig eine chemische Veränderung der in der Schaltrühre befindlichen Teile ver hindert. <B>11.</B> Einrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüclien <B>1</B> bis 4, dadurch ge kennzeichnet, dass das Verhältnis von Länge zu äusserem Durchmesser des Schwimmers grösser als<B>1</B> ist.
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