CH163138A - Verfahren zur Darstellung einer organischen Wismutverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer organischen Wismutverbindung.

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CH163138A
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer organischen     Wismutverbindung.       Es wurde gefunden, dass man durch Ein  wirkung von     Wisrnutsalzen    auf Salze der  ungesättigten Säure der Formel     C9Hr402    zu  einer neuen wertvollen     Wismutverbindung     gelangt.

   Die Säure     C9Hi402    erhält man als  Abfallprodukt bei der     mittelst    Chromsäure  erfolgenden Oxydation von technisch reinen       Terpenalkoholen,    zurr Beispiel     Borneol,        Iso-          borneoloder        Ferichylalkohol,    und ungesättigten  zyklischen     Terpenen    der Formel     C10HI6,    zum  Beispiel     Camphen    oder     Fenchen,    die auch in  den obengenannten     Terpenalkoholen    als Ver  unreinigungen vorhanden sind.

   Diese Oxyda  tion erfolgt beispielsweise bei der technischen  Herstellung von synthetischem     Campher.    Bei  der bekannten Herstellung von     Campher    aus  Terpentinöl oder seinem Hauptbestandteil       Pinen,    wird technisch reines     Camphen,    Bor  rieol oder     Isoborneol,    die als Zwischenprodukte  bei dem genannten Verfahren erhalten werden,  das heisst verunreinigt mit einer geringen  Menge der obengenannten anderen zyklischen         Terpenderivate,    mittelst Chromsäure und  Schwefelsäure, beispielsweise in einer Benzol  lösung oxydiert.

   Anschliessend wird die ab  getrennte     Benzolschicht,    die den     Campher     und andere Oxydationsprodukte enthält, mit  wässeriger     Alkalilauge,    beispielsweise Natron  lauge ausgewaschen; durch Abtrennen der  gewaschenen     campherhaltigen        Benzolschicht,     erhält man eine alkalische wässerige Lösung.  Nach eventuellem Entfernen von in dieser  Lösung zurückbleibenden Spuren von Benzol  und     Campher    und anderen flüchtigen Bestand  teilen, zum Beispiel durch Dampfdestillation,  wird die zurückbleibende wässerige Lösung  angesäuert, beispielsweise durch Zusatz von  Salzsäure, wodurch ein Öl abgeschieden wird,  das sich am Boden der Flüssigkeit absetzt.

    Man kann dieses<B>01</B> leicht, beispielsweise  durch Abhebern, von der übrigen Flüssigkeit  trennen. Das so erhaltene<B>01</B> wird einer  fraktionierten Destillation unter vermindertem  Druck unterworfen, wodurch man die unge-      sättigte Säure     09H1402    erhält. Ihre genaue  Konstitution ist noch nicht bekannt. Die Säure  ist ein goldgelbes Öl und siedet zwischen  120 und 125   unter 1 mm Druck;     spezifisches     Gewicht 1,0057; ihr     Methylester    siedet bei  70   unter 4 mm Druck.  



  Das Verfahren. gemäss der vorliegenden  Erfindung zur Darstellung der neuen organi  schen     Wismutverbindung    ist dadurch gekenn  zeichnet, dass man etwa drei     Mol    eines     Alka-          lisalzes    der bei der Oxydation von zyklischen       Terpenen    oder deren Derivaten als Abfall  produkt entstehenden ungesättigten Säure der  Formel 09111402 mit einem anorganischen       Wismutsalz    umsetzt.

   Die so erhaltene neue       Wismutverbindung    ist ein in Wasser unlös  licher, in Äther, Chloroform und     Olen    leicht  löslicher, gelblicher amorpher Körper; sie  besitzt bei geringer Giftwirkung eine starke  bakterizide     Wirksamkeit,    besonders gegen       Spirillen.    Sie soll als Arzneimittel Verwen  dung finden.  



  Bei der Ausführung des Verfahrens gemäss  der Erfindung wird zweckmässig die unge  sättigte Säure     09H1402    in Natriumkarbonat  lösung gelöst oder die Säure in Wasser sus  pendiert und     Natriumkarbonatlösung    hinzu  gefügt, bis man eine neutrale Lösung erhält.  Zu dieser Lösung gibt man, dann zum Bei  spiel zwecks Ausführung des Verfahrens ge  mäss der Erfindung, zweckmässig in kleinen  Anteilen, eine Lösung eines     Wismutsalzes,     zum Beispiel eine wässerige     Wismutnitrat-          oder        Wismuttrichloridlösung,    die zweckmässig  Glyzerin enthält.

   Es ist vorteilhaft, der Lösung  des Salzes der Säure     09H1402    gleichzeitig  eine wässerige Lösung eines Salzes einer  organischen Säure, beispielsweise eine wässe  rige     Natriumacetatlösung,    zuzufügen. Durch  Zugabe der Lösung des     Wismutsalzes    wird  die neue Verbindung ausgefällt. Der erhaltene  Niederschlag kann beispielsweise gereinigt  werden durch Waschen mit Wasser, Lösen  des gewaschenen Niederschlages in einem  organischen Lösungsmittel, zum Beispiel in  Chloroform, Befreien der Lösung vom Wasser  und Abtrennen der     Wismutverbindung    von    der getrockneten     Ohloroformlösung,    zum Bei  spiel durch Verdampfen des     Ohloroformes.     



  Man kann auch das die Säure 09H1402  enthaltende Rohöl, das man in der oben  angegebenen Weise als Abfallprodukt, bei  spielsweise in der     Campherherstellung    erhält,  ohne weitere Reinigung bei der Ausführung  des Verfahrens gemäss der Erfindung, ver  wenden. Durch Behandlung dieses Rohöles  erhält man die     Wismutverbindung    mit den  gleichen Eigenschaften wie sie die Verbindung  hat, die durch die oben beschriebene Behand  lung der in reinem Zustand aus diesem Rohöl  abgeschiedenen ungesättigten Säure der Formel       09H1402    erhältlich ist.    <I>Beispiele:</I>    1.

   Die ungesättigte Säure der Formel       09H1402    erhält man als Abfallprodukt bei  der Herstellung des synthetischen     Camphers     auf folgende Weise: Die durch Oxydation  des technisch reinen     Camphens,        Borneols    oder       Isoborneols    mittelst Chromschwefelsäure in  einer     Benzollösung    erhaltene     Campher-Benzol-          lösung    wird mit wässeriger     Alkalilauge     gewaschen und abgetrennt. Die alkalische  wässerige Lösung wird angesäuert, und das  entstandene Öl wird fraktioniert.

   Die so er  haltene Säure     09H1402    siedet bei ungefähr  120-125   unter 1 mm Druck und hat ein  spezifisches Gewicht von<B>1,0057;</B> ihr     Methyl-          ester    siedet bei 70   unter 4 mm Druck.  



  13,86     gr    dieser ungesättigten Säure werden  in 50     cmg    Wasser suspendiert und mit Soda  lösung genau neutralisiert. Zu dieser Lösung  gibt man eine Lösung von 14,55     gr    kristal  lisiertes     Wismutnitrat        (Bi[1\T0aj9.5    H20) und  30     cm8    Glyzerin in 60 cm' Wasser und gibt  gleichzeitig langsam eine Lösung von 7,38     gr     entwässertem     Natriumaeetat    in 50 cm' Wasser  zu. Es entsteht eine gelbliche Fällung, die  mit     Wasser    gründlich verrieben und sodann  in Chloroform gelöst wird. Die so erhaltene  Lösung wird mit Natriumsulfat getrocknet.

    Aus der Lösung erhält man durch Verdampfen  des     Chloroformes    die neue     Wismutverbindung     als gelblichen, amorphen, in Wasser unlös-      liehen, dagegen in Äther, Chloroform und  Ölen leicht löslichen Körper.  



  2. 10,7     gr        Wismuttrichlorid    werden in  8,5     cms    konzentrierter Salzsäure und 25     cms     Wasser gelöst und zu einer Lösung von  15,7     gr    der ungesättigten Säure     C9H1402,     8,5     gr        Ätznatron    und 30 cm' Wasser gegeben.  Der entstehende Niederschlag wird abgesaugt  und in Chloroform aufgenommen. Nach dem  Klären und Trocknen des     Chloroformes    wird  die Lösung eingedampft. Es     hinterbleibt    das       Wismutsalz,    welches mit dem in Beispiel 1  beschriebenen identisch ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer organischen Wismutverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man etwa 3 DIol eines Alkalisalzes der bei der Oxydation von zyklischen Terpenen oder deren Derivaten als Abfallprodukt ent stehenden ungesättigten Säure der Formel C9131402 <B>mit</B> einem anorganischen Wismutsalz umsetzt.
    Die so erhaltene, neue Wismutver- bindung ist ein in Wasser unlöslicher, in Äther, Chloroform und Ölen leicht löslicher, gelblicher amorpher Körper; sie besitzt bei geringer Giftwirkung eine starke bakterizide Wirksamkeit, besonders gegen Spirillen. Sie soll als Arzneimittel Verwendung finden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Salz der ungesättigten Säure C9H1402 in neutraler Lösung mit dem Wismutsalz umsetzt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Salz der ungesättigten Säure C9H1402 verwendet,.
    das aus einem die Säure CgH1402 enthal tenden Rohöl ohne weitere Reinigung des letzteren hergestellt wurde. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das Wismutsalz in wässeriger Glyzerinlösung zur Umsetzung verwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Umsetzung in Gegenwart von Natriumacetat ausführt.
CH163138D 1931-03-21 1932-03-19 Verfahren zur Darstellung einer organischen Wismutverbindung. CH163138A (de)

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