CH163219A - Stemmtor, insbesondere für Schleusen, Docks usw. - Google Patents

Stemmtor, insbesondere für Schleusen, Docks usw.

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CH163219A
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Aktiengesellschaft Stahlwerke
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Ver Stahlwerke Ag
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  Stemmtor, insbesondere für     Schleusen,    Docks     usw.            CTegenstand    vorliegender Erfindung ist  ein Stemmtor, bei dem ein drehfester Körper  zur Aufnahme der     Verwindungsmomente    bei  Bewegung des Tores gegen Überstau mit den  Riegeln drehfest verbunden ist.  



  Stemmtore sind als Verschlüsse für  Schleusen, Docks usw. wegen ihrer einfachen  Bauart, ihrer guten Dichtigkeit, des Weg  falles von     Überbauten    für den Antrieb und  der einfachen Antriebsvorrichtung sehr be  liebt. Sie wiesen aber bei der bisher üblich  gewesenen Ausführung als ebene oder ge  wölbte Platten den Nachteil auf, dass die       Durchbiegung    der untern Ecke des Tor  flügels an der Schlagsäule aus der     Torebene     beim Bewegen des Tores     gegen    einen     ge-          w        issen    Überstau beträchtlich ist, da,

   die An  triebsstange meist am     obersten    Riegel an  greift und daher ein beträchtliches V     erwin-          dungsmoment    auftritt. Man hat versucht,  diesen Übelstand dadurch zu beheben, dass       -nun    .die Antriebsstange etwa in der Höhe    der Resultierenden der Bewegungswider  stände angreifen liess. Hierbei müssen aber  Maschinenteile im Bereich des Wassers in  Kauf genommen werden; ausserdem wird aber  hierdurch die Verwindung nur wenig ver  mindert.

   Aus diesem Grunde     besckränkte     man sich bisher bei der Anwendung von  Stemmtoren auf Fälle, in denen nur mit  einem geringen einseitigen Überstau bei der  Bewegung des Torflügels gerechnet werden  musste und auf Abmessungen, die ohne die  Bauhöhe der Torplatte zu gross werden zu  lassen, es ermöglichten, .die Verwindung des  Torflügels in erträglichen     Grenzen    zu halten.  Man hat auch bereits Stemmtore als     vollwan-          dige    Blechkästen ausgeführt, um die     Ver-          windungsmomente    besser aufnehmen zu kön  nen. Eine solche Ausführung bedingt aber  einen sehr erheblichen     Baustoffaufwand.     



  Die Erfindung bezweckt die     Beseitigung     der Nachteile der bisher üblich gewesenen  Bauart der Stemmtore und erreicht dies      durch einen     zweckmässigerweise    lotrecht in  das Tor eingebauten und mit den Torriegeln  drehfest verbundenen drehfesten Körper zur  Aufnahme der     Verwindungsmomente    bei Be  wegung gegen Überstau. Hierdurch entsteht  eine     torsions-    und verbindungssteife Tor  flügelkonstruktion.  



  Der drehfeste Körper gestattet dabei ein       Ausweichen    der untern Torecke bei     Bew    e  gung gegen Überstau nur nach Massgabe seiner       Verdrehung,    die bei mässigem     Baustoffauf-          wand    sehr gering gehalten werden kann.

   Die  Bauhöhe der Torplatte ist dann bei oberhalb  des Wasserspiegels angreifender Bewegungs  stange selbst bei beträchtlichem einseitigem       Überstau    und bedeutenden Torabmessungen  nicht durch die während derSchwenkbewe  gung auftretenden     Verwindungskräfte,    son  dern nur durch die in der Schliessstellung  wirkenden Kräfte     bestimmt,    ohne dass das  Tor. als allseitig geschlossener Kasten     au3,-          gebildet        werden    muss.  



  Eine weitere Vergrösserung der     Steifig-          keit    des Tores bei gleichzeitiger Vermin  derung des Gewichtes und Vereinfachung der  Bauart kann dadurch erreicht werden, dass  .der     torsionsfeste    Körper, zweckmässig ein ver  schlossenes Rohr von kreisrundem Quer  schnitt, das nur während der Torbewegung,  nicht aber in der Schliesslage, eine     Torsion5-          beanspruchung    erhält, in der letzteren zur  Aufnahme eines Teils des auf das geschlos  sene Tor     wirkenden    Wasserdruckes heran  gezogen wird.

   Dies kann zum Beispiel durch  unmittelbare Auflage des ebenen,     gekröpf-          ten    oder gewölbten     Stauwandbleches    oder  durch Abstützung von Zwischenriegeln auf  das Rohr oder durch beides zugleich ge  schehen. Die Vergrösserung der     Torsteifig-          keit    ergibt sich hierbei dadurch, dass die  ausserordentlich grosse     Biegungssteifigkeit    des  Rohres zwischen je zwei Stemmriegeln zur  Stützung der Stauwand ausgenutzt wird.

    Da dieses Rohr sowohl zur Aufnahme der       Verwindungskräfte,    als auch zur Aufnahme  von     Biegungskräften    ausgenutzt wird, ohne  dass diese Belastungsfälle zeitlich zusammen-    fallen, da ausserdem die     Biegungslänge    der  Stauwand     bezw.    der Zwischenriegel verrin  gert - durch Anordnung des Rohres in  Tormitte zweckmässig halbiert - wird, er  gibt sich eine bedeutende Gewichtsersparnis.  Schliesslich kann auf Zwischenpfosten ver  zichtet werden, wodurch die Anzahl der Stab  anschlüsse und der zu     unterhaltenden    Bau  teile vermindert, das heisst die     Bauart    ver  einfacht wird.  



  In der beigegebenen Zeichnung ist die  Erfindung anhand mehrerer Ausführungs  formen beispielsweise veranschaulicht. Von  den Abbildungen der Zeichnung bedeutet:       Abb.    1 -den Aufriss einer Ausführungs  form eines     Stemmtorflügels    mit     eingebautem          Versteifungskörper,          Abb.    2 einen Grundriss des Stemmtor  flügels nach     Abb.    1,       Abb.    3 einen Aufriss einer weiteren Aus  führungsform -eines     Stemmtorflügels    mit ein  gebautem Versteifungsrohr und unmittel  barer Abstützung der Stauwand gegen das  Rohr,

         Abb.    4 einen Querschnitt des in     Abb.    3  dargestellten     Stemmtorflügels,          Abb.    5 einen Aufriss einer weiteren     Aus-          führungsform    eines Stemmtores mit Ver  steifungsrohr und Abstützung der Stauwand  gegen das Rohr unter Anwendung von Zwi  schenriegeln,       Abb.    6 einen     Querschnitt    eines Torflügels  gemäss     Abb.    5,       Abb.    7 einen Aufriss einer weiteren Aus  führungsform eines Torflügels mit Verstei  fungsrohr und sowohl unmittelbarer, als auch  mittelbarer Abstützung der Stauwand gegen  :

  das Rohr unter Anwendung von Zwischen  riegeln,       Abb.    8 einen Querschnitt eines Torflügels  gemäss     Abb.    7.  



  In den Abbildungen ist 1 die Blechhaut,  2 der oberste Riegel, 3 bis 10 sind die Zwi  schenriegel und 11 ist der unterste Riegel des       Stemmtorflügels,    12 ist     .die    Schlagsäule, 13  die Wendesäule. Die Blechhaut 1 ist mit  den Riegeln 2 bis 11 und mit der Schlag  säule 12 und der Wendesäule 13 fest verbun-      den. 14, 17 stellen das untere, 16,<B>1.7</B> das  obere Halslager des Torflügels dar.

   18 ist  eine von dem     obern    Halslager zum untern  linde der     Sehlag_äule    12 auf den     unbr-          wasserseiti-,en    Flanschen der Riegel 2 bis       1--)        entlanr@-eführte        Diagonalsehiene.    19 ist  ein     drehfester    Körper - im Falle des Bei  spiels ein     torsionssteifes    Rohr -- der mit  sämtlichen Riegeln     2,    bis 11 drehfest     ver-          l)unden    ist. 20 sind die     Stemmknaggen    am  Tor, 21 die Druckplatten an -der Schleusen  mauer 22.

   Mit 23 ist die in der Ebene des       obersten    Riegels 2 angreifende Stange zum       Bewegen    des Torflügels durch die auf der       Schleusenmauer    22 angeordnete Antriebsvor  richtung bezeichnet.  



  Besteht bei der Torbewegung im Dreh  sinne des Uhrzeigers ein Überstau gegen das       1Tnterwasser,    so wirkt auf den zu jedem Tor  riegel gehörenden Teil der     Stauwand    ein       Wasserüberdruck        ö   <B>TV.</B> Diesem wirkt die  zwischen den Halslagern des Torflügels     bie-          r        ungssteife    Wendesäule mit der Gegenkraft  - ö     Il'    entgegen.  



  Der gemäss der Erfindung mit dem     Rie-          geldrehfest    verbundene     torsionssteife    Körper  19 gestattet dem Riegel nur eine     Durchbie-          gung    nach Massgabe seiner Verdrehung     ge-          -enüber    dem im angetriebenen Riegel 2 dreh  fest gelagerten Querschnitt dieses drehfesten       Körpers.    Diese Verdrehung und damit der  Ausschlag des zugehörigen Teils der     Sehlag-          säule    12 kann schon bei sehr mässigen Ab  messungen des     torsionssteifen    Körpers in       Grenzen    gehalten werden,

   die praktisch ohne       Bedeutung    sind. Die Summe der auf sämt  liche Torriegel, das heisst auf die ganze  Fläche des Torflügels einwirkenden     Verwin-          dungsmomente   <B>I</B>     ö        W    .     r,        wird    durch den  drehfesten Körper auf den Riegel übertragen,  in dessen Ebene die Zugstange einwirkt, also  beispielsweise gemäss     Abb.    1 und 2 auf den  Torriegel 2. Diesem Drehmoment wirkt das  durch die Zugstange und die Reaktion im  obern Halslager gebildete Kräftepaar Z     #        r.     entgegen, so dass sich das ganze System im  Gleichgewicht befindet.

      Es ist durch Rechnung leicht nachzuwei  sen, dass hierdurch     bedeutende    Gewichts  ersparnisse gegenüber den bisher üblich     ge-          w        esenen        Stemmtorausführungen    und noch  grössere Gewichtsersparnisse gegenüber an  dern Torsystemen sich ergeben, die man ge  rade mit Rücksicht auf .die Neigung der  Stemmtore zur Verwindung bei einseitigem  Überstau während der Bewegung an deren  Stelle vielfach angewandt hat (Schiebetore  oder dergleichen).  



  An Stelle der bei den bisher üblich     ge-          wesenen        biegungsfesten        Doppeldiagonalschie-          nen,    die die Aufgabe hatten, die Schlagsäule  durch     Kragarmwirkung    gegen Verwindung  zu schützen, genügt bei .der Ausführung  nach der Erfindung zur Aufnahme der lot  rechten Lasten eine einzige     Zugdiagonal-          schiene    18 auf der Unterwasserseite des Tor  flügels im Verein mit der     oberwasserseitigen     Stauwand.

   Hierdurch wird auch die Her  stellung der neuen Stemmtore wesentlich ver  einfacht und verbilligt, da die     Diagonalschie-          nen    der bekannten Tore bei jedem Riegel  unterbrochen und     biegungssteif    angeschlossen  werden mussten.  



  Der     verwindungsfeste    Körper 19 kann  an beliebiger Stelle die Riegel durchdringen;  Voraussetzung ist nur, dass er drehfest mit  den Riegeln verbunden ist. Zweckmässig wird  der drehfeste Körper zugleich als Schwimm  körper ausgebildet, dessen Auftrieb die Dreh  lager während der Drehbewegung im Wasser  entlastet.  



  Bei dem in den     Abb.    1 und 2 dargestell  ten Stemmtor ist eine     verhältnismässig    grosse  Anzahl von Stemmriegeln 2 bis 11     vorha,n-          ,den.    Häufig erweist es sich indessen als  vorteilhaft, die Anzahl der Stemmriegel mit  Rücksicht auf die viele Nietarbeit und die  grosse Anzahl von ,     Stahlgusswiderlagern          (Druckplatten    21) zu vermindern.  



  Bei den Ausführungsformen nach     Abb.    3  bis 8 ist es möglich, die Anzahl der Riegel  zu Gunsten einiger Stemmriegel zu vermin  dern, ohne dass hierdurch die     Abmessungen     der Stauwand und damit das Gesamtgewicht  vergrössert zu werden braucht. Es wird im      Gegenteil ein geringes Gewicht erzielt, da -die  Konzentration der Kräfte auf eine geringe       Anzahl    von Hauptgliedern     erfahrungsgemäss     wegen der Vermeidung der sonst unvermeid  lichen, nicht voll ausgenutzten Querschnitts  teile zu einem geringen Gewicht führt.  



  In den     Abb.    3 bis 8 sind 2, 11 und 24  die alleinigen Stemmriegel, mit denen das       drehfeste    Versteifungsrohr 19 drehfest ver  bunden ist, während 25     .die    aus den     Abb.    4  und 8 ersichtliche     unmittelbare    Abstützung  der     Torstauwand    3     gegen,    das Rohr 19 be  deutet.

   Diese Abstützung erfolgt nach     Abb.    3  und 4 durch eine lotrechte     Stauwandrippe    25,  nach     Abb.    5 und 6 durch zwischen den  Stemmriegeln angebrachte Rippen oder Zwi  schenriegel 26, 27, 28 und nach     Abb.    7 und  8 durch eine lotrechte Rippe 25 und     wag-          rechte        Stauwandrippen    26, 27 und 28.  



  Die     Abb.    3 bis 8 lassen erkennen, dass  in der Stemmlage der Wasserdruck zu einem  erheblichen Teil auf das Rohr übertragen  wird, so dass dessen grosse     Biegungssteifig-          k-eit    zur Verminderung der Abmessungen der  Stauwand selbst     bezw.    ihrer Tragrippen aus  genutzt wird.  



  Aus der vorstehenden Beschreibung ist er  sichtlich,     dass    durch die Erfindung, die auf  die anhand der Abbildungen geschilderten  Ausführungsformen nicht beschränkt ist, ein  wirksames und praktisches Mittel angegeben  ist, um die     Steifigkeit    von Stemmtoren zu  erhöhen,     ohne        dass    eine Verlegung der An  triebsvorrichtung für .die Zugstange des       Stemmtors    unter die Wasserlinie erforderlich       wird,    und dass gleichzeitig eine wirksame  Entlastung der Stauwand vom     Wasserdruck,          .in    der     Stemmlage,

      verbunden mit einer Er  sparnis an Baustoff und Entlastung der       DrehlaLyer    erreicht wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steintutor, insbesondere für Schleusen, Docks usw., gekennzeichnet durch einen mit den Riegeln (2 bis 11) drehfest verbundenen drehfesten Körper (19) zur Aufnahme der V @erwindungsmomente bei Bewegung gegen Überstau. UNTERANSPRüCHE 1. Stemmtor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als drehfester Kör per (19) ein Rohr von kreisrundem Quer schnitt eingebaut ist. 2. Stemmtor nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass auf der der Stauwand abgewandten Riegelseite eine einzige Zugdiagonal <B>en</B> schiene (18) angeordnet ist. 3.
    Stemmtor nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass als drehfester Körper ein gegen das Wasser verschlossener Hohl körper eingebaut ist, dessen Auftrieb im Wasser zugleich zur Entlastung der Dreh lager vom Eigengewicht des Tores wäh rend der Drehbewegung im Wasser dient. 4. Stemmtor nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stäuwand (1) auf den drehfesten Körper (19) abgestützt ist. 5. Stemmtor nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, gekennzeichnet durch die Verbindung der zwischen den Stemm riegeln liegenden Flächen der Stauwand (1) mit dem drehfesten Körper (19) durch eine in seiner lotrechten Mittelebene lie gende Rippe (25). 6.
    Stemmtor nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, gekennzeichnet durch die Verbindung der zwischen den Stemm riegeln liegenden Flächen der Stauwand (1) mit dem drehfesten Körper (19) durch wagrechte Stauwandrippen (26, 27, 28). 7. Stemmtor nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gekennzeichnet. dass die zwischen den Stemmriegeln lie genden Flächen der Stauwand (1) sowohl durch eine lotrechte Stauwandrippe (25), als auch durch wagrechte Stauwandrippen (2-6, 27, 28) mit dem drehfesten Körper (19) verbunden sind.
CH163219D 1931-08-14 1932-07-30 Stemmtor, insbesondere für Schleusen, Docks usw. CH163219A (de)

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