CH163255A - Verfahren zur Darstellung eines Behandlungsbades von grossem Benetzungs- und Durchdringungsvermögen. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung eines Behandlungsbades von grossem Benetzungs- und Durchdringungsvermögen.

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CH163255A
CH163255A CH163255DA CH163255A CH 163255 A CH163255 A CH 163255A CH 163255D A CH163255D A CH 163255DA CH 163255 A CH163255 A CH 163255A
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Corporation Newport Chemical
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  Verfahren zur Darstellung eines Behandlungsbades von grossem     Benetznngs-    und       Durehdringungsvermögen.       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  ein Verfahren zur Darstellung eines Behand  lungsbades mit erhöhter Benetzung s- und       Durchdringungsfähigkeit.     



  Das Verfahren ist dadurch gekennzeich  net, dass den wässerigen Behandlungsflüssig  keiten das wasserlösliche     Sulfonierungspro-          dukt    eines durch Zersetzung von     Abietin-          säure    enthaltendem Material erhältlichen  Stoffes oder dessen     Hydrierungsproduktes     zugesetzt wird. Dieses Produkt kann sowohl  sauren, als neutralen und alkalischen Bädern  mit dem gleichen Erfolg zugesetzt werden.  Die vorteilhaftesten Konzentrationen des  Zusatzes liegen zwischen 0,1 bis ungefähr  5     %    des Behandlungsbades.  



  Derartige Bäder erleichtern und verbes  sern die Arbeit in allen Fällen, wo     Cre-          brauchsgegenstände,    Materialien, Stoffe     etc.     mit wässerigen Flüssigkeiten behandelt wer  den müssen zwecks Reinigung, Entfettung,    Färben und ähnlichen. Besonders günstig  sind nach diesen Verfahren hergestellte Bä  der zur Dispersion von wasserunlöslichen  Farbstoffen zu verwenden, um beispielsweise  ein glattes Färben von Materialien, wie     Ace-          tylzellulose,    zu bewirken.

   Man kann in die  sem Fall     das        Sulfonierungsprodukt    auch  gleich mit dem Farbstoff zum Behandlungs  bad zusetzen, zum Beispiel gibt man 2,5  Teile einer     Farbstoffmischung,    die aus 20       1-Amino-2-methyl-anthrachinon,    75 %     Zuk-          ker    und 5 %     abietensulfosaurem    Natrium be  steht, in 3000 Teile Wasser von 60   C. Der  Farbstoff wird augenblicklich     dispergiert,     und es können damit 100 Teile     Acetylzellu-          lose    in einer gleichmässigen klaren Orange  tönung gefärbt werden.  



  Es     wurde    gefunden, dass sulfonierte Pro  dukte, die durch     Sulfonierung    der bei der       pyrogenen    Zersetzung, von Harz,     Abietin-          säure    oder     Abietylchlorid    erhaltenen Körper      hergestellt werden, in wässeriger Lösung be  merkenswerte     Benetzungs-    und     Durchdrin-          gungseigenschaften    besitzen.  



  Je nach der Quelle des     Abietinsäure    ent  haltenden     Materials    (Harz) variiert das dar  aus erhaltene Produkt etwas in seiner Zu  sammensetzung, aber es     besteht    die An  nahme, dass unabhängig von der Herkunft  des     Abietinsäure    enthaltenden Materials das  erhaltene Produkt zur Hauptsache aus un  gesättigten     Kohlenwasserstoffen,    nämlich       Abieten    und     Abietin,    besteht. Eine Anzahl  dieser verschiedenen Produkte sind von     Rus-          zika,        Helvetica        Chimica    Acta, Band 6, S. 838  bis 840 beschrieben.

   Es wurden viele dieser  Produkte     sulfoniert,    und es wurde gefunden,  dass sie alle für den besonderen Zweck in  vorliegender Erfindung brauchbar sind. In  dessen ist besonders ausgezeichnet in dieser  Hinsicht das     Sulfonierungsprodukt    des Harz  zersetzungsproduktes, das erhalten wird, in  dem man Harz im Beisein von Eisen am       Rückflusskühler    auf eine Temperatur von  ungefähr 350 bis 375   C erhitzt bis zum  fast völligen Verschwinden der Säure und  dann destilliert zur     Gewinnung    einer Frak  tion, die unter 450' siedet.

   Das     "Abieten-          Abietin".    Kohlenwasserstoffgemisch, das so  erhalten wird, ist durch ein spezifisches Ge  wicht von ungefähr 0,99 bei 20   C charak  terisiert, und sein     Sulfonierungsprodukt    ist  gekennzeichnet dadurch, dass es ausserordent  lich leicht ein Benetzen des Materials herbei  führt und ein     Natriumsalz    bildet, das nicht  hygroskopisch ist.  



  Diese     Sulfosäuren    können zum Beispiel  durch Behandlung der oben angegebenen       Kohlenwasserstoffe    mit starken     Sulfonie-          rungsmitteln,    wie Schwefelsäure, Mono  hydrat, bei Temperaturen zwischen ungefähr  0 bis<B>50'</B> C erhalten werden.  



  Es wurde weiter gefunden, dass die     Sul-          fonierungsprodukte    des     Abietans    in dersel  ben Weise verwendet     werden    können wie die       Sulfonierungsprodukte    des     Abietens.    Das       Abietan    kann hergestellt werden, indem     mau          Abieten    mit Wasserstoff bei ungefähr 235  und unter einem Druck von 20 bis 25 kg    per Quadratzentimeter in der     Gegenwart    von  reduziertem Nickel behandelt, bis kein Was  serstoff mehr absorbiert wird.

   Es ist anzu  nehmen, dass die allgemeine Ringstruktur  von     Abieten    und     Abietan    dieselbe ist, mit  Ausnahme davon, dass ein Teil der ungesät  tigten Bindungen des     Abietens    im     Abietan     nicht vorhanden ist. Die     Sulfosäuren    der  obigen Produkte können in wasserlösliche       Salze,    wie Kalium-, Natrium- und     Ammo-          niumsalz,    umgewandelt werden, und in  einer dieser Formen können sie als Zugabe  in sauren, neutralen oder alkalischen Be  handlungsbädern verwendet werden.  



  Diese neuen Produkte zeigen sogar in ver  dünnten wässerigen Lösungen bemerkens  werte     Netzungs-    und     Durchdringungswir-          kungen    bei faserigen Materialien. Die zur  Verwendung     kommenden    vorteilhaftesten  Konzentrationen liegen zwischen 0,1 bis un  gefähr 5 % des Behandlungsbades. Die letz  tere Konzentration ist genügend hoch für die  meisten Zwecke ohne Verschwendung von  Material.  



  Nachstehend einige Ausführungsbeispiele.  Die Zahlen beziehen sich auf Gewichtsteile.       Beispiel   <I>1:</I>  10 Teile Baumwollgarn     werden    . zu einer  Lösung zugegeben, die aus 70 Teilen Wasser  und 0,7 Teilen     abietensulfosaurem        Natrium-          salz        hergestellt    ist. Die Baumwolle wird  einige Zeit bei einer Temperatur von un  gefähr 40   C eingeweicht. Sie wird dann  aus dem Bad herausgenommen, gespült und  getrocknet. Das Baumwollgarn wird dann  mit     Anthren    Violett     BNX    in folgender  Weise gefärbt.

   Ein Farbbad     wird    hergestellt  durch     Küpen    von 1 Teil     Anthren        Violett          BNX    Doppelpaste     (Farbindex    1163) in 25  Teilen Wasser und<B>0,6</B> Teilen einer 10 %     igen     Lösung von     NaOH    und 0,6 Teilen     Natrium-          hydrosulfit    bei 60   C. Die     Farbküpe    wird  dann bis auf ein Gesamtvolumen von 200  Teilen mit Wasser von<B>60'</B> C verdünnt, und  dann werden 20 Teile einer 10%igen Lö  sung von Glaubersalz zugegeben. Das Baum-      Wollgarn wird dann eingetaucht. Beim Fär  ben wird das Farbbad erschöpft .

   Nach Oxy  dation der Strähne an der Luft mit nach  folgendem Spülen und Seifen werden     lklare,     gleichmässig tiefe Färbungen erzielt. Eine  ähnliche Färbung, die mit unbehandelter  Baumwolle hergestellt ist, ergibt Färbungen,  die ungleich und schwach sind. In einer ab  geänderten Methode des Färbens kann das       abietensulfosaure        Natriumsalz    direkt zu der       Farbküpe    zugegeben werden, wodurch der  besondere Schritt der Behandlung der Faser  ausserhalb des Farbbades wegfällt. Die letz  tere Methode gibt     praktisch    dieselben Resul  tate wie die erste Methode.

      <I>Beispiel 2:</I>  10 Teile wollenes Garn werden in eine  Lösung eingebracht, die 70 Teile Wasser  und<B>0,7</B> Teile     Abietensulfosäure    enthält. Das  wollene Garn wird in wenigen Sekunden  benetzt.  



  Dieses Verfahren kann als ein Schritt     :n     irgend einem Verfahren eingefügt werden.  bei dem das Benetzen von Wolle nötig ist,  wie Reinigen, Entfetten, Färben, Walken,  Karbonisieren und dergleichen.  



       Beispiel.   <I>3:</I>  Das Verfahren wird ebenso ausgeführt  wie in Beispiel 1 mit der Abänderung, dass       Abietansulfosäure    verwendet wird an Stelle  von     Abietensulfosäure.    Die erhaltenen Re  sultate sind im wesentlichen dieselben.  



  <I>Beispiel 4:</I>  2,5 Teile einer     Farbstoffmischung,    die  enthält     20%        1-Amino-2-m@ethyl-anthrachi-          non,    75/'Ö Gucker und 5 %     abietensulfosaures          Natriumsalz,    werden zu 3000 Teilen Was-         ser    von 60   zugegeben. Der Farbstoff wird  augenblicklich     dispergiert.     



  100 Teile     Celanese-Seide    werden dann in  das Farbbad eingetaucht und in der üblichen  Weise gefärbt. Die Seide wird in einer  gleichmässigen klaren     Orangetönung    gefärbt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Darstellung eines--Behand- lungsbades von grossem Benetzung s- und Durchringungsvermögen, dadurch ge kennzeichnet, da.ss der wässerigen Be handlungsflüssigkeit -das wasserlösliche Sulfonierungsprodukt eines -durch Zer setzung von Abietinsäure enthaltendem Material erhältlichen Stoffes oder dessen Hydrierungsproduktes zugesetzt wird. II. Behandlungsbad, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I.
    UNTERAN SPRüCHE 1. Behandlungsbad gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es Abietensulfosäure oder ein wasserlös liches Salz derselben enthält. z. Behandlungsbad gemäss Patentanspruch II, .dadurch gekennzeichnet, dass i3s Abietinsulfosäure oder ein wasserlös liches Salz derselben enthält. 3. Behandlungsbad gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es Abietansulfosäure oder ein wasserlös liches Salz derselben enthält.
    Behandlungsbad gemäss Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass es ein Gemisch von Abietensulfosäure und Abietinsulfosäure oder von wasserlös lichen Salzen derselben enthält.
CH163255D 1930-02-26 1931-01-22 Verfahren zur Darstellung eines Behandlungsbades von grossem Benetzungs- und Durchdringungsvermögen. CH163255A (de)

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