CH163313A - Magnetisches Verfahren zum Prüfen von Werkstoffen und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. - Google Patents
Magnetisches Verfahren zum Prüfen von Werkstoffen und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.Info
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Description
Magnetisches Verfahren zum Prüfen von Werkstoffen und Einrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens. Magnetische Arbeitsverfahren zum Unter. suchen von Riss- und Lunkerbildungen, Seige- rungserscheinunben, entkohlten Stellen usw., sowie zum Feststellen der Art der Wärme behandlung bei Werkstücken und Werk stoffen sind bereits bekannt geworden. Die bekannten Untersuchungsverfahren beruhen dabei zum Beispiel auf einer -Messung des durch die Fehlerstelle hervorgerufenen Streu flusses.
Derartige und ähnliche Verfahren haben den Nachteil, dass zum Feststellen von Fehlern verschiedener Gattung mehrere Ar beitsverfahren getrennt angewandt werden müssen, da bisher noch kein Verfahren be kannt geworden ist, das gleichzeitig alle Fehlerstellen erfasst. Das Streuflussverfahren bedingt gleichzeitig eine genaueste Regelung des Magnetisierungsgrades, da schon geringe Abweichungen ein falsches oder irreführen des Prüfresultat ergeben.
Ferner besteht der Nachteil, dass bei den bekannten Prüf verfahren unbedingt hochempfindliche Regi- strier- und Anzeigeinstrumente angewandt werden müssen, da die Untersuchungsströme so schwach sind, dass sie durch andere Mess- instrumente nicht gemessen werden können.
Das magnetische Verfahren gemäss der Erfindung zum Prüfen von Werkstoffen be steht nun darin, dass die Stücke aus dem zu prüfenden Werkstoff durch die neutrale Grenzzone gegeneinander gerichteter elektro magnetischer Kraftfelder geführt werden, so dass die Fehlerstellen des Materials die neu trale Grenzzone der Kraftfelder beeinflussen und dass deren Schwankungen auf ein An zeigeinstrument zur Einwirkung gebracht werden. Zweckmässig ummantelt man die neutrale Grenzzone mit einer Spule; die an ein Anzeigeinstrument angeschlossen ist.
Be obachtungen haben gezeigt, dass in diesem Falle die Veränderungen der Kraftfelder, hervorgerufen durch eine Fehlerstelle des Materials, so gut erfasst werden können, däss ein Anzeigeinstrument einen genügend wei ten und gut sichtbaren Ausschlag erhält.
Ein Vorteil des Verfahrens besteht darin, dass die Änderungen der magnetischen Kraft felder unmittelbar auf ein Anzeigeinstru ment zur Einwirkung gebracht werden kön nen. Bisher war es dagegen erforderlich, zur Beobachtung der Induktionsströme kost spielige Oszillographen, Spiegelgalvanometer oder dergleichen zu verwenden.
Die Einrichtung nach der Erfindung zur Durchführung des Verfahrens besitzt zwei wechselstromgespeiste und zur Durchfüh rung des zu prüfenden Materials mit einer hohlen Achse versehene Arbeitsspulen, sowie eine zwischen diesen gelagerte, ebenfalls mit einer hohlen Achse ausgerüstete Prüfspule, die unmittelbar an ein Anzeigeinstrument angeschlossen ist. Als Anzeigeinstrument kann zum Beispiel eine Braunsche Röhre ver wendet werden.
Diese zeigt .die Fehlerstellen des durch die Arbeitsspulen geführten Ma terials durch sichtbare Strahlen auf einem Schirm an, die zum Beispiel vermittelst einer Aufnahmevorrichtung auf einem Film streifen fixiert werden können.
Im folgenden werden anhand der bei liegenden Zeichnung verschiedene Ausfüh rungsbeispiele des Verfahrens erläutert. In der Zeichnung ist die Einrichtung beispiels weise dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine solche im Schnitt; Fig. 2 zeigt das Schema einer Brücken schaltung für die Arbeitsspulen; Fig. 3 zeigt eine Schaltung mit Verwen dung einer Prüfspule; Fig. 4 zeigt eine Schaltung mit einer Ka thodenstrahlröhre.
Es bezeichnen in Fig. 1 die Bezugs zeichen 1 und 2 die Arbeitsspulen, die an ein Stromnetz 3 angeschlossen sind. Zwi schen den Spulen 1 und 2 befindet sich eine Prüfspule 4, die an ein Anzeigeinstrument 5 angeschlossen ist.
Die Spulen 1 und 2 er zeugen gegeneinander gerichtete Kraftkreise, die durch -6 und 7 angedeutet sind, durch deren neutrale Grenzzone 8 das zu prüfende Werkstück geführt wird. Alle drei Spulen sind vermittelst einer in auf einer Boden platte 122 ruhenden Lagern 10 gehaltenen hohlen Achse 9 achsial verschiebbar be festigt. 11 bezeichnet den Werkstoff, zum Beispiel einen Draht, der zum Untersuchen zweckmässig mit gleichbleibender Geschwin digkeit durch die hohle Achse 9 gezogen wird. Die Spulen 1 und 2 sind zum Regeln ihres gegenseitigen Abstandes mit Greifern 13, 14, sowie mit Gewindespindeln 1,5, 16 versehen.
Die Wirkungsweise dieser Einrichtung ist folgende: Das Werkstück 11 wird in die Durchlässe der Spulen 1, 2 und 4 eingeführt und durch letztere hindurchbewegt. Die magnetischen Kraftfelder 6 und 7 werden durch Fehler stellen des Materials besonders in der Nähe der neutralen Zone 8 beeinflusst. Entspre chend dieser Beeinflussung wird der Prüf strom der Prüfspule 4, der das Anzeige- instrument,5 beeinflusst, verändert.
Die Vor richtung ist bei aller Einfachheit so emp findlich, dass bei praktischen Versuchen mit Gussstahldrähten von 1,2 mm noch Tor sionsveränderungen von 1 ermittelt werden konnten. Die Regelung des Magnetisierungs- grades des Werkstückes kann durch Ein stellen des Spulenabstandes erfolgen. Die Regelung kann aber auch dadurch erfolgen, dass man die ungleichmässigen Pole der Ar beitsspulen zum Beispiel über regelbare Eisenjoche so schliesst, dass der Magnetisie- rungsgrad innerhalb der Prüfspule verändert wird.
Die Spulen 1 und 2 sind gemäss Fig. 2 zu einer Brückenschaltung mit einem An zeigeinstrument 5 verbunden. Die Ströme in den Leitern 17, 1,8, 19 und 20 und im Punkte 21 werden durch Materialfehler eines zu prüfenden Werkstückes beeinflusst. Durch die Spulen 1 und 2 werden magnetische Kraftfelder 22 und 23 erzeugt.
In Fig.3 ist eine Einrichtung gezeigt, die neben den Arbeitsspulen 1 und 2, noch eine Prüfspule 4 aufweist, sonst aber mit Fig. 2 übereinstimmt. Mit dieser Einrich- tung können Veränderungen der Härte usw. eines Werkstoffes besser erfasst werden. Für beide Spulengruppen sind getrennt arbeitende Anzeigeinstrumente 5 und 24 angeordnet.
An Stelle der mechanischen Anzeige instrumente 5 und 24 ist in Fig.4 an die Leitungen 25 und 2,6 eine Kathodenstrahl röhre 27 angeschlossen. Das Anzeigen von Materialveränderungen eines Werkstoffes er folgt auf dem Schirm 2.8 der Röhre zum Beispiel derart, dass die Einwirkungen der beiden Stromzweige 19 und 20 senkrecht zueinander stehen, so dass Kurven- und Flächengebilde auf dem Schirm 28 entstehen, die den Materialeigenschaften der unter suchten Materialstelle entsprechen.
Da die Kathodenstrahlen auf magne tische Felder reagieren, kann man die Röhre 27 an Stelle der Prüfspule 4 unmittelbar zwischen die Arbeitsspulen 1 und 2 einbauen. Ferner können die Stromkreise 2:5 und 26 an Spulen angeschlossen werden, die neben der Kathodenstrahlröhre liegen, so dass eine magnetische Einwirkung dieser Spulen auf den Kathodenstrahl der Röhre stattfindet.
Die beschriebene Einrichtung kann fer ner zum Auswechseln der Spulen ein gerichtet, sowie mit einer Jochprüfung zum Prüfen von Sonderstücken ausgerüstet wer den.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Magnetisches Verfahren zum Prüfen von Werkstoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Stücke aus dem zu prüfenden Werkstoff durch die neutrale Grenzzone gegeneinander gerichteter elektromagne tischer Kraftfelder geführt werden, so dass die Fehlerstellen des Materials die neutrale Grenzzone der Kraftfelder be einflussen und dass deren Schwankungen auf ein Anzeigeinstrument zur Einwir kung gebracht werden.II. Einrichtung zur Durchführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, ge kennzeichnet durch zwei wechselstrom- gespeiste und zur Durchführung des zu prüfenden Materials mit einer hohlen Achse (9) versehene Arbeitsspulen (1 und 2), sowie einer zwischen diesen ge lagerten, ebenfalls mit einer hohlen Achse (9<B>)</B> ausgerüsteten Prüfspule (4), die unmittelbar an ein Anzeigeinstru ment angeschlossen ist. Ü N TERANSPRÜCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Arbeits spulen (1 und 2) zu einer Brücken schaltung verbunden und ebenfalls an ein Anzeigeinstrument (5) angeschlossen sind. 2.Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass die Spulen (1, 2 und 4) achsial verschiebbar angeordnet sind, so dass die Empfindlichkeit der Anzeige geregelt werden kann. d. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Arbeitsspulen (1 und 2) und die Prüfspule (4) mit je einem Anzeigeinstrument geschaltet sind. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass die Arbeitsspulen (1 und 2) und die Prüfspule (4) mit einer Kathodenstrahlröhre geschaltet sind.5. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteransprüchen 1, 2 und 4, gekeni.- zeichnet durch eine Aufnahmevorrich tung zum Registrieren der auf den Schirm der Kathodenstrahlröhre sich spiegelnden Gebilde.
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