CH163356A - Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung und Verwertung von Dampf, insbesondere Hochdruckdampf. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung und Verwertung von Dampf, insbesondere Hochdruckdampf.

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CH163356A
CH163356A CH163356DA CH163356A CH 163356 A CH163356 A CH 163356A CH 163356D A CH163356D A CH 163356DA CH 163356 A CH163356 A CH 163356A
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  Verfahren und Einrichtung zur Erzeugung und     Verwertung    von Dampf,  insbesondere     Iiochdruckdampf.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Erzeugung und Verwertung von Dampf,  insbesondere Hochdruckdampf aus Wasser  oder aus andern Flüssigkeiten, beispielsweise       Quecksilber,    sowie eine Einrichtung zur  Ausführung dieses Verfahrens.  



  Das Wesen .des erfindungsgemässen Ver  fahrens besteht darin, dass man die zu ver  dampfende Flüssigkeit einem den Dampf  erzeuger bildenden, rotierenden, aus Rohr  teilen sich zusammensetzenden     Durchström-          körper    zuführt, in dessen einem Teil die  Flüssigkeit zur Verdampfung gebracht wird,  während in dem     zuflussseitigen    Teil .dessel  ben eine Verdampfung verhindert wird.  



       Zweckmässiz    wird der in dem rotieren-  
EMI0001.0008     
  
    t, <SEP> Durchströmkörper <SEP> erzeugte <SEP> Dampf <SEP> in
<tb>  <B>r</B> <SEP> mit <SEP> dem <SEP> Dampferzeuger <SEP> auf <SEP> gemein  samer <SEP> Welle <SEP> angeordneten <SEP> Turbine <SEP> oder <SEP> an  dern, <SEP> Kraftmaschine <SEP> zur <SEP> Energieerzeugung
<tb>  ausgenutzt.       Zur beispielsweisen Erläuterung des Ver  fahrens gemäss der Erfindung diene zunächst  ein     feststehendes    Rohr U-förmiger Gestalt,  wie es in -der     Fig.    1 dargestellt ist.

   Wenn in  das gezeichnete     doppelschenklige    Rohr Flüs  sigkeit eingefüllt wird, so stellt sich, solange  dieses Rohr nicht beheizt wird, die Flüssig  keit in beiden Schenkeln 1 und 2 gleich hoch  ein, und es tritt ein Ruhezustand ein. Wenn  aber der eine Schenkel 1 dieses Rohres be  heizt wird, was in der     Weise    geschehen  kann, dass der Schenkel 2 durch -eine Trenn  wand     ä    vor der     Einwirkung    heisser Gase ge  schützt wird,     wird    in dem beheizten Schen  kel 1 entweder warmes Wasser oder ein       Dampfwassergemisch    erzeugt, dessen spezi  fisches Gewicht geringer als das spezifische  Gewicht der nicht beheizten Flüssigkeit in  Schenkel 2 ist.

   Die Folge hiervon ist, dass  eine Auftriebskraft entsteht, die dem Ge  wichtsunterschied der Flüssigkeitssäulen in  den beiden Schenkeln 1 und 2 entspricht.      Im Ruhezustand des     doppelschenkligen     Rohres sind diese     Auftriebskräfte    nicht be  sonders hoch. Sie lassen sich aber erheblich  steigern, wenn erfindungsgemäss das Rohr in  Drehung versetzt wird, wodurch das     doppel-          schenklige    Rohr einer gegenüber der Erd  beschleunigung bedeutend grösseren Beschleu  nigung, nämlich der     Zentrifugalbeschleuni-          gung,    ausgesetzt wird.  



  Diese Verhältnisse sind in den     Fig.    2 und  3 veranschaulicht.  



  Gemäss     Fig.    2 tritt die zu verdampfende  Flüssigkeit aus dem hochstehenden Behälter  4 über die Stopfbüchse 5 in die rotierende  Hohlwelle 6 ein, aus der sie in .die Schenkel  2 der     U-Rohre    und von hier in die Schenkel  1 strömt, wodurch die     U-Rohre    zunächst  vollständig mit Flüssigkeit ausgefüllt wer  den können:  Werden nun die Schenkel 1 durch Gase,  die an der Trennwand 3     varbeistreichen,    be  heizt, so     entwickeln    sich in ihnen Dampf,  der verdrängt wird und die     U-Rohre    über  das linke Ende der Hohlwelle     @6    und die  Stopfbüchse -7 verlässt.  



       Fig.    3 zeigt ein weiteres Beispiel mit  zwei     doppelschenkligen    Rohren. Auch hier  tritt die Flüssigkeit aus dem Behälter 4 über  die     Stopfbüchse    5 in den Hohlteil der Welle  6, die gedreht wird, ein und strömt von hier  in den Schenkel 2 der     doppelschenkligen     Rohre. Durch Gase, die die Schenkel 8 be  heizen, von den     Schenkeln    2 aber durch die  Trennwand 3 ferngehalten werden, wird irr  ,den Schenkeln 8 Dampf erzeugt, der     ver-          .drängt        wird    und in den Sammler 9 strömt,  um die Anlage über Leitung 10 zu verlassen.  



  Im praktischen Betrieb würden natürlich  zwei     bezw.        doppelschenklige    Rohre, wie es  die     Fig.    2 und 3 zeigen, nicht genügend  Dampf liefern können. Diese     Abbildungen     sollen auch nur zeigen, dass es prinzipiell  möglich ist, das erfindungsgemässe Verfah  ren mit drehenden,     doppelschenkligen    Roh  ren     bezw.    Rohrsystemen der verschiedenarti  gen Ausführungsformen durchzuführen.

   Bei  Rohranordnungen nach     Fig.    1 und 2 muss  dabei dafür Sorge getragen werden, dass bei    der Strömung der Flüssigkeit bis an den  Umfang des     doppelschenkligen    Drehkörpers  keine Dampfbildung auftritt und erst eine  Verdampfung in dem zweiten Schenkel ein  setzt, in dem eine     Strömung    vom Umfang  zur Mitte des Drehkörpers erfolgt.  



       Ausführungsformen    des Erfindungsgegen  standes     bezw.    von Dampferzeugern, wie sie  für den praktischen Betrieb in Frage kom  men, sind in den     Fig.    4 bis 8 dargestellt.  Es zeigen:       Fig.    4 einen Längsschnitt durch     einerr     drehenden Dampferzeuger,       Fig.    5 einen     Querschnitt    hierzu,       Fig.    6 eine Anlage mit Dampferzeuger  und einer auf gleicher Welle angeordneten  Turbine,       Fig.    7 die Verbindung einer Dampfkraft  anlage nach     Fig.    6 mit einem weiteren Kes  sel 1,

         Fig.    8 einen andern Dampferzeuger mit  hochliegendem     Abscheidebehälter,          Fig.    9 eine weitere Ausführungsform  eines Dampferzeugers,       Fig.    10 einen     Querschnitt    hierzu.  



  Wie aus den     Fig.    4 und 5 hervorgeht, ist  auf der Welle 6 ein Rohrsystem 1, 2 an  geordnet, das durch die Drehung der zum  \feil hohlen Welle 6 ebenfalls in Drehung  versetzt wird. Das zu verdampfende Wasser  oder eine andere Flüssigkeit tritt aus dem  hochstehenden Behälter 4 über die Stopf  büchse 5 in das rechte Ende der Welle 6  ein und strömt von hier in     -die    Rohre     bezw.     Schenkel 2 des drehenden Rohrsystems 1, 2.  Durch Verteilungsrohre 11 wird die Flüssig  keit in die Rohre 1 geleitet, strömt dann von  hier durch die Verbindungsrohre 12 über das  Rohrsystem 13 in den linken Teil der hier  hohlen Welle 6, um die Anlage über     dio          ,Stopfbüchse    7 zu verlassen.

   So lange den  Rohren keine Wärme zugeführt wird, wer  den sich diese Rohre nach dem Gesetz der  kommunizierenden Röhren ebenfalls mit  Wasser füllen. Beheizt man jedoch die Rohre  1 beispielsweise dadurch, dass Rauchgas in  der Pfeilrichtung durch .das rotierende Sy  stem gefördert werden, so wird der entste-           hende    Dampf aus den Rohren 1 verdrängt  und strömt über das linke Ende der Welle 6       irgendeiner    Verwendungsstelle zu.

   Durch  geeignete Konstruktionsmassnahmen, gege  benenfalls durch Anordnung von Trennwän  den zwischen den Rohren 2 einerseits und  den Rohren 1 anderseits, oder durch Anord  nung der Rohre 2 in einem derartigen Tem  peraturniveau des Heizmediums, dass eine  Dampfbildung bei dem jeweiligen Druck in  den Rohren 2 nicht möglich ist, muss dafür  Sorge getragen werden, dass in den Rohren 2  keine Dampfbildung     .stattfinden    kann.    Wird nun dem erzeugten Dampf ein  Widerstand entgegengesetzt, beispielsweise  durch ein Drosselventil oder eine.

   Arbeits  maschine, so erhöht sich die Spannung .dieses  Dampfes, und der Dampf verdrängt jetzt das  Wasser in den beheizten Rohren 1.     Wenn     das ganze Wasser aus den Rohren 1 ver  drängt werden soll, kann die hierzu     erfor-          derliehe    Dampfspannung berechnet werden.  Sie mass gleich sein dem     Unterschied    des  Druckes durch die Schleuderwirkung des  Wassers in den Rohren 2 und des Druckes  durch die Schleuderwirkung des Dampfes in  den Rohren 1, wenn man den statischen  Druck des zufliessenden Wassers vernach  lässigt.  



  Setzt man das     spezifische    Gewicht des  Wassers gleich 1 und das spezifische Ge  wicht des Dampfes gleich 0,1, den Durch  messer des Rotationskörpers gleich 0,9 m und  die     minutliche    Umdrehungszahl 4000, so be  rechnet sich der Druck .durch die Schleuder  wirkung des Wassers zu 178 kg/cm'. Der  Druck durch die Schleuderwirkung des  Dampfes beträgt 17,8     kg/cm\.    Sieht man von  der Reibung in den Rohren ab, könnte bei  den angenommenen Verhältnissen dement  sprechend Dampf mit einem Druck von rund  160     kblcm=    .erzeugt werden.  



  Ein wesentlicher Vorteil des beschrie  benen Verfahrens besteht darin, dass der       Wasserdruck    in dem Kessel selbst erzeugt       wird.    Hieraus folgt, dass die Wasserzulei  tung nur unter einem sehr geringen Zulei-         tungsdruck    zu stehen braucht, und alle zu  laufseitigen Verbindungen,     wie    Stopfbüchsen  und andere Armaturen, nicht für hohen  Druck gebaut zu sein brauchen, wie dies bei  den zurzeit üblichen     Hochdruckdampferzen-          gern    .durchwegs der Fall ist.  



  Die Ableitung des Dampfes erfolgt durch  Verbindungsrohre 12 und den     Überhitzer    13,  in dem der Dampf getrocknet und überhitzt  wird.  



  Die     Fig.    6 zeigt eine Anlage, bei der der  Dampferzeuger und eine Kraftmaschine in  ,der Weise miteinander gekuppelt sind,  dass ein zusammenhängendes Aggregat ent  steht, in dem Dampf erzeugt wird, der  zwecks Energieerzeugung entspannt wird.  Der entspannte Dampf wird in einem Kon  densator niedergeschlagen oder je nach dem  Druck des entspannten Dampfes in eine Nie  derdruckturbine geleitet oder zu Wärme  zwecken benutzt. Die     .dargestellte    Bauart  der Dampfkraftanlage gibt nicht nur die       h.Töglichkeit,    sämtliche Verbindungsleitungen  mit ihren Armaturen zwischen dem Dampf  erzeuger und der Kraftmaschine in Fortfall  kommen zu lassen.

   Darüber hinaus wird der  Platzbedarf der Gesamtanlage bedeutend ge  ringer als bei den zurzeit bekannten An  lagen, was eine     nennenswerte    Erniedrigung  der Anlage- und Betriebskosten zur Folge  hat.  



  Durch das rotierende Rohrsystem wird  die Möglichkeit geschaffen, den überwiegen  den Teil des in den- Heizgasen enthaltenen  Staubes abzuscheiden, so dass ein praktisch  staubfreies Abgas die Anlage verlässt.  



  Wie aus der     Fig.    6 hervorgeht, ist rechts  der rotierende Dampferzeuger und links die  Turbine angeordnet. Die zu verdampfende  Flüssigkeit tritt aus dem hochstehenden Be  hälter 4 über das Ventil 14 und die Stopf  büchse 5 in die Hohlwelle 6 des Dampf  erzeugers ein. Vor hier strömt sie dann vor  der rechts äusseren Zwischenwand in der  Hohlwelle über die Rohre 2 in die Verteiler  rohre 11, und von hier in die Rohre 1, in  denen Dampf erzeugt wird. Durch den Un  terschied .der Schleuderwirkung von Wasser      und Dampf     bezw.        Dampfwassergemisch    in  den Rohren 2 und 1 kann eine erhebliche  Drucksteigerung erreicht werden.

   Der in  dem Rohrsystem 1 erzeugte Dampf strömt  durch die Welle 6 in die     Überhitzerrohre    13,  in denen er     äuf    die gewünschte Temperatur  erhitzt wird. Von hier strömt er in die  Dampfturbine 15.  



  Es ist vorteilhaft, den Dampf von der  Mitte der Turbine aus entweder in     achsialer     oder radialer Richtung     .expandieren    zu las  sen, da dann alle unter hohem Druck stehen  .den Stopfbüchsen oder sonstige Verbindungs  stellen in Fortfall kommen können.  



  Die Drehzahlregulierung erfolgt durch       Änderung    der zugeführten Wärmemenge,  das heisst -der Brennstoffmenge. Dies könnte  gemäss     Fig.    6 in der Weise erfolgen, dass der  Drehzahlregler den Brenner 16 steuern  würde. Würde eine Rostfeuerung angeord  net sein, so könnte der Drehzahlregler auch  direkt den Rost und die zugeführte Brenn  stoffmenge steuern.  



  Eine Regulierung der in den Dampf  erzeuger gelangenden Flüssigkeitsmenge  kann am zweckmässigsten in Abhängigkeit  von der Temperatur des erzeugten Dampfes       .erfolgen.    Aus praktischen Gründen ist es  jedoch zweckmässig, den Dampf nach Ein  tritt in die     Dampfverwertungsvorrichtung,     zum Beispiel nach seiner Entspannung in  dem ersten Laufkranz, auf den Temperatur  regler einwirken zu lassen, da     hierdurch     etwaige Einbauten in der Welle des Aggre  gates überflüssig werden.  



       Fig.    6 zeigt eine solche Regelmöglich  keit. Zu diesem Zwecke wird ein Thermostat  17 eingebaut, der das Regelventil 14 steuert.  Dieser Thermostat wird in .der Weise be  tätigt, dass bei zu hoher     Dampftemperatur     in dieser Turbinenkammer das Regelventil  14 geöffnet wird, so dass dann mehr Flüssig  keit     in,den    Dampferzeuger eintritt, während  bei zu niedriger     Dampftemperatur    in der  genannten Turbinenkammer das Regelventil  gedrosselt wird, so dass dann weniger Flüs  sigkeit in den Dampferzeuger eintritt, die    Temperatur .des überhitzten Dampfes mithin  steigt.  



  Da die     Dampfkraftanlage    mittelst     frem-          .der    Energiequellen in Betrieb genommen  werden muss, kann ein besonderer Anlasser  vorgesehen werden, der den Dampferzeuger  bei der Inbetriebnahme des Aggregates in  Drehung versetzt. Dadurch steigt der Druck  des bereits erzeugten Dampfes stark an, so  dass dann die Turbine durch diesen Dampf  betrieben und der Anlasser ausgeschaltet  werden kann.  



  Es ist aber auch möglich, Fremddampf  zu benutzen, der durch eine Leitung 18 in  die erste Turbinenkammer eingeleitet wird.       1'n    diesem Falle ist es dann allerdings not  wendig,     .ein        Rückschlagventil    19 vorzusehen,  das ein Entweichen des     Dampfes    durch die  Hohlwelle 6 und den Dampferzeuger verhin  dert.

       Sobald    aber der Dampf in dem Dampf  erzeuger einen höheren Druck annimmt, öff  net sich     das        Rückschlagventil    19, zum Bei  spiel in Form einer Klappe, selbsttätig, so  .dass der in dem Dampferzeuger erzeugte  Dampf nunmehr über die Hohlwelle 6     und     den     Überhitzer    13 in die Turbine 15 strömt  und diese antreibt.  



  Es braucht wohl kaum besonders darauf  hingewiesen zu werden,     dass    die erfindungs  gemässe Dampfkraftanlage weder auf orts  feste Anlagen, noch auf die Verdampfung  von Wasser allein beschränkt ist. Ebenso  gut kann sie bei Kraftfahrzeugen aller Art  Verwendung finden.

   Vorzüglich geeignet ist  sie für die Verdampfung von Quecksilber, da  es bei     Quecksilberdampfanlagen    infolge des  hohen Preises des Quecksilbers und der er  heblichen gesundheitlichen Schäden, die in  folge undichter Verbindungsstellen .durch  das Ausströmen von     Quecksilberdämpfen     hervorgerufen werden, auf einen Dampf  erzeuger mit geringstem Flüssigkeitsinhalt  und auf grösstmögliche Verringerung der  Verbindungsstellen ankommt, was bei der       erfindungsgemässen    Dampfkraftanlage in  hohem Masse erreicht werden kann.  



       Fig.    7 zeigt beispielsweise, wie in weite  rer Ausbildung des Erfindungsgegenstandes      die vorstehend beschriebene     Primär-Dampf-          kraftanlage    mit einer feststehenden gewöhn  lichen Kesselanlage gekuppelt werden kann.  Im Ausführungsbeispiel ist ein Steilrohr  kessel mit     Wanderrostfeuerung    gezeigt.  Ebensogut kann aber auch ein     Sektional-          kessel,    ein bereits vorhandener     Flammrohr-          kesscl    oder jeder andere Kessel mit jeder  beliebigen Feuerung Verwendung finden.  



  Wie aus der     Fig.    7 hervorgeht, treten  die Abgase aus der gemeinsamen Brennkam  iner 20 über die Leitung 21 in den rotieren  den Dampferzeuger 22 ein, um ihn über die  Leitung 23 zu verlassen, worauf sie dann  durch das Rohrbündel des     Steilrohrkessels     27 abströmen und hierbei ihre Wärme zur       Vorwärmung    der im     Steilrohrkessel    enthal  tenen Flüssigkeit abgeben.  



  Der im rotierenden Dampferzeuger 22  entstehende Dampf gelangt dann in die dem  Dampferzeuger 22 auf derselben Welle an  geordnete Kraftmaschine 15 und wird hier  mehr oder weniger weit entspannt.  



  Der entspannte Dampf verlässt nun die  Kraftmaschine 15 über die Leitung 24 und  strömt durch das in der Obertrommel des       Steilrohrkessels    befindliche Schlangenrohr  bündel 25, wo er kondensiert. Das Konden  sat fliesst über die Leitung 26 dem rotieren  den Dampferzeuger 22 wieder zu, wo es ver  dampft wird, um den beschriebenen Kreislauf  von neuem wieder zu beginnen.  



  Der Druck des die Kraftmaschine 15 ver  lassenden Primärdampfes richtet sich bei       Wasserdampfbetrieb    nach der Spannung     _des     Sekundärdampfes in dem     Steilrohrkessel    27.  Im allgemeinen ist es hierbei zweckmässig,  den Druck des     .die    Kraftmaschine 15 verlas  senden Dampfes höher zu wählen als der  Druck des Sekundärdampfes sein soll, da  man in diesem Falle besonders günstige       Wärmeübertragungsverhältnisse    und sehr  einfache bauliche Möglichkeiten erhält.

   Im  uterhin richten sich diese Verhältnisse nach  den Stoffen, die zur Verdampfung kommen,       das    heisst die Verhältnisse können verschie  den     sein,    je nachdem Einstoff-, Zweistoff-    oder     Mehrstoffsysteme    in Frage kommen.  Hiernach richtet sich auch die Spanne zwi  schen dem Druck des Primärdampfes einer  seits und .des Sekundärdampfes anderseits,  da die Spannung des Primärdampfes in der  Obertrommel des     Steilrohrkessels    27 so hoch  sein soll,     .dass    ein Wärmegefälle zwischen  dem kondensierenden Primärdampf und dem  erzeugten     Sekundärsattdampf    besteht.  



  Besonders vorteilhaft wirkt sich die  Kupplung .der Primär- und Sekundäranlage  beim     Quecksilberdampfbetrieb    aus. Bekannt  lich liegen beim     Quecksilberdampfbetrieb     die Temperaturen des     Quecksilberdaml@fes     auch bei weitgehender Entspannung noch so  hoch, dass eine     Wasserdampfanlage    nach  geschaltet werden muss. In einem solchen  Falle würde in der Dampfkraftanlage 22, 15  Quecksilberdampf erzeugt und entspannt,  .der dann in der Kesselanlage 27 infolge sei  ner Kondensation und Abkühlung Sekun  därwasserdampf erzeugen würde.  



  Der erzeugte Sekundärdampf kann dann  in einer Kraftmaschine 18 ausgenutzt wer  den, die entweder mit der Kraftmaschine 15  gekuppelt ist oder getrennt aufgestellt wird.  Das ganze Aggregat kann zum Antrieb eines  Generators 29 dienen, .oder .es kann seine Ar  beitsenergie auf andere Weise ausgenutzt  werden. Soll kein     Sekundärnutzdampf,    son  dern nur Heisswasser erzeugt werden, lässt  sich .die Anlage bei sinngemässer Wahl der  Betriebsverhältnisse auch hierzu verwenden.  



  Es ist jedoch nicht immer erforderlich,  den Dampferzeuger so zu betreiben, dass eine  restlose Verdampfung der Flüssigkeit und  eine Trocknung, sowie Überhitzung des  Dampfes erfolgt. Der durch Schleuderwir  kung erreichbare Druck kann vielmehr eben  falls dazu dienen, um einen Umlauf durch  ,das Rohrsystem zu erzeugen.  



       Fig.    8 zeigt die Verwirklichung dieses  Gedankens in beispielsweiser Ausführungs  form. Wie aus dieser Figur hervorgeht,  läuft .die zu verdampfende Flüssigkeit dem  rotierenden Dampferzeuger aus dem hoch  stehenden Behälter 4 über die Leitung 30 zu.      Im Dampferzeuger selbst wird dann ein       Dampfwassergemisch    erzeugt, das den  Dampferzeuger über die Stopfbüchse 7 ver  lässt und ,durch die Leitung 31 dem Hoch  behälter 4 zugeführt wird. In diesem Behäl  ter findet eine Trennung zwischen Flüssig  keit und Dampf statt.

   Der abgeschiedene  Dampf verlässt den Hochbehälter 4 über die  Leitung 32, um irgend einer Verwendungs  stelle zugeführt zu werden, während die  nicht verdampfte Flüssigkeit über die Lei  tung 30 dem Dampferzeuger wieder zu  geführt wird, um den beschriebenen Kreis  lauf von neuem zu beginnen. .  



  Der     Dampferzeuger    besitzt in diesem  Fall keine     Überhitzerschlange    13, wie sie in       Fig.    4 dargestellt ist.  



  Gegenüber     Fig.    4 unterscheidet sich auch       Fig.    8 noch insofern, als der in ,den Rohren  1 erzeugte Dampf nicht .durch auf der Welle  6 angeordnete     Sammelrohre    12,     .sondern    di  rekt durch die Hohlwelle ss abgeführt     wird.     



  Ein weiterer Dampferzeuger ist in den       h'ig.    9 und 10 .dargestellt. Die zu verdamp  fende Flüssigkeit tritt aus einem hochstehen  den Behälter in das Rohrsystem 2 ein und  strömt dann über -die Verteilerrohre 11 in  die     Verdampferrohre    1. Diese Rohre     ,sind     um die Achse des Dampferzeugers schrau  benförmig versetzt angeordnet, derart,     dass     bei der Drehung des Dampferzeugers gleich  zeitig eine     Ventilatorwirkung    hervorgerufen  wird, die das Absaugen der Abgase aus dein  Kanal 33, ihre Förderung durch den Dampf  erzeuger und     ihrs    Abführung durch den  Stutzen 35 bewirkt.  



  Der den rotierenden Dampferzeuger um  gebende Mantel 34 kann mit Fangtaschen  oder dergleichen versehen sein, in denen die  durch die Rotation     ausgeschleuderten    Be  standteile der Heizgase aufgefangen und ab  geleitet werden.  



  Aus den vorstehenden Ausführungen geht  hervor, dass das erfindungsgemässe Verfah  ren in allen Fällen angewendet werden kann,  wo aus Wasser oder andern Flüssigkeiten,  beispielsweise Quecksilber, Dampf erzeugt    werden soll, der zu Kraft-     bezw.    Heizungs  zwecken dienen soll.     Infolge    der leichten  und raumsparenden Bauart der erfindungs  gemässen Einrichtung kann sie nicht nur im  Land- und     Schiffskesselbau,    sondern auch  bei Fahrzeugen aller Art, beispielsweise  Kraftwagen, Lokomotiven oder Flugzeugen,  Verwendung finden.

Claims (1)

  1. PATEN TAN SPRüCHE I. Verfahren zur Erzeugung und Verwer tung von Dampf, insbesondere Hoch druckdampf, dadurch gekennzeichnet, dass man die zu verdampfende Flüssig keit einem den Dampferzeuger bilden den, rotierenden, aus Rohrteilen sich zu sammensetzenden Durchströmkörper zu führt, in dessen einem Teil die Flüssig keit zur Verdampfung gebracht wird, während in dem zuflussseitigen Teil des selben eine Verdampfung verhindert wird.
    11. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens gemäss Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch einen, aus Rohrteilen sich zusammensetzenden, von der Flüssigkeit bezw. .dem Dampf durchströmten, rotie renden Dampferzeuger, der derart der Wirkung eines Heizmittels ausgesetzt ist, dass in .dem zuflussseitigen Teil des Dampferzeugers eine Verdampfung hint angehalten ist und erst im abflussseitigen Teil desselben Dampf erzeugt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die zu ver dampfende Flüssigkeit durch Schleuder wirkung ohne zusätzliche Speisepumpe auf .den gewünschten Dampfdruck ge bracht wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Tempera tur des erzeugten Dampfes mittelst eines Thermostaten und eines damit verbun denen Ventils ,durch die einströmende Flüssigkeitsmenge geregelt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der durch die Schleuderwirkung erzeugte Druck eine Flüssigkeitsdampf gemischumwäl- zung von einem Behälter (4) über den drehenden Dampferzeuger zu dem Be hälter (4) zurückbewirkt. 4. Einrichtung nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch eine Kraftmaschine zur Ausnutzung des erzeugten Dampfes, die auf derselben Welle wie der Dampf erzeuger angeordnet ist. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet. dass die Rohr teile des Durchströmkörpers mindestens ein U-förmiges Rohr bilden. 6. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, frekennzeichnet durch auf einer teilweise hohlen Welle des Dampferzeugers an geordnete Sammelrohre (12), durch wel che der Dampf abzieht. 7. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Dampf erzeuger auf einer Hohlwelle montiert ist, durch die der Dampf abzieht. B.
    Einrichtung nach Patentanspruch 11 und Unteranspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, dass zur Trocknung und Über hitzung des Dampfes ein mit einem hin tern hohlen Teil der genannten Welle (6) und den Sammelrohren (12) in Ver bindung stehender, sich ebenfalls drehen der Überhitzer (13) vorgesehen ist. ;i. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch radial auf dersel ben Welle angeordnete Überhitzerele- mente, durch welche der im Durchström- körper erzeugte Dampf geleitet wird. 10.
    Einrichtung nach Patentanspruch 11, mit Dampfturbine, die mit dem Dampf erzeuger gekuppelt ist, gekennzeichnet durch Mittel, um die Dampftemperatur regelung in der Turbine durch Regelung der dein Dampferzeuger zugeführten Speiseflüssigkeitsmenge in Abhängig keit von der Dampftemperatur erfolgen zu lassen. 11. Einrichtung nach Patentanspruch Il. dadurch gekennzeichnet, dass die auf ein zelne um .die Welle angeordnete Ele mente verteilte Flüssigkeit bezw. der er zeugte Dampf zwischen Zu- und Ab flussseite des Dampferzeugers im glei chen Strömungssinne durch die von den Heizgasen mehr oder weniger gleichlau fend zur Welle durchströmten Heizele mente zu einer Kraftmaschine geleitet wird.
    12. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 11, dadurch gekenn zeichnet, dass die zu verdampfende Flüs sigkeit bezw. der erzeugte Dampf in Gesamtheit im Gegenstrom zu den Heiz gasen die Heizelemente durchströmt. 13. Einrichtung nach Patentanspruch<B>11</B> und Unteranspruch 10, dadurch gekenn zeichnet, da.ss -der Dampf von der Mitte der Turbine aus in achsialer Richtung expandiert. 14. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 10, dadurch gekenn zeichnet, dass der Dampf von der Mitte der Turbine aus in radialer Richtung expandiert. 15.
    Einrichtung nach Patentanspruch I1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dreh zahlregelung des Dampferzeugers durch Regelung der zugeführten Wärmemenge in Abhängigkeit von der Drehzahl er folgt. 16. Einrichtung nach Patentanspruch IL, dadurch gekennzeichnet, dass die In betriebnahme des Dampferzeugers durch einen Anlasser erfolgt. 17. Einrichtung nach Patentanspruch Il und Unteranspruch 10, dadurch gekenn zeichnet, dass deren Inbetriebnahme durch Fremddampf erfolgt, der durch das Turbinengehäuse in die Turbine ein geleitet wird. 18.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, mit einem rotierenden Dampferzeuger (22) und einer damit gekuppelten Dampfturbine (15), dadurch gekenn zeichnet, dass das rotierende Kraftaggre- gat (22, 15) mit einer feststehenden Kesselanlage (27) in der Weise gekup pelt ist, dass der durch die Heizgase der gemeinsamen Feuerung (20) in dem ro tierenden Dampferzeuger (22) erzeugte Dampf nach seiner Entspannung. in der Dampfturbine (15) zur Erwärmung bezw. zur Verdampfung von Flüssigkeit in der feststehenden Kesselanlage (27) dient. 19.
    Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 18, dadurch gekenn zeichnet, dass der in der feststehenden Kesselanlage (27) erzeugte Dampf zum - Betrieb einer mit dem Kraftaggregat (22, 15) gekuppelten Kraftmaschine (28) dient. 20. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 18, dadurch gekenn zeichnet, dass in .dem rotierenden Dampf- erzeuger (22) und der feststehenden Kesselanlage (27) verschiedenartige Flüs sigkeiten verdampft bezw. erwärmt wer den. 21.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver- dampferrohre des Dampferzeugers der art zueinander liegen, dass bei Drehung des letzteren eine Ventilatorwirkung her vorgerufen wird. 22. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass .ein den Dampferzeuger umgebender Mantel Ab zugstaschen trägt, durch die der infolge der Schleuderwirkung des drehenden Dampferzeugers aus den Abgasen ab geschiedene Flugstaub entfernt wird.
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