CH163383A - Zur Durchleuchtung und zur Herstellung von Aufnahmen eingerichtete Röntgenanlage. - Google Patents

Zur Durchleuchtung und zur Herstellung von Aufnahmen eingerichtete Röntgenanlage.

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CH163383A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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    • H05G1/00X-ray apparatus involving X-ray tubes; Circuits therefor
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Description


  Zur Durchleuchtung und zur Herstellung von Aufnahmen eingerichtete     Röntgenanlage.       Die Erfindung betrifft eine sowohl für  Durchleuchtung, als für die Herstellung von  Aufnahmen geeignete Röntgenanlage. Be  kannte Anlagen für diesen Zweck     enthalten     in der Regel eine Vorrichtung, um eine  Röntgenröhre mit verschiedenen Energien  zu belasten, damit bei der Aufnahme mit  einer stärkeren Strahlenenergie gearbeitet  werden kann, als sie bei der Durchleuchtung  nötig ist. Die Röhre wird meistens beweg  lich angeordnet, um eine genaue Einstellung  der Strahlenquelle gegenüber dem Objekt  zu ermöglichen.  



  Die Erfindung betrifft nun eine Anlage,  bei der die Erkenntnis ausgenutzt wird, dass  die an eine Durchleuchtungseinrichtung zu  stellenden . Anforderungen von denjenigen,  die beim Herstellen von Aufnahmen zu er  füllen sind, in verschiedener Hinsicht ver  schieden sind. Nicht nur, dass man für den  letztgenannten Zweck, schon um die Auf  nahmedauer herabzusetzen, gerne eine stär  kere Strahlung als für die Durchleuchtung    anwendet, sondern es ist auch mit Rücksicht  auf die Bildschärfe günstig, beim Her  stellen der Aufnahme den Abstand zwi  schen der Röhre und dem Objekt und da  her auch von der lichtempfindlichen Schicht  grösser zu wählen als bei der unmittelbaren  Beobachtung.

   Bei dieser kommt es auf die  Bildschärfe weniger an, da man in diesem  Falle meist in erster Linie darauf ausgeht,  festzustellen, von welchen Teilen des Ob  jektes eine Aufnahme hergestellt werden  muss.    Die Röntgenanlage gemäss der Erfindung  enthält wenigstens zwei Röntgenröhren.  Eine dieser Röhren dient nur zum Her  stellen der Aufnahmen. Sie braucht nicht  beweglich angeordnet zu sein und ist nach  stehend als "Aufnahmeröhre" bezeichnet.  Eine zweite Röhre dient dagegen nur als  Durchleuchtungsröhre. Sie ist beweglich an  geordnet und befindet sich in geringerer  Entfernung vom Objektraum, das heisst von      der vom Objekt einzunehmenden Stelle, als  die Aufnahmeröhre.  



  Beim Gebrauch des Gerätes wendet man  zweckmässig folgendes Verfahren an: Die  Durchleuchtungsröhre     wird    eingeschaltet und  das zu     behandelnde    Objekt in dem Bereich  des Strahlenbündels dieser Röhre angeord  net. Indem man nun die Durchleuchtungs  röhre -in einer zum Bildschirm parallelen  Ebene bewegt, sucht man den Teil des Ob  jektes, von dem man eine detaillierte Rönt  genphotographie aufnehmen will. Die Auf  nahme wird     dann    mittelst der in grösserem  Abstand angeordneten Aufnahmeröhre her  gestellt.  



  Ist die Aufnahmeröhre unbeweglich an  geordnet, so dass der Strahlenkegel die Bild  fläche nur innerhalb einer unveränderlichen       Einrahmung    trifft, so ist es in der Regel er  wünscht, das Objekt zu verschieben, bis die  zu durchstrahlenden Teile hinter dieser Ein  rahmung zu liegen kommen. Man kann eine  richtige Einstellung in der Weise erhalten,  dass man bei eingeschalteter Beobachtungs  röhre das Objekt und infolgedessen dass       Röntgendurchleuchtungsbild    so weit ver  schiebt, bis der zu photographierende Teil in  den den Strahlen der Aufnahmeröhre zu  gänglichen Kreis fällt.

   Um zu verhüten,  dass ein übergrosser Projektionsschirm nötig  ist, kann dieser Schirm mit der Durch  leuchtungsröhre mechanisch verbunden sein,  so dass er den     Bewegungen    dieser Röhre  folgt.  



  Das Objekt     läss't    sich in einfacher Weise  in die     richtige        Stellung    in bezug zu den  Strahlen bringen, wenn die Anlage mit einem  gegebenenfalls durch mechanische Kraft be  wegbaren Traggerät versehen ist, durch des  sen Verschiebung die gewünschte Einstel  lung erreicht wird. Handelt es sich, wie dies  in der Regel der Fall sein wird, um ein  Gerät für die     Durchstrahlung    von Personen,  so     kann    zu diesem Zweck zum Beispiel eine  hydraulische Hebevorrichtung verwendet wer  den. Hierdurch kann ein Heben bis in eine  beliebige Höhenlage ohne Kraftanstrengung  erhalten werden, so dass eine genauere Ein-         stellung    in senkrechter Richtung möglich ist.

    In     wagrechter    Richtung wird die     Einstellung     in der Regel keine Schwierigkeiten     bereiten,     obgleich auch     hierfür    erforderlichenfalls eine  mechanische Vorrichtung verwendet     werden     kann. Die Durchleuchtungsröhre braucht  sich, auch dank der Tatsache, dass sie sich  dicht hinter dem Objekt     befinden    kann, nicht  für eine so grosse Leistung zu eignen wie  die Aufnahmeröhre. Für kurzdauernde<B>Auf-</B>  nahmen kann man sehr vorteilhaft eine Dreh  anodenröhre verwenden.

   Für die Durchleuch  tung, die mit weniger Energie erfolgt,  aber bedeutend länger dauert, kann dagegen  besser     eine    Röhre für geringere Leistung ver  wendet werden, deren Anode zweckmässig  mit einer Kühlvorrichtung ausgestattet ist.  



  Behufs einer einfachen Bedienung der  Anlage kann gegebenenfalls mindestens ein  Schalter, der dem     Hauptstromkreis,,        bezw.     einem Hilfsstromkreis der Aufnahmeröhre  angehört, mit der Vorrichtung zum Bewegen  der Durchleuchtungsröhre gekoppelt sein,  und zwar in solcher Weise, dass er die zur  Betätigung der Aufnahmeröhre nötige Stel  lung einnehmen,     beziehungsweise    nur dann  in diese Stellung gebracht werden kann,  wenn erstgenannte Röhre die Ruhestellung  einnimmt.

   Unter der Ruhestellung der  Durchleuchtungsröhre wird die Stellung ver  standen, welche diese normal     einnimmt,          wenn    die Aufnahme hergestellt wird,     und     in der sie sich somit ausserhalb des Strahlen  kegels der Aufnahmeröhre befindet.  



  Wird der oben in Frage kommende Schal  ter, beziehungsweise ein System von Schal  tern durch die Bewegungsvorrichtung der  Durchleuchtungsröhre selbst in die Stellung  gebracht, bei der die Aufnahmeröhre     in          Tätigkeit    gesetzt wird, so erfolgt die Her  stellung der Aufnahme selbsttätig dadurch,  dass nach der     Beobachtung    die Durchleuch  tungsröhre auf die Seite geschoben wird. Ist  die Einrichtung derart getroffen, dass infolge  der seitlichen Verschiebung der Beobach  tungsröhre nur die Möglichkeit gegeben wird,  die Aufnahmeröhre einzuschalten, so ist      zweckmässig eine Sicherung vorhanden, die  verhütet, dass das Einschalten der Aufnahme  röhre zu früh erfolgt und infolgedessen die  Aufnahme     misslingt.     



  Ein Schalter, wie der hier in Frage kom  mende, kann zum Beispiel einen Teil des       Cllühstromkreises    der Kathode der Auf  nahmeröhre bilden. Ausserdem kann der  Schalter dem Stromkreis angehören, der  dazu dient, falls eine     Drehanodenröhre    als  Aufnahmeröhre verwendet wird, die Anode  in Umdrehung zu versetzen, oder es kann  in diesem Falle auch ein zweiter, in gleicher  Weise von der Stellung der Durchleuch  tungsröhre abhängiger Schalter zum Ein  schalten des letztgenannten Stromes vorhan  den sein.  



  Besonders vorteilhaft ist die Röntgen  anlage gemäss der Erfindung im Falle, wo  die Energie zum Herstellen einer Röntgen  aufnahme einem zuvor bis zu einer genügend  hohen Spannung aufgeladenen Kondensator       entnommen    wird. In diesem Falle kann ein  Hochspannungstransformator, der den Lade  strom für den Kondensator liefert, gleich  zeitig die Durchleuchtungsröhre speisen.  Letztgenannte Röhre kann in den Ladestrom  kreis des Kondensators eingefügt sein.

   Da  jedoch bei zunehmender Spannung des     Kon-          densators    der Ladestrom abnimmt und die  Durchleuchtungsröhre also nur während  einer beschränkten Zeit zum Aussenden von  Strahlen betrieben werden könnte, ist es  empfehlenswert, in diesem Fall einen Schal  ter, gegebenenfalls mit einem in Reihe mit  ihm gelegten Begrenzungswiderstand, der  Anlage hinzuzufügen, mit dessen Hilfe der  Kondensator überbrückt werden kann. Um  den Kondensator zu laden, wird dieser Ne  benschlussstromkreis geöffnet und die An  lage kann     gewünschtenfalls    derart eingerich  tet sein, dass dies gleichfalls durch das Ver  schieben der Durchleuchtungsröhre in die  Ruhestellung erfolgt oder nur möglich ist,  wenn die Röhre diese Stellung einnimmt.  



  Es kann nun eine     Vorrichtung    angewen  det werden, durch welche die Spannung zum  Speisen des Ladestromkreises des Kondensa-         tors    beim Einschalten des die Aufnahmeröhre  durchfliessenden Stromes abgeschaltet wird.  Dadurch,     dass    man eine solche Vorrichtung  in Tätigkeit setzt, kann man hier, nachdem  infolge des     Beiseiteschiebens    der Durchleuch  tungsröhre das Laden des     Kondensators    be  gonnen hat, die Aufnahme herstellen.

   Der       Nebenschlussschalter,    der den Kondensator  überbrückt, darf jedoch, wenn er durch einen  Hilfsstrom in offener Stellung gehalten     wird     und sich bei Unterbrechung dieses Stromes  schliesst, seine Erregung nicht schon beim  Abschalten der Speisespannung des Lade  stromkreises verlieren, weil andernfalls eine  Entladung über diesen Schalter auftreten  würde. Man kann deshalb zum Bedienen die  ses Schalters ein Relais     benutzen,    das von  der dem geöffneten     Nebenschlussschalter    ent  sprechenden Stellung mit Verzögerung in die  andere Stellung kommt.  



  Über ein ähnliches oder ein gleiches Re  lais kann auch der Glühstrom für die Ka  thode der Aufnahmeröhre und der     Strom,     durch den die Anode in Umdrehung versetzt  wird, geführt werden. Dabei muss der Schal  ter, der zum Unterbrechen des Primärstromes  des Speisetransformators, also des Ladestro  mes des Kondensators, dient, ausserhalb des  durch das mit Verzögerung arbeitende Re  lais zu unterbrechenden Stromkreises liegen,  andernfalls würde ja dieser Stromkreis hier  durch gleichzeitig unterbrochen.  



  Es kann ferner ein     Sicherheitsschalter     vorhanden sein, der verhütet, dass der Trans  formator ausgeschaltet und dabei die Auf  nahmeröhre eingeschaltet wird, solange sich  die Durchleuchtungsröhre nicht in der Ruhe  stellung befindet.  



  Die Zeichnung veranschaulicht eine Aus  führungsform des Erfindungsgegenstandes  beispielsweise.  



       Fig.    1 ist eine     Seitenansicht    einer An  lage gemäss der Erfindung, aus der die An  ordnung der verschiedenen Teile ersichtlich  ist;       Fig.    2 ist das Schaltbild dieser     Anlage.     Die Röntgenanlage nach     Fig.    1 enthält  zwei     Röntgenröhren    1 und 3. Die Aufnahme-      röhre 1 ist dabei im Rahmen 2 unbeweglich  befestigt und besitzt eine im Betrieb um  laufende Anode. Die     Durchleuchtungsröhre    3  ist beweglich angeordnet und an einem  Bewegungsgestänge 4 befestigt, das mit  einer Stange versehen ist, an deren Ende  sich ein Handhebel 5 bei dem Standort der  bedienenden Person links von der Figur be  findet.

   Mittelst dieses Gestänges kann die  Röhre parallel zum Durchleuchtungsschirm 7       wagrecht    oder senkrecht bewegt werden.  



  Ein zu durchstrahlender     Patient    kann sich  auf die Platte 6 stellen und befindet sich  in diesem Falle zwischen der Röhre     3,    und  dem Durchleuchtungsschirm 7. Der Fokus  abstand der Röhre 3 vom Schirm 7 ist zum  Beispiel 75 cm, während derjenige der Auf  nahmeröhre 2 m beträgt. Diese Abstände  können natürlich mit Rücksicht auf die     Be-          schaffenheiten    der verwendeten Röhren ver  schieden gewählt werden.  



  Ist die Röhre 3 eingeschaltet, so ent  steht auf dem Schirm ein Röntgenbild, das  von dem vor dem Schirm stehenden Unter  suchenden beobachtet werden kann. Die  Platte 6 kann mit Hilfe     einer    hydraulischen  Hebevorrichtung 8, zu deren     Ingangsetzen     ein elektrischer Motor 9 dient, auf- und ab  wärts bewegt werden. Auf diese Weise ist  es möglich, unter fortwährender Beobach  tung des Röntgenbildes den Patienten in eine  solche Lage zu bringen, dass die zu durch  strahlenden Körperteile in dem auf den pho  tographischen Film hin gerichteten Strahlen  kegel der Röhre 1 zu liegen kommen. Ein  Schalt- und     Instrumentpult    10 befindet  sich auf der Bedienungsseite der Röntgen  anlage.  



  Die Durchleuchtungsröhre 3     wird    aus  einem Hochspannungstransformator 11 ge  speist.     Zwischen    diesem Transformator und  der Röhre 3 ist in der dargestellten Anlage  noch eine     Gleichrichterröhre    12 eingeschal  tet. Diese     entnimmt        ihren        Kathodenglüh-          strom    einem Hilfstransformator 13, die Rönt  genröhre 3 dagegen einem Hilfstransforma  tor 14. Diese beiden Transformatoren be  sitzen     Wicklungen,    die gegen     Hochspannung       voneinander isoliert sind.

   Der     Transforciia-          tor    11 und die Röhren 12 und 3 bilden mit  einem Hochspannungskondensator 15 einen  geschlossenen Stromkreis, den Ladestrom  kreis des     Kondensators.    Dahinter befinden  sich Teile des     Entladestromkreises.    Dieser  verläuft von dem Pol 16 des Kondensators  über einen elektrisch zu bedienenden Schal  ter 17, eine Drosselspule 18 und die Rönt  genröhre 1 zu dem im Betrieb mit der Erde  zu verbindenden Metallrahmen, mit dem auch  die     andern    Pole des     Kondensators    15 und  des Transformators 11 verbunden sind.

   Ein  Hilfstransformator 19, der nicht gegen     Hoeh-          spannung    isoliert zu sein braucht, dient zum  Heizen der Glühkathode der Röhre 1. Fer  ner ist noch der     Nebenschluf'stromkreis    des       Kondensators    vorgesehen, der aus einem     gTi-          derstand    20 und einem elektrisch zu be  dienenden Schalter 21 besteht, und schliess  lich ein Transformator 22 zur Speisung des  Drehfeldes für die Anode der Aufnahme  röhre.  



  Die verschiedenen     Verbindungen    für Nie  derspannung sind in     Fig.    1 nicht aufgenom  men, sollen aber bei der Behandlung des in       Fig.    2 dargestellten Schaltbildes beschrieben  werden. In diesem Schaltbild sind die ver  schiedenen Teile mit den gleichen Bezugs  ziffern bezeichnet.  



  Die     Primärwicklung    des Speisetransfor  mators 11 kann über den Hauptschalter 25  mit einem zur Verfügung stehenden     -\Vech-          selstromnetz    von zum Beispiel 2:20 Volt ver  bunden werden. Denkt man sich die Kon  takte des Relais 21 geschlossen, so     kann    ein  Strom von dem Transformator 11 über die  Ventilröhre 12, die     Durchleuchtungsröhre    3,  den Widerstand 20, den Relaisschalter 21  und einen Widerstand 24 fliessen. Der Wi  derstand 20 ist so bemessen, dass sein Span  nungsabfall gegenüber der     insgesamt    verfüg  baren     Spannung    bei einem Strom, den die  Durchleuchtungsröhre für ihre Verwendung  als solche braucht, geringfügig ist.

   Wird  zum Beispiel für die Beobachtung ein Strom  von 20     mA    verwendet, so kann der Wider-      stand 20 einen Wert von 105 Ohm haben.  Der Spannungsabfall dieses Widerstandes  trägt in diesem Falle 2000 Volt, was bei  einer     Geesamtspannung    von zum Beispiel  60     kV    zulässig ist. Der Widerstand soll ver  hüten, dass bei einer Entladung des     Konden-          sators    über den Relaisschalter 21, infolge  einer unrichtigen Schaltung, ein zu grosser  Strom entsteht.  



  Die     Glühstromtransformatoren    18 und 14  werden. gleichzeitig mit dem Transformator  11 durch das Einschalten des Schalters 25  in Tätigkeit gesetzt, so     dass'    die Anlage da  mit für die Durchleuchtung bereit ist.  Wünscht man nun nach vorgenommener  Durchleuchtung den Kondensator zu laden,  um dann an die Aufnahme zu gehen, so  bringt man die Röhre 3     mittelst    des Ge  stänges 4 aus dem Bestrahlungsfeld der  Röhre 1 und in ihrer Ruhestellung. Nun  enthält. die Anlage einen Schalter 26, der  mittelst des Gestänges 4 bewegt wird. Dieser  Schalter nimmt die dargestellte Stellung ein,  solange die Durchleuchtungsröhre in der  Mitte angeordnet ist.

   Wird diese jedoch auf  die Seite geschoben, so nimmt der Schalter  2(i seine zweite Stellung ein und schliesst       einen    Stromkreis, der von einem der Pole des       Wechselstromnetzes    über die linken Kon  takte des Schalters 26 zu der Erregerspule  eines Relaisschalters 27 und dann zu dem  zweiten Pol des Speisenetzes verläuft. Das  Relais 27 schliesst nun seine Kontakte und  es fliesst ein Strom von dem Netz über die  Kontakte des Schalters 2'7 durch die Primär  wicklung des Transformators 22 und die  parallel zu ihr gelegte     Primärwicklung    des  Transformators 19 nach dem Netz zurück.  Infolgedessen setzt. die Umdrehung der  Anode der Aufnahmeröhre 1 ein und fängt  die Kathode der Röhre zu glühen an.  



       Der        Sekundärstromkreis    des Transfor  mators 19 enthält ferner die Erregerspule  des     Relais    21. Dieses ist als     Ruhestromrelais     ausgebildet, das heisst durch die Erregung  wird der von diesem: Relais zuvor geschlos  sene Kontakt unterbrochen. Der Konden-         sator    15 ist dann nicht länger durch den  Widerstand 20 überbrückt und wird nun bis  zu einer Spannung geladen, die dem Höchst  wert der vom Transformator 11 erzeugten  Spannung annähernd entspricht.  



  Der Augenblick, in dem eine genügende  Ladung erreicht ist, kann mittelst einer pa  rallel zum Widerstand 24 geschalteten       Glimmentladungsröhre    28     beobachtet    wer  den, weil mit zunehmender Kondensator  spannung der Ladestrom sinkt. Dieser wird  schliesslich so schwach, dass die     Spannung     des Widerstandes 24 nicht länger fähig ist,  die     Glimmentladungsröhre    28 leuchtend zu  halten. Das Erlöschen dieser Röhre ist     nun     das Zeichen, dass der Kondensator genügend  geladen ist und die Aufnahme erfolgen kann.

    Die Röhre<B>28</B> ist durch einen zusätzlichen  Kondensator 29 überbrückt, damit der stän  dig im Stromkreis fliessende Verschiebungs  strom keinen höheren Spannungsabfall des  Widerstandes 24 erzeugen kann als den, bei  dem die Röhre 28 erlischt.  



  Will man nun an die Aufnahme gehen,  so öffnet man einen Schalter 30. Dieser  schloss zuvor den Erregerstrom eines elek  trisch zu     betätigenden    Schalters 31, über  den der Strom für die Transformatoren 11.,  13 und 14 floss. Indem nun die Erregung  des Schalters 31 verschwindet, wird die Ver  bindung des Ladestromkreises mit dem Netz  unterbrochen. Nun ist in Reihe mit der  Glühkathode der Röhre 3 die Erregerspule  des     Ruhestromrelais    17 geschaltet.

   Wird also  der Transformator 14 infolge des     Offnens     des Schalters 30 stromlos, so verliert das  Relais 17 seine Erregung, die Kontakte des  Relais .werden     geschlossen    und der Entlade  strom kann von dem Kondensator über das  Relais 17 durch die     Selbstinduktion    18 und  darauf durch die Röntgenröhre 1 zurück nach  dem Kondensator fliessen. Infolgedessen er  gibt sich während -einer kurzen Zeit, die  von den elektrischen Grössen im Stromkreis  abhängt, eine starke Ausstrahlung von Rönt  genlicht; die sich dazu eignet, eine kurz  dauernde Aufnahme auf der photographisch      empfindlichen Platte zu bewirken.

   Durch  das Öffnen des Schalters 30 darf nicht       gleichzeitig    die Erregung des Relais 21 auf  hören und die Glühkathode der Röhre 1 ge  löscht werden. Aus diesem Grunde ist das  Relais 27 derart ausgebildet, dass es mit Ver  zögerung ausschaltet, so dass es seine Kon  takte erst unterbricht, nachdem der Konden  sator Gelegenheit gehabt hat, sich über die  Röhre zu entladen. Eine Verzögerung von  einigen Zehntels Sekunden genügt in der  Regel. Wenn schliesslich das Relais 2,7 in  seine Ruhestellung zurückgekommen ist, ist  die ganze Anlage stromlos, und man kann  dieselben Arbeitsvorgänge durch Schliessen  des Schalters 30 wiederholen. Tut man dies,  ohne die Durchleuchtungsröhre aus ihrer  Ruhestellung zu     bringen,    so erhält der Kon  densator 15 unverzüglich von neuem eine  Ladung.

   Würde man darauf irrtümlicher  weise die Röhre 3 in ihre Arbeitsstellung  bringen, so wird der Schalter 2,6 in seine  linke Stellung gebracht, und das Relais 21  verliert     seine    Erregung. Dadurch jedoch, dass  der Begrenzungswiderstand 2'0 vorhanden ist,  verläuft die     Entladung    nicht zu heftig, so       dass    in dieser Hinsicht die Anlage gegen eine       unrichtige    Handhabung gesichert ist.  



  Die rechten Kontakte des Schalters 26,  die geschlossen sind, wenn sich die Röhre 3  in ihrer Arbeitsstellung, also etwa in der  Mitte des Bestrahlungsfeldes befindet, die  nen gleichfalls zur Sicherung, denn wenn  man die     Röhre    3, nachdem der Kondensator  geladen worden ist, in ihre Arbeitsstellung  bringen würde, so wäre es möglich" dass der       Schalter    31 durch das Öffnen des Hilfs  schalters 30 geöffnet würde, bevor das Re  lais 21 stromlos geworden wäre.

   Die Ent  ladung des Kondensators 15 würde in die  sem Falle in-einem     unbeabsichtigen    Augen  blick über die Röntgenröhre 1     stattfinden.     Dies     wird    nun dadurch verhütet, dass der  Schalter 26 die Anlage unter     Spannung    hält,  auch wenn der Schalter 30 geöffnet wird.  Die Schalter 30 und 26 (das heisst die Kon  takte rechts in der Figur) sind nämlich pa  rallel geschaltet.    Die Anlage ist mit der Erde in dem  Punkt verbunden, in dem der     Transformator     11, der Kondensator 15, das Relais 21 und  die Glühkathode der Röntgenröhre 1 mitein  ander verbunden sind.

   Aus diesem Grunde  brauchen, wie aus     Fig.    1 hervorgeht, der  Transformator 11     und    der Kondensator 15  nur einpolig hochisoliert zu sein, während  der Transformator 19 keine Isolierung gegen  Hochspannung hat. Auch eine     Messvorrich-          tung    32 kann an dieser Stelle in die Lei  tung eingefügt sein. Diese braucht dann  ebensowenig     wie    die Anzeigelampe 28 vor  Hochspannung gegen den mit der Erde ver  bundenen Rahmen isoliert zu sein und kann  einfach auf dem Schaltpult 10 angebracht  werden.  



  Zum Beschränken des     Strahlenkegels    der  Röhre 3 können in dem Richtkegel dieser  Röhre bewegliche Blenden angebracht sein,  die mit Hilfe von Bowdenzügen und klei  nen Regelknöpfen am Handhebel 5 von der  Stelle des Untersuchenden aus betätigt wer  den können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Röntgenanlage zur Durchleuchtung und zum Herstellen von Röntgenaufnahmen, da durch gekennzeichnet, dass sie zwei Rönt genröhren umfasst, eine für die Aufnahme dienende Röntgenröhre (Aufnahmeröhre) und eine für die Durchleuchtung dienende Rönt genröhre (Durchleuchtungsröhre), die in geringerer Entfernung vom Objektraum als die Aufnahmeröhre, beweglich angeordnet ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Röntgenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Auf nahmeröhre eine Röhre mit im Betrieb umlaufender Anode und als Beobach tungsröhre eine Röntgenröhre mit fest stehender Anode wirksam ist. 2.
    Röntgenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' sie für das Objekt ein bewegliches Traggerät ent hält, mittelst dessen Verschiebung die gewünschte Einstellung in bezug zu der Bildfläche der photographischen Auf nahme erreicht werden kann. 3. Röntgenanlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Trag gerät mit einer hydraulischen Hebevor richtung versehen ist. 4. Röntgenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Vorrichtung zum Bewegen der Durch leuchtungsröhre wenigstens ein dem Hauptstromkreis, beziehungsweise einem Hilfsstromkreis der Aufnahmeröhre an gehöriger Schalter derart gekoppelt ist, dass er die für die Betätigung der letzt genannten Röhre erforderliche Stellung nur dann einnehmen kann, wenn erst genannte Röhre ihre Ruhestellung ein nimmt.
    5. Röntgenanlage nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Schal ter einen Teil des Glühstromkreises der Kathode der Aufnahmeröhre bildet. ss. Röntgenanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen als Energiequelle für die Aufnahme röhre dienenden Kondensator, sowie einen Hochspannungstransformator enthält, der sowohl zum Speisen der Durchleuch tungsröhre, als auch zum Laden des Kondensators dient. 7. Röntgenanlage nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Durch leuchtungsröhre in den Ladestromkreis des Kondensators eingeführt ist. B. Röntgenanlage nach Unteranspruch 7.
    gekennzeichnet durch einen zum Über- brücken des Kondensators bestimmten Schalter. 9. Röntgenanlage nach Unteranspruch $, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem genannten Schalter ein Begrenzungs widerstand in Reihe geschaltet ist. 10. Röntgenanlage nach Unteranspruch<B>9,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der Schalter mit der Bewegungsvorrichtung der Durchleuchtungsröhre derart in Verbiu- dung steht, .dass er geöffnet wird, be ziehungsweise nur geöffnet werden kann, wenn die Röhre die Ruhestellung ein nimmt. 11.
    Röntgenanlage nach Unteranspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Schal ter elektrisch durch Vermittlung von wenigstens einem mit Verzögerung wir kenden Relais derart bedient wird, dass der Schalter nach dem Ausschalten des Netzstromes mit Verzögerung geschlos sen wird. 12. Röntgenanlage nach Unteranspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der als Ruhestromrelais ausgebildete Schalter durch den Glühstromtransformator der Aufnahmeröhre erregt wird, dessen Pri märstromkreis durch das mit Verzöge rung wirkende Relais geschlossen wird, während ein Schalter zum Ausschalten des Netzstromes ausserhalb dieses Strom kreises liegt.
CH163383D 1931-02-14 1932-02-13 Zur Durchleuchtung und zur Herstellung von Aufnahmen eingerichtete Röntgenanlage. CH163383A (de)

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NL55628A NL33943C (nl) 1931-02-14 1931-02-14 Röntgeninstallatie voor het maken van röntgenlichtbeelden en photographische opnamen

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