Elektrisehe Entladungsrühre. Die Erfinduno, bezieht sich auf eine elek trische Entladun 'gsröhre.
Es ist bekannt, dass zum Beispiel bei Ent- la.dungsröhren zum Empfangen oder Ver stärken von elektrischen Schwingungen man stets bestrebt ist, die Steilheit, das heisst das Verhältnis zwischen der Anodenstromände- rung und der Gitterspannungsänderung, <B>en</B> tD durch welche diese Anodenstromänderung herbeigeführt wird, möglichst hoch zu machen, was besonders bei denjenigen Ent- ladungsröhren, die zum Verstärken von elek trischen Schwingungen dienen,
von grosser el Wichtigkeit ist.
Diese Steilheit ist unter anderem von dem Abstand zwischen dem Gitter und der Ka thode abhängig; es ist zum Beispiel mög- lieh, die Steilheit dadurch zu vergrössern, dass das Critter näher an der Kathode an"e- ordnet wird. Es können damit jedoch Nacli- teile baulicher Natur verbunden sein.
Ausser auf diese Steilheit haben wir unsere Aufmerksamkeit auf das Verhälinis der Steilheit zu der Heizenergie der Kathode gerichtet, denn wir haben gefunden, dass dieses Verhältnis vergrössert werden kann, wodurch der Betrieb der Entladungsröhre wirtschaftlich-er wird.
Bei einer Entladungsröhre gemäss der Er findung, die eine Kathode, zum Beispiel eine zweckmässig indirekt heizbare Kathode und eine oder mehrere Anoden enthält, ist zu diesem Zweck der Wert der Heizenergie der Kathode,<B>je</B> Kathodenoberflächeneinheit der art gewählt, dass der Quotient der Steilheit und,der Heizenergie, als Funktion der Heiz- euergie betrachtet, den Höchstwert oder nahe zu den Höchstwert hat, denn Anmelderin hat gefunden, dass, wenn man, den Wert der Heizenergie ändert,
dabei jedesmal die Steil heit bestimmt und darauf den Quotienten der Steilheit und der Ileizenergie graphisch als Funktion der Heizenergie aufträgt, die auf diese Weise erhaltene Kurve ein Maximum zeigt.
Durch einen derarügen, Bau der Ent ladungsröhre, dass bei Anwendung der nor- malen, das heisst der für den Betrieb der Röhre vorgeschriebenen Heizenergie der ge nannte Quotient den Höchstwert hat, wird der Vorteil, dass die Steilheit möglichst 33billig", das heisst mit einer geringstmög- t' <B>?Z</B> liehen Heizenergie erhalten wird.
Diese Energieersparnis ist nicht nur von direktem finanziellem Vorteil, sondern ist zum Bei spiel auch von Wichtigkeit, wenn die Ent ladungsröhre in einem abgeschlossenen Raum angeordnet wird, wie dies zum Beispiel, bei Verwendung der Röhre in einem Radio-Emp- fangsgerät der Fall sein kann.
Die in diesem Raum von,der Heizenergieder Kathode ver ursachten Temperaturerhöhungen sind oft sehr bedeutend und geben zu Übelständen Anlass. Da mit Hilfe der Erfindung eine be stimmte Steilheit auf Kosten einer geringeren Ueizenergie, als die der bisher bekannten Röhren erhalten wird, können diese Übel stände ganz oder wenigstens teilweise be hoben werden.
Es ergibt sich, dass das Verhältnis der Kathodenoberfläche zu der Heizeuergie der Kathode erheblich grösser als bei den bis her bekannten Röhren ist"das heisst die Tem peratur der Kathode einer Röhre gemäss der Erfindung ist erheblich niedriger, als die gebräuchlichen Kathodentemperaturen. Es ist infol-edessen möglich, die Lebensdauer der Kathode erheblich zu vergrössern.
Es ist einleuchtend, dass der Quotient der Heizenergie und der KathodenoberfläeJie nicht<U>immer</U> gerade #so gross zu sein braucht, dass das Verhältnis der Steilheit zu der Heiz- energie genau mit dem Maximum der oben- erwähnten Kurve zusammenfällt. Kleine,<B>Ab-</B> weichungen in diesem Quotienten sind zu lässig, ohne dass dies einen allzu ungünstigen Einfluss auf das Verhältnis der Steilheit zur Heizenergie hat. Abweichungen bis zu 20 % sind zum Beispiel zulässig.
Wie bereits bemerkt -wurde, kann eine bestimmte Steilheit mit Hilfe einer gerin- ,oleren Heizenergie als in den bekannten Röh- D ren erreicht werden. In oehr vielen Fällen ist es empfehlenswert, nicht oder nicht nur die Heizenergie zu verringern, sondern -auch die Kathodenoberfläche zu vergrössern. Bei einer und derselben Heizenergie der Kathode können sodann viel grössere Steilheiten er zielt werden, als in den bekannten Eut- laduno-sröhren.
Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert, in der Fig. <B>1</B> beispielsweise eine Entladungs röhre gemäss der Erfindung schematisch dar stellt, während Fig. 2 die Beziehung zwischen dem Quo tienten der Steilheit und der Heizenergile der Kathode und dieser Heizenergie angibt.
Die in Fig. <B>1</B> dargestellte Entladungs röhre besitzt eine Glaswandung<B>1,</B> an die, ein Füsschen 2 angeschmolzen ist, auf Odem drei Elektroden befestigt sind. Die Kathode der Entla,duno,sröhre ist indirekt heizbar und be steht aus einem Nickelröhrehen <B>3,</B> innerhalb dessen ein Heizkörper 4 angeordnet ist. Das Kathodenröhrehen <B>3</B> hat eine Länge von <B>30</B> mm, während der Querschnitt nahezu rechteckig ist. Die Breite und die Dicke die ses Querschnittes sind<B>5</B> bezw. <B>1</B> mm.
Die Kathodenoberfläche beträgt etwa<B>360</B> mm#. Der Heizkörper 4 bestellt aus einem haar- nadelförinig gebogenen Wolframdralit.
Der gewöhnlich beim Betrieb angewendete Heizstrom beträgt<B>1,25</B> Amp., -während die Spannung des Heizstrümes 4 Volt ist. Diese Grössen werden in der Regel auf der Röhre oder auf der Verpackung angegeben. Die normale Heizenergie der Kathode beträgt daher<B>5</B> Watt.
Der Heizkörper 4 ist von einem isolie renden Stoff<B>5</B> umgeben. Dieser zum Bei spiel aus Magnesiumoxyd bestehende, isoli-e- rende Stoff kann auf bekannte Weise, zum Beispiel durch Aufspritzen, auf den Heiz körper 4 aufgebracht werden. Das Kathoden- röhrehen <B>3</B> ist auf der Aussenseite mit einem Stoff von Elektronen emittierendeni Ver mögen, zum Beispiel Bariumoxyd, überzogen.
Die Kathode ist von -einem Gitter<B>6</B> um geben, das aus einem schraubenlinienförmig um die Stützdrähte<B>7</B> herum gewickelten Niekeldraht besteht. Der Abstand zwischen der Kathodenoberfläc'he und dem Gitterdralit ist möglichst gering gemacht und beträgt zum Beispiel 0,5mm.
Die Röhre weist ausserdem eine Anode<B>8</B> auf, die an den Stützdrähten<B>9</B> befestigt ist. Diese Anode besteht aus einer Nickelplatte. Die verschiedenen Stützdrähte des Gitters und der Anode sind am obern Ende durch einen Glasstab<B>10</B> verbunden, an dem die Stütze<B>11</B> der Kathode befestigt ist. Die untern Enden der verschiedenen Stützdrähte sind in die Quetschstelle 12 eingeschmolzen, durch welche ausserdem die erforderlichen Stromzuführungsdrähte hindurchgeführt sind.
Das Verhältnis der Steilheit zu der Heiz- energie der Kathode der in Fig. <B>1</B> dargestell- kn tD ten Entladunusröhre, ist in Fig. 2 als Funk tion der genannten Heizenergie aufgetragen. Unter Steilheit ist hier die grösste Steilheit im ne-ativen Gebiet der Gitterspannung der Anodenstrom<B>-</B> Gitterspannungskennlinie zu verstehen.
Die Steilheit ist in mA pro Volt "em o# -essen, während die Heizenergie in Watt auscedrückt ist. Es zeigt sich, dass die in Fig. <B>22</B> dargestellte Kurve ein Maximum auf weist, das erreicht, wird, wenn die Heiz- energie <B>5,25</B> Watt ist. Wie oben. angegeben wurde, beträut die normale Heizenergie <B>5</B> -Watt.
Die Steilheit ist hierbei<B>7,7</B> mA<B>'</B> Molt. Wie ans Fig. 2 ersichtliell ist, kann die nor male Heizenergie einigermassen von dem Wert abweichen, bei dem die Kurve ein Maximum aufweist,ohne dass das Verhältnis der Steilheit zu der Heizenergie viel von dem Höchstwert abweicht. In der Figur sind auf der Abszissenachse. zwei Punkte IV, und W, eingegeben. die Energiemengen darstellen, welche um 20<B>%</B> von der Heizen#ergie der Kathode abweichen, bei der die Kurve ihr Maximum aufweist.
Die zugehörigen Ver hältnisse der Steilheit zu der Ileizenergie sind verhältnismässig nur wenig kleiner als der Höchstwert dieses Verhältnisses. Die Er findung erstreckt sich daher auch auf die jenigen Entladungsröhren, bei denen das Verhä,ltnis der Steilheit zu der Heizenergie nicht genau seinen Höchstwert aufweist, son dern deren Heizenergie 20<B>%</B> oder weniger von demjenigen Wert abweicht, der dem Höchstwert des angegebenen Verhältnisses entspricht.