CH163425A - Sicherungseinrichtung in Stelleinrichtungen für Weichen und Signale. - Google Patents

Sicherungseinrichtung in Stelleinrichtungen für Weichen und Signale.

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CH163425A
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Vereinigte Eisenbahn-S Haftung
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Ver Eisenbahn Signalwerke Gmbh
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  Sicherungseinrichtung in     Stelleinrichtungen        für    Weichen und Signale.    Zum Schutz gegen Fremdströme hat man  bei     Weichenstelleinrichtungen    bereits vorge  schlagen, den Überwachungsmagneten wäh  rend des     Stelfens    kurzzuschliessen oder aber  sämtliche Leitungen über eine gemeinsame  Überwachungseinrichtung an den einen Pol  der Überwachungsbatterie anzuschliessen und  dergleichen mehr. Alle diese Einrichtungen  bieten zwar einen Schutz gegen Fremdströme  oder Leitungsberührungen in den normaler  weise vorhandenen Leitungen, dagegen nicht  bei Leitungsberührungen oder Leitungsbrü  chen in den gerade zum Schutz gegen Fremd  ströme vorgesehenen Leitungen.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung wer  den nun an derartigen     Stelleinrichtungen    Vor  kehrungen getroffen, dass Strom über den  Überwachungsmagneten nur in einer Richtung       fliessen    kann. Dies kann man zum Beispiel  dadurch erreichen, dass man für den Über  wachungsmagneten ein polarisiertes Relais  verwendet oder aber dadurch, dass man dem    gewöhnlichen Überwachungsmagneten einen  Gleichrichter oder eine ähnlich wirkende Ein  richtung vorschaltet.

   Die     JetztereAusführungs-          form    ist die günstigere, da man in diesem  Falle bei den bereits vorhandenen Einrich  tungen den Erfindungsgedanken billiger zur  Ausführung bringen kann und ausserdem auch  je nach der der vorhandenen Einrichtung zu  grunde liegenden Schaltung den Gleichrichter  an der zweckmässigsten Stelle vorsehen kann.  



  Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegen  standes sind durch Schemata in den Abbil  dungen dargestellt.  



  Die     Fig.    1 zeigt die     Stellstromkreise    zu  zwei Weichen einer bekannten     Stellanlage,     wobei die zur einen Weiche gehörenden Ein  richtungsteile     mit..    und die zur andern Weiche  gehörenden Teile mit B bezeichnet sind.  



       Fig.    2 zeigt die Schaltung für die beiden  selben Weichen, wobei jedoch nun der Ge  genstand der Erfindung bei Weiche     g    zur  Anwendung gebracht ist.           Fig.    3 zeigt eine andere der bekannten  Ausführungen, bei welcher der Überwachungs  magnet während des     Stellvorganges    kurzge  schlossen wird.  



       Fig.4    zeigt dieselbe Schaltung, aber nun  mit dem Merkmal nach der Erfindung.  Zunächst sei die in     Fig.1    dargestellte be  kannte Einrichtung beschrieben.  



  Im     Rubezustand    der Einrichtung fliesst  der Überwachungsstrom vom Pluspol der  Überwachungsbatterie 1 über Sicherung 2,       Stellhebelumschalter    3, Endumschalter 4  am Antrieb, Leitung 5, Überwachungs  magnet 6, Überwachungssicherung 12 zum  Minuspol der Batterie zurück. Es sei nun an  genommen, dass die Weiche, der die Teile     9.     zugeordnet sind, umgelegt werden soll. Zu  diesem Zweck wird der entsprechende Stell  hebel und damit der     Stellhebelumschalter    3  umgelegt. Ist die Anlage in Ordnung, so fällt,  was hier interessiert, der     tberwachungsmag-          net    nun ab und wird erst dann wieder er  regt, wenn die Weiche die neue Endlage er  rAicht hat.

   Haben nun aber zum Beispiel die  Leitungen 5 und 28 der     Weichenstelleinrich-          tungen        Kontaktschluss,    was durch die gestri  chelt gezeichnete Linie 7 angedeutet sei, so  bleibt der Überwachungsmagnet 7 im Strom  kreis: Pluspol der Batterie 1, Sicherung 2',       Stellhebelumschalter    3', Leitung 28, Strom  weg 7, Leitung 5, Überwachungsmagnet 6;       Sicherung    12, Minuspol der Batterie erregt.  



  Solange die Weiche A sich im Ruhezu  stand befindet, also der Überwachungsmagnet  6 angezogen ist und auch sein soll, wirkt  dieser Fremdstrom nicht störend, kann aber  auch nicht bemerkt werden. Dieser Kontakt  schluss wirkt sich auch dann störend aus,  wenn die Weiche A aufgeschnitten wird. In  diesem Falle fliesst jetzt ein Strom ("Auf  schneidstrom") von der Batterie 1 über Siche  rung 2, Schalter 3, Leitung 8, Schalter 4,  Motorwicklung 9, Leitung 10, Leitung 11,  Sicherung 12 zum Minuspol der Batterie. Der  Überwachungsmagnet sollte abfallen, bleibt  jedoch ordnungswidrig angezogen, da jetzt  eben der Fremdstrom vom Pluspol der Bat-         terie    1 kommend über Leitung 28, Leitungs  berührung 7, Leitung 5, Magnet 6 weiter zum  Minuspol der Batterie fliesst.

   Gegen diesen  vom Pluspol kommenden Strom kann man  sich in bekannter Weise dadurch schützen,  dass man sämtliche Leitungen über eine ge  meinsame Überwachungseinrichtung, zum Bei  spiel eine Sicherung, führt, die beim Auf  schneiden zerstört wird, so dass also auch der  über die Verbindung 7 auftretende Fremd  strom nicht mehr zum Minuspol der Batterie  fliessen kann und der Überwachungsmagnet  abfallen muss.  



  Im Ruhezustand der Einrichtung kann  die Sicherung 12 nicht     durchbrennen,    da der  Widerstand des     Überwachungsmagnetes    6  vorgeschaltet ist. Während des     Stellvorgan-          ges    ist aber durch Umlegen des Schalters 24  die Sicherung 12 überbrückt, so dass sie auch  jetzt nicht durchbrennen kann. Beim Auf  schneiden dagegen hat der Schalter 24 die  Lage in     Fig.    1 und jetzt fliesst der     Aufschneid-          strom    über Leitung 8, Schalter 4, Motor 9,  Leitung 10, Schalter 24 und Leitung 11 zur  Sicherung 12, so dass diese durchbrennt.  



  Anders ist es dagegen bei einer Berüh  rung zwischen zwei Leitungen, die an dem  Minuspol der Stromquelle liegen. Tritt zum  Beispiel eine Leitungsberührung zwischen den  Leitungen 30 und 5 auf, was durch den  Stromweg 13 angedeutet ist, so     fliesst    bereits  der     Kurzschlussstrom:    Pluspol, Sicherung 2,  Schalter 3, Leitung 8 und 5, Stromweg 13,  Leitung 11', Sicherung 12', Minuspol der Bat  terie 1, so dass die Sicherung 2 oder 12'  durchschmilzt. Man kann aber auch den Fall  voraussetzen, dass nicht direkte Leitungsbe  rührung vorliegt, sondern dass der Widerstand  des     Strombahnteils    13 noch so gross sei, dass  keine der genannten Sicherungen durch  schmilzt.

   Wird jetzt die Weiche, welcher die  Teile     9.    zugeordnet sind, aufgeschnitten, so  bringt der     "Aufschneidstrom"    zunächst die  Sicherung 12 zum Durchschmelzen, dann aber  fliesst er, wie in     Fig.    2 dargestellt ist, welche  den Zustand der Anlage bei aufgeschnittener  Weiche zeigt, von Leitung 11 über Magnet 6,  Leitungsberührung 13, Leitung 30 und 11',      Sicherung 12' zum     Minuspol    der Batterie zu  rück, wobei Magnet 6 erregt bleibt.  



  Um dies zu vermeiden, ist dem Überwa  chungsmagneten 6 ein Gleichrichter 15 vor  geschaltet, der das Durchtreten des Stromes  von Leitung 14 über Leitungsberührung 13  nach Leitung 30 verhindert.  



  Es gibt auch Fälle, wo der eine Pol, zum  Beispiel der     Minuspol    der Batterie, geerdet  wird. Dies ist in     Fig.    2 mit 16 angedeutet.  Da der Gleichrichter 15 den Eintritt jedes  Stromes in die Leitung 13 verhindert, ver  hindert er also auch, dass irgend ein Strom  nach dem     Erdungapunkt    16     abfliesst.     



  Es gibt nun auch Weichenschaltungen,  bei denen der Überwachungsmagnet während  des     Stellvorganges    kurzgeschlossen ist. Man  macht dies, um zu verhindern, dass ein durch  Leitungsberührung oder     Erdschluss    eindringen  der Fremdstrom den Überwachungsmagneten  betätigen kann. Dieser Fall ist in     Fig.    3 dar  gestellt. Hier ist eine besondere Leitung 17  vorgesehen, über welche der Kurzschluss des  Überwachungsmagneten während des Stell  vorganges erfolgt.     Fig.    3 zeigt den Kurz  schlussstromkreis, der gebildet wird aus Lei  tung 14, Magnet 6, Kontakt 26, an dem von  dem Motor bewegten Steuerschalter, Leitung  17, Kontakt 27, ebenfalls an dem genannten  Steuerschalter, Leitung 18, Springschalter  kontakt 28', Leitung 29; Sicherung 12.

   In  der einen Endlage der Weiche ist der Kon  takt 26 unterbrochen; in der andern der Kon  takt 27, so dass der     Kurzschlussstromkreis    nur  während des     Stellvorganges    zustande kommt.  



       Fig.    4 zeigt nun für eine derartige Wei  chenschaltung den Zustand beim Aufschnei  den der Weiche. Hierbei fliesst der     Aufachneid-          atrom    vom Pluspol der Batterie 1 über Lei  tung 8,     Steuerschalterkontakt    4, Motorwick-         lung    9, Leitung 10, 18 und 11, Sicherung 12  zum Minuspol der Batterie zurück. Die Si  cherung 12 brennt durch. Der     Aufschneid-          strom    kann nun über den kurzgeschlossenen  Magneten 6 nicht fliessen.

   Würde sich jedoch  in der Leitung 18 zum Beispiel an der Stelle  19 ein Leitungsbruch befinden; so würde die  Sicherung 12 nicht zum Durchschmelzen ge  bracht werden, da jetzt infolge der Verbin  dung 17 der     Aufschneidstrom    von Leitung 10  über     Kontakt    27, Leitung 17, Kontakt 26,  Überwachungsmagnet 6, Leitung 14, Siche  rung 12 zur Stromquelle zurückfliesst. Der  eingeschaltete Gleichrichter 15 nützt also in  diesem Falle nichts. Um nun das Fliessen  des     Aufschneidstromes    auf diesem Wege zu  verhindern, wird auch noch in Leitung 17  ein Gleichrichter 20 angeordnet, der das  Fliessen eines Stromes auf dem eben bezeich  neten Wege verhindert.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Sicherungseinrichtung in Stelleinrichtun- gen für Weichen und Signale, dadurch ge kennzeichnet, dass Vorkehrungen getroffen sind, dass Strom über den Überwachungsmag neten nur in einer Richtung fliessen kann. UNTERANSPRUC$: Sicherungseinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Überwachungsmagnet während des Stellvor- ganges kurzgeschlossen wird, wobei in der den Kurzschluss bewirkenden Leitung (17) ein Gleichrichter (20) vorgesehen ist.
CH163425D 1931-03-20 1932-03-07 Sicherungseinrichtung in Stelleinrichtungen für Weichen und Signale. CH163425A (de)

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