CH163587A - Gasmesser mit mehreren Messkammern und schleichender, das Mass der Füllung bestimmender Steuerung. - Google Patents

Gasmesser mit mehreren Messkammern und schleichender, das Mass der Füllung bestimmender Steuerung.

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CH163587A
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  Gasmesser mit mehreren     Nesskammern    und     schleichender,    das Mass der     Füllung     bestimmender     Steuerung.       Es ist eine bekannte Tatsache,     da.ss        Ga.s-          inesser    mit schleichender Steuerung, das heisst  einer Steuerung, bei der die Steuerorgane  durch ein Kurbelgetriebe bewegt werden,  falsch     anzeigen,*    wenn die     Belastung    der Gas  messer und damit die     Drehzahl    des Kurbel  getriebes über das normale Mass hinausgeht,  für das die Gasmesser in der Regel bestimmt  und eingestellt sind.  



  Die Ursachen der sinkenden     Messgenanig-          keit    des Gasmessers bei steigender Belastung  liegen darin, dass die elastischen Teile des  beweglichen     Messgliedes,    zum Beispiel .der  Membran, bei steigender Belastung und damit  zunehmender Druckdifferenz eine Formände  rung annehmen, durch die das Füllungs  volumen der     Messkammern    vergrössert     wird.     Damit wächst aber die mit jeder Umdre  hung des Zählers gelieferte Gasmenge.

   Da  aber das Zählwerk - konstantes Volumen  der     Messkammer    voraussetzend - nur die  Umdrehungen     registriert,    so     zeigt    der Zähler    bei Überlastung zu wenig; er besitzt mit an  dern Worten einen mit der     Belastung    wach  senden Fehler.  



  Die Beseitigung des genannten     Mess-          fehlers    hat man bisher     vorwiegend    bei Gas  messern mit zwei     Messkammern    und Schnell  umsteuerung zu erreichen versucht, weil bei  dieser neueren Bauart der Fehler viel stärker  auftrat als bei den     bis    dahin gebauten Sy  stemen. Die Gasmesser mit drei und mehr       Messkammern    mit Kurbeltrieb und schlei  chender Steuerung zeigen zwar den gleichen  Fehler     in        etwas    schwächerem Mass.

   Sie sind  aber in jahrzehntelanger praktischer Ent  wicklung technisch so ausserordentlich ver  vollkommnet in ihrer     Einfachheit,    Betriebs  sicherheit und     besonders    Billigkeit der Her  stellung, dass man den Mangel übersah. Zu  sätzliche     Einrichtungen,    die zwar, wie  bereits vorgeschlagen, den     Messfehler    besei  tigen, aber     unerprobte    und den Messer kom  plizierende Zusatzorgane darstellen,

       scheinen         daher nicht recht geeignet für eine Verwen  dung zum Zwecke der     Kompensierung.    An  derseits müssen die Gaswerke aus Gründen  erhöhter     Wirtschaftlichkeit    in     zunehmendem     Masse die Gasmesser über die     Eichgrenze     hinaus     überlasten    und eine Beseitigung der  dadurch entstehenden     Messfehler    (bis 5 und  mehr %) fordern.

   Auch die Möglichkeit  einer     Weiterentwicklung    dieser Gasmesser  bauart in der     Richtung    der Hochleistung hat  zur Voraussetzung die Beseitigung der     mit     der Belastung nach -der     Minusseite    wachsen  den     Messfehler.     



  Durch die Erfindung soll beiden For  derungen entsprochen und ein horizontaler  Verlauf der     Messfehlerkurve    bis zu hoher  Überlastung erreicht werden.  



  Bei den meisten     Vierkammer-Gasmessern     mit     Kurbeltrieb        und    schleichender     Steuerung     wird heute eine schleichende     Schiebersteue-          rung    angewendet.     Früher    (bei einigen     Kon-          struktionen    auch noch heute) liess man diese  Schieber mit ihren Absperrkanten genau im       Totpunkt    der beweglichen Wand den Ein  gangskanal abschliessen.

   Zwecks besserer Ab  dichtung beim Hubwechsel ging man dazu  über, kurz vor Erreichen des Hubwechsels  eine kleine Überdeckung der     Stegkante    des       Schieberrostes    in der Grösse von etwa 0,5 mm  vorzusehen. -Der dadurch entstehende geringe  vorzeitige Abschluss- wurde zwar als uner  wünscht, aber als das kleinere Übel ange  sehen.  



       Lässt    man nun die Absperrung der Ein  lasskanäle absichtlich viel früher vor Hub  umkehr der     Messwände    beginnen, so erreicht  man eine vorzeitige     Einströmdrosselung,    die  mit wachsender Belastung zunimmt und  damit die     Einströmmenge    vermindert, in  einem solchen Masse, dass bis zu hoher Über  lastung     ein.    vollständiger Ausgleich der     Mess-          fehler        herbeigeführt    wird.  



  Man kann also zur Erreichung des       Erfindungszweckes    zum Beispiel     einen    so  frühzeitig vor Hubwechsel der .bewegten  Wand     beginnenden        Abschluss    des Einlasses  zu einer oder mehreren     Messkammern    ein  treten lassen, dass bei wachsender     -Belastung       des Gasmessers eine für den Zweck der Feh  lerkorrektur hinreichende Änderung der       Messfehlerkurve    eintritt.  



  In der     Fig.    1 der Zeichnung ist als Bei  spiel des Gasmessers nach der Erfindung  ein     Vierkammermes.ser    mit     Schiebersteuerung     dargestellt;     Fig.    2 stellt den Schieber in der  Mittellage dar;

       Fig.    3     ist    eine Draufsicht auf  den Schieber, und     Fig.    4 zeigt ein Diagramm  der     Messkurve,    wobei die gestrichelte Linie  den Verlauf der     Messfehlerkurve    bei den     be-          kannten.    Gasmessern und die     ausgezogene     Linie den .durch den Gasmesser gemäss der  Erfindung     erstrebten    Verlauf der     Messfehler-          kurve    darstellt.

       Die        -Ordinaten    zeigen die       Messfehler    in Prozenten bei den in den       Abszissen    aufgetragenen Gasmengen in     m'fh.     Zwecks leichterer     Übersicht    ist nur die  Anordnung einer Kurbel mit     beiden:        Kurbel-          armen    und ihren Wirkungen auf die Bewe  gung einer Membran zwischen -den zuge  hörigen.     Messkammern    und dem diese beiden       Messkammern    steuernden     .Schieber    schema  tisch dargestellt.  



       Fig.    1 zeigt die dargestellte Membran  kurz vor ihrer linken     Totlage.    An der  Kurbelwelle 1 sitzen, um<B>90'</B> versetzt, die       Kurbelarme    2 und 2' und drehen sich in  Pfeilrichtung,     getrieben    von der nicht darge  stellten     zweiten    Membran des Vierkammer  systems, was als allgemein     bekannt    voraus  gesetzt werden kann. Die     Kurbelwelle    liegt  im Eingangsraum 3,     ebenso    der Schieber  kasten 4 mit dem Schieber 5, welcher durch  eine Schubstange 6 vom     Kurbelarm    2' ge  trieben wird.

   In bekannter Weise sind 7  und 8 die Eingangskanäle, 9 der     zwischen     denselben angeordnete Ausgangskanal der       Schiebersteuerung.    Kanal 7 ist verbunden  mit der linken     Messkammer    10, Kanal 8 mit  der rechten     Messkaminer    11. Die beiden     Mess-          kammern    sind durch die Membran 12 mit  ihrem     Membranteller    13 getrennt.

   An dem       Membranteller    13 sitzt fest .die Führungs  stange 14, die in der Stopfbüchse 15 gleiten  kann und mit ihrem im Eingangsraum 8  mündenden Ende gelenkig     mittelst    der      Schubstange 16 an dem Kurbelarm 2     ange-          ienkt    ist.  



  In der gezeichneten Lage hat die Mem  bran 12     bezw.    der Teller 13 bis zur Tot  lage noch den Weg a zurückzulegen, wäh  rend die Kurbel bis zur     Totlage    noch um b  gedreht und auch der Schieber um die Strecke  b' bewegt werden muss. Die elastische     Mem-          branwand    12, 13 ist durch den Gasstrom  in die in vollen Linien gezeichnete Lage ge  wölbt worden. Bei der bisher üblichen nor  malen Länge 1 des .Schiebers würde also noch  Gas aus Raum 3 weiter in Kanal 8 und  Kammer 11 strömen, die Membran weiter  treiben und die Kammer 11 weiter füllen,  während aus Kammer 10 durch Kanal 7  unter dem     Schieber    hindurch .das gemessene  Gas in die Ausgangsleitung 9 abströmen  würde.

   Bei üblicher Länge würde der Schie  ber von der     gezeichneten    Stellung aus nach  einer weiteren Wegstrecke b' den Eingangs  kanal 8 nahezu in der     Totlage    der Membran  13 absperren. Bis genau zur     Totlage    der  Membran     bewegt    sich der Schieber und da  mit seine Absperrkante noch ein kleines  Stück' auf dem Steg und überdeckt dessen       Eintrittskanten    zum Zwecke einer besseren  Abdichtung um das übliche Mass von     etwa     0,5 mm.

      Im dargestellten     Beispiel    der Erfindung  besitzt nun der Schieber 5 an seinen Ein  trittskanten eine zusätzliche Überdeckung  von der     Länge    b',     so    dass er bereits in der  gezeichneten Stellung, also schon frühzeitig  vor der     Totlage    .der Membran, den Zustrom  nach Kanal 8     eben    abschliesst. Damit ist die       bezw.        Totlage        gelangt.        Die        biegsame     Kammer 11 ebenfalls frühzeitig     abgesperrt.     während die Kammer 10 weiter Gas ab  geben kann.

   Da. aber der     Kurbelarm    2 den       Membranteller    13     zwangläufig    weiterschiebt,  wirkt er in seiner Kammer 11 als saugender       Kolben,    das heisst, die biegsame Membran  wand 12, 13 muss am Rand in die punk  tierte Lage umschlagen, während der Teller  18 seinen Weg bis in die punktierte Lage  fortsetzt, und -der Kurbelarm 2 in die Streck-    12 gibt elastisch nach und wirkt also  rauen- und spannungsausgleichend.  



  Die vorzeitige.     Abdrosselung    der Ein  strömung in den Kanal 8 bewirkt bereits  (wie experimental nachgewiesen werden  konnte), dass mit wachsender Drehgeschwin  digkeit ein     wachsender    Füllungsmangel ein  tritt, der die Anzeige im Gegensatz zu der  bisherigen bei Normalschiebern nicht ab  sinken, .sondern, je nach     Überdeckungsgrösse,     mehr oder weniger ansteigen lässt.  



  Bringt man nun     in,der    zusätzlichen Über  .deckung b' .der     Einströmkante    eine in der  Richtung der     @Schieberbewegung    bis etwa zur  alten     Normalabdeckkante    reichende kleine  Öffnung 17 (oder eine Bohrung, einen, Schlitz,  oder eine sonstige, für den beabsichtigten  Zweck der     Drosselwirkung    geeignete Aus  sparung) an der Absperrkante an, so kann  bei kleiner Belastung und langsamem Gang  des Messers der     Messraum    11 vollständig ge  füllt werden, so, als ob die frühzeitige Dros  selung und Überdeckung nicht vorhanden  wäre. Aber mit wachsender Geschwindigkeit  wird die Öffnung 17 für die immer mehr  sinkende     Einströmzeit    zu klein.

   Es tritt wach  sender Füllungsmangel auf, der sich wach  send dem eben beschriebenen Zustand der  gänzlichen     Abdrosselung    nähert. Mit dieser       Überdeckungsausbildung    lässt sich eine ideal  horizontal gestreckt verlaufende, nach  Wunsch auch leicht     ansteigende        Messdruck-          kurve    erzielen, wie die ausgezogene Linie  im Diagramm nach     Fig.    4 zeigt und wie  durch Versuche an Versuchsmessern     erwiesen     wurde.  



  Es ist auch möglich, die gleiche     Wirkung     zu erzielen durch sinngemässe Ausbildung  der     Stegbreite    der     Schieberkasternkanäle.    Die  ser Weg     dürfte    technisch aber weniger  zweckmässig sein, da zu     breite        Stege    zur Ver  schlechterung der     Abdichtung    infolge Ver  schmutzung und zu kleinem     Flächendruck     usw. führen.  



  Um bei Gasmessern, deren Membran stark  ausarbeitet, also bei eintretender Saugwir  kung zu wenig nachgeben kann, sowie bei  nachträglichem Einbau einen     Spannungsstoss         zu vermeiden, kann man noch zusätzlich eine  frei bewegliche Nebenmembran 18     (Fig.    1)       zwischen        beiden;        Messkammern    oder in dem       Membranteller    13 anordnen. Beim Ein  strömen in die     Messkammer    11 wird diese  Nebenmembran sich in die in voller Linie  gezeichnete Lage in die Kammer<B>10</B> wölben.

         Tritt    nach     Abdrosselung    der     Messkammer    11  an -der     Membran    13 auf ihrem Wege     a    eine  saugende     Wirkung    auf, so wirkt die Neben  membran 18,     wie    leicht einzusehen,     span-          nungs-    und raumausgleichend.  



  Bei Verwendung eines solchen nach  giebigen frei beweglichen Gliedes wird es  auch möglich, das Prinzip des     frühzeitigen:     Beginnes des     Einströmungsabschlusses    auf       Vierkammergasmessern    mit starren     Mess-          wänden    anzuwenden. Das bewegliche Neben  organ kann hier als biegsame Membran oder  als schwebend aufgehängte Glocke ausge  bildet sein, die sinngemäss auf den beiden  Seiten mit den     Messkammern        verbunden    sein  müsste.  



  Die Anwendung der     beschriebenen.    Erfin  dung verursacht keinerlei     Verteuerung    des  Gasmessers; sie kann mit geringsten     Kosten     auch nachträglich     an.    vorhandenen Gasmes  sern erfolgen und ihre Wirkung bleibt mit  unveränderlicher -Genauigkeit und Sicherheit       w        ä        'hrend        Jer        e3        --anzen        Lebensdauer        des        Gas-          messers    erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Gasmesser mit mehreren Messkammern mit -durch Kurbelgetriebe gekuppelten be weglichen Wänden und schleichender, das Mass der Füllung bestimmender Steuerung, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerung so ausgebildet ist, dass sie mit wachsender Belastung ,des Gasmessers einen zunehmen den Füllungsmangel bewirkt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Gasmesser nach Patentanspruch, mit Schiebersteuerung,dadurch gekennzeich net, dass der Schieber an seiner Eintritts kante in der Hubrichtung eine Verlän gerung aufweist, durch die der Abschluss .des Einlasses am Ende des Einlasshubes so frühzeitig bewirkt wird, dass in der Messkammer bei zunehmender Belastung *des Gasmessers ein Füllungsmangel auf tritt. 2.
    Gasmesser nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die verlängerte Eintrittskante des Schiebers eine relativ kleine Ausnehmung aufweist, die bei langsamer Bewegung des Schiebers, entsprechend einer geringen Be lastung des Gasmessers, den Eintritt von Gas in die betreffende Messkaminer ohne Füllungsmangel ermöglicht. 3.
    Gasmesser nach Patentanspruch, mit Schiebersteuerung, gekennzeichnet durch eine Verbreiterung des Schieberkasten- steges an der Absperrkante für die Einströ mung, durch die der Abschluss des Ein lasses am Ende des Einlasshubes derart bewirkt wird, dass in der Messkammer bei zunehmender Belastung des Gasmessers ein Füllungsmangel auftritt. 4.
    Gasmesser nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Abdrosse- lung des Gaseinlasses in die Messkammer entstehende Spannungen durch zusätzliche bewegliche Wandungsteile zwischen den bezüglichen Messräumen ausgeglichen wer den.
CH163587D 1931-05-04 1932-05-04 Gasmesser mit mehreren Messkammern und schleichender, das Mass der Füllung bestimmender Steuerung. CH163587A (de)

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