CH163671A - Röntgenanlage mit einem als Stromquelle für die Röntgenröhre dienenden Kondensator. - Google Patents

Röntgenanlage mit einem als Stromquelle für die Röntgenröhre dienenden Kondensator.

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CH163671A
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  Röntgenanlage mit     einein    als     Stromquelle    für die Röntgenröhre  dienenden Kondensator.    Die Erfindung     betriffi    eine Röntgenanlage  zur Herstellung von Aufnahmen mit kurz  währender Belichtung. Es ist bekannt, zu  diesem Zweck einen Kondensator zu verwen  den, der, nachdem er sich auf eine bestimmte  Spannung aufgeladen hat, über eine Röntgen  röhre     zurEntladung    gebracht wird. Dadurch  wird     ein    Strom von grosser Intensität, aber  von kurzer Dauer durch die Röhre geführt.  



  Nach der Erfindung wird nun in einer  solchen Anlage eine in Reihe mit dem Kon  densator geschaltete Selbstinduktion verwen  det, wobei unter  Kondensator" auch eine  Gruppe von     Kondensatorelementen,        züm    Bei  spiel eine Batterie von     Leydener    Flaschen,  verstanden werden soll. Es zeigt sich,     dass     hierdurch bessere Ergebnisse erzielt werden,  was sich aus einem günstigeren Verlauf des  Stromes und der Spannungen der Röntgen  röhre erklären     lässt.     



  Ein erheblicher Vorzug, den die Verwen  dung einer Selbstinduktion nach der Erfin  dung hat, ist der,     dass    infolge des erwähnten    günstigeren     Verlaufes    der Kondensator eine  kleinere Kapazität haben kann, indem die     zur     Verfügung gestellte Energie nützlicher ver  wendet wird.  



  Man braucht nicht stets eine besondere  Selbstinduktion in den Stromkreis einzufügen,  sondern kann zu diesem Zweck oft die den  Ladestrom des Kondensators liefernde     Trans-          formatorwicklung    verwenden. Zu diesem  Zweck kann eine Umschaltvorrichtung vor  gesehen sein, aber diese kann sogar entfallen,  wenn die Röntgenröhre in Reihe mit einer  Funkenstrecke parallel zum Gleichrichter ge  schaltet ist, über den der Kondensator sich  auflädt. Wird der Primärstrom des Transfor  mators vor der Entladung ausgeschaltet, so  kann diese durch Beeinflussung der Funken  strecke ausgelöst werden.

   Wenn     derPrimär-          strom    des Transformators eingeschaltet bleibt,  so wirkt auf die Röntgenröhre die Summe  der Spannungen der     Transformatorwicklung     und des geladenen Kondensators. Eine solche  Betriebsweise ist besonders am Platze, wenn      die Verhältnisse derart gewählt sind,     dass    die  Entladung innerhalb einer Halbperiode des  Wechselstromes so weit fortgeschritten ist,       dass    der Funke daraufhin erlischt und in der  zweitnächsten Halbperiode nicht weiter über  schlägt.  



  Es kann zweckmässig sein, in der Anlage  einen zweiten Entladungsweg vorzusehen mit  einer zweiten Funkenstrecke, die wahlweise  eingeschaltet werden kann und die erste., so  wie die     Transformatorwicklung    überbrückt.  Meist wird man auch in diesem zweiten Ent  ladungsweg eine Selbstinduktion vorsehen.  



  Die Zeichnung veranschaulicht den Gegen  stand der Erfindung beispielsweise.  



       Fig.   <B>1</B> ist ein Diagramm, in dem der Ver  lauf der Spannung der Röntgenröhre mit und  ohne Benutzung einer Selbstinduktion darge  stellt ist;       Fig.    2 und<B>3</B> stellen zwei Schaltungsan  ordnungen von Ausführungsformen einer Ein  richtung nach der Erfindung dar.  



  In     Fig.    2 bezeichnet<B>1</B> eine Röntgenröhre.  Diese erhält ihren Anodenstrom von einem  Kondensator 2. Dieser Kondensator wird von  einem Transformator<B>3</B> über einen Gleich  richter 4 geladen. Die Stromkreise der     Glüh-          kathode    der Röntgenröhre und des Gleich  richters sind der Übersichtlichkeit halber  fortgelassen. Der Gleichrichter kann aus einer  oder mehreren Entladungsröhren, aber auch  aus einem oder mehreren     Gleichrichtergeräten     von anderer Gattung bestehen.  



  In     Reffie    mit der Röntgenröhre liegt eine  Funkenstrecke<B>5.</B> Sobald sich der Kondensa  tor auf eine bestimmte Spannung aufgeladen  hat, findet ein Durchschlag der     Punkenstrecke     statt und es entlädt sich der Kondensator  über die Röntgenröhre, so     dass    eine kurzwäh  rende Belichtung erzielt wird.  



  Mit<B>6</B> ist eine     Selbstincluktion    bezeichnet,  die in den Stromkreis eingefügt ist. Die Be  deutung dieser Selbstinduktion ist in     Fig.   <B>1</B>  erläutert. Die Kurve<B>7</B> stellt darin den zeit  lichen Verlauf der Spannung<B>E</B> zwischen den  Elektroden der Röntgenröhre dar, wenn die  Selbstinduktion<B>6</B> nicht vorgesehen ist. Damit  eine bestimmte nützliche Energie durch die    Röhre geführt werden kann,     muss    der Kon  densator sich auf eine Spannung ei Volt auf  laden. Bei dieser Spannung ist jedoch die  Entladung noch nicht vollauf nützlich wirk  sam, da die Spannung zu hoch ist, um Strah  len mit hinreichender Kontrastwirkung zu er  zeugen.

   Erst wenn die Spannung auf den  Wert e2 herabgesunken ist, haben die Strah  len genug von der Härte verloren, um ein  deutliches Röntgenbild bilden zu können.  Unterhalb des Wertes es werden die Strahlen  zu weich und es findet auch keine     nützlieLe     Wirkung mehr statt. Während der Zeit zwi  schen t2 und     ts    wird also die Entladung nütz  lich verwendet. Von to bis     t2    erfolgt keine  ausgesprochen nützliche Strahlung; es wird  aber während dieser Zeit doch ein sehr grosser  Teil der verfügbaren Energie verwendet, da  die Spannung hier hoch und somit auch die  Stromstärke gross ist.

   Dadurch,     dass    nun die  Drosselspule<B>6</B> in den Stromkreis eingeführt  wird, erhält die Spannung annähernd den mit  der Linie<B>8</B> bezeichneten Verlauf. Die Span  nung wird im ersten Moment nach dem  Schliessen des Entladungskreises von der  Drosselspule aufgenommen und die Röhren  spannung steigt mit dem Strom von Null ab  mit einer Schnelligkeit, die uni so kleiner ist,  <B>je</B> grösser der Wert der Selbstinduktion ist,  bis zu dem Wert es, wo die nützlichen Rönt  genstrahlen aufzutreten anfangen. Die Span  nung behält einen Wert in dem brauchbaren  Gebiet vom Augenblick t4 bis zu t5, um dar  auf wieder unter den Wert es zu sinken.  



  Es ist nun ersichtlich,     dass    im zweiten  Fall die Energie im wesentlichen dort ver  wendet wird, wo die Spannung einen günsti  gen Wert hat. Man kommt also mit weniger  Energie aus und der Kondensator kann eine  kleinere Kapazität besitzen. Die beiden Fälle  sind derart gewählt,     dass    die Zeit, während  -welcher die Spannung einen geeigneten Wert  hat, gleich ist. Man kann dies nicht nur durch  die Grösse der Kapazität, sondern auch durch  den Wert der Selbstinduktion beeinflussen.  



  Wird beispielsweise eine Kapazität von  <B>0,6 ss</B> F verwendet bei einer Röhre, deren  Glühstrom so eingestellt ist,     dass    sie bei      <B>75 kV</B> einen Strom von<B>500</B> mA     durchlässt,     so wird mit einer Selbstinduktion im Wert  von etwa<B>1000</B>     Henry    die nützliche Belich  tungsdauer ungefähr<B>0,1</B> Sekunden betragen.  Weit kleinere Kapazitäten reichen jedoch  meistens hin.  



  In     Fig.   <B>8</B> ist eine Schaltungsanordnung  einer Einrichtung dargestellt, bei der die den  Ladestrom des Kondensators liefernde     Trans-          formatorwicklung    gleichzeitig als Selbstinduk  tion in) Entladungsstromkreis dient. Der  Kondensator<B>9</B> wird hier über den Gleich  richter 12 von einem Transformator mit einer  Primärwicklung<B>10</B> für Niederspannung und  einer     Sekundärwieklung   <B>11</B> für Hochspannung  geladen. Parallel zum Gleichrichter ist die       Rantgenröhre   <B>13</B> und eine mit ihr in Reihe  liegende F     unkenstrecke        mitElektroden    14 und  <B>15</B> geschaltet.

   Findet zwischen diesen Elek  troden ein Überschlag statt, so fliesst der  Strom des Kondensators<B>9</B> über die Wicklung  <B>11</B> und die Funkenstrecke durch die Rönt  genröhre. Man kann     dieVerhältnisse    so wäh  len,     dass    die Entladung erst durch Beeinflus  sung der Funkenstrecke ausgelöst wird.

   In  diesem Fall kann die Primärspannung schon  vorher abgeschaltet werden, oder man kann,  insbesondere bei Verhältnissen, bei welchen  die Entladung innerhalb einer Halbperiode  des     Wechselstroines    so weit fortgeschritten  ist,     dass    der Funke daraufhin erlischt und  bei der zweitnächsten Halbperiode nicht wie  der überschlägt, die     Transformatorspannung     zur Unterstützung der     Kondensatorentladung     mitarbeiten lassen. Es kann zweckmässig sein,  eine zweite Entladungsbahn vorzusehen, bei  deren Benützung die     Kondensatorentladung     allein zur Speisung der Röhre verwendet wird,  beispielsweise wie in     Fig.   <B>3</B> gestrichelt ange  deutet.

   Die     in    der Figur gestrichelt darge  stellte Verbindung führt von dem mit dem  Kondensator verbundenen Ende der Wick  lung<B>11</B> zu einer     Funkenstreckenelektrode   <B>16.</B>  Dadurch wird zwischen den Elektroden 14  und<B>16</B> eine     Funkenbahn    gebildet, welche die  Wicklung<B>11</B> und die Funkenstrecke zwischen  14 und<B>15</B> überbrückt. Die wahlweise Betä  tigung der einen oder andern Funkenstrecke    kann nun zum Beispiel dadurch ermöglicht  werden,     dass    die Elektrode 14 beweglich an  geordnet wird, so     dass    sie beliebig in der  Richtung nach<B>15</B> oder in der Richtung nach  <B>16</B> zu bewegt werden kann.

   Die Elektrode  <B>16</B> könnte unmittelbar mit der     Transforma-          torwicklung    verbunden sein, aber eine Selbst  induktion<B>17</B> ist meist auch hier am Platze.  



  Die Erfindung ist nicht auf Anlagen be  schränkt, bei denen der Entladungsstrom  durch Betätigung einer Funkenstrecke ge  schlossen wird. Das Einschalten des Stromes  kann ebenso gut auf andere Weise, zum Bei  spiel durch Anlegen eines zu diesem Zwecke  geeigneten Potentials an eine Hilfselektrode  oder durch Einschalten des Heizstromes der       Glühkathode    der Röntgenröhre oder einer ge  gebenenfalls mit ihr in Reihe geschalteten  Entladungsröhre erfolgen.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Röntgenanlage mit einem als Stromquelle für eine Röntgenröhre dienenden Kondensator, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit diesem Kondensator und der Röntgenröhre eine Selbstinduktion geschaltet ist. UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Röntgenanlage nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Selbstinduk tion eine Transformatorwicklung dient, die über einen Gleichrichter den Ladestrom des Kondensators liefert. 2. Röntgenanlage nach Unteranspruch <B>1,</B> da durch gekennzeichnet, dass die Röntgenröhre und eine mit ihr in Reihe liegende Funken strecke parallel zum Gleichrichter geschal tet sind.
    3.Röntgenatilage nach Unterauspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass eine zweite Fun kenstrecke vorgesehen ist, welche die erste und die Transformatorwickluno, überbrückt und die Einrichtung derart ist, dass wahl weise die erste oder die zweite Funken strecke in Tätigkeit gesetzt worden kann.
CH163671D 1930-07-17 1931-07-16 Röntgenanlage mit einem als Stromquelle für die Röntgenröhre dienenden Kondensator. CH163671A (de)

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