CH163673A - Verfahren zum Umwandeln von Mehrphasenstrom gegebener Frequenz in Wechselstrom anderer Frequenz und umgekehrt. - Google Patents

Verfahren zum Umwandeln von Mehrphasenstrom gegebener Frequenz in Wechselstrom anderer Frequenz und umgekehrt.

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CH163673A
CH163673A CH163673DA CH163673A CH 163673 A CH163673 A CH 163673A CH 163673D A CH163673D A CH 163673DA CH 163673 A CH163673 A CH 163673A
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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      Verfahren    zum     Umwandeln    von     Mehrphasenstrom    gegebener     Frequenz    in Wechselstrom  anderer Frequenz und     umgekelut.       Um     Mehrphasenstrom    gegebener Fre  quenz (z. B. 50 Per.) in Wechselstrom an  derer Frequenz (z.

   B.     16'/3    Per.) mit Hilfe  zweier gittergesteuerter     Mehrphasengleich-          richter    umzuformen, ist bereits vorgeschlagen  worden, die beiden     Gleichrichtersysteme    so  zu verbinden, dass die Kathode jedes Gleich  richters mit dem     Sternpunkt    der speisenden  Wicklung des jeweils andern Gleichrichters  unmittelbar verbunden ist, und dass zwischen  den Kathoden die Spannung der Sekundär  frequenz dadurch erzeugt wird, dass während  einer Halbperiode der     Sekundärfrequenz          (16@/;

      Per.) die Anodengitter des einen  Gleichrichters .so erregt sind,     dass    sie den  Stromdurchgang durch diesen Gleichrichter  in zyklischer Phasenfolge freigegeben, wäh  rend die Anodengitter des zweiten Gleich  richters in dieser Zeit den Stromdurchgang  durch diesen Gleichrichter sperren, während  für die andere Halbperiode in analoger       Weise    der     Stromdurchgang    für den zweiten         Gleiehrichter        freigegeben    und für den ersten  gesperrt ist.

   Diese Einrichtung: arbeitet ein  wandfrei, wenn es sich um     rein:        Ohmsehe    Be  lastung handelt, weil indem,     einen    sogenann  ten     ,Achterkreis"    (liegende     8)!    darstellenden  Stromkreis (- Nullpunkt<B>0"</B> Gleichrichter 1,  -Kathode     K1,    -Nullpunkt     Ozr    Gleichrich  ter 2, -Kathode     gz,    -Nullpunkt 0, -)       (Fig.    1) wegen der Sperrung jeweils     eines     der beiden Gleichrichter ein     Kurzschluss-          strom    nicht     zustande    kommen kann.

       Anders     liegt aber der Fall, wenn das Netz der  Sekundärfrequenz induktiv belastet ist     (Fig.     1a), weil dann die im jeweiligen Zyklus  letzte Anode, zum Beispiel 6, den Strom  noch in der Zeit     t,-t,    führt, in welcher be  reits der andere Gleichrichter     Gz.,durch    die  Gittersteuerung für die Stromführung frei  gegeben ist. Die Spannungsrichtung in der,.  .die noch stromführende Anode 6 speisenden       Phase    des ersten Gleichrichters     G,_    ist zwar  bereits     umgekehrt,    also. gegen den Strom ge-      richtet, dieser wird jedoch durch die.     EMK     der Selbstinduktion der Sekundärbelastung  aufrecht erhalten.

   Solange die Gegenspan  nung der strombelasteten, letzten Phase 6  ,des ersten Gleichrichters noch grösser ist, als  die     vorwärtsgerichtete    Spannung der ersten  Phase 4' des zweiten Gleichrichters, kann  ein     Kurzschlussstrom    im Achterkreis nicht  zustande kommen, Zeitintervall     t,-t,.    Dies  ändert sich aber indem Moment, in welchem  die auf Vorwärtsstrom gerichtete Spannung  der ersten Phase des zweiten Gleichrichters  über den Wert der fallenden Spannung der  letzten Phase des ersten     Gleichrichters    ge  stiegen ist (Zeitintervall     tl-t3).    Beträgt der  Überschuss der Vorwärtsspannung den dop  pelten Wert des     Lichtbogenabfalles    im       Geichrichter,

      dann setzt ein     Kurzschluss-          strom    im     Achterkreis    ein, welcher ,den Be  trieb der Anlage unmöglich macht.  



  Dieser Nachteil soll erfindungsgemäss da  durch beseitigt werden,     dass    die Stromfüh  rung,der letzten Phase der Gleichrichter auch  bei phasenverschobenen     Strömen    auf die Zeit  beschränkt wird, in welcher der     Kurzschluss-          strom    im Achterkreis nicht einsetzen kann.  Nach der Erfindung wird dies dadurch er  reicht,     däss    jeweils mit den Anodengittern  des einen Gleichrichters die Anodengitter  der Gegenphase des andern Gleichrichters  gleichzeitig     und    gleichsinnig     gesteuert    wer  den.

   In :dem     vorbetrachteten    Falle wird da  durch erreicht,     dass    mit der Freigabe der  Stromführung für die ersten Phasen 4' des  zweiten Gleichrichters, auch hie Stromfüh  rung der Gegenphase 1 im ersten Gleichrich  ter     @in    :dem Moment freigegeben wird, in wel  chem deren gegen den     .Strom    gerichtete       Spannung    noch Null ist, oder noch einen  sehr     kleinen    Wert besitzt.

   Das hat zur  Folge,     dass    der an der Anode der letzten  Phase noch brennende Lichtbogen dieses       Gleichrichters    auf die     Anode,der    gerade frei  gegebenen Gegenphase überspringt und     die     längst vorhandene Gittersperrung der Anode  der letzten Phase wirksam wird. Der Grund  des Übergehens     .des    Lichtbogens auf die  Anode der Gegenphase ist folgender. So-    wohl die Spannungsrichtung der noch bren  nenden letzten Phase, wie auch die Span  nungsrichtung der Gegenphase ist gegen den  Strom, also: auch gegen die treibende Kraft  der     Selbstinduktion    des Sekundärkreises ge  richtet.

   Im     erster.    Moment im Zeitintervall       t,-t2    ,der Freigabe des Stromdurchganges an  ,der Anode der Gegenphase ist jedoch die  Spannung .dieser Gegenphase kleiner als die  der letzten Phase, so dass auf den Anoden  stromkreis     der    Gegenphase eine grössere trei  bende resultierende Spannung einwirkt als  auf den Anodenstromkreis der letzten Phase.  Da nun im Achterkreis -die     Summe,der    Span  nungen einer Phase (4') und ihrer Gegen  phase (1) in jedem Moment 0 ist, kann ein       Kurzschlussstrom    im Achterkreis auch dann  nicht zustande kommen, wenn das Sekundär  netz rein induktiv (oder     kapazitiv)    belastet  ist.  



  Die Erfindung sei anhand der Ausfüh  rungsbeispiele der     Fig.    1 bis 4 näher erläu  tert.  



  In     Fig.    1 ist eine Anordnung zur Um  wandlung von Dreiphasenstrom von 50 Per.  in Einphasenstrom von     162/3    Per. mit Hilfe       zweier        gittergesteuerter    Gleichrichter     G1    und       G2    dargestellt.

   Es bedeutet     N,        das    drei  phasige Primärnetz von 50 Per., T     einen     Transformator mit einer an     N1    angeschlos  senen dreiphasigen Primärwicklung und  zwei getrennten, mit den Sternpunkten     o1     und     o2    versehenen     sechsphasigen    Sekundär  wicklungen, welche die Anoden 1, 2, 3, 4, 5,  6     bezw.    1', 2', 3', 4', 5', 6' der beiden Gleich  richter speisen. Mit     g    sind die Anodengitter,  mit     lel    und     k2.    -die Kathoden der Gleichrich  ter bezeichnet.

   An diese Kathoden sind. die       Netzleiter    -des     Sekundäarnetzes        N2    von     162'/3     Per. angeschlossen.     U1    und     Ü,    bedeuten zwei  gleichgebaute, synchron mit der Frequenz  von 2.     162/3    =     331/3    Per.

   umlaufende     Um-          schalter.    Der Umstand,     dass    diese Umschal  ter mit der doppelten     Sekundärfrequenz    um  laufen, und     dass    die Kontakte von     U,        den.     Kontakten von     Uz    in der in der Figur er  sichtlichen     Weise    einander zugeordnet sind,  hat zur Folge, dass immer wenn der Licht-           bogendurchgang    für den einen Gleichrichter  in zyklischer Phasenfolge im Vorwärtssinne  freigegeben wird, gleichzeitig auch die Sper  rung für die entsprechenden Gegenphasen im  andern     Gleichrichter    aufgehoben wird.

   Dies  ermöglicht,     dass    in jedem Moment im Sekun  därnetz ein Strom beliebiger Richtung flie  ssen kann und damit ist die Möglichkeit  gegeben, das Sekundärnetz induktiv oder       kapazitiv    zu belasten, ohne dass Störungen  des Betriebes sich einstellen. Ein Kurz  schlussstrom im Achterkreis     ol-Gl-ki-          o..-G2-k._-ol    tritt nicht auf, weil, wie be  reits an früherer Stelle gezeigt, .in diesem  Stromkreis in jedem Moment die Spannung  der Phase des einen Gleichrichters gleich  gross und entgegengesetzt gerichtet ist der  Spannung der Gegenphase des andern Gleich  richters. Eine wirksame Gittersteuerung er  gibt sich hierbei in folgender Weise.

   Die  Gitter sind über die Widerstände 11' mit dem  -Pol der Batterien     B1        bezw.        B2,    deren Mit  ten an die Kathode     k1        bezw.        k,    angeschlos  sen sind, dauernd verbunden, da sie gegen  über der zugehörigen Kathode negativ auf  geladen sind. Ohne den     Einfluss    des Um  schalters wären somit die Gleichrichter  dauernd für den Stromdurchgang gesperrt.

    Der rotierende Kontaktarm des Umschalters  legt nun aber die Gitter in zyklischer Folge  an den     -I-    Pol der zugehörigen Batterie, so  dass das Potential jedes Gitters in gewissen       Geiten    höher als das der Kathode ist, wo  durch die     Zündung    der betreffenden Ano  den frei gegeben ist. Es ist vorteilhaft, die  Verbindung des Gitters mit dem     Ohmschen     Widerstand dabei nicht zu lösen, damit keine  Unterbrechung der Gitterladung stattfindet.  Die Halbwelle der Sekundärspannung wird  bei dieser Einrichtung, wie     Fig.    la zeigt, aus  sechs Halbwellen der Primärspannung, die  sieh überlappen, gebildet.

   Um einen mehr       sinusförmigen    Verlauf der sekundären Span  nungshalbwelle zu erhalten, können die  Spannungsamplituden. der Primärphasen  durch Wahl der     Sekundärwindungszahlen     auf dem Transformator T in der Weise un  gleich gemacht werden, derart, dass für den    Gleichrichter     G1    die unter sich gleich grossen  Phasenwicklungen 1 und 6 weniger, die un  ter sich gleich grossen     Phasenwioklungen    '3  und 4 mehr Windungen erhalten als die un  ter sieh gleichen Phasenwicklungen 2 und 5,  für :

  den Gleichrichter     G,    dagegen sollen dann  die Wicklungen für Phase 4' und 3' weniger,  die Wicklungen für Phase 1' und 6' mehr       Windungen    als die Wicklungen für Phase 2'  und 5' haben. Auch in diesem Falle sind  die Spannungen der Phase des einen Gleich  richters und die Spannung der     Gegenphase     im andern     Gleichrichter    in jedem Moment  gleich gross, aber im Achterkreis entgegen  gerichtet.

   Eine ausserordentlich günstige, der       Sinusform    sehr nahe kommende Kurven  form erhält man,     wenn,die        Windungszahlen     .der Phasen (1, 6     bezw.    4, 3), (2, 5) und (4, 3       bezw.    1, 6) sich verhalten wie     ,sin    40' :     sin     <B>60'</B> :     sin   <B>80'</B> also etwa wie 0,655 :     0a88    : 1.  Die aus diesem Verhältnis sieh ergebende  Kurvenform zeigt im wesentlichen nur eine  geringe dreizehnte Oberharmonische.  



  Ein zweites Ausführungsbeispiel der Er  findung zeigt     Fig.    2. In     Fig.    2 sind die bei  ,den Gleichrichter in einem Gehäuse G ver  einigt und haben eine gemeinsame Kathode,  dafür aber wird ein Transformator     TZ    mit  zwei im Punkte m verbundenen Primärwick  lungen     P1    und     P2    verwendet, deren Sekundär  wicklung Q der Strom der .Sekundärfrequenz  von     162e    Per. entnommen werden kann.  



  Die Bedeutung der Buchstaben ist im  übrigen in der     Fig.    2 die gleiche wie in       Fig.    1. Der Strom in der Primärwicklung       P1,        P,    ,des     Transformators        T,    fliesst je nach  seiner Richtung über den Nullpunkt     o1    oder  02     duroh    den Gleichrichter G, unabhängig  davon, wie die     Spannungsrichtung        in,den    für  den     Durchlass        freigegebenen    Anodenstrom  kreisen ist.

       Würde        nicht        in    jedem Moment  in beiden Anodengruppen 1, 2, 3, 4, 5, 6 und  1', 2', 3', 4', 5', 6' ein     Liehtbogenweg    freigege  ben, dann würde die     Stromrichtung    in den       Primärwicklungen    des Transformators     TZ          nicht    beliebig sein können.

   Es. wäre aber  nicht zulässig, den     Durchlass    für gleiche  Phasen in beiden     Systemen    zu öffnen, weil      dann in den beiden Wicklungen     P,    und     P.-          entgegengerichtete    Ströme fliessen würden,  ,die sich in magnetischer Beziehung kompen  sieren, und damit ein Kurzschluss des ganzen  Systems herbeigeführt wäre.

   Dieser Zustand       tritt    auch ein,     wenn    die jeweils letzte Phase  des einen     ,Sytems    noch Strom führt, wenn  .der Anodendurchgang einer auf Vorwärts  strom gerichteten Phase des andern Systems  bereits freigegeben ist, ein Fall, :der zum Bei  spiel bei rein induktiver     Belastung    des Sekun  därnetzes eintritt. Aus diesem Grunde soll  auch hier     erfindungsgemäss    jeweils mit -den  Anodengittern des einen Systems die Ano  dengitter der Gegenphase des andern       Systems    gleichzeitig     und    gleichsinnig ge  steuert werden.

   Bei dem Ausführungsbei  spiel der     Fig.    2 ist hierzu nur ein Umschalter  nötig, der genau nach Art des Umschalters  der     Fig.    1 gebaut ist und ebenfalls mit der  Frequenz von 2.     16%    Per. =     33'/a    Per. ro  tiert. Diese Vereinfachung ist dadurch mög  lich,     da.ss    man -das Gitter 1 mit dem Gitter 4',  2 mit 5', 3 mit 6', 4 mit 1', 5 mit 2' und 6  mit 3' unmittelbar verbindet und zu :den  Kontakten des Umschalters führt.  



  Bei der beschriebenen Einrichtung ist  also die Möglichkeit gegeben,     dass    der die       Gleichrichtersysteme    durchfliessende Strom  gegen die Spannung der mit den Anoden ver  bundenen     Sekundärwicklungsphasen    gerich  tet sein kann.

   Dieser Fall ist auch dann ge  geben, wenn die     DMK    des     Sekundärnetzes     grösser ist, als die dem Gleichrichter vom  Primärnetz zugeführte     Spannung,    das heisst  aber, dass .die Richtung des Energieflusses  nicht mehr abhängig ist von der Ventilrich  tung eines Gleichrichters, sondern an sich       unbestimmt        ist.    Über die Richtung des       Stromes        entscheidet    die Grösse der Spannun  gen im Primär- und Sekundärnetz. Die  Steuerung der Gitter bleibt in beiden Fällen  die gleiche, ob nun das Netz von 50 Per.  Energie in das Netz von     1.6'/;,    Per. sendet  oder umgekehrt.  



  Auch im Falleder     Fig.    2 kann .die     Win-          dungszahl    der Phasenwicklungen ungleich  gemacht werden, wie es an früherer Stelle    beschrieben worden ist, uni die Kurve der  Sekundärspannung möglichst     sinusförmig    zu  gestalten.  



  Für die Erfindung ist es ohne Belang, ob  die     Steuerung    der Phasen und     Gegenphasen     genau oder nur angenähert gleichzeitig: er  folgt. In jedem Falle wird die Freiheit ,der  Stromrichtung im System dadurch erzielt,  dass in dem gerade gesperrten Gleichrichter  der Stromweg derjenigen Phase freigegeben  wird, deren Spannung in dem durch beide  Gleichrichter sich schliessenden     Kurzschluss-          kreis    der Spannung der gerade stromführen  den Phase     entgegengerichtet    und ihr wenig  stens annähernd     grössengleich    ist.  



  In den bisher gewählten Ausführungs  beispielen, in denen es sich um die Umwand  lung von dreiphasigem Strom von 50 Per.  in Einphasenstrom von     16'/2.    Per. handelt,  waren     Gittersteuerschalter    verwendet, die  während einer Halbperiode .des sekundären       Wechselstromes,der    Reihe nach die Zündung  der sechs Phasen der Gleichrichter freigeben.

    Jede Halbwelle der Sekundärspannung setzt  sich demnach aus sechs Halbwellen der Span  nung der Primärfrequenz zusammen, die sich  zum     grössten    Teil in der Weise überdecken,  dass die Anoden der mittleren Phasen nur  während des sechsten Teils einer Periode  Strom führen, während die Anoden der  ersten und letzten Phase über einen grösseren       Zeitteil    stromführend sind.

   Jenes Verfahren  ermöglicht es aber, dass auch phasenverscho  bene Ströme die Einrichtung durchfliessen  können, und wenn man voraussetzt,     dass    das  Sekundärnetz rein induktiv belastet ist,     dann          fliesst    durch jeden der Gleichrichter auch  dann noch ein gleichgerichteter Strom, wenn  die Spannung der den Gleichrichter speisen  den Wicklung dem Strom bereits entgegen  gerichtet ist, also wenn die Richtung der       Spannung    in der im Zyklus letzten Phase  bereits negativ geworden ist.

   Wird nun mit  .der ersten Phase des jeweils andern Gleich  richters die     entsprechende    Gegenphase in  dem noch Strom führenden Gleichrichter für  den     Stromdurchgang    freigegeben, dann  springt der Lichtbogen von der     Anode    der      letzten Phase auf die Anode der gerade frei  gegebenen Gegenphase über. Das bedeutet  aber einen Spannungssprung (z. B.     Fig.        1a)     in     der    Spannung des Sekundärnetzes, weil  die Gegenphase bei Übernahme des Licht  bogens eine viel geringere     Gegenspannung     besitzt, als die im Zyklus letzte Phase des  Gleichrichters.

   Dieser     Spannungssprung     kann aber vermieden werden, wenn die Ge  genphase zur ersten Phase des jeweils andern  Gleichrichters gleichzeitig die letzte     Phase     im Zyklus des jeweils ersten Gleichrichters  ist.  



       Dies    lässt sich dadurch erreichen,     da3    je  der Zyklus mit der gleichen Phase beginnt  und endigt, und es ergibt sich so eine Ein  richtung, bei welcher ein     (bezw.    zwei) Um  schalter die Anodengitter der sechs-     (bezw.     6n)     phasigen    Gleichrichter (n = ganze Zahl)  zyklisch in der Weise steuert, dass die Span  nungskurve des Netzes niederer Frequenz  sich aus     verschiedenphasigen    Spannungen  des Netzes der höheren Frequenz zusammen  setzt, und bei welcher jeder Umschalter eine       Kontaktbahn    besitzt, bei der ,

  sich der     Reihe     der Kontakte für die Steuerung der Anoden  gitter von Phase 1 bis 6     (bezw.    6n) noch ein  weiterer Kontakt für das Gitter der Phase 1  anschliesst derart, dass die Spannungshalb  welle der niederen Frequenz sich aus 6     -i-    1       (bezw.    6n     +    1) Halbwellen der höheren  Frequenz zusammensetzt, wobei der Beginn  der Halbwelle der niederen Frequenz mit  dem Beginn einer Halbwelle für die erste  Phase der höheren Frequenz, das Ende :der  Halbwelle der niederen Frequenz mit dem  Ende einer Halbwelle     für,die    erste Phase der  höheren Frequenz zusammenfällt.  



  In     Fig.    3 bedeutet G einen der     beiden     zur Umformung verwendeten     sechsanodigen     Gleichrichter. Mit a, bis     a,    sind die Anoden,  mit     g,        bis        g"    ,die Anodengitter, mit K ist die  Kathode bezeichnet.     S    stellt den Steuerschal  ter für die Gitter dar. Man erkennt,     dass        S     nicht mehr, wie bisher sechs, sondern sieben  Kontakte für die Phasenfolge der Gitter       1-2-3-4-5-6-1    besitzt.

   Der erste und       letzte        Kontakt    steuert also das Gitter der    gleichen Phase (1) und es ist daher zulässig,       ,diese    beiden Kontakte durch einen Kontakt  streifen zu verbinden, wie es     gestrichelt    an  gedeutet ist. Die Steuerung selbst erfolgt in  der     beschriebenen    Weise mit Hilfe der rotie  renden, mit dem Pluspol der\ Batterie B ver  bundenen Bürste b. Der Mittelpunkt der Bat  terie ist fest mit der Kathode K verbunden,  während an dem Minuspol über     Widerstände     W die Kontakte 1 bis 6 und damit die ihnen  zugeordneten Gitter     g,        bis        g,    dauernd ange  schlossen sind.

   Wenn man nun die Ampli  tuden der den Anoden des Gleichrichters in  der beschriebenen Weise .derart steigend     und     fallend wählt,     dass    sie sich - bezogen auf  die niederfrequente Welle - verhalten wie  die     Sinusse    der zwischen ihnen und dem An  fangspunkt der Welle liegenden Winkel,  dann ergibt sich das Bild der     Fig.    4, in wel  chem gezeigt ist, wie sich die niederfrequente  Welle aus Halbwellen der höheren Frequenz  zusammensetzt. Dabei ist die zweite Halb  welle, im Gegensatz zu     Fig.    ja, umgeklappt,  wie dies ihrer Richtung im Netz     N2    ent  spricht.

   Gleichzeitig sind durch die ge  strichelten Linien die Halbwellen der mit  den Phasen gleichzeitig gesteuerten Gegen  phasen des jeweils andern Gleichrichters ein  gezeichnet. Man .erkennt, dass die     negative     Halbwelle der letzten Phase des     ersten     Gleichrichters (also -1) gleichzeitig die  Gegenphase der der ersten Phase     (-i-    4') - des  zweiten Gleichrichters ist, so dass der Licht  bogen nicht erst den     Sprung    von Phase (-6)  auf (-1) machen muss. Um weitere derar  tige Spannungssprünge beim Übergang des  Lichtbogens von Phase (-1) auf (-2) und  von (-2) auf (-3) abzudämpfen,     ist    es vor  teilhaft, in an sich bekannter Weise den Ka  thoden vorgeschaltete Drosselspulen D zu  verwenden.

   Es ist in     Fig.    3 die     Gittersteue-          rung    nur     eines    der beiden Gleichrichter dar  gestellt. Es ist selbstverständlich,     dass    die       Gittersteuerung,des    andern Gleichrichters, in  analoger Weise erfolgt und dass,     wenn    ein  zweiter Steuerschalter verwendet wird, -er in  gleicher Weise ausgeführt ist, wie der dar  gestellte. Die Umdrehungszahl der Steuer-      bürste entspricht bei der gezeichneten (zwei  poligen) Ausführung der Steuerschalter dem  zweifachen Wert der Sekundärfrequenz, hier  also     33'-j3    Perioden.

   Wird die gezeichnete  Kontaktbahn auf den halben Umfang des  Kollektors beschränkt und auf der andern  Hälfte des Kollektors wiederholt     (vierpolige     Ausführung), dann entspricht die Touren  frequenz des Steuerschalters genau der  Sekundärfrequenz, also     162/3    Perioden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Steuerung zweier gitter gesteuerter Mehrphasengleichrichter, welche zum Umwandeln von Mehrphasenstrom gege bener Frequenz in Wechselstrom anderer Frequenz dienen und umgekehrt -wobei das eine Gleichrichtersystem die eine, das andere die andere Halbwelle des erzeugten Wechsel stromes liefert - die von zwei mit Stern punkten versehenen NIehrphasenwicklungen mit Strömen der Primärfrequenz gespeist werden und deren Anoden mit Steuergittern versehen sind, die im Takte .der zu erzeugen den Frequenz derart gesteuert werden,
    dass sie in zyklischer Folge nur während des Bruchteils einer Periode des primären Wech selstromes die Zündung des Lichtbogens ge statten, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mit den Anodengittern des einen Gleichrich ters die Anodengitter der Gegenphasen der -den andern Gleichrichter speisenden Mehr phasenwicklung gleichzeitig und gleichsinnig gesteuert werden. UNTERANSPRUCH: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, @dass die Amplitu den der Spannungen der einzelnen Phasen der höheren Frequenz so abgestuft sind, ,dass: die Form .der Halbwelle der Span nungskurve der niederen Frequenz sich der reinen Sinusform nähert.
    PATENTANSPRUCH II Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass. zwei getrennte Gleichrichter verwendet werden, deren Kathoden mit dem Sternpunkt der den jeweils andern Gleich richter speisenden Wicklung verbunden sind, wobei die Ströme der Sekundärfrequenz zwi schen zwei, mit .den Kathoden der beiden Gleichrichter verbundenen Leitern entnom men werden können, dass ferner jeder Gleich richter einen mit der zweifachen Frequenz des Sekundärnetzes bewegten Steuerschalter besitzt, die synchron miteinander betrieben werden. UNTERANSPRÜCHE: 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Gleichrichter ein gemeinsames Gefäss und eine gemeinsame Kathode erhalten, wel che mit dem Mittelpunkt der Primärwick- lung des, zur Entnahme der Sekundärfre quenz dienenden Transformators verbun den ist, deren Enden mit dem Sternpunkt der -die Gleichrichter speisenden Wicklun gen verbunden sind und dass die Gitter jeder Phase des einen Gleichrichters un mittelbar verbunden ist, so,dass diese bei den Steuergitter gleichzeitig von dem ge meinsamen, mit der zweifachen Frequenz des Sekundärnetzes rotierenden Steuer schalter gesteuert werden. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass alle Gitter dauernd über Ohmsche Widerstände an eine gegenüber der zugehörigen Kathode negative Spannung angeschlossen sind, und durch die Steuerschalter vorüber gehend an eine relativ zur Kathode posi tive Spannung gelegt werden, ohne dass der Anschluss an die mit der negativen Spannung verbundenen Ohmschen Wider stände gelöst wird.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass jeder Umschal ter eine Kontaktbahn besitzt, bei welcher sich der Reihe der Kontakte für -die Steuerung der Anodengitter von Phase 1 bis 6 (bezw. 6n) noch ein weiterer Kon takt für das Gitter der Phase 1 anschliesst derart, @dass, die Spannungshalbwelle der niederen Frequenz sich aus 6 -f- 1 (bezw. 6n -f- 1) Halbwellen der höheren Fre quenz zusammensetzt,
    wobei der Beginn der Halbwelle der niederen Frequenz mit dem Beginn einer Halbwelle für die erste Phase der höheren Frequenz, das Ende der Halbwelle der niederen Frequenz mit dem Ende einer Halbwelle für die erste Phase der höheren Frequenz zusammenfällt. 5. Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch II, dadurch ge kennzeichnet, dass zur Vermeidung bezw. Abdämpfung von Spannungssprüngen beim Übergang des Lichtbogens von Phase zu Phase den Kathoden der Gleich riehter Drosselspulen vorgeschaltet sind.
CH163673D 1931-06-04 1932-06-02 Verfahren zum Umwandeln von Mehrphasenstrom gegebener Frequenz in Wechselstrom anderer Frequenz und umgekehrt. CH163673A (de)

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