CH163674A - Verfahren zum Steuern von Metalldampfgleichrichtern. - Google Patents
Verfahren zum Steuern von Metalldampfgleichrichtern.Info
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Description
Verfahren zum Steuern von Metalldampfgleichrichtern. Die Steuerung von Metalldampfgleichrieh- tern mit Hilfe von den Anoden vorgelagerten, den Lichtbogen sperrenden Steuergittern er folgt in üblicher Weise dadurch, dass man, um die Zündung des Lichtbogens einzuleiten, mit Hilfe einer an das Gitter angelegten Steuerspannung das Potential des Steuergit ters über das Potential der Kathode hebt. Bei Verwendung einer Gleichspannung als Steuerspannung wird meist so verfahren, dass der negative Pol einer mit ihrem Mittelpunkt an die Kathode angeschlossenen Batterie dauernd über Widerstand mit dem Anoden gitter verbunden ist, während der positive Pol der Batterie nur im Zündmoment mit Hilfe eines Schalters kurzzeitig an das Git ter gelegt wird, ohne dass die beschriebene Verbindung mit dem negativen Pol gelöst zu werden braucht. Sollen die Anoden der ver schiedenen Phasen nacheinander zum Zünden gebracht werden, dann werden die Verbin dungen der den verschiedenen Phasen zuge ordneten Gitter mit dem positiven Pol der Batterie in zyklischer Weise hergestellt. Man bedient sich hierbei einer mit dem positiven Batteriepol dauernd verbundenen, rotierenden Bürste, welche auf im Kreis angeordneten Kontakten schleift, die mit den Gittern dauernd verbunden sind. Diese Art der Git tersteuerung erfordert also einen nach Art eines Kollektors. ausgebildeten Schalter, auf .dem eine rotierende Bürste schleift. Diese Schalterkonstruktion ist aber kompliziert und teuer und unterliegt dem Verschleiss, so dass der Schalter Aufmerksamkeit und War tung erfordert und oft kontrolliert werden muss. In. manchen Fällen lässt sich der Um schalter dadurch vermeiden, dass man die Steuerspannung aus zwei Spannungen kom biniert, aus einer das Gitterpotential absen kender. Gleichspannung und einer Wechsel spannung, welche für einen bestimmten Zeit teil der Periode das Gitterpotential über das Kathodenpotential hebt. Die Zündung des Lichtbogens erfolgt dann periodisch wieder kehrend in ganz bestimmten Momenten. Eine Verlegung der Zündzeiten ist aber schwierig und entweder durch Regelung der Gleich stromkomponente oder durch Drehung der Phase :der Wechselstromkomponente der Steuerspannung zu erreichen. Beide Mass nahmen erfordern aber wieder zusätzliche Einrichtungen, wie Zellenschalter und Poten tialregler. Einfacher ist die Zündzeitverle- gung im zuerst betrachteten Falle der Steue rung durch eine rotierende Bürste. Wird diese durch einen kleinen Synchronmotor mit Betriebsfrequenz angetrieben, dann kann durch die Änderung der Erregung des Synchronmotors die Lage der Bürste gegen das rotierende Statorfeld des Motors verstellt und .damit die Zündzeit verschoben werden. Die angegebenen Mängel der beschriebe nen, bekannten Verfahren können nun vermie den werden, wenn man zur Steuerung elek trische Funkenentladungen verwendet, und es ist Gegenstand der Erfindung, ein Verfahren zum Steuern von Metalldampfgleichrichtern mit Hilfe von den Anoden vorgelagerten, den Lichtbogen sperrenden Steuergittern, nach welchem zur Zündung .des Lichtbogens dem Steuergitter durch Funkenüberschlag aus einem Funkenerzeuger ein die Zündung her beiführendes Potential erteilt wird. Der Funkenüberschlag kann dabei periodisch im Takte der Betriebsfrequenz oder auch einer beliebig wählbaren Frequenz erfolgen. Man wird auch hier die mit den Gittern verbun -denen Kontakte, auf welche der Funken überspringen soll, im Kreis anordnen, ohne sie aber nach Art von Kollektorlamellen aus zubilden und in Kollektorbüchsen lagern zu müssen. Die Kontakte können als kleine, zweckmässig verchromte oder platinierte Ku geln ausgebildet sein, denen die funken sprühenden Metallspitzen gegenüberstehen. Zwischen den Kugeln und Spitzen rotiert synchron mit der gewünschten Frequenz eine Scheibe aus Isoliermaterial, welche offene oder metallisch ausgefüllte Unterbrechungen besitzt, die den Funkenüberschlag auf die Gitter in :den gewünschten Zeitpunkten ver mitteln. Ein Schleifen von Bürsten auf den Kontakten findet nicht statt, die Scheibe wird frei in der Luft gedreht, so :dass: :der bTo- tor im wesentlichen nur die Reibungsverluste in Luft und Lagern zudecken hat. Ein Ver schleiss liegt praktisch nicht vor, so :dass die Wartung auf ein Minimum beschränkt ist. Die Axe der Scheibe kann auch hier durch die Erregung des Synchronmotors gedreht und damit die Zündmomente verschoben wer den. Die Zündung .des Lichtbogens kann durch einen einzigen Funkenüberschlag oder auch durch eine Reihe sich rasch folgender Funkenentladungen auf das Gitter bewirkt werden. Für die Zündung der Lichtbogen verschiedener Phasen können die zugeordne ten Gitter vom gleichen Funkenerzeuger in zyklischer Folge gesteuert werden, wobei aber die Einrichtung auch so getroffen wer den kann, dass bei der Steuerung der Gitter beliebig wählbare Phasen übersprungen wer den können. Als Funkenerzeuger kommen vor allem Induktorien und Magnetzündappa- ra.te in Betracht.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Steuern von Metalldampf- gleichrichtern mit Hilfe von den Anoden vorgelagerten, den Lichtbogen sperrenden Steuergittern, dadurch gekennzeichnet, da;ss zur Zündung des Lichtbogens dem Steuer gitter durch Funkenüberschlag aus einem Funkenerzeuger ein die Zündung herbeifüh rendes Potential erteilt wird. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass :der Funken überschlag periodisch im Takte einer be liebig wählbaren Frequenz erfolgt. 2.Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Funken überschlag im Takte der Betriebsfrequenz des primären Wechselstromes erfolgt. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Zeitpunkte :des periodischen Funkenüberschlages rela tiv zu den Spannungsphasen der Anoden zum Zwecke der Regelung verschiebbar sind. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Zündung des Lichtbogens durch eine Reihe sich rasch folgender Funkenentladungen auf das Gitter bewirkt wird. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die verschiedenen Phasen zugeordneten Gitter vom gleichen Funkenerzeuger in zyklischer Folge ge steuert werden. 6.Verfahren nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Steuerung der Gitter beliebig wählbare Phasen über sprungen werden. PATENTANSPRUCH Il: Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass Einrichtungen vorgesehen sind, in denen .die Funkenspannung auf induk tivem Wege erzeugt wird. UNTERANSPRÜCHE: 7. Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Funken erzeuger Magnetzündapparate verwendet werden. B.Einrichtung nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als Funken erzeuger Induktorien verwendet werden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE163674X | 1931-06-12 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH163674A true CH163674A (de) | 1933-08-31 |
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ID=5683803
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|---|---|---|---|
| CH163674D CH163674A (de) | 1931-06-12 | 1932-06-03 | Verfahren zum Steuern von Metalldampfgleichrichtern. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH163674A (de) |
-
1932
- 1932-06-03 CH CH163674D patent/CH163674A/de unknown
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