CH163701A - Verfahren zur Darstellung einer Arseno-Arsenverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung einer Arseno-Arsenverbindung.

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CH163701A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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  Verfahren zur Darstellung einer     Arseno-Arsenverbindung.       Es wurde gefunden, dass man durch Um  setzen von primären aromatischen     Arsinen     mit anorganischen dreiwertigen Arsenverbin  dungen zu neuen,     wohldefinierten        Aryl-          arseno-arsenverbindungen    gelangt, die als sol  che therapeutisch wertvoll sind oder sich in  therapeutisch wertvolle Produkte umwandeln  lassen.  



  Zur Darstellung .der neuen     Arylarseno-          arsenverbindungen    verfährt man in der  Weise, dass man auf ein primäres     Arylarsin     eine anorganische Verbindung des drei  wertigen Arsens einwirken lässt. Die Um  setzung wird in wässeriger Lösung oder in  organischen Lösemitteln bei alkalischer, neu  traler oder saurer Reaktion vorgenommen.  Man kann zum Beispiel auch die     Lösung,    in  der das     Arsin    hergestellt wurde, unmittelbar  zur Umsetzung verwenden. Dabei kann man  das Lösemittel derart auswählen, dass die bei  den Komponenten darin löslich sind, das  Reaktionsprodukt aber unlöslich ist und bei  der Bildung ausfällt.

      Zur Herstellung     neutrallöslicher    Derivate  kann man die neuen Produkte; falls sie       Aminogruppen    enthalten, mit     Formaldehyd-          bisulfit    oder     Formaldehydsulfoxylat    behan  deln, wobei je nach Mengenverhältnissen und  Bedingungen ein oder mehrere     Formaldehyd-          bisulfit-    oder     Formaldehydsulfoxylatreste     eintreten. Statt     Formaldehydbisulfit    kann  man auch Formaldehyd und     Bisulfit    getrennt  verwenden.  



  Gegenstand der vorliegenden Erfindung  ist ein Verfahren zur     Darstellung,der    bisher  unbekannten     Formaldehydbisulfitverbindung     einer     4-Oxy-3-aminobenzolarseno-arsenverbin-          dung,    welche dadurch gekennzeichnet ist,  dass man auf 1     Mol    der durch Einwirkung  von     4-Oxy-3-aminophenylarsin    auf     arsenige     Säure in alkalischer Lösung,     vorteilhaft    in  Natronlauge, und Ausfällen mit einer Säure  erhältlichen 4 -     Oxy    - 3 -     aminobenzolarseno-          arsens,

      dem vermutlich die Formel    
EMI0002.0001     
    zukommt, mindestens 3     Mol        Formaldehyd-          natriumbisulfit    einwirken lässt. Die Isolie  rung der neuen Verbindung erfolgt zweck  mässig so, dass man die nach dem Neu  tralisieren .der wässerigen Lösung gebildete       Formaldehydbisulfitverbindung    des     4-Oxy-3-          aminobenzolarseno-arsens    mittelst eines Alko  hols zur     Abscheidung    bringt.     Man    erhält so  ein gelbes, mit neutraler Reaktion in Wasser  mit gelbroter Farbe lösliches Pulver.  



  Man kann auch ein     Formaldehydnatrium-          bisulfit    verwenden, das durch Einwirkung von  Formaldehyd auf     Natriumbisulfit    in Gegen  wart der umzusetzenden     4=Oxy-3-aminoben-          zolarseno-arsenverbindung    hergestellt     wurde.     



  Die so erhältliche Verbindung ist durch  ihre Farbe, ihr Verhalten gegen Oxydations  mittel (Jod, Wasserstoffsuperoxyd, Sauer  stoff usw.) als     Arsenoverbindung    gekenn  zeichnet.  



  Bei allen Operationen des Verfahrens ist  zweckmässig auf tunlichsten Ausschluss von  Sauerstoff zu achten. Ebenso werden die  Produkte zweckmässig unter Ausschluss von  Sauerstoff aufbewahrt.  



  Dass die neue Verbindung wertvolle thera  peutische Eigenschaften (einen hohen chemo  therapeutischen Index) aufweist, die denen  der bekannten     Arsenobenzolderivate    zum  mindesten nicht nachstehen, zum Teil sie  sogar übertreffen, ist überraschend, weil das  neue Produkt nur einen Teil des Arsens an  Kohlenstoff gebunden,     einen    Teil aber in  anorganischer Form enthält. Es wird da  durch ermöglicht, mit der Hälfte der kost  spieligen und durch ihre giftigen Oxyda  tionsprodukte besondere Vorsicht erheischen  den organischen Komponente auszukommen.  Das Präparat ist vornehmlich als Injektions-         präparat    gegen Infektionskrankheiten ge  eignet.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Lösung von -50     gr        4-Oxy-3-amino-          phenylarsinacetat    in 300     em3    Methylalkohol  wird in eine durch Eisstückchen gekühlte  Lösung von 20     gr        arseniger    Säure in 1 Liter  Wasser und 200     cm3    5 norm. Natronlauge ein  gerührt. Die Lösung färbt sich rot. Nach  zirka 10 Minuten fällt man durch 150 cm'  5     norm.Essigsäure    die gebildete     Arseno-arsen-          verbindung    aus, lässt kurze Zeit stehen, saugt  ab und wäscht mit Wasser aus.

   Die auf der       Nutsche    bleibende Paste wird durch Schüt  teln mit Wasser gleichmässig zerteilt     (Ge-          samtvolum    500     cm3)    und durch Zusatz von  5 norm. Salzsäure eben in Lösung gebracht.  Man setzt 22,5 cm'     30%ige    Formaldehyd  lösung hinzu. Nach etwa 10 Minuten gibt  man 22',5     gr        Natriumbisulfit    zu der Lösung  und schüttelt. Nach etwa 11/2 Stunden neu  tralisiert man mit verdünnter Natronlauge,       filtriert    nach     abermaligem    kurzem Stehen  und fällt das gebildete Produkt durch Ein  rühren in Alkohol aus.

   Nach dem Abtrennen  und Trocknen erhält man die     FormaIdehyd-          bisulfitverbindung    des     4-Oxy-3-aminobenzol-          arsens    als gelbes, leicht mit neutraler Reak  tion in Wasser mit gelbroter Farbe lösliches  Pulver.  



  Man kann auch die oben erhaltene Paste  des     4-Oxy-3-aminobenzolarseno-arsens    mit  50     gr        Formaldehydbisulfit    schütteln. Nach  einigen Tagen ist Lösung eingetreten. Man  filtriert und erhält durch Einrühren in Me  thylalkohol und Weiterverarbeitung wie oben  ein analoges Produkt. Es wird, auch bei       Verwendung    von mehr als 3     Mol        Formalde-          hydnatriumbisulfit,    nicht mehr als eine       -CH@S03Na-Gruppe    für jede     Aminogruppe     im Molekül aufgenommen.  



  Man kann die Umsetzung mit     Formal.de-          hydbisulfit    auch in alkalischer Lösung vor  nehmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung einer Form aldehydbisulfitverbindung einer 4-Oxy-3- aminobenzolarseno-arsenverbindung, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 1 Mol der 4-Oxy-3-aminobenzolarseno-arsenverbindung, wie sie erhalten werden kann, wenn man arsenige Säure auf 4-Oxy-3-aminophenyl- arsin in alkalischer Lösung einwirken lässt und durch Zugabe einer Säure ausfällt, min destens :3 Mol Formaldehydnatriumbisulfit einwirken lässt.
    Das Endprodukt stellt ein neutral wasser lösliches, gelbes Pulver dar, das therapeu tische Verwendung finden soll. <B>UNTERANSPRUCH:</B> Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man ein Formaldehyd- natriumbisulfit verwendet, das durch Ein wirkung von Formaldehyd auf Natrium bisulfit bei Gegenwart der umzusetzenden 4-Oxy- 3 -aminobengolarseno -arsenverbindung hergestellt wurde.
CH163701D 1931-07-28 1932-07-04 Verfahren zur Darstellung einer Arseno-Arsenverbindung. CH163701A (de)

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