CH164022A - Elektrischer Schalter mit drei Schaltstellungen, insbesondere Sterndreieckschalter. - Google Patents

Elektrischer Schalter mit drei Schaltstellungen, insbesondere Sterndreieckschalter.

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CH164022A
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CH
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Cie Aktiengesellschaft Boveri
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Bbc Brown Boveri & Cie
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  Elektrischer Schalter mit drei Schaltstellungen, insbesondere     Sterndreieckschalter.            Sterndreieckschalter    und     Ständeranlasser     mit einer Widerstandsstufe oder mit einem  einstufigen     Anlasstransformator    und ähnliche  Schalter werden oft     mit    drei Schaltstellun  g n versehen, einer     Ausschalt-,    einer     Anlass-          and    einer Betriebsstellung.

   Wenn solche  Schalter ausserdem eine Vorrichtung zum  selbsttätigen Ausschalten bei Überlast oder  bei Fehlschaltung, oder zum elektromagne  tischen Ein- und Ausschalten besitzen, so       zeigt    die     gewöhnliche    Bauart in Schalt  walzenform mit Schleifkontakten grosse  Nachteile. Die Reibung an den Schaltstellen  und besonders die für augenblickliches Über  schalten von der Anlass- in die Betriebs  stellung erforderlichen kräftigen Rasten und       Sprungwerke    erfordern überaus starke Rück  zugfedern und eine grosse mechanische  Schaltarbeit.

   Schwierigkeit bereitet auch die       Anordnung    der Vorrichtung für die Über  stromauslösung, welche aus jeder der beiden  Einschaltstellungen erfolgen soll.     Überdies       ist zum Beispiel bei     Sterndreieckschaltern     ein Schalten von der Dreieck- über die     Stern-          in    die Ausschaltstellung unbedingt zu ver  meiden.  



  Bei solchen Geräten werden oft Schalt  schütze     mitverwendet.    Diese Lösung ist je  doch sehr kostspielig. Für einen Stern  dreieckschalter mit Netzabschaltung benötigt  man zum Beispiel drei dreipolige Schütze  oder ein gewöhnliches Schütz mit Umschalt  schütz. Dazu kommt noch ein Motorschutz  relais. Geräte, die aus einem Netzschalter mit  Motorschutzvorrichtung und einem Umschal  ter zusammengebaut sind, erfordern einen  umständlichen gemeinsamen Antrieb.  



  Um Kosten und Abmessungen klein zu  halten, baut man Schaltgeräte mit     Druck-          oder    Wälzkontakten, wie sie bei Schützen  verwendet werden. Umschalter     mit    Druck  kontakten und drei Schaltstellungen (Null-,  Anlauf- und Betriebsstellung) müssen von      der Null- in die Anlaufstellung nach der  einen, und von dieser Stellung über die     Null-          in    die Betriebsstellung nach der andern Rich  tung bewegt werden.

   Das erschwert sowohl  die zwischen den beiden Einschaltstellungen  vorgeschriebene Momentschaltung, sowie die       Überstromauslösung,    welche eine Ausschalt  bewegung je nach Stellung des Schalters in  verschiedenen Drehrichtungen     bedingt.    Der  Antrieb von Hand ist umständlich und er  fordert geschulte Bedienung. Der Fern  antrieb muss in zwei getrennten, verschieden  gerichteten Bewegungen erfolgen, elektri  scher     Antrieb    erfordert zwei Magnete oder  einen Motor mit     Drehrichtungsumschaltevor-          richtung.     



  Die     Erfindung    bezieht sich auf einen       elektrischen    Schalter     mit    drei Schaltstellun  gen, insbesondere     Sterndreieckschalter,    bei  dem die     genannten    Nachteile vermieden wer  den     können.    Sie besteht darin, dass eine die  beweglichen Kontakte tragende Schwenkvor  richtung auf eine selbsttätig in Abhängigkeit  von irgendwelchen Grössen, wie Zeit, Strom,       Spannung,    auslösende Sperrvorrichtung ab  gestützt ist.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung veranschaulicht.       Fig.    1 bis 3 zeigen schematisch einen Stern  dreieckschalter in drei verschiedenen Schalt  stellungen, und zwar     Fig.    1 in der Null-.       Fig.    2     in    der Stern- und     Fig.    3     in    .der Drei  eckstellung, während     Fig.    4 ein der Schalter  stellung nach     Fig.    1 entsprechendes elek  trisches Schaltbild .darstellt.  



  Der gezeichnete Schalter besitzt sechs  Gruppen von je drei festen Kontakten 1, 2,  3, die in drei Reihen I,     II,        III    angeordnet  sind, und sechs bewegliche Kontakte 4     mit     gemeinsamer Drehachse.

   Die festen Kontakte  1 sind mit der zu schaltenden Arbeitswick  lung 5 und die festen Kontakte 2, $ mit den  Netzleitungen 6     stromleitend    verbunden       (Fig.    4).     In.    der Anlaufstellung verbindet  jeder der beweglichen Kontakthebel 4 einen  festen Kontakt 1 der Reihe I mit -einem       festen    Kontakt 2 -der Reihe     II;    in der -Be-         triebsstellung    sind die festen Kontakte 3 der  Reihe     III    mit den festen Kontakten 1 der  Reihe I verbunden.

   Zum Tragen der beweg  lichen Kontakte 4 dient eine Leiste 7, die  mittelst Zapfen 8 in Schlitzen 21 des Lager  bockes<B>13</B> beiderseits drehbar gelagert ist  und die sich auf den obern Hebel '9 des Knie  gelenkes 9, 10, 11 stützt, dessen unterer  Winkelhebel 10, 11 vom Drehzapfen 12 ge  tragen wird, der seinerseits am Lagerbock 13  befestigt ist. Das Kniegelenk (9, 10, 11) ist  in der Ausschaltstellung des Schalters       (Fig.    1) nahezu gestreckt und stützt sich in  dieser Lage mit dem möglichst lang gehal  tenen Arm 11 auf die Klinke eines Zeit  elementes, das zum Beispiel als Luft- oder       Flüssigkeitsdämpfungszylinder    oder als     Rä-          derhemmwerk    ausgebildet sein kann.

   Bei der  gezeichneten     Ausführungsform    ist als Zeit  werk ein     Bimetallstreifen    14 verwendet, der  in der ersten Einschaltstellung     (Fig.    2) mit  telbar oder unmittelbar geheizt wird, sich  dann durchbiegt und ausser Eingriff mit dem  Hebelarm 11 gelangt. Im Lagerbock 13 ist  ferner die Drehachse 1,5 für den Antriebs  hebel 16 gelagert, der     mittelst    Druckfeder  17, Zugstange 1.8 und Drehzapfen 19 die be  weglichen Kontakte 4 steuert.

   Der Antrieb  des Hebels 16 erfolgt     elektrisch    durch einen  Zugmagneten 20; er kann aber auch von  Hand bewirkt werden,  Beim Drehen des Antriebshebels 16 im  Uhrzeigersinn werden zunächst die Kontakte  4 solange gedreht, bis sie auf den festen  Kontakten 1, 2 der Reihen I und     II    auf  liegen, erst dann     wird    die bereits vor  gespannte Feder 17     weiter    zusammengedrückt       (vergl.        Fig.    2).

   Bei Handantrieb ist der  Hebel 16 in der Einschaltstellung vorzugs  weise     verklinkt.    Die Feder 17 wird bei der  Schaltbewegung so stark gespannt,     da;ss    in  ihr .die für die nächste Schaltbewegung der  Kontaktleiste 7 erforderliche Kraft bereits  aufgespeichert ist, die zur Auswirkung ge  langt, .sobald die Drehzapfen $ beim Ein  sinken des Kniegelenkes 9, 10, 11 sich, ge  führt in Schlitzen .21 des     Lagerbockes    13,  nach unten bewegen können. Fast gleich-      zeitig dreht die immer noch gespannte Feder  17 die Kontaktleiste 7, diesmal nicht mehr  um die Zapfen 8, sondern um die festen  Kontakte 1 der Reihe I, also im Gegenuhr  zeigersinne.

   Dabei verlassen die beweglichen  Kontakte 4 der linken Seite die festen Kon  takte 2 der Reihe     II    und werden mit grosser       Geschwindigkeit    auf die Kontakte 3 der  Reihe     III    gedrückt     (Fig.        ä),    und zwar mit  einer Kraft, die der     Vo.rspannung    der Feder  17 entspricht.  



  Ebenso einfach     wie    die Einschaltung ge  staltet sich auch die Ausschaltung des Ge  rätes, wobei belanglos ist, ob von der Stern  stellung     (Fig.    2) oder der     Dreieckstellung          (Fig.    3) in die     Ausschaltstellung        (Fig.    1  und 4) übergegangen wird. Bei Handbedie  nung wird der Hebel 16 nach Lösen der       Verklinkung    im     Gegenuhrzeigersinne    in die  Ausschaltstellung zurückgedreht. Bei Mag  netantrieb wird die Wicklung des Magnetes  20 abgeschaltet. Der Schalter kann dann       rlurch    eine nichtgezeichnete, am Hebel 16  angreifende Feder in .die Ausschaltstellung  gebracht werden.

   Das Abheben der Kontakte  4 geschieht dabei     zwangläufig        mittelst    Zug  stange 18 und Zapfen 19. Zugleich wird das  Kniegelenk 9, 10, 11 infolge Entspannung  der Feder 17 und unterstützt durch das Ge  wicht des Hebels 11 und gegebenenfalls  durch die Zugkraft einer Feder 22 wieder in  die gestreckte Lage zurückgeführt     (Fig.    1).  



  Der neue Schalter kann für verschiedene  Zwecke verwendet werden. Er bietet zum  Beispiel besondere Vorteile beim selbsttätigen  Abschalten mittelst     Überstromauslöser.    Die  Drehzapfen 8 können statt mittelst Knie  hebel 9, 10, 11 auch mit Hilfe einer Sperr  vorrichtung anderer Art gestützt werden.  



  Es steht auch nichts im Wege, die Er  findung bei     Schaltvorrichtungen        anzuw    en  den, wo die Stellung     II        (Fig.2)    nicht nur       Anlassstellung,    sondern auch Dauerbetriebs  stellung ist. Auch dann kann die Über  schaltung aus der zweiten in die dritte Stel  lung selbsttätig durch ein Zeitelement 14  oder in Abhängigkeit von Betriebsverhält-         nissen    und allenfalls     in    zusätzlicher Weise  willkürlich durch Lösung der     Verklinkung     des Kniehebels 9, 10, 11 von Hand, zum  Beispiel mittelst Druckknopf, erfolgen.  



  Eine weitere Möglichkeit besteht darin,  den neuen Schalter mit     Anlasswiderständen     für Gleich- oder     Wechselstrommotoren    oder  mit einem     Motoranlasstransformator    zusam  menzubauen, oder ihn als     Polumschalter    für       Wechselstrommotoren    mit zwei getrennten       Ständerwicklungen    zu verwenden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrischer Schalter mit drei Schalt stellungen, insbesondere Sterndreieckschal- ter, dadurch gekennzeichnet, dass eine die beweglichen Kontakte tragende Schwenkvor richtung auf eine selbsttätig in Abhängig keit von irgendwelchen Grössen, wie Zeit, Strom, Spannung, auslösende Sperrvorrich tung abgestützt ist. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1.
    Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehzapfen der Schwenkvorrichtung mittelst Sperrvor richtung unterstützt ist und dass vor dem Übergang von der zweiten Schaltstellung in die dritte die Sperrvorrichtung auslöst, wobei die theoretische Drehachse des Schwenkorganes ihren Standort wechselt. 2.
    Schalter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Drehen des be weglichen Kontaktträgers mittelst Kraft speicher von der zweiten in die dritte Schaltstellung die theoretische Drehachse des Schwenkorgtwnes von den Drehzapfen auf das eine freie Ende des Schwenk organes überspringt, worauf letzteres sich unter dem Einfluss des vom Antriebshebel geladenen Kraftspeichers in umgekehrter Richtung dreht, sobald die zur Stützung der Drehzapfen dienende Sperrvorrichtung zur Auslösung kommt. 3. Schalter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Sperrvorrichtung eine Kniehebelvorrichtung dient, deren einer Hebel mittelst eines zeitabhängigen Elementes gesperrt ist.
    4. Schalter nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, .dass die Drehzapfen der Schwenkvorrichtung in Schlitzen eines Gestelles beweglich gelagert sind. 5. Schalter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung zusätzlich mit einem Handauslöser ver sehen ist.
CH164022D 1931-05-21 1932-05-12 Elektrischer Schalter mit drei Schaltstellungen, insbesondere Sterndreieckschalter. CH164022A (de)

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