CH164024A - Schutzeinrichtung an Umrichtern mit elektrischen Ventilen. - Google Patents

Schutzeinrichtung an Umrichtern mit elektrischen Ventilen.

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CH164024A
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Inventor
Aktieng Siemens-Schuckertwerke
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Siemens Ag
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  Schatzeinrichtung an Umrichtern mit elektrischen Ventilen.    Durch elektrische Ventile mit Steuer  gittern kann man die Frequenz eines pri  mären Wechselstromes in eine andere Fre  quenz umwandeln. Zu diesem Zwecke werden       Umriehter    verwendet. Ein bekanntes Anwen  dungsbeispiel dafür bietet die Umwandlung  von 50 periodischem Wechselstrom in einen  solchen von 16     2/,        )?erioden,    wie er für Bahn  betriebe gebräuchlich ist. Zur Erläuterung  der Wirkungsweise eines solchen     Umri?.hters     und von Ausführungsbeispielen der Schutz  einrichtung nach der Erfindung diene die  Zeichnung.  



  In     Fig.    1 bedeutet 1 die     Primärwicklung          cines    Transformators, welcher an einer  Stromquelle für 50 periodischen Drehstrom  angeschlossen sein mag. Der Transformator  ruft in den Sekundärwicklungen 2, 3, 4     bezw.     5, 6, 7 dreiphasige Sekundärspannungen her  vor. Die Wicklungen 2 und 5, 3 und 6, 4 und  7 gehören paarweise zur gleichen Phase. In  den äussern     Stromkreisen    der Sekundärwick-         lungen    2 des Transformators liegen Ventile  20, 30, 40, 50, 60 und 70. Durch die Pfeil  richtung sei die     Durchlassrichtung    der     Ventile     gekennzeichnet.

   Bei den     Sekundärwicklungen     des speisenden Transformators sind ebenfalls  Pfeile gezeichnet, welche die Richtung an  geben, in welcher Ströme fliessen können. Der  gemeinsame Verbraucherkreis ist durch einen  Widerstand 80 angedeutet. Die Ventile ent  halten Steuergitter 21,     31.,    41, 51, 61 und 71.  



  Solange die Steuergitter ein genügend  hohes Potential bezogen auf die Kathode be  sitzen, lassen die betreffenden Ventile keinen  Strom durch.  



  Die Stromdurchlässigkeit der Ventile       kann    man aber dadurch beeinflussen, dass  man den Steuergittern 21-71 geeignete  periodisch schwankende Potentiale aufdrückt.  Man kann auf diese Art erreichen, dass der  gesamte Strom über die     Ventile    20, 30 und  40, einer Halbwelle eines Wechselstromes  anderer     Frequenz,    beispielsweise der Fre-           qüenz    16     2/3    Perioden pro Sekunde,     entspricht,     wenn die     primärseitige    Energie des Trans  formators 1 einem Wechselstromnetz     mit          50-periodischem    Strom entnommen wird.

   Die  Kurvenform des gewonnenen     Wechselstromes          geringerer    Frequenzen wird dabei der Sinus  form umso näher kommen, je grösser .die  Phasenzahl ist. Mit einem zwölfphasigen Um  richter wird man bessere Kurven erzielen       können    als mit einem dreiphasigen, welcher       lediglich    der besseren Übersichtlichkeit wegen  im Ausführungsbeispiel gewählt ist.

   Der Be  trieb der Umrichter erfolgt durch Steuerung  der     Ventilgruppen    20-40     bezw.        5'0---70    im       Gegeptakt,_        wodurclh    die beiden     TIaibweilen     des umgerichteten Wechselstromes gebildet  werden.  



  An diesem Umrichter sind nun     Schutz-          relaiseinrichtungen    vorgesehen, welche dar  auf beruhen, dass die     Durchgangsströme    min  destens zweier elektrischer     Ventile    oder auch  zweier Gruppen von     Ventilen    miteinander  hinsichtlich ihrer Grösse, ihrer Phasenlage  oder ihrer     Mittelwerte    verglichen werden.  Diese Ventile können beispielsweise die Ven  tile 40 und 70 sein oder auch die     Ventile    20,  30 und 40, welche eine erste Gruppe bilden,  einerseits und die Ventile 50, 60 und 70,     wel-          ehe    eine zweite Gruppe bilden, anderseits.  



  Der Strom     in    der     Wicklung    4 fliesst in       Pfeilrichtung    über das Ventil 40, den Bela  stungskreis 80 und eine     Rückleitung    90 zu  rück. Der entsprechende Stromkreis der Spule  7 verläuft in Pfeilrichtung über das Ventil  70, über Belastungswiderstand 80 und zurück  über eine Rückleitung 100. Die Rückleitung  90 ist den Ventilen 20, 30 und 40, die     Rück-          leitung    100 den     Ventilen    50, 60 und 70 ge  meinsam.  



       Kurzschlussähnliche    Erscheinungen kön  nen dadurch hervorgerufen werden, dass bei  spielsweise die Ventile der einen Gruppe und  der andern Gruppe     in        gewissen        Augenblicken     beide gleichzeitig Strom führen. Dies ist bei  spielsweise möglich, wenn die     Steuerpoten.          tiale,    welche den Gittergruppen     21T-41    und  51.-71     gleichzeitig    aufgedrückt werden zu  hoch sind.    Eine andere Fehlerart äussert sich     darin,     dass die Ströme über der gleichen Phase an  gehörigen Ventile etwa 40 und 70 oder 30  und<B>60</B> nicht gleich gross sind.

   Sie können  voneinander in     ihrem        Effektivweit    oder auch       in.        ihrem    zeitlichen Mittelwert abweichen. Im  letzteren Falle entsteht ein Gleichstrom der  sich im Belastungskreis 80 dem Wechsel  strom überlagert. Der Gleichstrom kann zur       Beschädigung    von Maschinen des Belastungs  kreises     und    auch zur     Beschädigung    des Um  richters führen.  



  In der Figur sind die     Messstellen,    wo die       auftretenden    Ströme erfasst werden können,  um sie in     geeigneter    Weise zur Beeinflussung  von     Relais    zu verwenden, durch kleine Kreise  angedeutet.  



  Der Durchgangsstrom des     Ventils    40 ist  in voller Höhe an den     Messstellen    42 und 46  zu erfassen. In entsprechender Weise fliesst  an den Stellen 72 und 76 der Durchgangs  strom des Ventils 70 und an     entsprechenden          Messstellen    die     Durchgangsströme    der     andern     Ventile. An den     Messstellen    43 und 73     tritt     die Gesamtstromstärke der     Ventilgruppe    20,  30, 40     resp.    50, 60, 70 auf.

   Neben der Relais  einrichtung, auf die Ströme     einwirken,    die  von Ventilen herrühren, die für verschiedene  Halbwellen vorgesehen sind, kann auch eine  solche     angeordnet        sein,    die darauf beruht,  dass während der Zeit in welcher die Ventil  gruppe 20, 30, 40 stromdurchlässig ist, an  den     Messstellen    43, 45, 75     und    74 die gleiche  Stromstärke herrschen muss. Analog mass.

         wenn    die Ventilgruppe 50, 60, 70 durch  lässig ist, an den     Messstellen    73, 75, 45 und  44 die gleiche Stromstärke herrschen. :Die  Stromstärken können an diesen     Messstellen     nur dann voneinander abweichen, wenn eine  Störung vorliegt. Diese Störung     kann        darin     bestehen, dass die     Ventilgruppen    20, 30, 40  <B>und 50,</B> 60, 70 gleichzeitig stromdurchlässig  sind. Die Ströme an den Stellen 43, 74     resp.     73,     44    müssen in jedem Augenblick     einander     gleich sein.

   An den     Messstellen    43 und 73  sollen ferner die Mittelwerte der Ströme  gleich gross sein, dementsprechend auch die       Mittelwerte    der Ströme an den     Messstellen-45,              i5    und 44, 74. Man kann durch Differential  relais, welche die     Momentanwerte    oder die       Mittelwerte    der Ströme in der angegebenen  Weise miteinander vergleichen, das einwand  freie Arbeiten des Umrichters überwachen  und bei Ansprechen dieser Relais den Um  richter abschalten oder die Steuerpotentiale       cler    Gitter 21-27 selbsttätig ändern.

   Zur  Abschaltung des     Umrichters    kann zum Bei  spiel die Primärenergie des Transformators  abgeschaltet werden; wenn an Stelle des  Transformators 1 ein Generator verwendet  ist,     würde    dieser abzuschalten sein, ge  gebenenfalls unter gleichzeitiger     Entregung.          Ausserdem    können die Verbindungsleitungen,  die von der     Energiequelle    zu den Ventilen  20-70 führen, geöffnet werden. Statt dessen  können auch Schalter geöffnet werden, die       an    den     Messstellen    43 und 73 liegen.

   Die Ven  tile können auch selbst als Schaltorgane be  nutzt werden, indem man ihren Steuergittern  ein solches Potential gibt, dass die Ventile  vollkommen stromundurchlässig werden. Zu  dem Zweck kann man ihnen durch     Anschal-          tung    an eine     Gleichstromduelle    ein unbedingt       sperrendes    negatives Potential erteilen.  



  Das gleichzeitige Auftreten eines Durch  gangsstromes bei der Gruppe der Ventile 20,  30, 40 und der Ventilgruppe 50, 60, 70 kann  ferner durch ein wattmetrisches Relais fest  gestellt werden, dessen eine Spule von den  Strömen der einen Ventilgruppe und dessen  andere Spule von den Strömen der zweiten  Ventilgruppe erregt     wird.    Ein derartiges Re  lais kann die Ströme des     Messstelle    44 und  74 oder mit Rücksicht auf die vorhandenen  Potentialunterschiede zweckmässiger an den  Stellen 43 und 44     bezw.    73 und 74 führen.  



  Wenn durch die Reihenfolge der Spulen  2, 3, 4 auch ihre Phasenfolge richtig wieder  begeben ist, dann folgt auf einen Strom im  Ventil 40 ein Strom im Ventil 50. Es besteht,  wie bereits erörtert, die Gefahr, dass sich die  Ströme von den Ventilen 40 und 50 zeitlich       überlappen.    Zur Erfassung dieses Fehlers  kann ebenfalls ein wattmetrisches Relais ver  wendet werden, das einerseits vom Strom des  Ventils 40 und     anderseits    vom Ström des         Ventils    50 oder von den Strömen - beider  Ventilpaare erregt wird. In entsprechender  Weise lassen     .sich    auch die     Ströme    der Ven  tilpaare 30     und.    60     bezw.    20 und 50 zu  Schutzzwecken heranziehen.

    



  Das     wattmetrisehe    Relais spricht auch bei  Rückzündungen eines Ventils an. Für diesen  Fehlerfall     sind.    bereits     Schutzeinrichtungen     bekannt.  



  Gleichzeitig auftretende Ströme an     -den          3iessstellen    44, 43 oder 73, 74 oder 43,     73     oder     44,74    können auch dadurch hervorge  rufen sein, dass die Rückleitungen 90 und 100       miteinander    leitende Verbindung     bekommen     haben, sei es über Erde, sei es     unmittelbar.     Der Fall, dass ein Kurzschluss zwischen den  beiden Rückleitungen auftritt ist namentlich  bei Bahnanlagen leicht denkbar, weil dort das  eine Ende des Belastungszweiges 80 mit     dem          Schienenstrang,    das heisst also mit Erde ver  bunden ist,

   so dass ein     einfacher        Erdschluss     auf der nicht geerdeten Rückleitung zu  einem Kurzschluss beider     Rückleitungen     führt.  



  An     Stelle    des Stromes an der     Messstelle     73 kann in der Relaiseinrichtung auch ein  Strom treten, der aus den einzelnen Strömen  an den     Messstellen    52, 62, 72 gebildet ist. Das  gleiche gilt für die entsprechenden     Mess-          stellen    in der andern Ventilgruppe.     Wenn    die  verwendeten Ventile     Gasentladungsventile     insbesondere Quecksilberdampfventile     sind     mit gemeinsamer Kathode und gemeinsamem  Gefäss, geht der Strom nicht gleichzeitig über  mehrere dieser Ventile der einen oder andern  Gruppe über.

   Infolgedessen ist der in den       Messstellen    43 und 74 einerseits und den     Mess-          stellen    73 und 44 anderseits fliessende Strom  in jedem Augenblick     identisch    mit -dem Strom  eines der Ventile der einen oder andern Ven  tilgruppe. Mit     dem    Strom der     Messstelle    74  können deshalb auch die Ströme der     Mess-          stellen    22, 32 und 42 einzeln durch differen  tiale Relais verglichen werden, wobei die       Momentanwerte    miteinander verglichen wer  den müssen. Eine Differenz darf sich dabei  nicht ergeben.

   Ein wattmetrisches Relais mit  mehreren miteinander gekuppelten Systemen,      wobei jeweils eine Spule jedes     Systemes    von  dem Strom an der     Messstelle    44 die zweite  Spule jedes     Systemes    von dem Strom an je  einer der     Messstellen    22, 32 oder 42 erregt  wird, darf kein Drehmoment entwickeln.     An     Stelle eines     wattmetrischen    Relais mit meh  reren mechanisch     gekuppelten    Systemen kann  auch ein solches mit mechanisch unab  hängigen wattmetrischen Systemen ange  wendet werden, die beispielsweise parallel ge  schaltete     Kontakte    in einem Auslöse- oder  Regelstromkreis steuern.

   Solange der Um  richter ordnungsmässig arbeitet, spricht keins  der Relais an.  



  Im ordnungsmässigen Betrieb werden im  allgemeinen auch die Durchgangsströme der       Ventile    40-70, 30-60, 20-50     paarweise    in  ihrem Mittelwert gleich sein. Die Gesamt  ströme der Ventilgruppen 20, 30, 40     und    50,  60, 70 sollen im     Mittelwert        ebenfalls    ein  ander gleich sein.

   Daher lassen sich Differen  tialrelais vorsehen, welche den     Effektiv-    oder  den zeitlichen     Mittelwert    der Ströme an den       3Zessstellen    42-72, 32-62; 22-52 oder die       Gruppenströme    22, 32, 42     (bezw.    insge  samt 43)     und    52, 62, 72     (bezw.        insgesamt    73)  oder die Ströme bei 43-45 oder 73-75 mit  einander vergleichen.

   Der     Effektivwert    der  Ströme an den     Messstellen    45     bezw.    75 muss  doppelt so gross sein, wie der Effektivwert  der Ströme an den     Messstellen    43     bezw.    73  oder 74     bezw.        44.    An Stelle .eines Differen  tialrelais kann auch ein     Verhältnisgerät,    zum  Beispiel ein     Kreuzspulengerät    gesetzt werden,  welches     nicht    nur das Vorhandensein einer       Ungleichheit    zwischen beiden     Strömen,    son  dern. auch das Mass dieser Ungleichheiten an  zuzeigen vermag.

   An Stelle eines Kreuz  spulengerätes kann auch ein sonstiges Gerät  treten, das geeignet ist, das Verhältnis zweier  Stromstärken anzuzeigen oder das so beschaf  fen ist, dass es erst dann eine Bewegung aus  führt, wenn dieses Verhältnis einen bestimm  ten Wert überschreitet oder unterschreitet.  



  Da es nicht so sehr auf die     Effektivwerte     der     Durchgangsströme    der     Ventile    ankommt  als vielmehr auf ihren zeitlichen     Mittelwert,          eignen    sich als     Differentialinstrumente    vor    allem Gleichstrominstrumente oder fremd  erregte     dynamometrische    Relais.

   Dabei kön  nen von den Ventilströmen entgegengesetzte  Drehmomente     hervorgerufen    werden, indem  beispielsweise ein Instrument mit zwei Spulen  versehen ist, die sich in demselben oder in  gleichen Feldern drehen oder aber die Ventil  ströme rufen ein gemeinsames Feld hervor,  dessen zeitlicher     Mittelwert    der Differenz der  Mittelwerte der Ströme entspricht, und wel  ches in Verbindung mit einem permanenten  Feld oder von einem Gleichstrom hervorge  rufenen Feld ein Drehmoment hervorruft,  dessen Mittelwert dann ebenfalls dem Mittel  wert der Ventilströme gleich ist.  



  Als Differentialinstrument wird auch ein  an den     Messstellen    45, 7.5, eingeschaltetes       Gleichstromrelais    geeignet sein, denn dieses  kommt nur dann zum Ausschlag, wenn dem  Wechselstrom über den     Belastungskreis    80  ein Gleichstrom überlagert ist, das heisst  wenn der     Mittelwert    der Ströme der Ventil  gruppe 20, 30, 40 einerseits     und    der Ventil  gruppe 50, 60, 70 anderseits ungleich     gross     ist. Aus der     Ausschlagsrichtung    des Gleich  stromrelais ergibt sich dabei sofort über  welche Ventilgruppe der Strom mit dem grö  sseren Mittelwert fliesst.

   Von dem Relais kann  entweder eine Abschaltung des Umrichters  herbeigeführt werden, oder eine Regelvorrich  tung gesteuert werden, welche die Strom  durchlässigkeit der Ventilgruppe,     Idie    den  grösseren Strom führt,     herabsetzt        bezw.    die  der andern erhöht.  



  Auch mit     Hilfe    eines     wattmateischen          Relais,    das von den Durchgangsströmen der  einen und andern Ventilgruppe erregt wird,  kann man eine Regelung der     Gitterpotentiale     herbeiführen lassen, indem man das watt  metrische Relais einerseits von den Strömen       einer    Ventilgruppe direkt, von den Strömen  der andern Ventilgruppe dagegen entspre  chend der zeitlichen Änderung dieser Ströme  erregt, beispielsweise unter Zwischenschal  tung eines Stromwandlers.

   Die     Überlappung     des Durchgangsstromes der     einen    Ventil  gruppe und des Durchgangsstromes der an  dern Ventilgruppe kann- dadurch zustande      kommen, dass der Strom der negativen Halb  welle des durch den Umrichter erzeugten  Wechselstromes niedrigerer Frequenz schon  einsetzt, bevor der Strom der positiven Halb  welle erloschen ist. Der     Differentialquotient     des Stromes der positiven Halbwelle ist dann  zu Zeiten der     Stromüberlappung    negativ. Die  Durchlässigkeit der Ventilgruppe für die  negativen Halbwellen muss dann in der Phase  um ein entsprechendes Zeitmass verzögert  werden.  



  Die     Überlappung    kann aber auch     dadurch     zustande kommen, dass die Stromdurchlässig  keit der Ventile für die positive Halbwelle  bereits einsetzt, ehe die negative Halbwelle  des durch Umrichtung gewonnenen Wechsel  stromes beendet ist. Im Augenblick der       Stromüberlappung    ist dann zeitlich der Dif  ferentialquotient der     positiven    Halbwelle posi  tiv. Zur Erfassung des Fehlers kann dann  beispielsweise die Steuerspannung des Gitters  des für die negative Halbwelle durchlässigen  Ventils in der Phase früher gelegt werden.  Das wattmetrische Relais, das von dem Strom.

    einer Ventilgruppe direkt, von dem Strom der  andern Ventilgruppe dagegen über einen       WTandler    erregt wird, schlägt bei den beiden  skizzierten Fehlerfällen in entgegengesetzter  Richtung aus und kann demnach dazu dienen,  Pegelvorgänge die entgegengesetzt auslösen,  hervorzurufen.  



  An Stelle des wattmetrischen Relais kann  in jedem Anwendungsfalle auch eine Anord  nung mit Elektronen-Röhren oder     Ionenröh-          ren    oder auch mit Trockengleichrichtern oder  mechanischen Gleichrichtern treten, weil sich  mit diesen Anordnungen ebenfalls das zeit  liche Zusammenfallen zweier Ströme oder  Spannungen erfassen lässt. Für die zusätz  liche Einrichtung zur Erfassung des gleich  zeitigen Stromdurchganges durch solche     Mess-          stellen,    durch welche ordnungsgemäss. niemals  gleichzeitig Strom fliessen darf, eignen sich  grundsätzlich vor allem     trägheitslose    Relais,  von welchen Elektronenröhren und Ionen  röhren nur als Beispiele genannt sind.  



  Für die Zwecke des Differentialschutzes  können die auf beiden Seiten des     Umrichters       auftretenden Ströme oder von ihnen abge  leitete Ströme auf eine gemeinsame     Frequenz     gebracht werden. Es ist an sich nicht wesent  lich, welche Frequenz benutzt     wird,    jedoch  erscheint es zweckmässig, entweder beide .  Ströme auf die Frequenz 0 zu bringen, das  heisst in Gleichstrom umzuwandeln oder nur  die Ströme von einer Seite der Ventile durch  einen     Frequenzumformer    auf die gleiche Fre  quenz mit den Strömen auf der andern Seite  zu bringen. Die Verwendung von Gleich  richtern ergibt eine sehr einfache und sehr  zuverlässige Anordnung.

   Fremdgesteuerte  Gleichrichter, zum Beispiel mechanische  Gleichrichter, ermöglichen nicht nur die  Grössenbeträge, sondern auch die Momentan  werte der Ströme     miteinander    zu vergleichen.  Dadurch, dass man nur die Ströme der einen  Seite auf die Frequenz der an der     andern     Seite der Ventile fliessenden Ströme bringt,  kommt man mit der     Anwendung    eines ein  zigen     Frequenzumformers    aus.  



  Auf etwas anderer Grundlage beruht ein  Differentialschutz, bei dem     eine    Relaisein  richtung dann in Tätigkeit tritt, wenn die  Ströme der beiden Richtungen des     durch    die  Umformung gewonnenen Wechselstromes ge  meinsam einen Strom oder eine Spannung von  der Betriebsfrequenz hervorrufen.  



  Der Strom im Belastungskreis 80 der       Fig.    1 hat die Frequenz, welche durch die  Umrichtung gewonnen wird. Die eine Halb  welle dieses Wechselstromes fliesst dabei über  die     Messstelle    43, die zweite Halbwelle fliesst  über die     Rückleitung    100, also durch die       Messstelle    44.

   Fasst man diese beiden Halb  wellen des Belastungsstromes an den     Mess-          stellen    43 und 44 derart zusammen, dass  beide Halbwellen in gleichem     Sinne    auf ein  gemeinsames Anzeigegerät einwirken, so  steht dieses Anzeigegerät unter der Einwir  kung eines Stromes, der die doppelte     Fre-          cjuenz    des Stromes im Belastungskreise 80  hat.

   Solange die Steuerung der Ventilgruppen  20, 30 und 40 einerseits und 50, 60, 70 ander  seits derart ist, dass die Ströme an den     Mess-          stellen    43 und 44     gleiehgross    sind und sich  zeitlich     nicht    überlappen, steht das gemein-           tame    Messgerät     unter    der Einwirkung eines  Stromes (oder Spannung), der nur die dop  pelte Frequenz des Stromes im Belastungs  kreis 80, aber keine Komponente von Be  triebsfrequenz besitzt.  



  Dies ändert sich jedoch, sobald die von  den beiden elektrischen Ventilgruppen aus  gehenden Halbwellen nicht die     richtige     Phasenverschiebung gegeneinander besitzen,  so dass also kurzzeitig ein Strom gleichzeitig  an der     Messstelle    43 und auch an der     Mess-          stelle    44     auftritt    oder auch, wenn die beiden  Halbwellen ungleich gross sind. Es wirkt  dann auf das Anzeigegerät oder Relais auch  ein Strom oder eine Spannung mit der Be  triebsfrequenz des Belastungskreises 80. Das       Auftreten    eines Stromes, dessen Frequenz  kleiner als die doppelte Betriebsfrequenz ist,  kann also als Kriterium für eine Störung be  nützt     werden.     



  Zum     Speisen    eines solchen Gerätes kann  man den Strom an den     Messstellen    43 und 44  Tiber je einen Widerstand leiten und das     Mess-          gerät    so schalten, dass die von den beiden  Halbwellen des     Stromes    in den Widerständen  hervorgerufenen Spannungsabfälle gleich  sinnig das     Xessinstrument    oder Relais beein  flussen.  



  Die beiden     Messstellen    43 und 44 sind  lediglich als Beispiel zu betrachten, denn es  ist ohne weiteres einzusehen, dass zum Bei  spiel die     Messstellen    73     und.    74 ebenso gut  zum Anschluss des Relais oder Anzeige  gerätes verwendet werden     können.    Da ander  seits der an der     Messstelle    44 fliessende Strom  bei ordnungsmässigem Betrieb identisch ist  mit dem an der     Messstelle    45, 73 oder 75 flie  ssenden Strom und der an der     Messstelle    74  fliessende.

   Strom auch an den     Messstellen    43,  45<U>-und</U> 75 erfasst werden kann, ist es auch  möglich, den Strom an der     Messstelle    43 mit  dem Strom an der     Messstelle    73 oder die  Ströme an den     Messstellen    44 und 74 oder  noch andere Zusammenstellungen der     Mess-          stellen    zu wählen;

   es muss dabei nur beachtet  werden, dass man den Strom zweier solcher  Stellen erfasst, an denen nur die eine Halb  welle oder     nur    -die ändere     13albwelle    des         Wechselstromes    auftritt, andernfalls muss  man dafür sorgen, wenn man zum Beispiel  den Strom an der     Messstelle    45 mit dem  Strom an der Stelle 43 vergleichen will, dass  man von dem Strom an der     Messstelle    45 nur  die     eine    Halbwelle benutzt, die ordnungs  mässig niemals gleichzeitig mit einem Strom  an der     Messstelle    _ 43 auftreten darf.

   Ge  gebenenfalls     kann    man beide     $albwellen    des  Stromes an der     Messstelle    45 verwenden, muss  dann aber die eine Halbwelle für die Schutz  einrichtung in der Richtung umkehren.  



  Zur Erläuterung sind einige Ausfüh  rungsmöglichkeiten in den     Fig.    2, 4, 5 und  6 dargestellt.  



  Zum Verständnis der     Fig.    3a sei auf     Fig.1          bezw.        Fig.    2 verwiesen. An der     Messstelle    43  ist die eine Halbwelle und an der     Messstelle     44 die andere Halbwelle des Stromes im Be  lastungskreis zu erfassen. Der Strom     im    Be  lastungskreis ist insgesamt an .der     Messstelle     45 zu erfassen. Die Schaltung des Schutz  relais 308 ist nun derart, dass diejenige Halb  welle des Belastungsstromes, welche an der       Messstelle    43 auftritt, einen ihrem Span  nungsabfall in dem Widerstand<B>39</B> propor  tionalen Strom durch das Relais 308 schickt.

    Dabei fliesst der Strom von der     Messstelle    43  zum Knotenpunkt 310 hin. Auch der Strom       (.ler        Messstelle    44 erzeugt im     Relais    einen  Strom, dessen Grösse durch den Spannungsab  fall am Widerstand 311 gegeben ist. Dieser  fliesst vom Knotenpunkt 310 fort. Infolge  dessen rufen die Ströme, die an der     Messstelle     43 und an der     Messstelle    44 auftreten, gleich  gerichtete Erregerströme im Relais     30$    her  vor.  



  Dies ist in     Fig.    3a bis     3c    dargestellt. Der  Strom an der     Messstelle    43 sei     beispielsweise     durch die stark ausgezogene Kurve 312 dar  gestellt, der Strom über die     Messstelle    44       ,dementsprechend    durch die gestrichelte  Kurve 318. Beide sind positiv gezeichnet. Der  Strom, welcher das Relais 308 durchfliesst,  ist etwa durch die Kurve 314 wiedergegeben.  Infolge der     Verschleifungen    wird die Strom  kurve- 314 nur eine gewisse Welligkeit be  sitzen. Ganz bis zum     Betrage        lull        wird    der      Strom dagegen nicht periodisch absinken.

    Dieser Strom hat aber eine Frequenz, die  doppelt so hoch ist wie die Betriebsfrequenz  des Stromes an der     Messstelle    45; denn inner  halb der Zeit     'f,    das ist innerhalb der Zeit  einer Periode des Betriebsstromes im Be  lastungskreis, liegen zwei Perioden des  durch die Kurve 314 wiedergegebenen Er  regerstromes des Relais 308.  



  Sobald nun eine Ordnungswidrigkeit auf  tritt, die beispielsweise darin besteht, dass die       beiden    Halbwellen des Belastungsstromes un  gleich gross sind, tritt in dem     Erregerstrom-          kreis-des    Relais 308 dieselbe Frequenz auf,  die auch der     Betriebsstrom    hat.  



  Dies wird durch     Fig.        3b    erörtert, in der  die Kurven 312, 313 und 314 wiederum die  gleiche Bedeutung haben wie in     Fig.    3a.  Wenn die Amplitude des Stromes an der       _NIessstelle    44 (Kurve 313) kleiner ist als die  Amplitude des Stromes an der     Messstelle    43  (Kurve 31.2), dann weist die Kurve 314       ,starke        Einsattelungen    zu Zeiten der einen  Halbwelle des Betriebsstromes auf. Der Ab  stand dieser     Einsattelungen    entspricht der  Zeitlänge einer vollen Periode des Betriebs  stromes.  



  Eine     Ordnungswidrigkeit        würde    auch vor  liegen, wenn die Ströme der Ventilgruppen  20, 30, 40     bezw.    70, 60, 50     (Fig.    1) sich  zeitweilig überlappen. Dies würde auf eine  falsche Einstellung der Steuerungsspannun  gen der Ventilgruppen hindeuten. Wie aus       Fig.    3c hervorgeht, treten dann ebenfalls       Einsattelungen    der Kurve 314 auf, welche  sich im Abstand einer vollen Periode des Be  triebsstromes wiederholen.

   Die in     Fig.        3b    und       3c    erläuterten     Fehlererseheinungen    können er  fasst werden durch ein Relais, das bei Auf  treten der Grundfrequenz im.     Erregerstrom-          kreis3    des Relais anspricht.  



  In     Fig.    2 hat deshalb das Relais 308  einen aus einer Drosselspule 315 und einer  Kapazität 316 bestehenden     Vorschal        twider-          stand    bekommen, der den Widerstand des  Relaiskreises für Ströme der     Grundfrequenz     klein, für alle andern Frequenzen dagegen  wesentlich grösser macht.    Gemäss     Fig.    4 ist     Glas    Relais 308 über  einen     Zwischenwandler    317 angeschlossen.  Der Relaiskreis kann auf diese Weise auf  Erdpotential gebracht werden. Ein Resonanz  kreis kann etwa in gleicher Weise wie bei       Fig.    2 angewendet werden.  



  In     Fig.    5 ist das Relais 308 ein watt  metrisches Relais. Seine Stromspule kann wie  in     Fig.    2 oder in     Fig.    4 oder nachher in       Fig.    6 dargestellt wird, angeschlossen sein.  Die zweite Spule wird von einer Fremdspan  nung 319 erregt. Diese Fremdspannung be  sitzt die Frequenz der Betriebsspannung. Sie  kann beispielsweise     direkt    von den Span  nungsquellen entnommen werden, die für die  Steuerung der Gitterpotentiale der Ventile  vorgesehen sind.

   Das wattmetrische Relais  besitzt. die     Möglichkeit,    durch Ausschlag  nach rechts oder links bei einem Fehler, wie  er in     Fig.    3b dargestellt ist, sofort anzu  geben, welche     Stromhalbwelle    im Belastungs  strom grösser ist.  



  Gemäss     Fig.    6 wird das Relais 308 über  Einen Zwischenwandler mit zwei Primär  wicklungen erregt, von denen jede durch     eine     andere Halbwelle des Betriebswechselstromes  erregt wird. Die beiden Halbwellen     wirken     wie zwei gleichgerichtete Halbwellen eines  Gleichstromes auf den Magnetkreis ein, an  dessen Sekundärwicklungen das Relais liegt.  Die Sekundärspannung enthält bei ordnungs  mässigem Betriebe     keine    Komponente der  Grundwelle. Diese Komponente tritt nur bei  Ungleichheit     in    der Grösse oder in der Phasen  lage der beiden Halbwellen auf.  



  In     Fig.    1 ist der Belastungskreis durch  einen Widerstand 80 dargestellt, welcher un  mittelbar an die Kathode der     Ventilgruppen     angeschlossen ist. Zweckmässiger ist es, an  Stelle des in     Fig.    1 gezeichneten Wider  standes 80 die Primärwicklung eines Trans  formators zu setzen, an dessen Sekundärseite  ,der     Belastungskreis    angeschlossen ist. Die  Primärwicklung des Transformators erhält,  zweckmässig zwei     gleichgrosse    Teile und die       Rückleitungen    90 und 100 werden vereinigt  und führen zu dem gemeinsamen     Sternpunkt         der     Wicklungen    2, 3, 4 und 5, 6, 7.

   Es kön  nen dann in bequemer Weise die Ströme in  den beiden Wicklungshälften der Primär  wicklung des Lasttransformators miteinander       verglichen    werden, das heisst die Schutzrelais  werden von den Strömen an den Stellen 44  und 74 erregt. Das Schutzrelais kann dann  so ausgeführt werden, dass es zwei Systeme  besitzt, von denen das eine durch den     Strom     in der einen     Primärwicklungshälfte    des  Lasttransformators und der zweite durch den  Strom der andern Wicklungshälfte des Last  transformators erregt wird. Die Feldwick  lung der beiden Relaissysteme kann, wie bei       Fig.    5, von einer Fremdspannung, die etwa  den Steuergeneratoren der Ventile entnom  men     wird,    und die .

   Frequenz !des Be  lastungsstromes besitzt, erregt werden. Die       Schutzeinrichtung    des Umrichters kann noch  durch einen momentan wirkenden     Wider-          standsschutz        und    einen     Überstromschutz    mit  Zeitverzögerung ergänzt     werden.    Es ergibt  sich dabei insgesamt die     Schaltung    gemäss       Fig.    7. In dieser stellt 411 die Sekundärseite  des     Lasttransformators    für den durch die       Umrichtung    gewonnenen     Wechselstrom    dar.  Die Belastung ist durch einen Schalter 413  ausschaltbar.

   Der Transformator besitzt zwei       Primäruricklungshälften    413 und 414. Die       MTicklungshälfte    413 liegt in Reihe mit dem       fremdgesteuerten    Gleichrichter 415. Die  Wicklungshälfte 414 liegt mit dem fremdge  steuerten     Gleichrichter    416 in Reihe. Von der  Verbindungsstelle der     beiden    Wicklungs  hälften 413 und 414 führt eine gemeinsame  Rückleitung 417 zum Sternpunkt des     Primär-          transformators    418. Für die Abschaltung  des     Primärtransformators    ist ein Schalter  419 vorgesehen.  



  Die Schutzeinrichtung umfasst noch Span  nungsbruchrelais 420 und Minimalimpedanz  relais 421. Die     Minimalimpedanzrelais    421  können nur ansprechen, wenn wenigstens  eines der     Spannungsbruchrelais    420 ebenfalls  angesprochen hat. Über ein     Hilfsrelais    422  wird dann die     AL1slösung    des Schalters 419  und die Auslösung des Schalters 412 unver  züglich bewirkt. Ausser der Impedanzschutz-         einrichtung    420, 421 ist- noch ein Schutz  relais 423 vorgesehen, welches bei Fehlern  der in     Fig.    3b und     3c    dargestellten Art an  spricht.

   Dieses Schutzrelais besitzt zwei be  wegliche Systeme, von denen eines an einen  Widerstand 424 und das andere - an einen  Widerstand 42,5 angeschlossen ist, so dass je  des von ihnen von einer andern Halbwelle       ,des    Erregerstromes     des        Lasttransformators     411 erregt     wird.    Das Relais 423 ist nun ein  dynamometrisches Relais und seine Feldspulen  sind an den Generator 42,6 angeschlossen, der  ,die Steuerspannung für die Gleichrichter 415  und 416 liefert. Die Erregerspannung des Re  lais 423 besitzt also die Frequenz des Be  lastungsstromes auf der Sekundärseite des       Lasttransformators    411.

   Das Relais     vermag     also nur dann Kontakt zu geben, wenn ein  Strom dieser     Frequenz    auftritt. Wenn das  Relais Kontakt macht, bewirkt es     mit    Hilfe  des bereits genannten Relais 422 die sofortige  Abschaltung des Umrichters. Zum Schutz  gegen Überlastungen ist dann noch ein Über  stromzeitrelais 427 vorgesehen. Der Schutz  bereich der Widerstandsrelais erstreckt sich  bis etwa     in    die Mitte der Wicklung des Last  transformators 411. Kurzschlüsse innerhalb  dieses Bereiches sowie Ungleichheiten im Ar  beiten der Ventile 415 und 416 führen zur  sofortigen     Abschaltung    des ganzen Aggre  gates etwa mit 0,1 oder 0,2 Sek. Zeit  verzögerung.

   Im Belastungskreis     liegende     Störungsursachen führen zum Ansprechen  des     Überstromzeitrelais    und nur dann zur  Abschaltung des Aggregates, wenn nicht der  Fehlerstelle näherliegende Leitungsschutz  relais schneller ansprechen als das Über  stromzeitrelais der     Umriehteranlage.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schutzeinrichtung an Umrichtern mit fremdgesteuerten elektrischen Ventilen, ge kennzeichnet durch eine Relaiseinrichtung, in welcher die Ströme mindestens zweier elek trischer Ventile, die für verschiedene Halb wellen des durch die Umrichtung gewonnenen Wechselstromes vorgesehen sind, miteinander verglichen werden. UNTERANSPRÜCHE: 1. Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Relais einrichtung ein wattmetrisches Relais enthält, das von den zu vergleichenden Durchgangsströmen der für ungleich namige Halbwellen vorgesehenen elek trischen Ventile erregt wird und bei sei nen Ausschlägen die Abschaltung des Umrichters bewirkt. 2.
    Einrichtung nach Unteranspruch 1, da- k# gekennzeichnet, dass das watt metrische Relais von den Durchgangs strömen der für die eine Halbwelle vor gesehenen Ventile direkt, von dert Strö men der andern Ventile entsprechend dem Differentialquotienten ihrer Stärke nach der Zeit, erregt wird. 3. Einrichtung nach Unteranspruch 2, da ' durch gekennzeichnet, dass durch das wattmetrische Relais je nach seiner Aus schlagrichtung verschiedene Regelein richtungen eingeschaltet werden. 4.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Durch- ganbsströme der für die beiden Halb wellen vorgesehenen Ventile ein Diffe rentialgerät beeinflussen, das bei sei nem Ansprechen auf die Abschaltvor- richtung des Umrichters einwirkt. . Einrichtung nach Unteranspruch =1, da durch gekennzeichnet, da,ss das Diffe rentialrelais ein Gleichstromrelais ist. 6.
    Einrichtung nach dem Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in den von den Durchgangsströmen aller Ventile ge meinsam gespeisten Verbraucherkreise ein Gleichstromrelais eingeschaltet ist, das bei Ungleichheit der beiden Halb wellen des durch die Umrichtung gewon nenen Wechselstromes anspricht und dann je nach seiner Ausschlagsrichtung auf eine Regeleinrichtung für die Steuer organe im Sinne der Beseitigung der Un gleichheit einwirkt. 7. Einrichtung nach dem Patentaus pruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Relais- einriehtung eine solche mit Elektronen- oder Ionenröhren verwendet ist. B.
    Einrichtung nach Unteranspruch 5, da durch gekennzeichnet, dass die zu ver gleichenden Ströme durch fremdge steuerte Gleichrichter in Gleichstrom umgeformt werden. 9. Einrichtung nach Unteranspruch 8, da durch gekennzeichnet, dass die gleichge richteten Ströme in Widerständen Span nungsabfälle hervorrufen, die durch ein Relais miteinander verglichen werden. 10. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass das Diffe rentialgerät bei seinem Ansprechen Hilfseinrichtungen beeinflusst, durch welche den dazu vorgesehenen Steuer- gitterndes Umrichters ein solches Poten tial gegenüber der Kathode erteilt wird, dass der Stromdruchgang durch den Um richter aufhört.
    11. Einrichtung nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass beim An sprechen des Differentialgerätes auch der Belastungskreis abgeschaltet wird. 12. Einrichtung nach dem. Patentanspruch, gekennzeichnet durch eine Relaiseinrich tung, auf welche die Ströme der beiden Halbwellen des mit Hilfe der Ventile ge bildeten Wechselstromes gemeinsam die Wirkung eines Stromes oder einer Span nung von der doppelten Betriebsfrequenz dieses Wechselstromes ausüben. 13. Einrichtung nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet, dass auf ein Schutzrelais die beiden Halbwellen des mit Hilfe der Ventile gewonnenen Wech selstromes in gleichem Sinne einwirken.
    14. Einrichtung nach Unteranspruch 13, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Halbwellen des gewonnenen Wechsel stromes über einen Zwischenwandler auf das Schutzrelais einwirken. 15. Einrichtung nach Unteranspruch 13, ge kennzeichnet durch eine In duktivität und eine Kapazität, welche den Widerstand des Relaisstromkreises für einen Strom von: der Betriebsfrequenz des gewonnenen Wechselstromes kleiner machen als für andere Frequenzen.
    16. Einrichtung nach Unteranspruch 12, da durch gekennzeichnet; dass .das Schutz relais ein wattmetrisches Instrument ist, das durch einen Strom von der Betriebs frequenz des gewonnenen Wechselstromes erregt wird. 17. Einrichtung nach Unteranspruch 16, da durch gekennzeichnet, dass das Relais von einem Strom erregt wird, der einer Steuermaschine der Ventile entnommen ist. 18. Einrichtung nach Unteranspruch 14, ge kennzeichnet durch ein Differentialrelais im Sekundärkreis eines Zwischenwand lers mit zwei von je einer andern Halb welle des gemeinsamen uTechselstromes erregten Primärwicklungen.
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