CH164167A - Verfahren und Maschine zur Erzeugung einer kombinierten Zusammennähung Überdecknaht. - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Erzeugung einer kombinierten Zusammennähung Überdecknaht.

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CH164167A
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Description


  Verfahren und Maschine zur Erzeugung einer kombinierten     Zusammennäh-          und        Überdecknaht.       Die vorliegende Erfindung betrifft eine  kombinierte     Mehrnadel-Überdecknaht    zum  Zusammennähen und gleichzeitigem Über  decken der Kanten zweier Warenstücke in  der Weise, dass beide Warenkanten während  des Nähers beschnitten werden, und dass  diese so miteinander verbunden werden, dass  eine möglichst kleine Nahtrippe     entsteht,    die  durch eine     Überdecknaht    vollständig flach  niedergenäht wird.  



  Es ist bekannt, solche Nähte in zwei     Ar-          beitsgängen    auf zwei verschiedenen Maschi  nen herzustellen, bekannt ist auch die Erzeu  gung solcher Nähte in einem Arbeitsgang  auf einer Maschine. Alle bis jetzt beschrit  tenen     abrege    haben jedoch das Problem für  die Praxis noch nicht in voll befriedigender  Weise zu lösen vermocht, weil entweder die  Arbeit zu teuer wird, wie zum Beispiel beim       Verteilen    auf zwei Operationen,

   oder weil       dssrsh-    die Eigenart der     Zusammennähnaht     auf der Oberseite der Naht die     Verwendung     von     Legfäden    bedingt ist und so durch den    dadurch entstehenden bedeutenden Mehr  fadenverbrauch die Naht erheblich teurer  wird, der     weil,die    Naht durch Verwendung  von     Legfäden    auf     -der        Oberseite    des Klei  dungsstückes zu aufdringlich sichtbar ist  (zum Beispiel bei     Strickw.arenoberkleidung     und anderem),

   oder weil bei der Erzeugung  der     Vornaht        .eine    zu starke Nahtrippe stehen  geblieben ist und deshalb die Naht nicht  flach genug wurde, oder weil .die Anordnung  der     Nähwerkzeuge    räumlich zu weit ausein  ander liegt und deshalb Spitzbögen und ähn  liches nicht genäht werden können und an  deres mehr.  



  Die     vorliegende    Erfindung vermeidet alle  diese Mängel. Ihr     Grundgedanke        besteht     darin,     dass    durch eine der zur     Erzeugung     einer     Mehrnadelnaht    erforderlichen Nadeln  die zusammenzunähenden Stoffteile so mit  einander verbunden werden, dass die eine  Stoffkante nur angestochen, die andere voll       durchstochen        wird.    Diese Art der Bindung  wird am- besten dadurch erreicht, dass die eine      Stoffkante in einem beliebigen Winkel nach  unten innen in der Richtung, aus der ihr  Warenstück kommt, abgehoben wird,

   wäh  rend die Stoffkante des andern Warenstückes  in der gleichen Richtung unter die erste  Stoffkante gebracht wird, also in der ent  gegengesetzten Richtung, aus welcher das  zweite Warenstück kommt.  



  Der Vorteil einer dergestalt hergestellten  Naht     besteht    erstens darin,     ,dass    die Kanten  während des     Nähens        dichter    bei der Naht ab  geschnitten werden können als bei den bis  jetzt bekannt gewordenen, dem gleichen  Zweck dienen-den Nähten; so dass praktisch  kaum mehr eine Rippe stehen bleibt, der  kleine     Rest    aber durch die zum Zwecke des       Überdeckens    .dieser Rippe vorgesehenen     Näh-          werkzeuge    vollkommen flach vollends über  näht wird, ohne an Haltbarkeit gegenüber  einer Naht, bei der beide     Warenstücke    voll  durchstochen sind, zurückzustehen.  



  Schliesslich hat die Naht den weiteren  Vorteil,     dass    beide Stoffteile unmittelbar  durch eine schräge Naht     miteinander    verbun  den sind, dass auf     Legfäden    auf der Ober  seite der Naht verzichtet werden kann, ohne  die Haltbarkeit .derselben zu beeinträchtigen,       dass    aber ebensogut auch     Legfäden    Verwen  dung finden können, wenn dies zu Zwecken  der Verzierung gewünscht wird.

       Weiterhin     ermöglicht die Eigenart der Naht ihre Erzeu  gung auf verschiedene Arten, nämlich so, dass  die .die zwei     Stoffkanten    miteinander verbin  dende Nadel entweder als die mittlere von  drei oder mehr Nadeln parallel zu -den an  dern Nadeln     arbeitet    oder aber, dass diese  Nadel einzeln im     Vordergrund    der andern  Nadeln arbeitet, in welchem Falle der Vor  gang des     Zusammennähens    zeitlich etwas vor  demjenigen des     Überdeckens    liegt.

   Der Un  terschied zwischen .den beiden Anordnungen  besteht darin,     dass    bei dem einen Vorgang  eine     einzige    Naht entsteht, dadurch, dass alle       drei-    Nadelfäden durch einen einzigen     Grei-          ferfaden    miteinander verbunden werden mit.  dem Unterschied gegenüber ähnlichen bisher  bekannt gewordenen Nähten aber,     dass    eine  der verwendeten Nadeln die beiden Stoffteile    durch eine Naht miteinander verbindet, wäh  rend bei dem andern Vorgang zwei vonein  ander unabhängige Nähte entstehen, nämlich  eine     Vornaht    und eine     -Überdecknaht.     



  Im Gegensatz     zu.    den meisten bis jetzt  bekannt gewordenen, in einem Arbeitsgang  hergestellten     Überdecknähten    hat die neue in  Frage     ,stehende    Naht ausserdem den grossen  Vorteil, dass beim Nähen schlauchförmiger  Ware die Naht erzeugt werden kann,     wäh-          rend,die    Oberseite des Schlauches nach aussen  liegt, so dass der Schlauch nach dem Verlas  sen der Nähmaschine nicht erst noch auf die  rechte Seite gewendet werden muss;

   ferner,  dass die Naht in ihrem äussern Aussehen sich  von der bisher am meisten verbreiteten, in  zwei verschiedenen Arbeitsgängen hergestell  ten     Überdecknaht,    vorteilhaft zwar dadurch  unterscheidet, dass durch das schräge Zusam  mennähen der Stoffkanten -die Naht wesent  lich flacher wird, dass -das     Nahtbild    an sich  gleich ist wie bei jener, und so der kaufende  Fabrikant, der ja seine Waren nicht mit  zwei verschiedenen Nahtarten liefern kann.  nicht gezwungen ist, gleich seinen ganzen  bisherigen Maschinenbestand zu ersetzen,  sondern nach Bedarf und finanzieller Lei  stungsfähigkeit seinen Betrieb     nach.    und nach  rationalisieren kann.

   Diese Möglichkeit be  steht bei den bis jetzt bekannten, auf     der-          Stoffoberseite    mit     Legfäden    arbeitenden.  kombinierten Abschneide- und Überdeck  mas.chinen nicht.    Selbstverständlich kann :das Zusammen  nähen der Stoffkanten auch dadurch erzielt  werden, dass     man,die    Nadel oder .die Nadeln  schräg zur Stoffkante stehen lässt.  



       Daa    Beschneiden der Stoffkanten kann  im bleichen Arbeitsgang durch einen Ab  schneidemechanismus geschehen, der je nach  der Maschinenfarm, die für die Nahterzeu  gung gewählt wird (Zylindernähmaschine,       armaufwärts    oder     armabwärts    transportie  rend, oder Flachnähmaschine) sich     bestimmt.     



  In der     Zeichnung    ist die     Erfindung    an  einigen Ausführungsbeispielen veranschau  licht.      Der Vorgang .der Nahtbildung wird an  hand einer     armaufwärtstransportierenden          Zylindernähmaschine    und den dabei zur     Ve.-          wendung    kommenden Nähwerkzeuge be  sprochen.  



  Es zeigen:       Fit;.        leine    perspektivische Darstellung  der Maschine,       Fig.    ? die Einführung der beiden Stoff  teile in den Kanal der Stichplatte,       Fi.        13    einen Querschnitt der     Nähwerk-          zeu;

  e    und auch das Abbiegen der beiden  Stoffteile in     eine        Winkelstellung.    Das Mes  ser ist im     Begriff,    die Stoffkante zu be  schneiden,       Fig.    3a einen Querschnitt wie     Fig.    3 nur  noch .das Messer in seiner Tiefstellung mit       abgeschnittener    Stoffkante,       Fig.        3b    die     Nähwerkzeuge    mit Schneid  apparat im     Längsschnitt.    Das Messer ist hier  durch einen Halter am     Transporteurträger     angebracht,       Fig.    3c eine Draufsicht auf die Faden  greifer und das Messer,

         Fig.    4 einen Querschnitt durch die Stich  platte und die     abgesehnittenen    Stoffkanten,  ferner das Anstechen der linken, sowie das  Durchstechen der rechten Stoffbahn. Beginn  der     Vornaht.    Der Greifer ist im Begriff, die       Nadelfadenschleife    abzufangen.  



       Fib.        4a        einen    Querschnitt wie     Fig.    4 einer       andern        Ausführung,          Fig.    5 die Stichplatte mit     Stoffzufüh-          rungskanal    und Messer im Grundriss,       Fig.    6 wie sieh die linke und rechte Stoff  kante weiter umgelegt haben und von den  Nadeln durchstochen wurden. Ferner, wie  der Greifer die     Nadelfadenschleife    der lin  lcen Nadel     al)fügt.        Begrinn    der     Überdecknaht.     



       Fig.    7 einen     Längsschnitt    der     Vornaht     nach Schnitt     a-a    der Nahtlinie in     Fig.    4.       Hier    ist zu erkennen,     .dass    die linke Stoff  bahn angestochen, die rechte Stoffbahn  durchstochen ist,       Fig.    8 Vor- und     Überdecknaht    auf Ober  seite (links) und Unterseite (rechts),       Fig.    9 die Einführung der beiden Stoff  teile in den Kanal der Stichplatte, sowie den    einstellbaren     Abschneidemechanismus,

      wel  cher entgegen der     Fig.    3 beide Stoffkanten  in     wagrechter    Richtung     abschneidet,          Fig.    10 einen     Querschnitt    der beiden  Stofflagern in einer     Winkelstellung    nach       Fig.    10a, Schnitt     e-e,     ...

   10a den     Grundriss    der Stichplatte,  Fit'  den Transport, den     Staffzuführungskanal,     sowie das Messer,       Fig.    11 einen Querschnitt nach     Fig.    10a,  Schnitt     f-f.    Hier ist zuerkennen, dass linke  und rechte Nadel die Stoffbahn einmal  durchstechen, während die. mittlere N     adel    die  obere Stoffbahn ansticht und die untere       Stoffbahn    .durchsticht. Die Nahtrippen haben  eine     wagrechte    Lage eingenommen.

   Der Grei  fer fängt die Fadenschleife der linken Na  del ab,       Fig.    12 einen Längsschnitt     g-g    der  Nahtlinie von     Fig.    11 der mittleren Naht  reihe. Die linke Stoffbahn ist an- und ;die       rechte    Stoffbahn durchgestochen,       Fig.    13 die Naht auf der Ober- und Un  terseite (links Oberseite, rechts Unterseite),       Fig.        1.1    einen Längsschnitt des Schneid  mecha.nismus mit Greifer und Nadel,       Fig.    15 einen Grundriss des Schneid  mechanismus mit Greifer und Nadelstellung,

         Fig.    16 eine perspektivische Darstellung       des    einstellbaren     Schneidmechanismus    mit  veränderlichem Messerhub und mit Antrieb  von der     Greiferwelle.     



       Fig.    1.     bis    8     zeigen    die Herstellung einer       Überdecknadel    mit     Vornaht,    wobei eine Na  del im Vordergrund der     übrigen    Nadeln ar  beitet.     Fig.    9 bis 16 zeigen die Herstellung  einer     Mehrnadel-Überdeck-        bezw.        -Übernäh-          naht,    wobei sämtliche Nadeln parallel an  geordnet sind.  



  Die Maschine nach     Fig.    1 stellt das Aus  führungsbeispiel einer     armaufwärtstranspor-          tierenden        Zylindermaschine    dar. Diese be  sitzt eine Nadelstange 1, an welcher am un  tern Ende die Nadeln 2 befestigt sind. Die  Nadelstange 1 erhält ihre auf- und abwärts  gehende Bewegung     mittelst    eines Nadel  hebels 3 und einer     Exzenterverbindung    4,  letztere ist auf der Hauptachse 5 angeordnet:      Die Hauptachse 5 wird mittelst einer An  triebsscheibe 6 angetrieben.

   Die     Greiferwelle     16 erhält ihre     achsiale    und radiale Bewe  gung, der Tran     porteurträger    seine auf- und       abwärtsgehende,    sowie vor- und     rückwärts-          gehende    Bewegung in bekannter Weise durch  die Hauptachse 5.  



  Das Zuführen der beiden     Stoffteile    7 und  8 zur Erzeugung der Vor- und Überdeck  naht ist in     Fig.    2 gezeigt. Es ist ersichtlich,       daB    die beiden Stoffenden in     einem    Kanal  9 senkrecht nach unten gehen.     Fig.    5 zeigt  die genaue Form des Kanals 9 der Stich  platte 10.  



  Bevor .die     Vornaht    11 erzeugt wird, er  folgt das Beschneiden der Stoffkanten     mit-          telst    eines Schneidemechanismus, beispiels  weise eines Schneidemessers 12     (Fig.    3, 3a,       3u,    3c und 5). Dieses Messer 12 ist -beispiels  weise am     Transparteurträger    13 mittelst  einer Verbindung 14 angeordnet und kann in  der     Höhelage,    in .der Breite, sowie seitlich       eingestellt    werden. Bekanntlich macht der  Transporteur 13 eine hin- und hergehende,  .sowie auf- und     abwärtsgehende    Bewegung.

    Diese Bewegung macht nun das Messer 12  mit, da es am     Traüsporteurträger    ange  schraubt ist. Das Messer 12 greift in einen       Schlitz    10a der Stichplatte 10 ein     (Fig.    5).  Die     Schneidmöglichkeit    des Messers 12 kann  bei dieser Anordnung von oben nach unten  oder umgekehrt erfolgen. Es ist deshalb die  Schnittfläche des Messers 12 entsprechend  ausgebildet.  



  Eine andere Ausführungsart des Schneide  mechanismus     ist    die in     Fig.    9, 14, 15 -und 16  dargestellte. Entgegen der Anordnung wie  vorher beschrieben, ist hier das Schneide  messer 15     (Untermesser)    von ,der oszillieren  den     Greiferwelle    16 am vordern Wellenende  16a angetrieben. Der gesamte     Schueidappa-          rat    ist an einem Lagerarm 17, letzterer am  Tragarm 18 befestigt     (Fig.    16). Er kann  somit als geschlossener Apparat angebaut:  werden.  



  Am Wellenende 16a ist eine     T-förmige     Nute 19     (Fig.    14 und 16) vorgesehen, in die  der.     Vierkantkopf    20a     eines    Bolzens 20     .für       verschiedene Hubhöhen des Messers einstell  bar angeordnet ist. Auf diesem Bolzen 20  ist eine Hülse 21 aufgeschoben, :die durch       eisio        Unterlagscheibe    22 und eine Mutter 23  in beliebiger Lage festgehalten werden kann.

    Auf der Hülse 21 sitzt drehbar     ein    Gelenk  stück 24, dessen vorderes Ende das     untere     Ende des Messerhebels 25 gabelförmig um  greift und mittelst eines Bolzens 24a     mit     diesem     verbunden    ist. Die Hülse 21 macht  durch die Bewegung der     Greiferwelle    16  auch deren oszillierende und     achsiale    Bewe  gung mit. Der Messerhebel 25 ist auf einem  Bolzen 26 drehbar gelagert und trägt am  obern Ende das Messer 15, welches mit einer  Schraube 27 befestigt ist. Das Obermesser  28 ist am obern Ende eines Hebels 29 mit  einer .Schraube 30 gehalten. Dieser Hebel  ist bei 31 drehbar gelagert und an seinem  untern Ende mittelst -einer Feder 32 gegen  eine Regulierschraube 33 gedrückt.

   Folglich  ist .das Obermesser 28 gegen das Untermesser  <B>15</B> federnd angeordnet. Um die abzuschnei  dende Nahtrippe schmaler oder breiter zu  gestalten, ist .das Untermesser 15 mittelst  des exzentrischen Bolzens 26, letzterer in 17  durch eine Schraube     34    gehalten, verstellbar  angeordnet. Das federnde Obermesser 28  macht .diese Bewegung mit. Die Regulier  schraube 33 kann entsprechend dem ge  wünschten Messerdruck, der durch :die Feder  32 erzeugt wird, eingestellt werden. Das  Untermesser 15 ist mit einer Nase 15a ver  sehen     (Fig.    15), die das Obermesser unter  greift und damit ein :dauerndes Ineinander  arbeiten zur Folge hat.

     Nach dem Abschneiden, bei Erzeugung  der     Varnaht,    läuft der Stoff,     bedingt    durch  die Form des Kanals 9, .dem     Stichloch    35       (Fig.    5) der vordern Nadel 36 zu     (Fig.    3,       3u    und 4).     Fig.    4 zeigt     wie    die linke Stoff  bahn angestochen und     .die    rechte durch  stochen wird, ferner zeigt     Fig.    4 die Nadel  36     in    ,senkrechter Lage, während die Nadel  36 in     Fig.    4a die linke Stoffbahn in schräger  Lage ansticht und die rechte Stoffbahn  durchsticht.

   Der Greifer 42 ist im Begriff,  die     Nadelfadenschleife    abzufangen.     Fig.-    7      stellt den Längsschnitt     a-a    der Nahtlinie  nach     Fig.        .4    der     Vornaht    .dar, und zwar ist  die obere,     doppelt    so stark     gezeichnete    Stoff  lage die angestochene Stoffbahn, während  die untere, halb so stark gezeichnete Stoff  lage die     durchstochene    Stoffbahn ist.  



  Auch hier ist zu erkennen, dass die Stoff  bahn 7 angestochen und die Stoffbahn 8  durchstochen wird. Die Verschlingung des  Nadelfadens 37 mit dem     Greiferfaden    38 ist  in     Fig.    7 zu erkennen.  



  Nachdem die     Vornaht    erzeugt ist, erfolgt  im weiteren Verlauf die     Überdecknaht,    und  zwar wird die Nahtrippe 39 nach     Fig.    6 in       wagrechte    Lage gebracht. Die beiden Nadeln  40 und 41 haben die beiden Stofflagen 7  und 8 durchstochen und der Greifer 47 ist  im Begriff, die linke     Nadelfadenschleife    und  im weiteren Vorgehen in der Pfeilrichtung  die rechte     Nadelfadenschleife    abzufangen       (Fig.    6 und     3c)..        Beim    Rückgang des Grei  fers 47 bekommt die     Greiferachse    16 eine       Achsialbewegung    nach vorn,

   die Stoff  bahnen 7 und 8 werden durch den Transpor  teur 43 nach hinten geschoben und die     bei-          .den    Nadeln 40 und 41 stechen beim Nieder  gehen durch die Stoffbahnen 7 und 8 in das       Greiferfadendreieck    ein (nicht dargestellt).  Hierdurch wird die Nahtrippe 39 nieder  genäht und der     Überdeckstich    erzeugt. Die  Verschlingung der beiden Nadelfäden 44 und  45 des     Übedeckstiches    und des Unterfadens  16 ist aus     Fig.    8 ersichtlich.

   Ferner zeigt       Fig.    8 die     Vornaht    11 und die     Überdecknaht     44, 45, 46 auf der Ober- und     'Unterseite     (links Oberseite, rechts     Unterseite).     



  Eine andere Ausführungsart der verei  nigten     Abschneid-    und     Überdecknaht    ist in       Fig.    ? und in den     Fig.    9 und 14     gezeigt.          Fig.    2 und 9 zeigen die beiden Stoffenden  in einem Kanal 9     bezw.    9a senkrecht nach  unten gehend. In     Fig.    10a sieht man     diel     genaue Form des Kanals 9a der Stich  platte 10a.  



  Bei diesem Ausführungsbeispiel zeigt       Fig.    10a die drei Nadeln 48a, 48b und 48e  in einer Front. Diese drei Nadeln arbeiten  somit entgegen der Vor- und     Überdecknaht       nur mit einem Greifer 49     (Fig.    11). Infolge  dessen: drei Nadelfaden, ein Unterfaden.

    Fing. 11 zeigt, wie die mittlere Nadel 48b  die obere Stoffbahn ansticht, während zu  <B>01</B>     eicher    Zeit die linke Nadel 48b und die  rechte Nadel 48e die beiden Stoffbahnen 7  und 8 durchstechen.     Fig.    12 stellt einen       Längsschnitt        g-g    der Nahtlinie nach     Fig.    11  dar, und zwar     ist    die obere, .doppelt so stark  gezeichnete .Stofflage die angestochene Stoff  bahn, während die untere, halb so stark ge  zeichnete Stofflage die durchstochene Stoff  bahn ist.  



  Auch hier ist zu erkennen, dass die Stoff  bahn 7 angestochen und die Stoffbahn 8  durchstochen     wird.     



       Bevor    das An- und Durchstechen der bei  den Stoffbahnen .durch die Nadel erfolgt,  wird ,die Nahtrippe entsprechend der Form  des Kanal 9a von einer senkrechten in eine       wagrechte    Lage     gebracht        (Fig.    11). Nach       Fig.    11 ist der Greifer 49 im Begriff, die  Fadenschleife der Nadel 48a und im weite  ren Verlauf seiner Bewegung in Richtung  des Pfeils auch die Fadenschleifen der mitt  leren Nadel 48b und der rechten Nadel 48e  abzufangen.  



  Beim Rückweg des Greifers 49 bekommt  die     Greiferachse    16 eine     achsiale    Bewegung  nach vorn, die Stoffbahnen 7 und 8 werden  durch den Transporteur 4-3 nach hinten ge  schoben und die drei Nadeln 48a, 48b, 48c  stechen beim Niedergehen durch die Stoff  bahnen 7 und 8 in das Fadendreieck ein  (nicht dargestellt). Hierdurch wird die  Nahtrippe     39a    niedergelegt und der     Ü:ber-          deekstich    erzeugt. Die Verschlingung der  drei Fadenschlaufen der Nadeln 50a, 50b und  50e des     Überdeckstiches    und des Unterfadens  51 ist aus     Fig.    13 ersichtlich.

   Ferner zeigt       Fig.    13 .die     Überdecknaht    auf ,der Ober- und  Unterseite (links Oberseite, rechts Unterseite).

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung einer kombi nierten Zusammennäh- und Überdeeknaht, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzie lung einer möglichst kleinen Nahtrippe der Zusammennähnaht die eine Stoffkante mehr oder weniger angestochen, .die andere durch 4ochen wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung der Naht drei in einer Ebene an geordnete Nadeln verwendet werden, von denen die mittlere Nadel zwecks Zusa.m- mennähens .der ' beiden Stoffteile einen Stoffteil mehr oder weniger ansticht und den andern durchsticht. . Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zur Herstel lung der Naht drei parallele Nadeln ver wendet werden, von denen eine in der Mitte .vor den beiden hintern Nadeln an geordnet ist und - zwecks.
    Zusammen nähens der beiden Stoffteile einen Stoff teil mehr oder weniger ansticht und den . andern .durchsticht. - PATENTANSPRUCH II: Maschine zur Ausführung .des Verfahrens nach. Patentanspruch. I. dadurch gekenn# zeichnet, dass die Stichplatte einen Führungs kanal besitzt, der die zusammenzunähenden Stoffteile dem Abschneideapparat und den Nadeln in .einem beliebigen Winkel zur Na delbahn zuführt.
    U NTERAN SPRÜCHE ?. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der vor den Nadeln oder vor der Nadel arbeitende. aus einem beweglichen Obermesser und einem festen Untermesser bestehende Ab schneideapparat unterhalb der Stichplatte verstellbar angeordnet ist und vom Trans porteurgestänge aus angetrieben wird.
    1.. Maschine nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der vor den Nadeln- oder vor der-Nadel arbeitende, aus einem beweglichen Untermesser und einem- federnd befestigten Ohermesser be stehende, unterhalb der Stichplatte an geordnete Abschneideapparat für verschie dene Abschneidtiefen einstellbar ist, und vom Greifergestänge aus angetrieben wird. 5. Maschine nach Unteranspruch 4, -dadureli gekennzeichnet; dass .das Untermesser senkrecht einstellbar ist, um :die Stoff kantenrippe schmäler oder breiter gestal ten zu können. 6.
    Maschine nach Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidapparat ein geschlossenes Aggregat darstellt, wel ches unterhalb der Stofftragplatte an gebaut werden kann.
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