CH164288A - Bremsbelag und Verfahren zu dessen Herstellung. - Google Patents

Bremsbelag und Verfahren zu dessen Herstellung.

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CH164288A
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Colt S Patent Fire Arms Man Co
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Colt S Patent Fire Arms Manufa
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  Bremsbelag und Verfahren zu dessen Herstellung.    Die Erfindung betrifft einen Bremsbelag,  der aus     unverwebten,    durch ein vulkanisiertes  Bindemittel untereinander zusammengehalte  nen Fasern besteht und in Form von Platten  oder Streifen hergestellt werden kann.

   Erfin  dungsgemäss ist der Bremsbelag mit im  wesentlichen gleichmässig verteilten     Ein-          drückungen    versehen, die sich von mindestens  einer seiner beiden Reibungsflächen aus in  (las Material des Belages     hineinerstrecken,     zum Zwecke, die     Biegsmakeit    des Belages zu  erhöhen und die während des     praktischen    Ge  brauches des Belages entstehenden Dämpfe  oder Gase durch diese     Eindrückungen    aus  dem Innern des Belages abziehen zu lassen,       #o    dass     sogenannte    Blasenbildungen in letzte  rem unter allen Umständen ausgeschlossen  sind.  



  Die Erfindung betrifft weiter ein Ver  fahren zur Herstellung des oben genannten  Bremsbelages, unter Verwendung einer pla  stischen Masse, die neben Faserstoffen ein zu    vulkanisierendes     Bindemittel        untl    wenigstens  für einen Teil des letzteren ein leicht flüch  tiges Lösungsmittel enthält.

   Dieses Verfah  ren kennzeichnet sich dadurch, dass in einen  aus solcher Masse geformten Rohbelag im  wesentlichen gleichmässig verteilte, von min  destens einer der beiden Reiboberflächen des  Rohbelages aus sich erstreckende     Ein-          drückungen    eingearbeitet werden, der Roh  belag dann bei einer Temperatur, die nied  riger liegt als     diejenige    die zum Vulkanisie  ren des Bindemittels nötig ist, getrocknet  wird, um das Lösungsmittel zu verdampfen  und es aus den Oberflächen des Belages, so  wie durch die eingearbeiteten     Eindrückungen     aus dem Innern des Rohbelages entweichen  zu lassen,

   und dass endlich der Rohbelag unter       Offenlassung    der     Eindrückungen        vulkani-_          siert        wird.     



  Die beiliegende Zeichnung stellt ein Aus  führungsbeispiel des Bremsbelages gemäss  der Erfindung dar     und    deutet rein sehema-           tisch    auch einige Stufen des zur Herstellung  des Bremsbelages vorzugsweise verwendeten  Verfahrens an.  



       Fig.    1 zeigt,:     wie    in der ersten Stufe des  Herstellungsverfahrens die     plastische    Masse  zu einem breitstreifigen Rohbelag verarbeitet  wird:       Fig.    2 und 3 zeigen von oben und von der  Seite gesehen, wie der Rohbelag auf einer  Seite eingekerbt wird;       Fig.    4 zeigt, ähnlich wie     Fig.    3, wie der  Rohbelag auf der andern Seite eingekerbt  wird;       Fig.    5 zeigt     wie    in der letzten Stufe des  Verfahrens der eingekerbte Belag unter  Druck und Wärme behandelt wird;       Fig.    ,6 zeigt ein Bruchstück des fertigen  Bremsbelages von oben gesehen;

         Fig.    7 ist .ein Längsschnitt nach Linie  7-7 der     Fig.    6, und       Fig.    8 ein Schnitt ähnlich dem der     Fig.    7,  jedoch in grösserem     Massstabe,    um die Anord  nung der Fasern im Bremsbelag deutlicher  zu zeigen.  



  Zur Herstellung des Bremsbelages wird  zunächst eine plastische Masse vorbereitet  und gemischt. Die Masse besteht aus einer  Menge zerrissenen Fasergutes, beispielsweise  Asbest, aus einem Bindemittel, welches zum  Erhärten einer Wärmebehandlung unterwor  fen werden muss, und aus einer Flüssigkeit,  die ein leicht verdampfendes Lösungsmittel  für wenigstens einen Teil des     Bindemittels     enthält. Gewöhnlich und vorzugsweise be  steht das Bindemittel wenigstens zum Teil  aus     unvulkanisiertem    Gummi, jedoch könn  ten auch andere Bindemittel verwendet wer  den.

   Die erste Mischung enthält auch ein       Quantum    Schwefel und andere ähnliche  Substanzen, soweit es für die schnelle     Vul-          kanisation    des Gummis für     notwendig    oder  zweckentsprechend befunden wird. Der Cha  rakter des     erwähnten    Lösungsmittels hängt  von dem verwendeten Bindemittel ab. Sofern  jedoch das Bindemittel     wenigstens    zum Teil  aus Gummi besteht, enthält die Lösungs-         flüssigkeit    zweckmässig     Gasolin    oder Naphtha.

    Das flüssige Bindemittel wird in einer Menge  verarbeitet, die genügt, um eine Masse zu  erhalten, die nach Beendigung der Misch  operation noch weich ist und sich leicht be  arbeiten lässt. Nachdem die plastische Masse  vorgerichtet und gemischt worden ist, wird  sie zunächst zu einem streifenförmigen Roh  belag verarbeitet. Zu diesem Zwecke     wird    die  Masse auf eine mit Walzen versehene Ma  schine der in     Fig.    1 schematisch angedeuteten  Art übertragen. Zur Maschine gehören zwei  drehbare, vorzugsweise verschieden grosse  Walzen 1, 2, die so miteinander verbunden  sind, dass sie sich mit gleichen Umfangsge  schwindigkeiten drehen müssen. Eine der  Walzen, vorzugsweise die kleinere Walze 1,  ist gegenüber der andern Walze radial ver  stellbar angeordnet.

   Die erste Einstellung ge  schieht so, dass beide Walzen einander ganz  nahe sind. Nun wird bei A ein gewisses Quan  tum des plastischen Gemenges     zwischen    die  Rollen gebracht. Ein Teil der Masse wird  auf der in zweckentsprechender Weise be  heizten grösseren Walze 2 haften bleiben. Auf  diese Weise     wird    aus der betreffenden Masse  auf der Walze 2 eine sehr dünne Schicht ge  wonnen. Die verstellbare Walze 1 wird dann  ganz allmählich zurückgenommen, um von  der Masse A nach und nach weitere Schich  ten auf die Walze 2 aufzutragen, bis ein  streifenförmiger Rohbelag     13    von der ge  wünschten Dicke erzeugt ist.

   Indem der Roh  belag     B    allmählich und vorzugsweise lang  sam erzeugt wird, werden die einzelnen  Schichten aus der Masse A in solch einer  Weise gebildet, dass die Fasern des Fasergutes  in .der Hauptsache in die Umfangsrichtung  der Rolle 2 und in zueinander parallele Ebe  nen zu liegen kommen. Bemerkt sei, dass die  Herstellung des Rohbelages     ss,    soweit sie bis  jetzt beschrieben wurde, einem dem Fach  mann wohl bekannten Verfahren     entspricht.     Der Einfachheit halber mag dieses Verfahren  als     "Aufbau-Verfahren"    bezeichnet werden.  



  Während der Rohbelag B so wie beschrie  ben aufgebaut wird, ist dafür zu sorgen, dass  das Material eine     Temperatur    behält, die noch      unterhalb jener Temperatur liegt, welche man  für die endgültige Wärmebehandlung des  Bindemittels benötigt. Die Herstellung des  Rohbelages wird zeitlich und in bezug auf  Verdampfung der     Lösungsflüssigkeit    sehr       sorgfältir    überwacht. Es ist notwendig, den  Rohbelag genügend langsam entstehen zu  lassen, um dem grössten Teil der Flüssigkeit  in all den einzelnen, nacheinander aufge  brachten Schichten genügend Gelegenheit zur  Verdampfung zu geben, noch bevor die  nächstfolgende Schicht aufgebracht wird.

    Ein übermässiges Quantum Flüssigkeit im  Rohbelag hätte zur Folge, dass bei der spä  teren     Wärmebehandlung    desselben die Flüs  sigkeit verdampfen und dadurch Blasen ent  stehen lassen würde, die das Fertigprodukt  vollkommen wertlos machen.  



  Obwohl es sich, wie aus dem Gesagten her  vorgeht, als notwendig erweist, den grössten  Teil der     Lösungsflüssigkeit    schon bei der  Herstellung des Rohbelages     B    verdampfen zu  lassen, so ist es anderseits aber auch not  wendig, eine vollständige Verdampfung der  Flüssigkeit zu verhüten, denn es ist sehr  wesentlich, dass das Bindemittel in jeder  Schicht genügend plastisch bleibt, um sich  mit dem Bindemittel der unmittelbar darüber  gebrachten Schicht sofort zu binden. Wenn  die Arbeit so langsam verrichtet würde, dass  jede Schicht vollkommen austrocknet, noch  bevor die nächste Schicht aufgebracht wird,  so versteht man, dass man einen lediglich aus       dünnen,    von einander lösbaren Einzelschich  ten bestehenden Rohbelag erhalten würde.

    Ein solcher Rohbelag würde dem beabsichtig  ten Zwecke nicht, genügen.  



  Nachdem der Rohbelag auf der Wälz  maschine so wie beschrieben hergestellt wor  den ist, wird er von der Walze 2 abgenommen  und zum Trocknen bereit gehalten. Bei der  Trocknung wird die restliche Lösungsflüssig  keit dann vollständig beseitigt. Der     Rohbelac     kann alsdann in Streifen von einer den ge  wünschten Bremsbelägen entsprechenden  Breite zerschnitten werden. Die Streifen wer  den vorzugsweise so geschnitten, dass die    Fasern des Fasergutes in die Längsrichtung  der Streifen zu liegen kommen. Soweit es das  Zerschneiden in Streifen betrifft, kann die  Arbeitsfolge auch anders eingerichtet wer  den.

   So wäre es zum Beispiel möglich, das  Zerschneiden nach der Fertigstellung des Roh  belages auf der Walzmaschine oder später  vorzunehmen, nachdem die eine oder die an  dere der noch übrigen im folgenden des  näheren beschriebenen Behandlungsstufen  durchgeführt ist.  



  Um die Trocknung zu erleichtern und  weitere Vorteile, auf die des näheren erst  weiter unten eingegangen     wird,    zu erzielen,  werden im Rohbelag zum mindesten auf  einer Seite desselben und in grösserer Anzahl  verhältnismässig kleine Luftlöcher geformt       bezw.        Eindrückungen    oder     Einkerbungen     dicht beieinander und im allgemeinen in  gleichmässiger Verteilung eingearbeitet, und  zwar nachdem der Rohbelag auf der     Walz-          maschine    fertiggestellt worden ist, und bevor  er der Trocknung unterworfen     wird.     



  In gewissen Fällen wird es vorgezogen,  die Einkerbungen auf beiden     Seiten    des Be  lages vorzusehen. In der vorliegenden Dar  stellung sind die Einkerbungen im Quer  schnitt quadratisch. An diese besondere     Quer-          schnittsform    ist man jedoch nicht gebunden.  



       Fig.    2 und 3 veranschaulichen, wie     dpr     Rohbelag mit     Eindrückungen    versehen wird.  Es soll angenommen werden, dass der verhält  nismässig breite Rohbelag B in Streifen C  zerschnitten worden ist.     Fig.    2 und 3  veranschaulichen also, wie einer dieser Strei  fen durch die Walzen 3 und 4 geschickt  wird. Die Walze 3 ist eine Gegenwalze mit  glattem Umfang, während die Walze 4 mit  vielen kleinen eng zusammengerückten, im  wesentlichen gleichmässig verteilten Dornen  besetzt ist. Die Aufgabe der Dorne 5 ist, auf  der einen Seite des Streifens C entsprechende       Eindrückungen    oder Luftlöcher D herzu  stellen.

   Die Grösse des Abstandes der einzel  nen, einander benachbarten     Eindrückungen     oder Luftlöcher kann ganz verschieden ge  halten werden. Vorgezogen     wird    es, dieselben      mit Bezug aufeinander, wie dargestellt ist,  in     einem        Abstande    ungefähr gleich der Stärke  des Belages anzuordnen. Wenn auch von die  ser Teilung ganz erheblich abgewichen wer  den kann, darf dieselbe jedoch keineswegs so  gross sein, dass auf dem Bremsbelag breite       glatte    Flächen verbleiben. In der Zeichnung  sind die Dorne 5 normal zu der Umfangs  fläche der Walze 4 in Reihen auf letzterer  angeordnet.

   Diese     Anordnung    liefert Ein  drückungen oder Luftlöcher D, die auf dem  Streifen C ebenfalls in Reihen quer und  längs gruppiert sind. Diese     besondere    An  ordnung der Dorne     bezw.    der Luftlöcher ist  besonders     zweckmässig,    jedoch ist man nicht  speziell auf diese Anordnung angewiesen.  Nachdem die     Eindrückungen    oder Luftlöcher  im Streifen C geformt worden sind     (Fig.    2  und     ä),    wird der     Streifen    einer Trocknung  unterworfen. Die Trocknung geschieht vor  teilhaft in einem Vakuum, um die Lösungs  flüssigkeit vollständig zur Verdampfung zu  bringen.

   Der     Streifen    wird aber dabei auf  einer     Temperatur    unterhalb der für die  eigentliche     Wärmebehandlung    des Bindemit  tels erforderlichen Temperatur gehalten. Die  Dämpfe in den den Oberflächen des Belags  streifens C unmittelbar benachbarten Teilen  treten an den betreffenden Oberflächen aus,  während die Dämpfe im Innern des Streifens  das eine oder das andere der vielen vorhan  denen Luftlöcher D erreichen und durch diese  entweichen.

   Nach Beendigung der beschrie  benen Trocknung     wird    der Streifen vorteil  haft auf der entgegengesetzten     Seite    eben  falls mit     Eindrückungen    versehen,     wie    aus       Fig.    4 ersichtlich ist, und     dann    einer aber  maligen Trocknung unterworfenen, die in       einer    der soeben beschriebenen Trocknung  ähnlichen Weise durchgeführt wird.  



  Gegebenenfalls kann von der -ersten  Trocknung abgesehen, die Platte gleich auf  beiden Seiten mit     Eindrückungen    versehen  und darnach in einem einzigen Arbeitsgange  getrocknet werden. Dieses Vorgehen gestattet  wohl an Zeitaufwand zu sparen; es ist jedoch  insofern nicht so befriedigend wie das erst  beschriebene, da die Luftlöcher auf der einen    Seite des     Streifens    von der Gegenwalze bei  der Bearbeitung der andern Streifenseite zum  Teil wieder zurückgedrückt werden.  



  Entsprechend der im wirklichen Gebrauch  zu     erwartenden        Wärmeentwicklung        muss    die       endgültige    Wärmebehandlung der Harze und  die endgültige     Vulkanisation    des     Gummis     durchgeführt werden. In Anbetracht der  Tatsache, dass die     Eindrückungen    oder Lift  löcher eine vollkommene Trocknung ermög  licht haben, ist eine Tendenz, bei eintretender  Erhitzung innere Lufteinschlüsse oder Bla  sen zu bilden, nicht vorhanden.

   Selbst wenn  der Streifen unvollkommen getrocknet wor  den ist, würden die eng nebeneinander sitzen  den     Eindrückungen    verhindern, dass sich in  grösserem Ausmasse innere Lufteinschlüsse  oder Blasen bilden. Dämpfe, die möglicher  weise derartige Lufteinschlüsse oder Blasen  bilden könnten, werden durch das nächstge  legene Luftloch     entweichen,    ohne ernstlichen  Schaden anzurichten.  



  Nach der Trocknung wird der Rohbelag  einer geregelten Wärmebehandlung     (Vuika-          nisation)    vorzugsweise im Verein mit einem  zweckentsprechenden Druck unterworfen.  Wenn zur     Vulkanisation    sowohl mit Wärme,  als auch mit Druck gearbeitet     werden    soll,  wird der Streifen, nachdem er mit Ein  drückungen versehen und getrocknet worden  ist, in eine Form gelegt und die Form q.ls  dann in eine zweckentsprechende Presse ge  bracht, bis auf die richtige Temperatur er  hitzt und gleichzeitig unter Druck gesetzt.

         Fig.    5 zeigt den in die Form gelegten Strei  fen C von einem Ende desselben aus gesehen;  er wird zwischen den zwei Formteilen 6 und  7 gehalten, die ihrerseits mit Hilfe einer  Presse, deren Grundplatte und Stempel bei 8  und 9 schematisch angedeutet sind, in der  gezeichneten Stellung gehalten werden. Die  endgültige Wärme- und     Druckbehaudluug     soll nicht nur die erforderliche Wärmebe  handlung der Harze und die     Vulkanisation     des Gummis bewirken, sondern auch dazu  dienen, die durch das Schneiden und Bear  beiten des     Belagsteifens    C etwas rauh gewor-      denen Kanten und die etwas uneben gewor  denen Oberflächen desselben zu glätten.  



  Das beschriebene Verfahren ermöglicht,  eine     Faserstoffplatte    herzustellen, die sich  zur Verwendung als Bremsbelag ganz beson  ders eignet. Wenn die Platte so wie beschrie  ben, langsam aufgebaut wird, werden die  Fasern des     Fasergutes    grösstenteils parallel  zueinander und parallel zu den Oberflächen  der Platte gerichtet. Auf     Grund    sachgemässer  Überwachung und zeitlicher Regelung der  Plattenherstellung wird das Bindemittel  durchwegs einen so gut wie homogenen Cha  rakter erhalten und der Belag im Innern von  Stellen verminderter Festigkeit frei bleiben.  Derartige Stellen würden sich ergeben, wenn  man eine Lage oder Schicht vor Aufbringung  der nächsten Lage oder Schicht trocken oder  doch nahezu trocken werden liesse.

   Auf Grund  dieses homogenen Charakters des Bindemit  tels ist eine Tendenz zur Spaltung in einzelne  Lagen oder Schichten nicht vorhanden. Jeder  Bemühung, eine solche Spaltung herbeizufüh  ren, wird durch die strenge     Homogenität    des  Bindemittels gehörig widerstanden.

   Hinzu  kommt, dass auf Grund der sorgfältigen  Trocknung, die der Belag vor der endgültigen  Wärmebehandlung des Bindemittels     (Vulka-          nisation)    erfährt, es keine innern     Luftein-          schliisse    oder Blasen auf der Oberfläche mehr  gibt, nämlich Lufteinschlüsse oder Blasen,  wie sie bei der endgültigen Wärmebehand  lung     (Vulkanisation)    durch Verdampfung  von in der Platte in übermässiger Menge zu  rückgebliebener Lösungsflüssigkeit entstehen  könnten. Derartige Lufteinschlüsse oder Bla  sen würden den Belag in sehr starkem Masse  schwächen und, wenn in zu grosser Zahl vor  handen, vollkommen wertlos machen.  



  Die     Eindrückungen    oder Luftlöcher im  Belag sind nicht nur nützlich, um, wie schon       beschrieben,    eine vollständige Trocknung des  Materials zu ermöglichen, sondern auch zur  Schaffung weiterer wichtiger Vorteile.     Man     versteht,     da.ss    die     Eindrückungen    gewisser  massen Atmungslöcher darstellen, durch die  im praktischen Gebrauch bei Überhitzung des  Bremsbelages etwa noch entstehende Dämpfe    oder Gase . entweichen können. Die     Ein-          drückungen    erweisen sich als besonders vor  teilhaft, wenn die Bremse angezogen wird,  nachdem der Belag übermässig feucht ge  worden ist.

   Wenn zwischen Bremsbelag und  Bremstrommel ein     Feuehtigkeitsschleier    liegt,  wird derselbe gleich einem Schmiermittel  wirken und eine effektive Bremsung nur er  zielen lassen, wenn er zwischen Bremsbelag  und Trommel ausgequetscht wird. Bei einem  Bremsbelag der     beschriebenen    Art     wird    die  den erwähnten Schleier bildende Feuchtigkeit  bei Ausübung eines Druckes in die     Ein-          drückungen    hineingequetscht. Es ist also  nicht mehr notwendig, die Feuchtigkeit quer  zum Belag bis an die äussersten Ränder des  selben zu quetschen.  



  Die     Eindrückungen    haben noch einen wei  teren Vorteil insofern, als sie den Belag       flexibler    als sonst gestalten. Entsprechend  der Bogenform der Bremstrommel lässt sich  der Belag leicht krümmen. Die     Eindrückun-          gen"erleichtern    die notwendige Dehnung des  Bremsbelages auf der einen     Seite    und ebenso  die     notwendige        Zusammendrückung    auf der  entgegengesetzten Seite.  



  Es ist schon zum Ausdruck gebracht  worden, dass bei einem Bremsbelag der be  schriebenen Art die Fasern des Fasergutes       grösstenteils    zueinander und zu den Ober  flächen des Bremsbelages parallel gerichtet  sind. Dieser, wenn man so sagen soll, primäre  Verlauf der Fasern ist vorhanden, nachdem  die Rohplatte als solche hergestellt ist; er  wird jedoch durch die beschriebenen Einker  bungen oder     Eindrückungen    etwas geändert.  Die in das Material eindringenden Dorne 5  greifen die unter ihnen befindlichen Fasern an  und bewirken     eine    Verlagerung derselben, das  heisst die im Bereich der entstehenden Ein  drückungen gelegenen Fasern werden ge  zwungen, sich aus ihrer Längsrichtung her  aus in eine Lage mehr oder weniger quer zur  Platte zu begeben.

   Zu beachten ist, dass zur  Zeit der Vornahme der     Eindrückungen    das  Bindemittel einer     Vulkanisation    noch nicht       unterworfen    ist und sich deshalb ganz von      selbst der neuen Lage der die     Esndrückungen     umgebenden Fasern anpasst. Die zu den Ober  flächen der Platte parallel laufenden Haupt  anteile der Fasern haben für den Widerstand  gegen     Spaltung    des Belages offenbar wenig       bezw.    gar keinen Wert. Abgesehen von den  Fasern an den     Eindrückungen    muss man sich  in dieser Beziehung ganz auf das homogene       Bindemittel    verlassen.

   An den     Eindrückun-          gen    jedoch erstrecken sich die Fasern  mehr oder weniger quer, das heisst un  ter ziemlich grossen Winkeln zu den be  treffenden Oberflächen, so dass auf diese  Weise in den verschiedensten Ebenen inner  halb der ganzen Dicke der     Platte    für eine  Verriegelung mit dem     Bindemittel    und mit  andern Fasern gesorgt ist. Diese winklig     ge#     richteten Fasern unterstützen somit das       Bindemittel    sehr wesentlich im     Widerstand     gegen     eine    Spaltung des Belages in einzelne  Schichten. Aus     Fig.    -8 ist diese Anordnung  der Fasern deutlich ersichtlich.  



  Abgesehen von den zahlreichen, bereits       erwähnten    Vorteilen des beschriebenen  Bremsbelages sei noch darauf hingewiesen,  dass durch die verhältnismässig kleinen Ein  drückungen in demselben weder die Zug  festigkeit desselben noch die Grösse seiner  Reibungsflächen eine wesentliche     Minderung     erfahren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: I. Bremsbelag aus urverwebten, .durch ein vulkanisiertes Bindemittel untereinander zusammengehaltenen Fasern, gekenn zeichnet durch im wesentlichen gleich mässig verteilte Eindrückungen, die sich von mindestens einer seiner beiden Rei bungsflächen aus in das Material des Belages hinein erstrecken, zum Zwecke, die Biegsamkeit des Belages zu er höhen und die während des praktischen Gebrauches des Belages entstehenden Dämpfe oder Gase durch diese Ein drückungen aus dem Innern des Belages abziehen zu lassen, so dass sogenannte Blasenbildungen in letzterem unter allen Umständen ausgeschlossen sind. UNTERANSPRüCHE 1.
    Bremsbelag nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die unmittel bar im Bereich der Eindrückungen be findlichen Fasern des den Bremsbelag bildenden Fasergutes aus ihrer Längs richtung herausgebracht sind, um eine er höhte Widerstandsfähigkeit des Belages gegen Blasenbildung und Spaltung in Schichten zu schaffen. z. Bremsbelag nach Patentanspruch I und Unteranspruch. 1, dadurch gekennzeich net, dass die unmittelbar im Bereich der Eindrückungen befindlichen Fasern irr wesentlichen quer zu den Reibungs flächen des Belages umgelegt sind.
    PATENTANSPRUCH: II. Verfahren zur Herstellung eines Brems belages nach Patentanspruch I, unter Verwendung .einer plastischen Masse, die neben Faserstoffen ein zu vulkanisieren des Bindemittel und wenigstens für einen Teil dieses Bindemittels ein leicht flüch tiges Lösungsmittel enthält, dadurch ge kennzeichnet, dass in einen aus solcher Masse geformten Rohbelag im vwesent- lichen gleichmässig verteilte, von minde stens einer der beiden Reiboberflächen des Rohbelages aus sich erstreckende Eindrückungen eingearbeitet werden,
    der Rohbelag dann bei einer Temperatur, die niedriger liegt als diejenige, die zum Vulkanisieren des Bindemittels nötig ist, getrocknet wird, um das Lösungsmittel zu verdampfen und es aus den Oberflächen des Belages, sowie durch die eingearbei teten Eindrückungen aus dem Innern des Rohbelages entweichen zu lassen, und dass endlich der Rohbelag unter Offenlassung der Eindrückungen vulkanisiert wird. UNTERANSPRUCH 3.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass der Rohbelag dadurch hergestellt wird, dass aus der Masse bei einer Temperatur, die noch unterhalb der zum Vulkanisieren des Bindemittels benötigten Temperatur liegt, Schichten gebildet und durch Überlage rung diese Schichten zusammengebracht werden, derart, dass sie zusammen einen homogenen, feuchten Rohbelag ergeben.
CH164288D 1930-12-19 1931-12-17 Bremsbelag und Verfahren zu dessen Herstellung. CH164288A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4647035A (en) * 1984-07-16 1987-03-03 Robert Yellen Rowing exercise device

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