CH164339A - Elektrolytischer Kondensator. - Google Patents
Elektrolytischer Kondensator.Info
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Description
Elektrolytischer Kondensator. Die Erfindung betrifft einen elektrolyti- sehen Kondensator. Bei einer sehr gebräuch lichen Bauart besteht die eine Elektrode eines solchen Kondensators aus einer Metall platte oder einem Metalldraht, welche bezw. welcher auf elektrolytischem oder chemischem Wege mit einer Oxydhaut überzogen und in einen Elektrolyten eingetaucht ist, der die andere Elektrode bildet. Zu diesem Zweck ist der Elektrolyt mit einer Zuleitung für den elektrischen Strom versehen, die zum Beispiel aus der Wand des Gefässes bestehen kann, in dem der Elektrolyt enthalten ist. Eitle der Schwierigkeiten, die bei solchen Kondensatoren auftreten, ist die zerstörende Einwirkung des Elektrolyten auf die Oxyd- haut, wodurch die Lebensdauer des Konden- sators beschränkt wird. Es hat sich nun gezeigt, dass diese zer störende Einwirkung zu einem erheblichen Teil auf Verunreinigungen zurückzuführen ist, die im Elektrolyten vorhanden sind. So gar wenn man bei der Herstellung des Kon- densators sorgfältig darauf achtet, dass keine Verunreinigungen im Elektrolyten vorhanden sind, stellt es sich heraus, dass diese dennoch nach Ablauf einiger Zeit vorhanden sind. Sie werden nämlich aus der Wandung des Gefässes aufgenommen oder rühren von den isolierenden Teilen her, die dazu benutzt werden, die Zuleitungen durch die Gefäss wand hindurchzuführen und die im allge meinen organische Stoffe enthalten. Selbst wenn Elektrolyten benutzt werden, die aus Lösungen von festen Stoffen in einem Alkohol, z. B. C7-lyzerin, bestehen und die im übrigen in bezug auf Ableitungsstrom und Kapazität günstige Eigenschaften haben, erweist sieh der erwähnte Nachteil als nicht ohne weiteres aufgehoben. Dies hat sich erst durch Benutzung einer Lösung wenigstens eines primären oder sekun dären Phosphates in einem Alkohol, z. B. von Primärkaliumphosphat in Glyzerin, als möglich erwiesen. Durch diese Kombination erweist es sich als möglich, die Oxydhaut der Metallelektroden gegen eine zerstörende Einwirkung zu sichern. Vielleicht ist diese auffallende Wirkung dem Zustande zuzuschreiben, dass es sich als möglich erweist, sehr viel von dem festen Stoff Primärkaliumpbosphat in dem Glyzerin zu lösen, so dass das Mengenverhältnis zwi schen den Verunreinigungen in der Flüssig keit und dem gelösten Stoff sehr gering wird und dementsprechend auch der Einfluss der Verunreinigungen im gleichen Verhältnis abnimmt. Dabei spielt dann der Umstand, dass trotz der grossen Menge Primärkalium- phosphat, die aufgelöst wird, die Leitungs fähigkeit nicht gross wird, ein wichtiger Fak tor; denn bei den meisten gelösten Stoffen wird, wenn die Menge des gelösten Stoffes gross ist, auch die Leistungsfähigkeit des Elektrolyten gross, womit wieder ein unzu lässiger Ableitungsstrom verbunden ist. Diese Erscheinung tritt jedoch bei der erwähnten Benutzung von Primärkaliumphosphat nicht auf. Günstige Ergebnisse wurden bei einem Kondensator erzielt, dessen eine Elektrode aus Aluminium bestand, während der Elek trolyt aus reinein Glyzerin mit einem Zusatz von<B>50 g</B> Primärkaliumphosphat (KH2P04) pro Liter bestand. Ebenso wurden gute Ergebnisse durch Hinzufügung von noch<B>10</B> % Wasser zu diesem Elektrolyten erzielt. Wenn zum Beispiel eine Lösung von Primärkalium oder -natriumpliosphat ver wendet wird, ist diese Lösung sauer. Ein weiterer Schutz der Elektroden gegen eine zerstörende Einwirkung kann noch durch Zusatz eines basischen Phosphats, wie zum Beispiel Sekundärkalium oder -natriumphos- phat, zu der Lösung in einem solchen Mengen verhältnis erzielt werden, dass die Lösung gerade neutral ist. Die Zeichnung veranschaulicht schema tisch eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes. In einem Kupfergefäss<B>1</B> ist ein Elektro lyt 2 enthalten, der aus reinem Glyzerin be steht, in dem primäres Kaliumphosphat in ein<B>-</B> ein Verhältnis von<B>50 9</B> Pro Liter GlY- zerin aufgelöst ist. Am obern Teil ist das Gefäss durch eine Ebonitscheibe <B>3</B> abge schlossen, durch die das Ende eines Alumi- nitimdrahtes 4 hindurchgeführt ist. Zwecks Erzielung einer grösseren Fläche ist der Alu miniumdraht schraubenlinienförmig gewunden. Mehrere solcher Schrauben könnten auch in einander angebracht werden. An den Klem men<B>5</B> und<B>6</B> können Stromzuleitungen an geschlossen werden. Der Aluminiumdraht ist auf chemischem oder elektrolytischem Wege mit einer Oxydhaut überzogen, welche die isolierende Zwischenlage zwischen den Elek troden des Kondensators bildet. Ein Kondensator, wie der oben beschrie bene, eignet sich zum Ebnen von Gleich strom, da er nur in einer Richtung den Strom sperrt. Infolgedessen ist er auch als Gleichrichter zu verwenden. Wenn man solche Kondensatoren für Wechselstrom benutzen will, kann man eine zweite, gleichfalls mit einer Oxydhaut überzogene Alum-iniumelek- trode in dem Elektrolyten anordnen und die beiden Aluminiumelektroden mit den Wech- -selstromklemmen verbinden. Im übrigen sind verschiedene Abände rungen im Rahmen der Erfindung möglich. Es kann zum Beispiel der Aluminiumdraht zwecks Vergrösserung der Fläche profiliert werden und statt Draht können auch zu sammengerollte Platten verwendet werden, deren Windungen durch Abstandhalter aus- einandergehalten werden. Es kann auch zu dem Elektrolyten mehr als<B>10</B> % Wasser zugesetzt werden. Sogar mit 30 % Wasser lassen sich noch gute Er- gebnisse erzielen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektrolytischer Kondensator, dadurch ge kennzeichnet, dass der Elektrolyt aus einer Lösung von wenigstens einem primären oder sekundären Phosphat in ei nein Alkohol besteht. TJNTERANSPRüCEE. <B>1.</B> Elektrolytischer Kondensator nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektrolyt aus einer Lösung von pri märem Kaliumphosphat in Glyzerin be stellt. 2.Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Elektrode aus Aluminium besteht, auf das eine Oxyd- haut aufgebracht ist, während die andere Elektrode aus reinem Glyzerin besteht, in dem primäres Kaliumphosphat in einer Menge voll<B>50 g</B> pro Liter aufgelöst ist. 3. Kondensator nach Unteranspruch<B>1,</B> da- durch gekennzeichnet, dass zu der Lösung 10 % Wasser zugesetzt sind. 4.Kondensator nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl saure, als auch basische, primäre und sekundäre Phosphate in der Lösung in einem sol chen Verhältnis vorhanden sind, dass die Lösung gerade neutral ist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| NL382916X | 1931-06-20 | ||
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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