CH164414A - An Fahr- und Motorrädern anzubringende Vorrichtung zum Abblenden der Fahrzeugbeleuchtung und zum Blinken. - Google Patents
An Fahr- und Motorrädern anzubringende Vorrichtung zum Abblenden der Fahrzeugbeleuchtung und zum Blinken.Info
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Description
.1n Fahr- und Motorrädern anzubringende Vorrichtung zum Abblenden der Fahrzeugbeleuchtung und zum Blinken. Die heutigen, vom elektrischen Strom ge speisten Scheinwerfer an Fahr- und Motor rädern geben zum Teil ein so grelles Licht, class herankommende Menschen bezw. Fahr zeuglenker infolge Blendens steter Gefahr ausgesetzt sind.
Es ist deshalb nicht ver wunderlich, wenn immer in verinehrterem Masse der Wunsch geäussert wird, auch an diesen Fahrzeugen, analog wie beim Auto mobil, Mittel vorzusehen, die ein Abblenden gestatten, und an einzelnen Orten sind be reits die Behörden beschäftigt, diesbezüglich bindende, gesetzliche Vorschriften für die Lenker von Fahr- und Motorrädern zu er lassen. Es hat sich ferner gezeigt, dass viele Fahrzeuglenker erst dann zum Abblenden schreiten, wenn sie vom entgegenkommenden Fahrzeuglenker in auffälliger Weise daran erinnert werden und auf Gegenrecht zählen können; dies kann durch sogenannte Blink- signale erreicht werden.
' Gegenstand der Erfindung ist nun eine am Fahrzeug anzubringende Vorrichtung, durch die sowohl abgeblendet, als auch ge blinkt werden kann, ohne dass am Schein werfer selbst Abänderungen vorgenommen oder die Geschwindigkeit des zum Beispiel mit Dynamobeleuchtung ausgerüsteten Fahr zeuges herabgemindert werden müsste; dem Einführungszwang einer solchen Vorrich tung werden verhältnismässig die Wenigsten sich widersetzen wollen. Das Abblenden bezw. Blinken wird erfindungsgemäss da durch erreicht, dass durch Handbetätigung eines Vorrichtungsteils der Strom nach Auf hebung des Kurzschlusses über einen Wider stand in der Vorrichtung geleitet werden kann; das Abblenden entspricht hier einer Schwächung des Lichtstromes.
Diese Aus bildung bringt den Vorteil mit sich, dass man im Abblendzustand grösste Fahrzeug geschwindigkeiten (Talfahrt bei Fahrrädern) annehmen kann, ohne befürchten zu müssen, die Glühbirne brenne durch; dieser Vorteil ist von nicht zu unterschätzender Bedeutung.
Um nun nicht für jede Stärke der Be- leuchtung und die verschiedenen Arten der selben eine besondere Vorrichtung herstellen zu müssen, kann man ein sogenanntes Standard-Modell bilden. Zu diesem Zweck wird man vorteilhaft erstens den elektrischen Widerstand regulierbar machen, so dass das gleiche Modell sowohl für Fahrräder, als auch für im allgemeinen stärkere Beleuch tungsanlagen aufweisende Motorräder be nützt werden kann, und ferner einen An schluss für Rücklicht vorsehen,-: das dann wahlweise, wenn ein solches überhaupt vor handen ist, angeschlossen werden kann.
Da bei ist es möglich, die elektrische Schaltung unter den verschiedenen Anschlusskontakten so zu treffen bezw. den Rücklichtanschluss so auszubilden, dass auch mit,dem Rücklicht geblinkt werden kann, um so Nachkommende in einwandfreier und gut sichtbarer Weise aufmerksam machen zu können.
Die Vorrichtung wird am zweckmässigsten an der Lenkstange des Fahrzeuges an gebracht, im Bereiche des Handgriffes, so dass ihre Betätigung zum Beispiel mittelst des Daumens möglich ist, ohne die Hand von der Lenkstange zu lösen, wodurch auch hier eine Gefahrenquelle vermieden wird.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes, das mit einem Rücklichtanschluss versehen ist, dar gestellt. Es zeigt: Fig. 1 einen Querschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht bei weggenommenem Deckel; Fig. 3 ist ein Schaltungsschema mit Variante.
Der dargestellte Abblend- und Blink- taster besitzt ein Gehäuse- mit Unterteil a und daran geschraubtem Deckel b. Das Ge häuse wird vermittelst zweier Klemmschen kel c und Anziehschraube (es könnten auch andere Befestigungsarten vorgesehen sein) an der Lenkstange des Fahrzeuges befestigt. Im Gehäuseteil a ist ein Träger<I>d</I> aus elektrisch isolierendem Material, zum Beispiel Dellit, Galalith oder Mika, eingesetzt und an erste rem vermittelst einer zentralen, versenkten.
Schraube befestigt. Der Träger d trägt die Anschlussklemmen e, f und g, letztere für das Rück-, das heisst Schlusslicht, ferner einen zwischen den Klemmen e und f ein geschalteten Widerstand W und einen Lager bock m. für den Schleifkontakt 1. Die An schlussklemmen e und f tragen oben je eine Kontaktlamelle, von denen die eine, k., be wegt zu werden bestimmt ist.
Die Rück lichtanschlussklemme trägt ein federndes Kontaktelement o, das entgegen seiner Feder kraft durch einen Exzenter aus nichtleiten dem Material eines aus dem Gehäuse heraus ragenden, von Hand zu betätigenden Dreh hebels<I>q</I> an die Anschlussklemme <I>f</I> andrück- bar ist. Der Gehäusedeckel b weit einen von Hand zu betätigenden Druckknopf i. auf, der auf die Kontaktlamelle h wirkt. Der 'Widerstand besteht zweckmässig aus einem, zum Beispiel auf eine Dellit-, vorteilhafter Porzellanwalze gewundenen Draht, dessen Enden k und<I>r</I> an die Klemmen<I>e</I> und<I>f</I> an geschlossen sind.
Ist nun die Klemme f mit dem Kabel für den Stromlieferer St (Dynamo oder Batterie), die Klemme e mit dem Kabel für den Schein werfer Sch und die Klemme g mit .dem Ka bel für das Schlusslicht verbunden, so ergibt sich folgende Wirkungsweise: Bei Ruhestellung des Druckknopfes und angedrücktem Kontaktelement o geht der Strom einerseits ungeschwächt über die Kurzschlussverbindung der Kontaktlamellen von der Klemme f zur Klemme e und von hier zum Scheinwerfer Sch, der dadurch mit Vollbeleuchtung wirkt, anderseits über die Klemme g zum Rücklicht.
Wird nun der Druckknopf i niedergedrückt, so wird die Kurzschlussverbindung aufgehoben, und der Strom zum Scheinwerfer geht von der Klemme f über den Verbindungsdraht n zum Lagerbock na, von diesem über den Schleif kontakt und ,den wirksamen Teil des Wider standes W zur Klemme e und von hier zum Scheinwerfer.
Da ein Widerstand in den Stromkreis eingeschlossen ist, wird der Strom geschwächt, und je nachdem, ob der Knopf längere Zeit heruntergedrückt bleibt, oder ob eine Aufeinanderfolge von Druckknopfbetäti- gungen vorliegt, wird der Scheinwerfer ab geblendet oder werden Blinksignale ab- gegeben. Das Schlusslicht brennt dabei, von den Pulsationen relativ wenig beeinflusst, praktisch ungeschwächt weiter.
Soll es hin gegen wahlweise ein- bezw. ausgeschaltet werden, bezw. soll finit ihm geblinkt werden, so betätigt nian den Drehhebel q; das Schein werferlichi; wird dabei praktisch unge schwächt bleiben.
Werden die Anschlüsse der Klemmen e und f miteinander vertauscht, ist also die Klemme e mit dem Kabel für den Strom lieferer und die Klemme f mit dem Kabel für den Scheinwerfer verbunden, so sind das Rücklicht und der Scheinwerfer beziiglich des Stromlaufes statt wie vorher auf ent gegengesetzten Seiten nun auf gleicher Seite des Widerstandes (nach diesem), und es er liellt ohne weiteres daraus, dass bei Betäti- gung;
des Druckknopfes das Rücklicht in gleichem Masse wie das Scheinwerferlicht be- einflusst werden kann, das heisst es können finit ersterem Blinksignale nach rückwärts ausgesandt werden. In diesem Falle brau chen die Teile p, q nicht vorhanden zu sein, und die Verbindung f-y kann fest sein.
Im nachfolgenden seien nun noch einige Varianten der erfindungsgemässen Vorrich tung erwähnt: Zunächst ist eine Ausführungsform vor gesehen, bei der die Teile für das Rücklicht fehlen, so dass also nur der Scheinwerfer von der Vorrichtung beeinflussbar wäre.
Der Widerstand ferner braucht nicht für alle Fälle regulierbar zu sein.
Die Isolierplatte kann natürlich auch fehlen; in diesem Falle wird man die An schlussklemmen zum Teil aus nicht leitendem Material anfertigen. Auch könnte das Ge häuse aus isolierendem Material bestehen, so dass ganz metallische Klemmen verwendet werden können.
Beim dargestellten Beispiel wird der Widerstand automatisch eingeschaltet, sobald der Kurzschluss aufgehoben ist. Statt dessen ist eine Vorrichtung denkbar, bei der erst durch genügend weites Niederdrücken des beweglichen Kontaktelementes bezw. des Druckknopfes Verbindung über den Wider stand hergestellt wird.
Es ist klar, .dass statt des Druckknopfes auch ein Hebelchen zum Betätigen der Vor richtung vorgesehen sein kann; es ist sogar eine Ausführungsform gedacht, bei der die Betätigung durch Drehen bezw. Hin- und Herdrehen des Deckels vorgenommen wird. Dieser braucht zum Beispiel nur mit einem Ansatz versehen zu sein, der mit dem beweg lichen Kontaktelement zusammenwirkt.
Das wahlweise Ein- und Ausschalten des Rücklichtes kann auch mit dem Betätigungs- teil i des Kontaktelementes<I>h,</I> vorgenommen werden, wenn ersterer so ausgebildet wird, dass er auf ein bewegliches Verbindungsstück zwischen der Klemme g und dem Schein werferlicht-Stromkreis wirken kann.
Es ist selbstverständlich, dass sich ein be sonderes, vom Betätigungsteil i zu beein flussendes, federndes Kontaktelement er übrigt, wenn man letzteres am Betätigungs teil selbst ausbildet. Dieses mit dem Betäti gungsteil fest verbundene Kontaktelement würde sich in der Kurzschlusslage gegen zwei mit den Anschlussklemmen e und f in Ver bindung stehende Kontakte legen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: An Fahr- und Motorrädern anzubringende Vorrichtung zum Abblenden der Fahrzeug beleuchtung und zum Blinken, gekennzeich net durch Mittel-, welche ermöglichen, zwi schen den Anschlusskontakten für den Schein werfer und den Stromlieferer wahlweise einen Kurzschluss oder einen elektrischen Widerstand wirksam werden zu lassen, so zwar, dass durch Bewegen von Hand eines Betätigungsteils ein Kontaktelement aus der der Kurzschlusslage entsprechenden Lage herausbewegt und der Widerstand in wähl barer Dauer wirksam gemacht. werden kann, so dass ein Abblenden oder Blinken des Scheinwerferlichtes hervorgerufen werden kann. UNTERANSPRüCHE 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Grösse des wirksamen Widerstandes einstellbar ist, zum Zwecke der Anpassung an die Fahr zeug-Beleuchtungsanlage und der Regu lierung der Abblendstärke. 2. Vorrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ausser den ge nannten Anschlusskontakten noch ein Anschluss für Rücklicht vorgesehen ist. 3.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Anschlusskontakte für den Scheinwerfer und das Rücklicht mit dem gleichen Ende des Widerstandes verbun den sind, so dass auch ein Blinken des Rücklichtes, sofern ein solches überhaupt vorhanden ist, bei Betätigung des ge nannten Handbetätigimgsteils erreicht werden kann. 4.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 2, dadurch gekennzeich net, dass die Anschlusskontakte des Rück lichtes und des Scheinwerfers mit den entgegengesetzten Enden des Widerstan des verbunden sind. 5.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und -4, dadurch ge- kennzeichnet, dass .der Anschlusskontakt für das Rücklicht mittelst eines von Hand betätigbaren Kontaktelementes an den Scheinwerferstromkreis ansohliessbar bezw, von demselben lösbar ist, zum Zwecke des wahlweisen Ein- und Aus schaltens des Fahrzeug-Rücklichtes, so fern ein solches überhaupt vorhanden ist. 6. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Zwecke des Ein stellens des- wirksamen Widerstandes ein Schleifkontakt vorgesehen ist. 7.Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteransprüchen 2, 4 und 5, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Flan.dbetätigungs- teil durch einen Druckknopf im Deckel eines Gehäuses gebildet wird, der beim Niederdrücken auf ein federndes Kon- taktelement, dieses aus der Kurzschluss- lage bringend, wirkt, wodurch automa tisch ein regulierbarer Widerstand in den Stromkreis für -den Scheinwerfer ein geschaltet wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH164414T | 1932-07-27 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH164414A true CH164414A (de) | 1933-09-30 |
Family
ID=4417390
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH164414D CH164414A (de) | 1932-07-27 | 1932-07-27 | An Fahr- und Motorrädern anzubringende Vorrichtung zum Abblenden der Fahrzeugbeleuchtung und zum Blinken. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH164414A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE916265C (de) * | 1952-02-09 | 1954-08-05 | Elka A & G Kayma Ges Fuer Elek | Stopplichtschaltvorrichtung fuer Fahrraeder |
| DE945676C (de) * | 1953-12-09 | 1956-07-12 | Westfaelische Metall Ind G M B | Scheinwerfer fuer Fahrzeuge, insbesondere fuer Zweiradfahrzeuge, mit eingebautem Zuendlichtschalter |
-
1932
- 1932-07-27 CH CH164414D patent/CH164414A/de unknown
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| DE916265C (de) * | 1952-02-09 | 1954-08-05 | Elka A & G Kayma Ges Fuer Elek | Stopplichtschaltvorrichtung fuer Fahrraeder |
| DE945676C (de) * | 1953-12-09 | 1956-07-12 | Westfaelische Metall Ind G M B | Scheinwerfer fuer Fahrzeuge, insbesondere fuer Zweiradfahrzeuge, mit eingebautem Zuendlichtschalter |
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