Rülekstausieherung-seinrichtung an gasbeheIzten Geräten. Bei gasbeheizten Geräten (Heisswasser bereitern, Bade- und Zimmeröfen), die an einen Schornstein angeschlossen sind, be steht immer die Gefahr, dass die Abgase zum Beispiel durch ungünstigen Wind in den Brennerraum zurückgestaut #verden und eine unvollkommene Verbrennung bewirken, so dass Kohlenoxydgas entsteht.
Man hat des halb am Abzug solcher Geräte Rückstau- sicherungseinrichtungen in Gestalt von Zug- unterbrechungsöffnungen vorgesehen, welche die gestauten Abgase aus dem Gerät austre ten lassen, damit sie die Verbrennung nicht stören.
Durch solche Sicherungseinrichtun gen wird zwar eine schlechte Verbrennung verhindert; trotzdem bieten sie aber keine Sicherheit gegen tötliche Unglücksfälle; im Gegenteil bilden die in :den Raum austreten den Abgase eine grosse Gefahr, denn sie ent halten so grosse Mengen giftiger, der Atmung schädlicher Gase, dass schon ein kurzer Auf- enthalf in mit RüvkstaLigasen erfüllten Räu- iiien züi Bewussflosigk-eit und schliesslich zum Tode führen kann.
Besonders gross ist natür- liel-i die Gefahr bei Baderäumen, die gewöhn lich nur einen geringen Luftinhalt haben.
Die Erfindung beseitigt die Gefahr eines längere Zeit anhaltenden Rückstaues da# durch, dass in den vom Abzug abgezweigten Rückstauweuen Auslösevorriehtungen vor gesehen sind,,die durch:
die Rückstaugase be tätigt werden und das Schliessen des dem Hauptbrenner vorgeschalteten Gashauptven- tils bewirkeu. Durch die Unterbrechun-- der Gaszufuhr werden die Brennerflammen zum Erlöschen gebracht" so dass der weitere Nach schub voll Abgasen in den Raum aufhört. Damit aber ist auch. die Gefahreiner Anfül- lung des Raumes mit schädlichen Gasen be seitigt.
Die im Wege der Rückstaugase vorge sehenen Auslösevorrichtungen können Vera schiedenster Art sein, wenn sie nur auf die R-üeksta,ugase ansprechen. So kann man- im Wege, der Rüekstaugase einen Thermostat anordnen, der durch die Wärme der Rüek- staugase betätigt wird und zum Beispiel die Sperrung eines selbstschliessenden Ilauptgas- ventils auslöst, so dass es den Hauptgasstrom unterbricht.
Ebenso könnte man auch ehe- misch, zum Bei-spiel katolytis#oli wirken-de Auslösevorrielitungen, SohmelzsiGherungen. druckbetätigte Sperrvoriielitungen oder der gleichen vorsehen.
Besonders vorteilhaft ist es aber, wenli man die Rüakstau.-.ase in oder durch den Verbrennungsraum, einer Warte- flaTnTne leitet, die mittelsteines Thermostat- ventils, einen Steuergasstrom beherrscht, der in an sich bekannter Weise auf pneumati- sehem. Weg das Gashauptventil steuert.
So bald nun infolge Rückstaues im Abzug ein Rüe,1,-strom von Abgasen,einsetzt, erstickt die Warteflamme sofort in den sauerstoffaxmen Gasen, so dass das Thermostatventil sieh schliesst und dadurch auch das augenblick liche Schliessen des Hauptgasventils bewirkt.
In den Zeichnungen sind drei Ausfüh rungsbeispiele des Erfinclungsgegenstandes schematisch dargestellt. Es zeigt Fig. <B>1</B> einen Flüssigkeitserhitzer (Gas- badeolen) mit der bekannten Rückstausiche- rung7 Fig. 2 und<B>3</B> einen gleichen Erhitzer mit in der Rückstauöffnung eingebautem Thermo stat bei normalem, das heisst ordnungsgemä ssem Abzug und im Falle des Rückstaues, Fig. 4 bis<B>6</B> einen Flüssigkeitserhitzer mit Warteilamme, vor, bei und nach dem Rück stau,
Fig. <B>7</B> eine weitere Ausführungsform eines Flüssigkeitserhitzers mit Warteflamme. Bei der bekannten Einrichtung nach Fig.
<B>1</B> ist<B>10</B> eine Wärmeaustauschvorrichtung, über deren Verbrennungskammer<B>11</B> eine Zugunterbreclierliaube 12 mit Abzugstutzen <B>13</B> angeordnet ist. 14 ist ein Ablenkkegel, der die aus dem Abzug zurückströmenden Abgase seitlich in die Zugunterbreclierkanäle <B>15</B> ablenkt,
so dass sie nicht in den Heizraum <B>11</B> gelangen können.<B>16</B> ist der Hauptbrenner mit dem Gashauptventü <B>17</B> und der vor dem Hauptventil von der Gasleitung<B>18</B> abge zweigten Zündflammenleitung <B>19.</B> In der rechten Hälfte der Fig. <B>1</B> ist der gewöhnliche Weg der Abgase ohne Rückstau gezeigt. Die linke Hälfte der Fig. <B>1</B> zeigt den Weg der Abgase, wenn ein Rückstau eintritt, und man sieht ohne weiteres, dass die zurückströmen den Abgase einfach in den Aufstellungsraum des gasbelleizien Gerätes austreten.
Bei an haltendem Wind kann also der Fall eintreten, dass sich der Aufstellungsraum (Badezimmer. Küche) übermässig mit Abgasen füllt, so dass die sich darin aufhaltenden Menschen in Lebensgefahr geraten.
In den Fig. 2 und <B>3</B> ist der gleiche Flüs sigkeitserhitzer dargestellt, wobei er jedoch mit einer Rückstausicherungseinrichtung ver sehen ist. Diese Sicherungseinrichtung- -weist einen Thermostaten, zum Beispiel eine Bi- metallfeder 20, auf, die im Zugunterbre- ehungskanal <B>15</B> angeordnet ist,
und welche in kaltem Zustand die Ventilstange 21 eines unter Federwirkung selbstschliessenden Gas- hauptventils 22 in der "Offen"-Stellung fest hält (Fig. 2). Tritt ein Rückstau. auf (Fig. <B>3),</B> so strömen die heissen Abgase an dem Wä,rmefühler 20 vorbei und veranlassen die sen, sich auszudehnen und die Ventilstange 21 freizugeben, so dass das Ventil 22 sich schliesst und die Gaszufuhr zum Brenner<B>16</B> unterbricht.
Damit erlöschen die Brenner- flammen und die Bildung von Abgasen hört auf. Der Ofen kann erst durch Öffnen des Hauptventils 22 und Entzünden des Gases am Hauptbrenner wieder in Benützung ge nommen werden, so dass: der Benutzer ge warnt ist und nicht von einer Gasvergiftung überrascht werden kann.
Wirkt der Rück-- stau nach dem Wiederanzünden des Brenners noch weit-er, so, wird die Sicherung überdies nach kürzester Zeit. wieder ansprechen und die Gazzufuhr erneut unterbrechen, so dass auf jeden Fall ein länger dauerndes Zurück strömen von Abgasen in den Raum vermie den wird.
<B>In</B> den Fig. 4 bis<B>6</B> ist ein Flüssigkeits erhitzer gezeigt, der eine durch -das Er sticken einer Warteflamme wirksam wer dende Rückstausieherungseinrichtung be sitzt. Zwischen dem Hauptbrenner<B>16</B> und der Gashauptleitung<B>18</B> ist ein Membranven- til <B>23</B> angeordnet, dessen Membran 24 eine Drosselöffnung<B>25</B> enthält"dureh die dauernd ein schwacher Steuergasstrom von der Hoch- druek-seite <B>26</B> der 31embran in die Steuer kammer<B>27</B> fliesst.
Von der Steuerkami-ner <B>27</B> führt eine Steuergasleitung<B>228</B> zum Brenner <B>29</B> einer Warteflamme, die auf ein die Steuergasleitung<B>28</B> beherrschendes Thermo- statventil einwirkt, In dem gezeichneten Ausführuno-sbeispiel ist der 'V%Tarteflammen- brenner <B>29</B> selbst als Sicherheitsbrenner aus gebildet, und zwar dadurch, dass das Brenner- ,gehause <B>29</B> durch eine Thermostatscheibe <B>80</B> <B>5</B> abgeschlossen ist,
die eine Brenneröffnung <B>31</B> enthält und einen Ventilieller 32 trägt. Ibt die Thermostatscheibe <B>30</B> kalt, so drückt sie den Ventilteller<B>32</B> auf seinen Sitz und verschliesst fladurch den Ausgang der Steuer- 2D leitung <B>28,</B> so dass :
das Steuergas sich in der Steaerkammer <B>27</B> des Hauptventils ansam- inelt und die Membran 24 den Haaptventil- sitz verschliessen kann (Fi--. <B>6).</B> Wird die Thermostatscheibe <B>30</B> jedoch dureh eine Flammeerhitzt, so wölbt, sie sich und öffnet das Ventil<B>32,</B> so dass der Druck aus der Steuerkammer<B>27</B> entweicht und das Gas- hauptventil sich öffnet (Fig. 4).
Diese Warteflamine, deren Brenner natürlich auch eine andere Ausbildung haben kann, ist so angeordnet, dass sie im Wege deer beim Rück stau zurückströmenden Abgase liegt und von diesen erstickt werden kann. Sie könnte also (wie der Thermostat 20 in den Fig. 2 und <B>3)</B> in den Zu--unterbrecherkanälen <B>15</B> an-,eord- n ZD net werden.
Damit sie jedoch ganz sicher er- ?Z .,tickt, wird sie vorteilhaft in einem Raum zingeordnet, den die Rückstaugase vollständig in ZD erfüllen können, so dass die Warteflamme in einem Abgassumpf liegt.
Zu diesem Zweck ist die Zugunterbrecherhaube 12 so. verlän- C, t' Olert, dass sie einen Mantel 33 bildet, der bis iinter den Brenner<B>16</B> herabreicht und einen Boden 34 hat, der eine Frischluftöffnung <B>35</B> 22 enthält.
Entsteht jetzt ein Rücksta.-ut, so wer den die zurückströmenden Abgase um der. Wärmeaustauscher herum der Warteflam- nienkammer <B>36</B> zugeführt. Bei einem Rück stau wird dann die Kammer<B>36</B> so weit mit sauerstoffarmen Abgasen verfüllt, dass die Warteflamme in dem Abgassumpf erstickt (Fig, <B>5).</B> Dies hat zur Folge, dass die Thermostatselleibe <B>30</B> erkaltet und das Steuerventil<B>32</B> schliesst, so dass auch. das Hauptventil<B>23</B> schliesst und die, Gaszufuhr zum Brenner<B>16</B> absperrt.
Um :die Wirkung der Kammer<B>36</B> zu erhöhen, kann man an der Frischluftöffnung <B>35</B> eine Rückschlag- klappe <B>37</B> vorsehen, die Jurch. ein Gegen gewicht<B>38,</B> eine Feder oder dergleichen, offengehalten und durch den Rückstaudruck geschlossen wird.
Bei der in Fig. <B>7</B> gezeigten Ausführungs form ist der Brennerraum <B>11</B> durch die Wände<B>39</B> vollkommen gegen den Warte- flammenraum <B>36</B> abueschlossen und besitzt seinen eigenen Frischlufteinlass 40. Nur eine Öffnung 41 in der,der Warteflamme gegen überliegenden Wand<B>39</B> lässt die Warte flamme zum Hauptbrenner<B>16</B> durchschlagen, <U>so</U> dass sie zugleich als Zündflamme benutzt werden kann.
Eine weitere Sicherungsmöglichkeit be steht darin, dass man eine oder mehrere be- weglielie Prallflächen, wie zum Beispiel die Rüe,lischla,o;
klappe <B>37</B> als Steuerorgane der Sicherungseinriehtung im Weg der Rück- sta,uo,a.se anordnet und sie mit dem Gashaupt- ventil, einem das Gashauptventil betätigen- ,den Steuerventil oder einer Sperre für das selbsttätig schliessende Hauptventil so kup pelt, dass das Ilauptventil geschlossen wird, sobald der Rückstaudruck. die Prallfläe'hen aus ihrer Ruhelage bewegt.
Zu bemerken ist noch, dass der in den Fig. 4 bis<B>7</B> gezeigte Ablenkkegel 42,die Ge- sta.It einer dem Abzug<B>13</B> zugekehrten Auf- fangse,hale hat, da-mit Kondenswasser,<B>Russ</B> usw. nicht in den Heizraum<B>11</B> bezw. zum Brenner lG gelangen kann.
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