CH164958A - Körper mit einer elektrisch leitenden Schicht. - Google Patents
Körper mit einer elektrisch leitenden Schicht.Info
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Description
Körper mit einer elektrisch leitenden Schicht. Die Erfindung bezieht sich auf einen Körper, vorzugsweise eine elektrische Vor richtung, der mit einer elektrisch leitenden Schicht versehen ist, und auf ein Verfahren zur Herstellung eines solchen Körpers.
Die Anmelderin hat festgestellt, dass die Schwierigkeiten, auf -die man beim Über ziehen von Körpern mit elektrisch leitenden Schichten stossen kann. und auf die man häufig gestossen ist, auf einfache und zweck mässige Weise mit Hilfe der Erfindung be seitigt werden können.
Erfindungsgemäss wird zu diesem Zweck ein Körper, z. B. eine elektrische Vorrichtung, mit einer elektrisch leitenden Schicht versehen, die neben einem organischen Bindemittel auch ein fein verteiltes Metall enthält, dessen Oberfläche von Oxyden und andern nicht leitenden Verbindungen derart frei ist, dass eine andauernde gute Leitfähigkeit der Schicht resultiert.
Die Anmelderin hat ge funden, dass die Ursache des Fehlschlagens der Versuche zum Aufbringen von elektrisch leitenden Schichten, die aus einem mit einem fein verteilten Metall vermischten Binde mittel bestehen, häufig dem Umstand zuzu schreiben ist, dass die im Bindemittel vor handenen Metalle während des Betriebes der Vorrichtungen ihre Leitfähigkeit verlieren oder diese Leitfähigkeit überhaupt nicht be sitzen, wenn diese fein verteilten Metalle zu diesem Zweck in der Form verwendet wer ,den, in der sie im Handel erhältlich sind. Nach der Erfindung lassen sich Körper mit elektrisch leitenden Schichten erzielen, die ihre Leitfähigkeit sogar bei höherer Tempe ratur beibehalten.
Es hat sich gezeigt, dass Körper gemäss der Erfindung vorteilhaft mit einer Schicht ausgestattet sein können, die Metallteilchen enthält, deren Inneres aus einem zweiten Metall besteht, das nicht frei von Oxyden und andern nicht leitenden Me tallverbindungen zu sein braucht. Zweck mässig wird für das Deckmetall Silber und als inneres Metall Kupfer oder Zink be nutzt. Man kann eine elektrisch leitende Schicht dadurch auf einem Körper anbringen, dass ein fein verteiltes, vollständig von Oxyden und andern nicht leitenden Verbindungen befreites Metall mit einem organischen Bindemittel vermischt und dann zum Bei spiel mittelst eines Spritzverfahrens auf dem Körper aufgebracht wird.
Hierbei kann die Oberfläche des fein verteilten be vor dieses mit dem Bindemittel vermischt wird, von Oxyden und andern nicht leiten den Verbindungen befreit werden. Es ist aber auch möglich, ein nicht vollständig von Oxyden und andern Verbindungen befreite Metall, bevor es mit dem Bindemittel ver mischt wird, durch Zusatz einer Lösung eines Salzes eines edleren Metallex mit dem letztgenannten Metall zu bedecken.
Wie bereits erwähnt, kann die Erfin dung namentlich bei elektrischen Vorrich- tungen, zum Beispiel bei elektrischen Ent ladungsröhren, vorteilhaft Anwendung fin den. Erstens erhält man leitende Schichten, bei denen von fein verteilten Metallen aus gegangen werden kann, die mit einem der bekannten organischen Bindemittel ver mischt sind. Ferner kann die elektrisch lei tende Schicht bei Zimmertemperatur auf den Körper aufgebracht werden.
Hierdurch hat die Erfindung einen grossen Vorzug gegen über bekannten Metallspritzverfahren, bei .denen eine Erwärmung der Körper mit sämt lichen damit verbundenen Schwierigkeiten unvermeidlich ist. Ausserdem ist das erfin- ,dungsgemässe Verfahren wesentlich ein facher, und was die Anlage anbelangt, bil liger als die vorgenanntenVerfahren. Schliess lich kann auf Körper aus keramischem Stoff mit glatter Oberfläche, zum Beispiel Glas, die Schicht in einem Arbeitsgang auf gebracht werden, während bei vorerwähnten Metallspritzverfahren in .den meisten Fällen zunächst eine Lackschicht angebraeht wer den muss,
um das Metall hinreichend haften zu lassen..
Die Erfindung wird nachstehend anhand einiger Ausführungsbeispiele, in denen das Aufbringen von leitenden Schichten be schrieben wird, näher erläutert.
Man behandelt 25 gr Kupferpulver mit. 25 cm' Wasser, das 100 mgr konzentrierte Schwefelsäure enthält. Die Suspension wird abgesaugt, mit Alkohol ausgewaschen, mit 50 cm' eines organischen Bindemittels ver mischt, das aus 10 gr Kollodium, 5 gr Ester harz und 5 -r Dibutylphtalat in 100 cm' eines Lösungsmittels, zum Beispiel Amyl- acetat, besteht. Die erhaltene Suspension wird auf irgendeine Weise, zum Beispiel durch Spritzen, auf dem Körper angebracht.
Es zeigt sich, dass sich auf dem Körper eine gut leitende Schicht bildet.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann beispielsweise ebenfalls wie folgt ausgeführt werden. Man geht von 25 gr Kupferpulver aus, .das im Wasser suspendiert wird. Dann wird eine Lösung zugesetzt, die 25 gr Sil ber in Form von Natriumsilberzyanid ent hält. Die so erhaltene Suspension wird ab gesaugt, mit Alkohol und Äther aus gewaschen und in einem Vakuumexsiccator getrocknet. Das so erhaltene Pulver wird mit 50 cm' eines organischen Bindemittels vermischt, wie oben beschrieben.
Nachdem diese Suspension zum Beispiel durch Spritzen auf einen nicht leitenden Körper aufgebracht worden ist, zeigt es sich, dass sich eine vorzüglich leitende Schicht bildet, deren Leitfähigkeit auch bei höherer Temperatur praktisch nicht abnimmt, und die ausserdem gegen atmosphärische Ein flüsse beständig ist.
Wie bereits bemerkt wurde, kann die Er findung bei elektrischen Vorrichtungen, zum Beispiel elektrischen Entladungsröhren, An wendung finden. Sie kann auch mit grossem Erfolg bei der Herstellung elektrischer Kon densatoren angewandt werden. Es ist zum Beispiel möglich, solche Kondensatoren aus einer Anzahl von Glimmerplatten herzu stellen, bei denen auf beiden Seiten eine lei tende Schicht gemäss der Erfindung an gebracht ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH ss: Körper mit einer elektrisch leitenden Schicht, dadurch gekennzeichnet, dass diese Schiebt neben einem organischen Bindemittel fein verteiltes Metall enthält, dessen Ober fläche derart von Oxyden und andern nicht leitenden Verbindungen frei ist, dass eine an dauernde gute Leitfähigkeit der Schicht re sultiert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Körper nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass das Innere der AZe- tallteilchen aus einem zweiten Metall be steht, das nicht frei ist von Oxyden und andern nicht leitenden Verbindungen. 2. Körper nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckmetall aus Silber und das Innere aus Kupfer besteht. 3.Körper nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Deckmetall aus Silber und das Innere aus Zink besteht. PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung eines Kör pers gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein mit einem organischen Bindemittel vermischtes, fein verteiltes Me tall auf einem Körper angebracht wird, wo- bei die Oberfläche dieses Metalles derart von. Oxyden und andern nicht leitenden Verbin- clungen frei ist, dass eine andauernde gute Leitfähigkeit resultiert. UNTERANSPRtrCHE 4.Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, .dass das mit Binde mittel vermischte Metall auf den Körper aufgespritzt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass das Metall pulver, bevor es mit dem Bindemittel vermischt wird, von nicht leitenden Oxy den und andern Verbindungen befreit wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass fein verteiltes Metall, dessen Oberfläche von Oxyden und andern nicht leitenden Verbindungen frei ist, dadurch .erhalten wird, dass auf fein verteiltem Metall, das nicht von die sen Verbindungen frei ist, aus einer Lö sung eines Salzes eines edleren Metall-es, dieses letztgenannte Metall niedergeschla gen wird.
Applications Claiming Priority (1)
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1932
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