CH164978A - Elektrische Leuchtröhrenanlage. - Google Patents

Elektrische Leuchtröhrenanlage.

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CH164978A
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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  Elektrische     Leuchtröhrenanlage.       Die Erfindung bezieht sich auf die wei  tere Erleichterung der Zündung bei elek  trischen Leuchtröhren mit -positiver Licht  säule, bei welchen ausser den Hauptelektroden  mindestens zwei Hilfselektroden vorhanden  sind, die sieh in der Längsrichtung der  Leuchtröhre auf einen beträchtlichen Teil der  Länge derselben erstrecken.  



  Gemäss der Erfindung werden die Hilfs  elektroden der Leuchtröhre unter Zwischen  schaltung einer Impedanz an eine     Hilfsstrom-          quelle    angeschlossen, welche eine höhere  Spannung besitzt als die     Stromquelle,    an die  die Hauptelektroden angeschlossen sind.  



  Die höhere Spannung, welche an die  Hilfselektroden angelegt wird, verursacht  beim     Inbetriebsetzen    der Röhre sehr schnell  eine Glimmentladung zwischen den Hilfs  elektroden; bei geeigneter     Anschlussweise    kön  nen auch zwischen den Hauptelektroden und  den Hilfselektroden kräftige Entladungen  auftreten. Vermutlich durch diese Einflüsse  kommt die Entladung zwischen den Haupt-         elektroden    schon bei sehr niedriger     Spannung     zwischen letzteren zustande, und zwar beson  ders, wenn die eine derselben, oder beide,  Glühelektroden sind.  



  Selbstverständlich kann man die Zündung  der Leuchtröhre auch ohne Anwendung einer  höheren Spannung an den     Hilfs-    als an den  Hauptelektroden durch Vergrösserung der an  den letzteren liegenden     Spannung    erreichen.  Solches erfordert jedoch einen grösseren, die  Vorrichtung verteuernden Transformator. Es  hat sich als billiger herausgestellt, den Trans  formator, der den     Entladungsstrom    liefert,  nicht zu vergrössern und einen Transforma  tor von geringer     Leistung,    an den die Hilfs  elektroden angeschlossen sind, zu ver  wenden.  



  Die Erfindung kann auch dann Anwen  dung finden, wenn eine Leuchtröhre vor  liegt, die nicht ohne weiteres aus einem Netz  üblicher Spannung betrieben werden kann,  so dass ein Transformator zum Heraufsetzen  der Netzspannung nötig sein würde. In man-           chen    Fällen kommt man nun aus, wenn man  die erfindungsgemässen Massnahmen anwen  det, wobei die Hauptelektroden an das Netz  angeschlossen werden     können    und nur ein       billiger    Hilfstransformator geringer Leistung  benötigt ist.  



  Es ist sehr empfehlenswert, die Elek  troden der Leuchtröhre derart mit den Strom  quellen zu verbinden,. dass, wenn die mit einer  Hauptelektrode verbundene     Klemme    der den       Entladungsstrom    liefernden     Stromquelle    po  sitiv ist, der Pol der     Hilfsstromquelle,    der  an die der Hauptelektrode benachbarte Hilfs  elektrode angeschlossen ist, negativ ist. Der  Stromkreis der Hilfselektroden kann gegebe  nenfalls mit dem     greis    des     Hauptentladungs-          stromes    leitend verbunden werden.

   Falls eine  solche Verbindung nicht vorgenommen wird,  ist es zweckmässig,     zwischen    jede     Hilfs-          elektrode    und die     Hilfsstromquelle    die Hälfte  der Impedanz zu schalten, die in den von  den Hilfselektroden und der     Hilfsstromquell      gebildeten     Stromkreis    aufgenommen ist.  



  Wird die Röhre mit Wechselstrom be  trieben, so findet die Zündung in jeder Hälfte  der     Wechselstromperiode        statt.    Wenn auch  die     Verhältnisse    derart sind, dass die     Wieder-          zündung    auch bei gleicher Spannung an den  Hilfselektroden wie an den Hauptelektroden       stattfinden    würde, so     wird    doch infolge der  höheren Spanneng der     Hilfsstromquelle    die       Spannung    zwischen den Hilfselektroden       schneller    ansteigen als die Spannung zwi  schen den Hauptelektroden,

   was einer schnel  len Zündung und damit einer Erhöhung der       mittleren    Leistung der Röhre zugute kommt.  



  Es geschieht öfters, dass die Hilfs  elektroden während des Betriebes der Röhre  an ihrer Oberfläche zerstäuben. Dies kann  dadurch     vermieden    werden, dass die Hilfs  elektroden an den gefährdeten Stellen mit  einer isolierenden Schicht bedeckt werden.       Die    Stellen, welche am leichtesten zerstäuben,       kann    man zum Beispiel mit einem Porzellan  röhrchen, das auf die Elektroden geschoben       wird,    abdecken.  



  Wenn die Hilfselektroden zerstäuben, so  setzen sich die Materialteilchen auf der in-         nern    Röhrenwand ab, wodurch diese ge  schwärzt und die Lichtausstrahlung ungün  stig beeinflusst wird.     Ausser    durch     Abdeckung     der zerstäubenden Stellen durch eine isolie  rende Schicht kann dieser Nachteil auch  dadurch vermieden werden, dass die Hilfs  elektroden mindestens über einen Teil ihrer  Länge von einem     gitterförmigen    Organ  umgeben werden. Dieses gitterförmige Or  gan fängt die zerstäubten Materialteilchen  auf, so dass die Durchlässigkeit der Wand  nicht beeinträchtigt wird.  



  Die einander zugewandten Enden der  Hilfselektroden werden zweckmässig mit Hilfe  eines isolierenden Teils, zum Beispiel einer  Glasperle, miteinander     verbunden,    wodurch  eine feste gegenseitige Lage der Hilfselektro  den bewirkt wird.  



  Eine Ausführungsform des Gegenstandes  der Erfindung wird nachstehend unter Be  zugnahme auf die Zeichnung beschrieben.  



  In den     Fig.    1 und 2' sind zwei Ausfüh  rungsformen der     Leuchtröhrenanlage    nach  der Erfindung beispielsweise schematisch dar  gestellt.  



  Die in     Fig.    1 gezeichnete Röhre 1 be  sitzt zwei     Elektrodenkammern    2 und 3, in  denen sich die Glühelektroden 4 und 5 be  finden. Diese auf die Füsschen 6 und 7 auf  gestellten Glühelektroden bestehen aus einem  schraubenförmig gewundenen Draht, der mit       Erdalkaliogyd    oder einer andern die Elek  tronenemission erhöhenden Substanz bedeckt  ist.

   In der Röhre sind zwei     drahtförmige     Hilfselektroden 8 und 9     angebracht.    Diese  metallenen Hilfselektroden sind in der Achse  der Röhre ausgespannt und an dem einen  Ende durch die Glasperle 10 miteinander  verbunden, während das andere Ende durch  das Füsschen 6     bezw.    7 herausgeführt ist,  selbstverständlich ohne in Berührung zukom  men mit der     Glühelel--trode.     



  Die Hilfselektroden 8 und 9 sind über  die Widerstände 11     bezw.    12 mit der Se  kundärwicklung 13 des Transformators 14       verbunden,    dessen Primärwicklung 15 bei  spielsweise an ein Lichtnetz üblicher Span  nung 16 angeschlossen werden kann. Die      Glühelektroden 4 und 5 werden von den  sekundären     Transformatorwicklungen    17 und  18 gespeist. Die Primärwicklung 24 des be  treffenden Transformators ist ebenfalls an  die     Wechselstromquelle    16 angeschlossen.

    Der Entladungsstrom, der zwischen den  Hauptelektroden 4 und 5' fliesst,     wird    der       Wechselstromquelle    16 unmittelbar entnom  men, wozu die Klemmen dieser Stromquelle  durch die Leiter 19 und 20 mit den     Mitten     der     Transformatorwieklungen    17 und 18 ver  bunden sind.

   Ausserdem ist eine Vorschau:       impedanz    21 mit der Entladungsbahn in  Reihe     gesehaltet.    Genügt die     Spannung    der  Stromquelle 16 nicht, um die Leuchtröhre  zu betreiben, so ist es möglich, die     Spannung     des Netzes mit Hilfe eines Transformators       Leraufzutransformieren.    Wenn in diesem  Falle von der Spannung der Wechselstrom  quelle, an die die Hauptelektroden abgeschlos  sen sind, gesprochen wird, so ist damit selbst  verständlich die Spannung der Sekundär  wicklung des Aufwärtstransformators ge  meint. Ebenso ist die Spannung der Sekun  därwicklung 13 gemeint, wenn die Rede ist  von der Spannung der     Hilfsstromquelle,    wel  che an die Hilfselektroden gelegt wird.  



  Der Transformator 14 ist so dimensio  niert, dass die Spannung der Sekundärwick  lung 13 höher ist als die Spannung der  Stromquelle 16. Die Verbindungen sind so  gemacht, dass, wenn die mit der Elektrode 4  verbundene Klemme der Stromquelle 16 ne  gativ ist, der mit der     Hilfselektrode    8 ver  bundene Pol der Sekundärwicklung 13 positiv  ist. Infolge der höheren Spannung der Wick  lung 13 steigt bei jeder Zündung der Röhre  die zwischen den Hilfselektroden 8 und 9  angelegte Spannung schneller an als die  Spannung zwischen den Elektroden 4 und 5.  Zwischen den einander zugewendeten Enden  der Hilfselektroden 8 und 9 entsteht sehr  schnell eine Glimmentladung, während auch  zwischen der momentan als Kathode arbei  tenden Glühelektrode und der benachbarten  Hilfselektrode eine Bogenentladung auftritt.

    Wirkt die Elektrode 4 als Kathode, so schei  nen die in der Bogenentladung gebildeten    Elektronen von dem untern Ende der Hilfs  elektrode 9 abgesaugt zu werden, was mit  zu einer     schnellen    Zündung der Hauptent  ladung führt.  



  Da die Widerstände 11, 12 sehr gross,  von der Grössenordnung, beispielsweise von  1000 oder auch von 10 000 Ohm, sein kön  nen, bleibt der Strom, der durch den von  der     Transformatorwicklung    13 und den Hilfs  elektroden 8 und 9 gebildeten Stromkreis  fliesst, klein.     Dementsprechend    kann die Lei  stung des Transformators 14 sehr klein ge  wählt werden. Die Widerstände 11 und 12  können durch eine Drosselspule oder durch  einen Kondensator ersetzt werden.

      Versuche haben ergeben, dass zum Bei  spiel eine Leuchtröhre mit einer Länge von  1 Meter, einem Durchmesser von 40 mm und  einer Neonfüllung mit einem Druck von  1,8 mm, welche bei     Anschluss        ,derHilfselektrode     8 an die Hauptelektrode 5 und der Hilfs  elektrode 9 an die Hauptelektrode 4 bei  280 V Wechselstrom von 50 Perioden zün  dete, bei der Schaltung nach     Fig.    1 schon  bei einer     Hauptelektrodenspannung    von<B>1.80</B>  bis 190 V gezündet wurde, wobei die Span  nung der     Sekundärwicklung    13 360 V und  die Widerstände 11, 12 je 5000 Ohm be  trugen.  



  Die in     Fig.    2 dargestellte Röhre stimmt  in der Hauptsache mit der Röhre 1 der     Fig.    1  überein. Nur sind die Hilfselektroden 8 und 9  teilweise mit isolierenden     Porzellanröhrcheu     22 abgedeckt, und zwar sind diese Röhrchen  in der Nähe der     Glühelektroden    4 und 5 an  gebracht, denn dort scheinen die Hilfselek  troden stark zu zerstäuben. Auch die ein  ander zugewandten Enden der Hilfselektroden  zerstäuben ziemlich schnell, weshalb     diese     Enden von einem Metallnetz 2ss, das gegen  die Röhrenwand abgestützt ist, umgeben  sind.

   Dieses Netz     fängt    die zerstäubten Me  tallteilchen auf, so     dass'    eine     Schwärzung    der  Wand vermieden     wird.     



  Die Hilfselektroden brauchen übrigens  nicht, wie im Falle der Zeichnung, in einer       Linie    zu liegen. Es kann gelegentlich zweck-      mässig sein, sie aus starren Metallstäben her  zustellen.  



  In manchen Fällen ist es     empfehlens-          wert,    die Hilfselektroden einander über einen  kleineren oder grösseren Teil ihrer Länge  überragen zu lassen. Die Strecke, über die  die Hilfselektroden dann parallel verlaufen,  soll zweckmässig höchstens ein Drittel der  Röhrenlänge betragen.  



  Wie schon bemerkt wurde, können auch  mehrere Paare Hilfselektroden in der Röhre  angeordnet werden.  



  Es kann zweckmässig sein, neben den       Glühelek    trogen je eine mit der benachbarten  Glühelektrode elektrisch verbundene,     platten-          förmige    Elektrode anzuordnen; die Glüh  elektrode und die     plattenförmige    Elektrode,  die zum Beispiel zylinderförmig sein kann,  arbeiten dann in jeder     Wechselstromperiode     abwechselnd als Kathode und Anode.  



  Die Füllung der Röhre kann; wie im  obigen Fall, aus einem oder mehreren Edel  gasen 'bestehen; sie kann aber auch aus  einem Dampf oder aus einem Gemisch von  Dampf und Gas     bestehen.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Leuchtröhrenanlage, mit Leuchtröhren mit positiver Lichtsäule, in der neben den Hauptelektroden ein oder mehrere Paare Hilfselektroden angebracht sind, deren jedes aus zwei sich in der Längsrichtung der Leuchtröhre auf einen beträchtlichen Teil ihrer Länge erstreckenden Hilfselektroden besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektroden unter Zwischenschaltung einer Impedanz an eine Hilfsstromquelle an geschlossen sind, welche eine höhere Span nung besitzt als die Stromquelle, an die die Hauptelektroden angeschlossen sind. UNTERANSPRC CHE 1.
    Elektrische Leuchtröhrenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtröhre mit einer oder mehreren Glühelektroden versehen ist. L. Elektrische Leuchtröhrenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroden der Leuchtröhre derart mit den Stromquellen verbunden sind, dass, wenn die mit einer Hauptelektrode ver bundene Klemme der den Entladungs strom liefernden Stromquelle positiv ist, der Pol der Hilfsstromquelle, der an die dieser Hauptelektrode benachbarten Hilfs elektrode angeschlossen ist, negativ ist.
    ä. Elektrische Leuchtröhrenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen jeder Hilfselektrode und der Hilfsstromquelle Bleichgrosse Impedanzen geschaltet sind. .l. Elektrische Leuchtröhrenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hilfselektroden der Leuchtröhre über einen Teil ihrer Länge mit einer isolie renden Schicht bedeckt sind. 5.
    Elektrische Leuchtröhrenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Hilfselektroden der Leuchtröhre min destens über einen Teil ihrer Länge von einem gitterförmigen Organ umgeben sind. 6. Elektrische Leuchtröhrenanlage nach Pa tentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die einander zugewandten Enden der Hilfs elektroden eines Paares mit Hilfe eines isolierenden Teils miteinander verbunden sind.
CH164978D 1931-08-19 1932-08-04 Elektrische Leuchtröhrenanlage. CH164978A (de)

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