CH164997A - Leuchtsäule für Verkehrszwecke. - Google Patents

Leuchtsäule für Verkehrszwecke.

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CH164997A
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Baumann Koelliker Co Industrie
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Baumann Koelliker & Co A G Fue
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Description


      Leuchtsäule    für Verkehrszwecke.    Zur sicheren und reibungslosen Abwick  lung des Verkehrs auf Strassen und Plätzen  sind säulenförmige Pfosten, besonders auf       Schutzinseln,    bekannt geworden, deren Haupt  aufgabe es ist, dem Fahrzeugführer die vor  geschriebene Verkehrsrichtung leichter er  kennbar zu machen. Damit diese Säulen auch  nach eingetretener Dunkelheit erkannt wer  den können, sind an ihnen manchmal zusätz  liche Lichtquellen angebracht. Diese Licht  quellen bewirken aber ausschliesslich .die  deutliche Beleuchtung nur eines kleinen Teils  des gesamten Pfostens, nämlich des Säulen  kopfes oder nur des Säulenschaftes.

   Eine  andere bekannte Ausführungsart, die neben  der Ausleuchtung des Säulenkopfes das Licht  auch in auf dem     Sockel    angebrachte Rillen  werfen soll, erreicht ihr Ziel     ebenfalls    nicht,  so dass neben dem hell leuchtenden Kopf nur  sehr schmale Streifen durch Licht ange  deutet sind. Diese unvollkommene, durch das  Verschwinden des grössten Teils des Sockels    hervorgerufene Erscheinung am Abend hat  bisher verkehrstechnisch durchaus nicht be  friedigt.  



  Die Erfindung besteht nun darin, dass  der Säulenschaft einer mit einem als Laterne  ausgebildeten Kopf     versehenen    Leuchtsäule  sich nach oben zu verjüngt. Der Säulenschaft  kann durch verkürzt auslaufende radiale  Teilwände in mehrere Sektoren zerlegt und  jeder Sektor mit einer Beleuchtungsquelle  versehen sein, so dass nicht nur die Fläche  des Schaftkörpers, sondern auch die Teil  wände von der zugehörigen Lichtquelle be  strahlt werden.  



  Die Leuchtsäule kann beispielsweise einen  nach unten hin konkav eingezogenen Kegel  stumpf bilden, so dass sie sich von oben  nach unten nach Art eines umgekehrten  Kelches erweitert. Es kann als, Erzeugende  ein Teil einer Kreis-, einer Parabel- oder       Hyperbellinie    zur Anwendung gelangen.  Dies wird sich je nach den Umständen, nach      der Höhe der Säule und den sonstigen Um  ständen richten.  



  Es hat sich herausgestellt, dass die Aus  bildung eines Säulenschaftes von derartigem  Querschnitt eine vorteilhaftere Lichtausbeute  des von oben flutenden Lichtes ergibt, in  sofern, als der Einfallswinkel des Lichtes  in einem beleuchteten Punkt auf dem Säu  lenschaft mit zunehmender     Entfernung    von  der Lichtquelle immer grösser wird, und die       Lichtstromdichte    in dem betreffenden Punkt,  anstatt abzunehmen, sich eventuell sogar er  höhen kann.

   Die     Lichtstromdichte    ist gegeben  durch die Formel: E _     >T    -     cos        cp,    wobei  <B>99</B> den Einfallswinkel des Lichtstrahles, J die  Lichtstärke der Lichtquelle in     Hefnerkerzen,    r  den Abstand der Lichtquelle vom beleuchteten  Punkte und E die     Beleuchtungs-    oder Licht  stromdichte     in    Lux darstellt.

   Dadurch wird  erzielt, dass die     Lichtstromdichte    am untern  Teile des     Schaftes    der Säule im wesentlichen  nicht schwächer ist als an dem obern Teile  trotz der grösseren Oberfläche und grösseren       Entfernung    von der     Lichtquelle.    Es wird  also eine     derart    ausgebildete Leuchtsäule in  vorteilhafter Weise schon in grosser Entfer  nung und auch bei schlechter Witterung er  kennbar sein.  



  Die     Leuchtsäule    kann     zweckmäss'igerweise          mit    einem Verkehrszeichen, zum Beispiel  einem Richtungspfeil oder dergleichen, verse  hen sein. Dabei ist die Decke des Kopfes der  Leuchtsäule mit lichtdurchlässigem Material  bedeckt und oberhalb der Decke das derart  ausgebildete Verkehrszeichen angebracht, dass  seine geneigten, beziehungsweise nach aussen       gekrümmt    verlaufenden Seitenwände von un  ten her     wirksam    von der Lichtquelle an  gestrahlt werden.  



  Eine Leuchtsäule soll bei Nachtzeit mög  lichst schon auf weite Entfernung hin deut  lich sichtbar in Erscheinung treten. Es hat  sich hierfür die für das Signal "Achtung"  international eingeführte Gelbfarbe als sehr  geeignet erwiesen. Da     nun    die leuchtende  Fläche der Säule ein grosses     Reflektionsver-          mögen    aufweisen soll, damit bei geringem    Energieaufwand eine hohe Ausstrahlung       bezw.    Rückstrahlung der Oberfläche erfolgt,  hat es sich weiterhin als vorteilhaft gezeigt,  für die     Leuchtsäulenfläche    metallische Ober  flächen zu verwenden, .die eine stark selektive  Rückstrahlung aufweisen, wie dies zum Bei  spiel bei     Oberflächen    aus Leichtmetall,

       Silber     oder dergleichen der Fall ist, und diese metalli  schen Flächen unmittelbar mit der dünnen     gel-          den        Lackfarbenschicht    zu versehen. Bisher war  es üblich, die Leuchtsäulen aus Gusseisen her  zustellen, dann zu spachteln und dann auf  die     Spachteloberfläche    Grundfarbe und Lack  überzug aufzubringen. Eine derart behandelte  Leuchtsäule mit derartiger Oberfläche hat  nicht ein günstiges     Rückstrahlvermögen,    wie  dies bei Anwendung einer metallischen Ober  fläche mit höherer selektiver Rückstrahlung  aus Leichtmetall oder Silber oder dergleichen  aufweist.  



  Bei der Anwendung metallischer Ober  flächen mit starker selektiver Rückstrahlung  und einem Überzug aus dünner, gelber     Lack-          farbschicht    findet gleichsam eine Überlage  rung der Metall- und der     Pigment-Rückstrah-          lung        -statt.    Das Maximum der     Selektivität     einer Rückstrahlung liegt etwa bei den  Farben gelb     bezw.    gelbgrün des Spektrums.  



  Die Säule     kann.    aus Leichtmetall gegossen  sein, oder ihre Oberfläche kann mit Leicht  metall oder Silber in geeigneter Weise über  zogen sein. Der Überzug kann in beliebiger;  an sich bekannter Art hergestellt sein.  



  Durch diese     Säulenausbildung    kann ent  weder mit der gleichen, wie früher, aufge  wendeten Energiemenge eine wesentlich hö  here Leuchtdichte auf dem Sockelmantel und  damit eine höhere signaltechnische Wirkung  erzielt werden, oder aber es kann eine Er  sparnis erzielt werden, indem bei gleicher  Leuchtdichte eine     geringereLichtenergiemenge     aufgewendet werden muss.  



  Durch Fortfall der     Spachtelung    der mit  Farblack zu überziehenden Oberfläche wird  auch das leichte Abblättern oder     Abspringen     des Farbüberzuges vermieden, welches bei       Spachtelung    oft     eintritt.         Bei Anwendung von Lichtquellen, die  aus einem durch Leuchtgas oder dergleichen  beheizten Glühkörper     (Gasglühlicht)    beste  hen, ist an und für sich schon das Maximum  der Ausstrahlungen in den grüngelben Teil  des Spektrums verlagert. Dadurch eignen sich  gerade Säulen mit derart behandelter Ober  fläche besonders für die Beleuchtung mit       Gasglühlicht.     



  In der beigefügten Zeichnung ist ein  Ausführungsbeispiel einer Leuchtsäule gemäss  der Erfindung veranschaulicht.  



       Fig.    1 zeigt einen     Achsiälschnitt    durch  die Leuchtsäule,       Fig.    2 einen Querschnitt durch den Säu  lenschaft unter dem Kopf;  Fix. 8 zeigt eine Endansicht des Säulen  kopfes mit Richtungspfeil und       Fig.    4 eine Draufsicht auf den Säulen  kopf.  



  Die Leuchtsäule besteht aus dem Säulen  schaft 1 oberhalb des zylindrisch ausgebil  deten Säulensockels und dem oben sitzenden  Säulenkopf oder der Laterne 2. Die Laterne  besteht aus einem runden Kopf mit Rippen  mit zweckmässig hellfarbigem     Trübglas        4.     innerhalb dessen die Lichtquellen 5 angeord  net sind. Der Kopf wird getragen durch die  an dem Schaft sitzenden, radial gerichteten  Trennungswände 6. Im vorliegenden Falle  sind vier derartige Wände vorgesehen. Die  Trennungswände verlaufen nicht bis nach       einten,    sondern nur etwa bis zu     g/4,        2j3    oder hal  ber Höhe des Säulenschaftes.

   In jeder durch  die Trennungswände 6 gebildeten Abteilung  ist je eine Lichtquelle 5 in der Laterne vor  gesehen. Diese Lichtquelle bestrahlt, wie be  i Bits oben ausgeführt, nicht nur den Zugehöri  gen Abschnitt des Säulenschaftes oder Säulen  mantels, sondern strahlt auch noch schräg  seitlich gegen die Trennungswände, so dass  diese an der     Lichtaussendung    teilnehmen.  Dadurch erscheint der Körper in einer sehr  plastischen Form, wobei der obere Teil der  Säule für sich allein betrachtet spitz zuläuft.  



  Durch die Anwendung von vier Sektoren  wird dem Fahrzeugführer oder Fussgänger  jeweils ein Maximum an leuchtender Flächen-    Projektion dargeboten. Der     Säulenschaft    er  weitert sich,     wie    die Zeichnung zeigt, nach  unten hin gekrümmt verlaufend, wodurch die  untere Fläche des Schaftes, wie bereits oben  ausgeführt, eine stärkere Bestrahlung erhält.

    Dieser Umstand ist auch hauptsächlich aus  dem Grunde vorteilhaft, weil der untere Teil  des Säulenschaftes durch den von einem hö  heren Standpunkte im Fahrzeuge aus     blik-          kenden    Fahrzeugführer oder den von     oben     nach unten blickenden Passanten unter einem  schrägen Gesichtswinkel zur     Wagrechten    ge  sehen wird, so dass der     Einfallwinkel    des  Blickes auf die betrachtete     Säulenschaftfläche     sich einem rechten Winkel nähert.  



  Die Beleuchtungsdichte nach unten hin  kann noch erhöht werden durch Anwendung  eines entsprechenden Reflektors 7, welcher  oberhalb der nach unten strahlenden Licht  quellen angebracht ist. Hierdurch wird  bei parabolischem Reflektor die Lichtstrom  dichte in einem     beleuchtetenPunkt    unabhängig  von dessen Entfernung von der Lichtquelle,  so dass mit derselben Lichtleistung eine we  sentlich höhere Leuchtdichte infolge der  Richtung und Konzentration der Strahlung  auf der     Leuchtsäulenfläche    erreicht     wird.     Eine weitere     Steigerung    der Leuchtdichte  kann erzielt werden durch eine unterhalb der  Lichtquelle angeordnete geschliffene     bezw.     gepresste     Prismenscheibe    8,

   die gleichfalls  das Licht. so sammelt, dass die Leuchtdichte  auf dem     Sockel    verstärkt wird. Zur gleich  mässigen Beleuchtung des Säulenschaftes kann  unterhalb der Lichtquellen auch eine Trüb  glasscheibe angeordnet werden.  



  Die Zierwendung nicht einer, sondern meh  rerer Lichtquellen ist insbesondere aus ver  kehrstechnischen Gründen zweckmässig. Eine  einzelne Lichtquelle kann durch Erschöpfung  derselben oder durch Erschütterungen beim  Anfahren der Säule durch Fahrzeuge voll  ständig ausgeschaltet werden, während bei  mehreren Lichtquellen die Wahrscheinlichkeit  vorliegt, dass einige Lichtquellen erhalten       bleiben.    Bei einer einzigen Lichtquelle sind  Unfälle nicht zu vermeiden, wie die Praxis  gezeigt hat.      Wie die     Fig.    1 zeigt, ist der Säulen  kopf oberhalb mit einer durchscheinenden       Platte    9 abgedeckt, zweckmässig einer Glas  platte, die auch     mattiert    sein kann.

   Oberhalb  dieser Glasplatte befindet sich drehbar, durch  einen Bügel 10     befestigt,    ein Verkehrszeichen  in Form eines Pfeils, welcher nach aussen hin  zwei gekrümmte Flächen 11 und 12 besitzt  (vergleiche auch     Fig.    3 und 4).  



  Es kann eine weitere zusätzliche Licht  duelle 13 vorgesehen sein, die sich jedoch  vermeiden lässt, wenn die vorhandenen Licht  quellen 5 in geeigneter Weise angeordnet  sind, beziehungsweise der Reflektor 7 durch  scheinend ausgebildet ist oder fehlt. Das  einen Pfeil darstellende Verkehrszeichen ist       mittelst    des Aufsatzes 10 drehbar und 'fest  stellbar oder auch     entfernbar,    um dasselbe  gegebenenfalls durch ein anderes Verkehrs  zeichen auswechseln zu können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Leuchtsäule für Verkehrszwecke mit einem als Laterne ausgebildeten Kopf, dessen Licht quelle den unterhalb befindlichen Schaft beleuchtet, dadurch gekennzeichnet, dass der Säulenschaft sich nach oben zu verjüngt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Leuchtsäule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass' der Säulen . schaft einen nach unten konkav eingezoge nen Kegelstumpf bildet. 2.
    Leuchtsäule nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass der obere Teil der eingezogenen Kegelstumpffläche durch radial angeord nete Trennungswände in mehrere Ab teilungen unterteilt und oberhalb jeder Abteilung eine Lichtquelle vorgesehen ist, welche sowohl den Säulenschaft, als auch die Trennungswände bestrahlt.
    Leuchtsäule nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass oberhalb der Licht quellen ein Reflektor angeordnet ist, der einen Teil des Lichtstromes der Licht quellen sammelt und gegen den Säulen mantel richtet, wobei unterhalb der Licht quelle eine Trübglasscheibe vorgesehen ist. 4. Leuchtsäule nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass zum Sammeln und Richten der Lichtstrahlen eine unterhalb der Lichtquelle befindliche Prismen scheibe vorgesehen ist. 5.
    Leuchtsäule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass oberhalb des Kopfes ein Verkehrszeichen angeordnet ist, und der Leuchtkopf -derart nach oben durchscheinend ausgebildet ist, dass die im Leuchtkopf vorhandenen Lichtquellen zugleich das Verkehrszeichen anstrahlen. 6. Leuchtsäule nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeich net, dass das Verkehrszeichen auf der Leuchtsäule drehbar und feststellbar, so wie auswechselbar angeordnet ist. 7. Leuchtsäule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dieselbe aus Leichtmetall besteht und unmittelbar auf deren metallischer Oberfläche mit einer Farbschicht überzogen ist. B.
    Leuchtsäule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dieselbe mit einem Leichtmetallüberzug versehen und dieser mit einer Farbschicht überzogen ist. 9. Leuchtsäule nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass dieselbe mit einem Silberüberzug versehen und dieser mit einer Farbschicht überzogen ist.
CH164997D 1932-01-26 1932-07-27 Leuchtsäule für Verkehrszwecke. CH164997A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1033111B (de) * 1953-11-26 1958-06-26 Gustav Gutzeit Strassenverkehrssaeule

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