CH165151A - Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten. - Google Patents

Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten.

Info

Publication number
CH165151A
CH165151A CH165151DA CH165151A CH 165151 A CH165151 A CH 165151A CH 165151D A CH165151D A CH 165151DA CH 165151 A CH165151 A CH 165151A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
liquids
liquid
alcohol
further added
water
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Aktiengesellschaft H Th Boehme
Original Assignee
H Th Boehme Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by H Th Boehme Ag filed Critical H Th Boehme Ag
Publication of CH165151A publication Critical patent/CH165151A/de

Links

Landscapes

  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)

Description


  Verfahren zur Erhöhung der Kapillar     aktivität    von Flüssigkeiten.    Es wurde     gefunden,    dass wasserlösliche  Körper der Formel  
EMI0001.0003     
    also z. B. der     Tetrahydrofurfuralkohol    sich  sehr vorteilhaft zur Erhöhung der Kapillar  aktivität von Flüssigkeiten verwenden lassen.  X kann in dieser Formel sowohl Wasserstoff  als auch einen niedrigen     aliphatischen    Säure  rest     CnHzn    .     Cd    bedeuten.

   Die vielseitige Ver  wendbarkeit der wasserlöslichen Verbindungen  beruht auf deren ausgezeichnetem     Lösungs-          und        Dispergiervermögen    für Fette, Wachse,  Harze, hochpolymere organische     Stoffe,    wie  Kautschuk und     Celluloseester,    Kampfer, hoch  molekulare, als     Plastifizierungsmittel    dienende  Ester usw., sowie auf der Wasserlöslichkeit  und verhältnismässig geringen Flüchtigkeit  derselben. Diese Eigenschaften finden sich  in ihrer Vereinigung bei keinem der bisher    bekannten Lösungsmittel.

   Die bekannten  wasserlöslichen Lösungsmittel, insbesondere  Spiritus, lösen     Neutralfette    in der Kälte  nicht auf, sie sind ausserdem sehr flüchtig,  so dass sie aus .heissen Behandlungsflüssig  keiten in kurzer Zeit restlos entweichen.  Die bekannten Lösungsmittel mit gutem       Fettlösungsvermögen    und geringer Flüchtig  keit sind dagegen sämtlich wasserunlöslich  und müssen, um in wässerigen Flüssigkeiten  verwendet werden zu können, durch zuge  setzte     Dispergiermittel    erst in feine Verteilung  gebracht werden.  



  Die Ester des     Tetrahydrofurfuralkohols    mit  höheren     aliphatischen        Carbonsäuren,    sowie Pro  dukte, deren     Hydrogylwasserstoff    durch andere       Substituenten    ersetzt ist, weisen die für die  Ausübung des erfindungsgemässen Verfahrens  erforderliche gute Wasserlöslichkeit nicht auf.  



  Dagegen kann z. B. der     Tetrahydrofurfur-          alkohol    wegen seiner Wasserlöslichkeit ohne  weitere Zusätze in wässerigen Flüssigkeiten  verwendet werden. Besonders hervorzuheben      sind auch die niedrigen Gestehungskosten des  neuen Zusatzes, der durch eine einfache  Operation aus dem ausserordentlich billig zur  Verfügung stehenden     Furfurol    gewinnbar ist.  Die Verwendung des     Tetrahydrofurfuralkohols     stellt sich somit auch wirtschaftlich wesentlich  günstiger als der Gebrauch der bekannten       Lösungs-    und     Dispergiermittel,    z. B. Chlor  kohlenwasserstoffe.  



  An Stelle des reinen     Tetrahydrofurfur-          alkohols    kann man das durch katalytische  Hydrierung von     Furfurol    in flüssiger Phase  erhältliche Produkt verwenden, welches zu  fast 100 0% aus     Tetrahydrofurfuralkohol    be  steht, bei 760 mm Druck zwischen 170 und  180 0 siedet und auch durch die     Hydroxyl-          zahl    von 540 (berechnet 550) als die fast  vollständig reine Verbindung     C5H1002    gekenn  zeichnet ist.  



  Man kann das Produkt in wässeriger  Lösung als Wasch-,     Reinigungs-    und Netz  mittel verwenden oder auch unlösliche Stoffe,  insbesondere schwer     benetzbare    Pulver, wie       Farbstoffpulver,    damit     anteigen    und in Wasser       dispergierbar    machen. Auch wasserunlösliche  Flüssigkeiten, wie     Kohlenwasserstoffe    und       Halogenkohlenwasserstoffe,    hydrierte     Phenole,     höhere Alkohole,     Ketone    usw. können durch  Zusatz von     Tetrahydrofurfuralkohol    in feine  Verteilung gebracht werden.

   In vielen Fällen  ist eine Verwendung in Kombination mit  Seifen, sulfonierten Ölen, sulfonierten Fett  alkoholen, aromatischen     Sulfonsäuren    und  ähnlichen     #Stoffen    vorteilhaft, indem man z. B.  Präparate von der Art der bekannten       Lösungsmittelseifen    herstellt.  



  An Stelle des     Tetrahydrofurfuralkohols     können auch dessen Ester mit niederen     ali-          phatischen        Carbonsäuren,    z. B. der Essigester,  verwendet werden, welche bemerkenswerter  weise ebenfalls leicht wasserlöslich sind.  



  <I>Beispiel 1:</I>  In vier Teilen     Tetrahydrofurfuralkohol     löst man einen Teil     bIarseillerseife.    Die Mi  schung liefert beim Verdünnen mit Wasser  klare Lösungen von vorzüglichem Reinigungs  vermögen.    <I>Beispiel 2:</I>  In 100 Liter Wasser löst man fünf Teile       Tetrahydrofurfuralkohol.    Die Lösung eignet  sich zum Netzen von Textilien.  



  <I>Beispiel 3:</I>       Man    stellt eine Lösung von 2 kg     Kern-          seife        (60        %        Fettgehalt)        und        10        kg        Tetra-          hydrofurfuralkohol    in 100 Liter Wasser her.  Das Präparat eignet sich zur Entfernung von  mineralölhaltigen Ölschichten aus Textilien.  <I>Beispiel</I>  Mau stellt eine Lösung von 5 kg Natrium  salz des sulfonierten     Laurinalkohols    und 5 kg       Tetrahydrofurfuralkohols    in 500 Liter Wasser  her.

   Die Lösung ist zum Waschen von Roh  wolle geeignet.  



  <I>Beispiel 5:</I>       Man    mischt gleiche 'feile     Trichloräthylen     und     Tetrahydrofurfuralkohol.    Das Gemisch  dient zum Entfetten von gegerbten Schaf  fellen.  



  <I>Beispiel 6:</I>  20 Teile technisches     Xylenol    und 4 Teile       Tetrahydrofurfuralkohol    werden in 300 Liter  Natronlauge von 300     B6    gelöst. Die Mi  schung eignet sich zum     Mercerisieren    von  Baumwolle, gegebenenfalls ohne vorherge  hende     Entschlichtung,    und zeigt den be  sonderen Vorteil, dass die vorzügliche Netz  fähigkeit mehrere Tage erhalten bleibt, wäh  rend bei den bekannten     Mercerisier-Hilfs-          mitteln    die Netzfähigkeit bereits nach 24  Stunden praktisch vollständig verloren ge  gangen ist.

Claims (1)

  1. PATEN TAINTSPRUCH Verfahren zur Erhöhung der Kapillar aktivität von Flüssigkeiten, dadurch gekenn zeichnet, dass man denselben wasserlösliche Körper der Formel EMI0002.0057 H2C <SEP> -CH2 <tb> I <tb> H2C <SEP> Uli. <SEP> CH20X <tb> zusetzt. <SEP> <B>0</B> UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeit weiter hin Lösungsmittel zugesetzt werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeit weiter hin Seifen zugesetzt werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeit weiter hin sulfonierte Öle zugesetzt werden. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeit weiter hin sulfonierte höhere Alkohole zugesetzt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeit weiter hin aromatische Sulfosäuren zugesetzt werden.
CH165151D 1931-11-07 1932-09-20 Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten. CH165151A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE165151X 1931-11-07

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH165151A true CH165151A (de) 1933-11-15

Family

ID=5684928

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH165151D CH165151A (de) 1931-11-07 1932-09-20 Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH165151A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1593216C3 (de) Nicht ionogene oberflächenaktive Verbindungen und Verfahren zu ihrer Herstellung
CH165151A (de) Verfahren zur Erhöhung der Kapillaraktivität von Flüssigkeiten.
DE828839C (de) Verfahren zur Abtrennung von Polyglykolen aus Gemischen mit Anlagerungsprodukten von Alkylenoxyden an hydroxyl- oder carboxylhaltige organische Verbindungen
AT139111B (de) Wasch-, Reinigungs-, Netz- und Dispergiermittel.
DE677100C (de) Wasch-, Reinigungs- und Dispergiermittel
AT124299B (de) Verfahren zur Herstellung türkischrotölähnlicher Produkte.
DE371293C (de) Verfahren zur Herstellung von Reinigungs- und Emulgierungsmitteln
DE552535C (de) Verfahren zur Herstellung tuerkischrotoelaehnlicher Produkte
DE565057C (de) Emulsionswachs
DE970958C (de) Verfahren zur Herstellung von waschaktiven Eiweissfettsaeurekondensationsprodukten
DE721379C (de) Verfahren zur Gewinnung von Polyglykolverbindungen
DE898148C (de) Kuepenfarbstoffpaste mit niedriger stabiler Viscositaet
DE663065C (de) Verfahren zur Herstellung von Emulsionen
AT136197B (de) Behandlungsbäder für Materialien aller Art.
DE934494C (de) Pastenfoermiges Trockenreinigungsmittel und Verfahren zu seiner Herstellung
DE662092C (de) Behandlungsbaeder
DE739271C (de) Schmiermittel zum Trockenziehen
AT154478B (de) Verfahren zur Behandlung von Textilfasern.
DE466301C (de) Emulgierungs- und Reinigungsmittel
DE444734C (de) Verfahren zur Herstellung von Aluminiumsalzen organischer Saeuren
DE734509C (de) Verfahren zum Mercerisieren
DE1667665A1 (de) Kreislaufverfahren zur Wasserstoffperoxydherstellung
AT129727B (de) Netz- und Emulgiermittel.
AT202246B (de) Reinigungsmittelstück und Verfahren zu dessen Herstellung
DE1519960A1 (de) Schaumdaempfer