CH165220A - Verfahren zur Herstellung eines zum Polstern, Stopfen und Isolieren gegen Wärmeverlust, sowie als Teppichunterlage und Ersatz für Haare und Borsten für Pinsel und Borstenwaren verwendbaren Materials aus einem faserigen Rohmaterial belieb igen Ursprungs. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines zum Polstern, Stopfen und Isolieren gegen Wärmeverlust, sowie als Teppichunterlage und Ersatz für Haare und Borsten für Pinsel und Borstenwaren verwendbaren Materials aus einem faserigen Rohmaterial belieb igen Ursprungs.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung eines zum Polstern, Stopfen und Isolieren gegen Wärmeverlust, sowie als Teppiebunterlage und Ersatz für Haare und Borsten für Pinsel und Borstenwaren verwendbaren Materials ans einem faserigen Rohmaterial beliebigen Ursprungs. Es wurde bereits vorgeschlagen, ein zum Polstern, Stopfen und dergleichen bestimm tes, faseriges Material (animalische und vegetabilische Faserstoffe) durch Imprägnie ren oder Überziehen mit Leim, Lacken, Harzlösungen und dergleichen oder durch Überziehen der einzelnen Partikel mit Kautschuk, der vulkanisiert wird, herzustel len.
Es wurde auch schon versucht, Faser stoffe vor dem Überziehen mit Kautschuk mit Kunstharzen vom Phenol-Methylen- Typus zu imprägnieren. Ein derartiges Ma terial ist im Vergleich mit natürlichem Krollhaar ein verhältnismässig "totes" Ma terial, .das heisst seine Fähigkeit, nach einer Zusammendrückung sein ursprüngliches Vo lumen wieder anzunehmen, ist erheblich ge ringer als die des Krollhaares. Insbesondere wenn das Rohmaterial aus Federn, Daunen, Rosshaaren und dergleichen besteht,
bewir ken die bekannten Behandlungen eine erheb- liehe Verringerung der Fähigkeit des Mate rials, seine ursprüngliche Form oder sein ur sprüngliches Volumen wieder anzunehmen.
Die Erfindung bezweckt, aus einem fase rigen Rohmaterial beliebigen Ursprunges, insbesondere aus "toten" animalischen und aus vegetabilischen Haaren, aus Federn, Zellulosefasern, Pflanzenfasern, Tang, Heu. Werg usw. ein faseriges Material herzustel len, welches als Ersatz für Krollhaar zum Polstern, Stopfen, Isolieren oder als Unter lage für Teppiche und zu ähnlichen Zwek- ken oder aber als Borsten oder Haare für Pinsel, Borstenwaren oder dergleichen Ver wendung finden kann.
Als "tote" animalische Borsten und der gleichen werden zum Beispiel die durch Brühen von der Haut entfernten Schwein borsten bezeichnet, die bei .diesem Vorgang einen wesentlichen Teil ihres Keratingehal- tes einbüssen und ihre Elastizität zum gröss ten Teil verlieren.
Erfindungsgemäss werden die genannten Materialien oder .deren Gemenge vor dem an sich bekannten Überziehen mit zu vulkani sierendem Kautschuk mit einem Überzug aus Keratin oder einer keratinhaltigen Masse versehen.
Die keratinhaltige Masse, welche am besten durch Verkochen von Schlächterei- abfallprodukten, wie Haare, Klauen, Horn, Darmschleim, Knorpel, Abschabsel von Häu ten unter Druck mit Wasser zu einer im Stehen erstarrenden Masse gebildet wird, welche, wenn sie verwendet werden soll, ge löst werden muss. Um diese Lösung mög lichst leicht durchzuführen, ist es zweck mässig, die erstarrte Masse fein zu zerteilen, bevor sie zur erfindungsgemässen Verwen dung gelangt.
Zum Lösen können die glei chen Mittel, zum Beispiel alkalischer Art verwendet werden, die zum Lösen von Ke- ratin Verwendung finden. Gegebenenfalls wird dem Lösungsmittel Formaldehyd zu gesetzt.
Nach dem Überziehen mit Keratin oder keratinhaltiger Masse wird der Faserstoff zweckmässig einer Desintegration unterzogen und mit dem erwähnten Überzug aus Kaut schuk versehen. Vor der Vulkanisierung kann dem mit Kautschuk überzogenen Ma terial eine zweckentsprechende Form ge geben werden, welche es nach Vulkanisie- rung des Kautschuküberzu-es beibehalten wird.
Im fertigen Material erscheinen die einzelnen Partikein des Faserstoffes als im wesentlichen selbständige Partikel, im Ge gensatz zu den bisher bekannten, durch Be handlung von Faserstoffen mit Kautschuk tiergestellten Stoffen, in welchen der Faser stoff und der Kautschuk zusammen eine ge drungene federnde Masse bilden.
Um die Adhäsion der keratinhaltigen 1@Iasse zur Oberfläche der Partikeln des Fa serstoffes zu erhöhen, wird es zweckmässig sein, die Partikeln des Faserstoffes vor dem Überziehen mit .der Masse in an sich bekann ter Weise mit einer Klebemasse, zum Bei- spiel einer Leimlösung oder der Emulsion eines Klebestoffes, zum Beispiel Schellack, zum Beispiel .durch Spritzen oder durch Ein tauchen zu überziehen.
Ausführungsbeispiel: 10 kg "tote" Schweinhaare werden in eine Lösung von Keratin, die in der ein gangs erwähnten Weise aus Schlächterei abfallprodukten hergestellt ist, eingebracht. Die Haare werden zum Beispiel zwischen in der Lösung angeordneten Walzen gewalzt, so dass .die Keratinlösung zwischen die Haare eingepresst und ein zuverlässiges Überziehen der einzelnen Haare erreicht wird. Die der art behandelten Haare werden hierauf in 30 bis 45 Minuten bei 40 bis 50 getrocknet; es entsteht so eine aus gegenseitig zusam inenhängenden Haaren bestehende Masse.
Die auf die Haare aufgebrachte Keratin- menge soll in trockenem Zustand ungefähr 2,5 kg betragen.
Die Masse wird nun in einem Desinte- grator beliebiger Art (zum Beispiel eine Kardenmaschine) behandelt, um die Haare voneinander zu trennen. Hiernach werden die Haare in an sich bekannter Weise mit einem Überzug von Kautschuk versehen.
Die Kautschukmenge, die auf den Haaren niedergeschlagen wird, soll ungefähr 15 bis 18 kg betragen und wird durch Eintauchen der mit Keratin überzogenen Haare in Kaut schuklatex oder in eine Lösung von Kaut schuk gebildet, indem .der Latex bezw. die Lösung zweckmässig eine gewisse Menge, zum Beispiel 20 oder 25 % eines Kautschuk fällungsmittels enthält.
Der Kautschuküberzug kann nun in ver schiedener Weise, und zwar entweder auf kaltem Wege oder in der Wärme vulkani siert werden. Es werden zum Beispiel der Lösung bezw. dem Latex bekannte Vulkani- sierungsmittel, wie Schwefel und Zinkoxyd, sowie auch nach Bedarf Farbstoffe, wie Li- topone, beigemischt.
Die Haare werden nach ihrer Entfernung aus der Kautschuklösung bezw. vom Latex und Abtropfen des Über schusses etwa 2 Stunden auf 50 bis 80 C in warmer Luft erwärmt und damit die Vul- kanisierung durchgeführt.
Bei Verarbeitung von vegetabilischen Fa serstoffen kann genau in derselben Weise vorgegangen werden.
Ein erfindungsgemäss hergestelltes Pro- (liikt wird infolge des aus der keratinlialti- gren Masse gebildeten Überzuges wesentlich "lebendiger\ sein als das faserige Ausgangs- inaterial. Infolge des Überziehens mit Kaut schuk weist das Material die Eigenschaft auf, nach einer, zum Beispiel durch Druck oder Biegung. erfolgten Verformung die ur sprüngliche Form wieder anzunehmen, das heisst sich dem Krollhaar ähnlich zu ver halten.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung eines zuni Polstern. Stopfen und Isolieren gegen Wärmeverlust. sowie als Teppichunterlage und Ersatz für Haare und Borten für Pin sel und Borstenwaren verwendbaren Mate rials aus einem faserigen Rohmaterial belie bigen Ursprunges, durch Überziehen der ein zelnen Partikel des faserigen Rohmaterials mit Kautschuk, der vulkanisiert wird, da durch gekennzeichnet, da,ss die einzelnen Partikel des faserigen Rohmaterials vor dem Überziehen mit Kautschuk mit einem Über zug aus keratinhaltiger Masse versehen wer den.UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Material vor der Vulkanisierung, jedoch nach dem Überzie hen mit Kautschuk, zweckentsprechend ge formt wird.
Applications Claiming Priority (1)
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