CH165328A - Vielfachbürstenwähler mit mechanischer Bürstenwahl. - Google Patents

Vielfachbürstenwähler mit mechanischer Bürstenwahl.

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CH165328A
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Merk Friedrich
Aktiengesellschaft Autophon
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Merk Friedr
Autophon Ag
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Description


      Vielfaclibürstenwähler    mit mechanischer     Bürstenwahl.       Die Erfindung bezieht sich auf     Vielfach-          1)iirstenw.#ihier    mit mechanischer Bürsten  wahl, bei welchen ein durch eine     voraus-          b(@liende    Einstellung des Bürstenträgers zur  Auswahl von Kontakten     vorzubereitender          13iir.siensatz    bei     vorübergehender    Betätigung  eines     Auslösegliedes    zur     Kontaktgabe    wirk  sam wird, wobei für die Betätigung des Aus  lösegliedes ein Elektromagnet vorgesehen ist,

    der ein als Steuerschalter wirkendes Organ       steuert.     



       Durch        diesen        Steuersohalter    können in  verschiedenen seiner Stellungen Kontakte be  tätigt werden, wodurch der für -die     Betä-          ti.gung    des     Aus'lösegliedes    vorgesehene     Elek-          tromagnet        besser        ausgenutzt    wird, als dies  bei den bekannten     Wählern    der oben     erwähn-          ien    Art der Fall ist.  



       T?m    bei aufeinanderfolgenden Betätigun  gen des Elektromagnetes     zwangläufig    zu  verhindern, dass auch das     Auslöseglied    mehr  mals betätigt wird, wodurch mehrere Bürsten-    Sätze in unzulässiger Weise für die Kontakt  gabe wirksam gemacht werden könnten, wird  das     Auslöseglied    von dem     Steuerschalter     zweckmässig nur bei seiner     Überführung    in  eine seiner Betriebsstellungen, welche be  liebig wählbar ist, betätig..  



  Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung  ist in den Zeichnungen dargestellt. Diesem  Ausführungsbeispiel ist ein Stangenwähler       zugrundegelegt,    jedoch beschränkt sich der  Gebrauch der Erfindung nicht auf diesen       Wählertyp    allein, sondern er erstreckt sich  auch auf     andere        Vielfachbürstenwähler    mit  mechanischer Bürstenwahl und Vorbereitung  derselben     durcli    eine vorausgehende Schalt  gliedverstellung, wie beispielsweise die Dreh  wähler.

      In den     Zeichnungen    veranschaulichen:       Abb.    1 und 2 das Gesamtbild eines erfin  dungsgemäss ausgeführten Stangenwählers in       Vorder-    und Seitenansicht,           Atbb.    3 und 4 eine     vergrösserte        Darstel-          1        ung    des Einstellwerkes mit     .Steuerschalter     unter Weglassung der dem Schalt- und  Steuerglied     vorgelagerten    Teile in Vorder  ansicht und Längsschnitt,

         Abb.    3a und     3b        eine    in     Abb.    3 bereits       dargestellte    Anzeigevorrichtung für das  Schaltglied in seinen verschiedenen Stellun  gen,       Abb.    5 ein in     Ab-b.    3 fast verdecktes       Hilfsschaltglied,          Abb.    6 bis 9 den     Steuerschalter    und eine  zum Einrücken der     Bürstensätze    dienende  Stossstange in verschiedenen Wirkstellungen,

         Abb.    10 eine Skizze zur Erläuterung der       K        pluncr    des Steuerschalters mit dem       UP        l#     Schaltglied bei der Rückstellung beider,       Abb.    11 bis 13 verschiedene Ansichten  eines Zwischengliedes     (Stosshebels)    zur Betä  tigung der Stossstange.  



  Anhand -der nachstehenden Beschreibung  dieses Ausführungsbeispiels     -werden    die ein  zelnen Merkmale der Erfindung erläutert     und     weitere den     Vielfachbürstenwählern    eigen  tümliche Aufgaben behandelt.  



  Eine solche Aufgabe liegt vor bei der Re  gelung des     Mitlaufes    eines einem     Schaltglied     zugeordneten     Hilfsschaltgliedes,    das .die Be  wegung des Schaltgliedes erst nach einer ge  wissen Verstellung -desselben mitmachen soll.  Für die hierzu     erfordetliche    Kupplung .des       Hilfsschaltgliedes    mit dem Schaltglied  könnte wiederum einbesonderer, schlecht aus  genutzter Elektromagnet benutzt werden, um  den     Mitlauf    des     Hilfsschaltgliedes    in einer       -beliebig    bestimmbaren Phase der Schalt  gliedeinstellung     beginnen    'lassen zu können.

    Diesem Verlangen wird bei der im folgen  den     beschriebenen    Anordnung dadurch ent  sprochen,     dass    der Steuerschalter wiederum  bei Überführung in     eine    seiner Betriebsstel  lungen durch mechanische     Beeinflussung     eines Kupplungsgliedes die Mitnahme des       Hilfsschaltgliedes    veranlasst.  



  Eine weitere mit dem Steuerschalter und       denn        Hilfsschaltglied    gelöste Aufgabe bezieht  sich auf -die     Kenntlichmachung    der Wähler-         einstellung    .durch eine     Ablesevorrichtung    bei       Vielfachbürstenwählern    mit einem zur Bür  stenwahl und zur Leitungswahl in derselben  Richtung einstellbaren Schaltglied.  



  Für die wirkungsvolle Durchführung des  Erfindungsgedankens ist weiterhin indem  Ausführungsbeispiel der Antrieb für -das       ssTählerschaltglied    und für den Steuerschalter  einheitlich     in,der    Weise geregelt,     dass    für die  Einstellung beider Einrichtungen (Schalt  glied und Steuerschalter) eigene Speicher  kräfte (Schwerkraft     bezw.    Federn) benutzt  werden und die Erneuerung der bei .der Ein  stellung verbrauchten Speicherkräfte zum  Beispiel am Schluss jeder über den Wähler  hergestellten Verbindung durch eine gemein  same von aussen gespeiste Antriebsvorrich  tung erfolgt.

   Der besondere Vorteil dieser  Anordnung besteht in einer weitgehenden  Entlastung der die Einstellung des Schalt  gliedes     und    .des     Steuerschalters    regelnden  Elektromagnete, indem diese nur Auslöse  arbeit zu verrichten haben, während die Ar  beitsverrichtungen selbst beim Schaltglied  und     Steuerschalter    von den Speicherkräften  geleistet werden.  



  Der Stangenwähler gliedert sich in fol  gende Hauptbestandteile: Ein     Kontaktfeld          K,    das Teil eines     Machbankvielfaches    ist;  einen vor dem Kontaktfeld auf- und     abbe-          wegten    Bürstenschlitten B; eine neben dem  Schlitten gelagerte     .Stossstange   <B>8</B> zum wahl  weisen Einrücken der Bürstensätze; ein Ein  stellwerk W für den Bürstenschlitten mit  eingebautem     Steuergcha'lter    und eine als  Kolbenmotor ausgebildete Rückstellvorrich  tung     .R.     



  Das dreireihige Kontaktfeld     K    ist in zehn  Gruppen zu je 10 X 3 Kontakten geteilt.       Gleichartige    Kontaktfelder anderer Wähler  liegen nebeneinander. Die Zeichnung zeigt  nur vierpaarig zusammengefasste obere und       untere    Kontaktgruppe. Zwischen den Kon  taktfeldern befinden sich     :Schienen    20, welche  das aus Teilbänken zusammengesetzte Bank  vielfach und einen darunter befindlichen Trä  ger 21 zusammenhalten und im übrigen zur      Lagerung .der Bürstenschlitten, der Stossstan  gen und der Einstellwerke dienen.  



  Der Bürstenschlitten B besteht aus einer  länglichen Platte 22 mit zehn darauf gelager  ten dreiteiligen Bürstensätzen 23. Der  Schlitten ist oben und     unten    an beiden Sei  ten in Gleitlagern 24 geführt und besitzt  unten eine nach vorn ragende Kupplungsnase  25, die, wie später gezeigt wird, den Schlit  ten mit dem Einstellwerk verbindet. Die       Platte    22 besitzt fensterartige Öffnungen 26,  durch welche die Bürstenfedern mit den da  hinter liegenden Kontaktgruppen in Berüh  rung treten können. Die Bürstensätze sind  jedoch für gewöhnlich vom Kontaktfeld ab  gehoben und durch je einen Sperrhebel 27 in  der unwirksamen Stellung festgehalten. Die       Bürstensätze    können mit Hilfe der neben  dem .Schlitten gelagerten Stossstange einzeln  wirksam gemacht werden.  



  Die Stossstange<B>S</B> besitzt zehn in     einer          Fluchtlinie    liegende     Stifte    28 nahe den in  einer parallelen Fluchtlinie liegenden An  sätzen 29 der Sperrhebel. Die Abstände der  Stifte     einerseits    und der Sperrhebel und Bür  stensätze anderseits sind so bemessen, dass  nach einem     Senken    des Schlittens aus .der in       Abb.    1 und 2 .dargestellten obersten Stellung       (Raihelage)    um 1, 2 bis 10     :Schaltschritte     nacheinander der Sperrhebel .des 1., 2. bis  10.

   Bürstensatzes in der Reihenfolge von oben  nach unten mit seinem Ansatz einem Stift  allein gerade gegenübersteht, während     zu-          ;leich    der     zugehörige    Bürstensatz im Ab  stand eines Schaltschrittes vor seiner Kon  taktgruppe sich befindet. Wenn daher nach  einem solchen     Senken    des Schlittens nun die  Stange mit ihren Stiften kurz gegen den  Schlitten hin gedreht wird, so stösst jeweils  ein bestimmter Stift den ihm gegenüber  stehenden Sperrhebel aus der Sperrstellung       heraus,    worauf der zugehörige Bürstensatz  durch eigene Kraft seiner Federn in die wirk  same Stellung springt.

   Beim weiteren Sen  ken des Schlittens bestreicht dann der Bür  stensatz seine Kontaktgruppe,     bis    am Ende  der Kontaktbahn ein daselbst     angeordnetes     (nicht dargestelltes)     Ausrückstück    den Bür-         stensatz    in die unwirksame Stellung     zurück-          .drückt,    wo er von seinem Sperrhebel wieder  festgehalten wird.  



  Das Einstellwerk W ist ein für sich     aus-          wech7,elbar    er     Apparatsatz,    der mit zwei an  seinem     obern    Ende seitlich herausragenden  Zapfen 30 in zwei auf .den Schienen befestig  ten Lagerböcken 31 eingehängt wird. Das  Einstellwerk vereinigt auf einer länglichen  Grundplatte 32 das als Zahnstange ausgebil  dete Schaltglied 33 und -das ebenfalls als  Zahnstange ausgebildete     .Steuerglied    34 nebst  ihren Zubehörteilen.  



  Die Zahnstange 33 ist mit nahe an ihren  Enden angeordneten Lagerstücken 35 in zwei  Schlitzen 36 der Grundplatte leicht gleitend  geführt. Die Länge der     Schlitze    ist der Hub  länge des Bürstenschlittens angepasst, mit  dem die Zahnstange durch die Einführung  der Kupplungsnase 25 in eine Nut 37 ver  bunden ist. Die Hublänge beträgt beider an  genommenen Grösse und Gruppenteilung des  Kontaktfeldes je zehn     Schaltsühritte    für die  Bürstenwahl und für die :darauf folgende  Leitungswahl. Eine kleine Zugabe in der  Hublänge ist zum Ausrücken besonders der  untern Bürstensätze vorgesehen.  



  Der Antrieb des Wählers beider Einstel  lung erfolgt .durch ,das Gewicht des Bürsten  schlittens, und der Zahnstange. Die Aus  lösung der Bewegung beider Teile erfolgt  durch eine in Sperrzähne 38 der Zahnstange  eingreifende     ,Sperrklinke    39, die durch .den  Elektromagneten 40 von der Zahnstange weg  gezogen werden kann. Durch kurze oder  längere Erregungen des - Magnetes ergeben  sich entsprechend kurze oder längere     Ein-          stellbeweblingen.    Bei längeren Bewegungen  begrenzt eine in Triebzähne 41 der Zahn  stange eingreifende     Fliehkraftbremse    42 -die  Geschwindigkeit auf einen angemessenen       Höchstwert.     



  Zwischen Zahnstange und     Grundplatte     besteht gemäss     Abb.    4 ein Zwischenraum, in  welchem das in     Abb.    5 für sich     dargestellte          Hilfsschaltglied    43 in denselben .Schlitzen  wie .die Zahnstange gleitend     untergebracht     ist.     Das        @Hilfss,chaltglied    ist mit einer Spiral-           feder        4-4,    die ihm eine Zugkraft nach oben  erteilt, an der Zahnstange aufgehängt.

   Ein  in den untern Schlitz der     Grundplatte    ein  greifender Anschlag 45     begrenzt    die Bewe  gung des     Hilfssehaltgliedes    .nach oben der  art, dass sein Kopfende 46 gegenüber dem  obern Lagerstück 35 der Zahnstange einen  Abstand gleich zehn Schaltschritten bewahrt.  Wenn die     Zahnstange    gesenkt wird, bleibt  das     Hilfsschaltglied    infolge der Wirkung der  entsprechend     gespannten    Spiralfeder ruhig  liegen, bis das obere Lagerstück der Zahn  stange sieh gegen das Kopfende des     Hilfs-          schaltgliedes    legt.

   Die Zahnstange nimmt  dann bei     weiterem    Senken das     Hilfsschalt-          glied    abwärts mit. Das     Hilfssebaltglied    kann  durch die Zahnstange auch bei weniger als  zehn     .Schaltschritten,    gegebenenfalls schon  nach .dem ersten Schaltschritt mittelst einer  am     Hilfsschaltglied    befestigten Federklinke  47 und einer an der Zahnstange seitlich     be-          befestigten    Zahnleiste 48 mitgenommen wer  .den. Die Federklinke hat das Bestreben,  -sich gegen die Zahnleiste zu legen.

   Die Feder  wird jedoch, wie noch gezeigt wird, vom  Steuerschalter von der     Zahnleiste    zunächst  weggedrückt     und    jeweils erst nach .erfolgter  Bürstenwahl zum Eingriff mit der Zahn  leiste freigegeben. Das     Hilfssehaltglied    macht  also gewöhnlich nacherfolgter Bürstenwahl,  spätestens jedoch vom elften Schaltschritt  ab die Einstellbewegung der Zahnstange und       wies    Bürstenschlittens mit.  



  Das     in    vorgenannter Weise wirkende       Hilfsschaltglied    43 wird hauptsächlich zu  Kontaktumlegungen gebraucht, die vom Be  ginn .der     Einzelleitungswahl    abhängig sind.  Die     Abb.    3 zeigt zum Beispiel einen Kontakt  49, der nach dem ersten     Schaltschritt    der       Einzelleitungswahl    vom     Hilfsschaltglied    ge  öffnet wird. In ähnlicher     'Weise    können vom       Hilfsschaitglied    auch andere Kontakte bei  späteren Schaltschritten, vom Beginn der       Einzelleitungswahl    ab gerechnet, betätigt  werden.  



       Einen    andern nutzbringenden Gebrauch  des     Hilfsschaltgliedes    zeigt die dargestellte  Nummernskala zum Ablesen der     Einstellung       ,des     ,Schaltgliedes        bezw.    des Bürstenschlit  tens. Es handelt sich hierbei um eine Skala  für Wähler mit Gruppen- und     Einzellei-          tungswahl.    Solche     Ablesevorrichtungen    sind  bei Wählern mit in zwei     Richtungen    einstell  barem Schaltglied bekannt.

   Bei Vielfach  bürstenwählern jedoch mit einem bei beiden  Wahlen in derselben Richtung unterschieds  los fortschreitenden Schaltglied kommen jene       Ablesevorrichtungen    nicht in Betracht. Viel  mehr bedingen solche Wähler eine besondere  Anordnung der     Ablesevorrichtung,    und die  Einführung     .einer    solchen ist geboten, weil  .die Vielzahl der     Bürstensätze        bezw.,die    Mehr  deutigkeit der     -Schaltgliedeinstellungen    die  richtige Deutung erschwert.  



  Die     dargestellte        Ablesevorrichtung    kenn  zeichnet sich als eine zweiteilige     Skala    mit  einem     gemEinsamen    Zeiger in der Weise, dass  die Skala 50 der Gruppenwahl sich auf dem  Schaltglied 33 befindet, die Skala 51 der       Einzelleitungswahl        hingegen    ortsfest und der  gemeinsame Zeiger 52 am erwähnten     Hilfs-          schaltglied        43    befestigt ist.

   Es veranschau  licht     Abb.    3 die     Ahlesevorrichtung    in der  Ruhelage des Wählers;     Abb.        3a    zeigt die  Veränderung nach dem Wählen, zum Beispiel  der Gruppe 9, wobei die Zahnstange sich um  neun Schaltschritte     gesenkt    hat, und     Ab-b.        3b     die     Veränderung    nach dem weiteren     .Senken     der Zahnstange um fünf Schritte, wobei der  Zeiger     um,die    letztere Schrittzahl mitgegan  gen ist, so dass sich die     Ablesung    Nr. 95 er  gibt.  



  Der     Steuerschälter        (Abb.    3) besteht aus  einer parallel zum Schaltglied des Wählers  angeordneten Stange 34, die in Lagern 53  ebenfalls gleitend geführt ist und bei der Ein  stellung durch eine Spiralfeder 54 ebenfalls  nach abwärts gezogen wird. Die Auslösung  der Stange erfolgt durch eine     Doppelsperr-          klinke        (Echappement)    55 in Verbindung mit  einer auf der Stange seitlich     angeordneten          Zahnleiste    56.

   Die     Doppeisperrklinke    wird  in der gezeichneten Ruhestellung durch eine  eigene Feder in Eingriff mit der Zahnleiste  gehalten und durch einen Magneten 57, der  bei .der Erregung mit seinem Anker 58 in der      angegebenen Pfeilrichtung gegen den     obern     Teil der Doppelklinke schlägt, umgelegt. Die  in     Abb.    3 und 6 gezeigte Stellung ,der Steuer  stange 34 entspricht der Ruhelage. Die Aus  lösung der Stange durch den Elektromag  neten 5 7 ist unabhängig von derjenigen des       Wählerschaltgliedes    33. Auch die Zahl und  Hublänge der Einstellschritte des     :Steuer-          schalters    ist     beliebig    bestimmbar.

   In der       Zeichnung    sind für den     Steuerschalter    ein  fachheitshalber nur vier Einstellschritte an  genommen, wovon zwei auf den Ankeranzug  und zwei auf den Ankerabfall des     Magnetes     5 7 entfallen, und wobei der erste Schalt  schritt zur Ermöglichung der mechanischen       Betätigung    der Stossstange     S"    grösser als die  folgenden Schritte ist.  



  Die Steuerstange 34 besitzt am untern  Ende zwei ungleiche Nocken 59 und 60 als  Beispiel für die Verwendung des Steuer  ,chalters zu Kontaktumlegungen.  



       Oberhalb    der Zahnleiste 56 befindet sich  an der Steuerstange ein aufwärts gerichteter  einarmiger Hebel 61, der in der Ruhestellung  der Steuerstange     (Abb.    3 und 6) mit einem  nach aussen gebogenen Arm 62 von einem  schräg ansteigenden Auflaufstück 63 ent  gegen eine Feder 64 zur     Grundplatte    hinge  drückt wird. Ausserdem trägt der Hebel einen  um die Steuerstange herumgreifenden seit  lichen Ansatz 65, der auf der Innenseite der       Steuerstange    entsprechend den gestrichelten  Linien der     Abb.    6 in Form eines Sperrzahnes  ausläuft.  



       'Wenn    die Steuerstange aus der Ruhelage  der     Abb.    6 nach abwärts gleitet, so dreht sich  der unter dem Auflaufstück herausschlüp  fende Hebel 61 gemäss     Abb.    7 von der Grund  platte weg. Dem Hebel folgt, ebenfalls von  der Grundplatte sich     weghabend,    eine in       Abb.    6 und 7 angedeutete Blattfeder, welche  die früher erwähnte Federklinke 47 des       Hilfsschaltgliedes        (Abb.    4 und 5) darstellt.

    Damit ist gezeigt, dass der Steuerschalter  beim     Verlassen    der Ruhestellung mittelbar  durch die Freigabe der Federklinke das       Hilfsschaltglied    43 mit der Zahnstange 34       kuppelt.       Es ist jetzt zu zeigen, wie der Steuer.  sehalter beim Verlassen der Ruhelage zu  gleich die Stossstange     S    mechanisch betätigt.  Die Betätigung besteht nach .dem     Früherge-          sagten    in einer einmaligen,     ruckartigen    Dre  hung der Stange. Diese Bewegung wird  durch einen nahe dem obern Ende des Ein  stellwerkes auf dessen Rückseite     gelagerten     Stosshebel 66 auf die     :Stange    übertragen.

   Die       Abb.    3 lässt die Lage des Hebels gestrichelt  erkennen. Beim Einhängen des Einstell  werkes an seinem Betriebsplatz legt sich der  Hebel 66 gemäss     Abb.    12 gegen einen schräg  nach vorn gerichteten Stift 67 der hinter der  Grundplatte 32 endigenden Stossstange     S.     Ein     Fenster    68 in der Grundplatte     (Abb.    3)  gestattet .im Betrieb .den Einblick auf .die       Eingriffsstelle,des    Hebels 66 und Stiftes 67.  Die     Abb.    11 zeigt den Stosshebel und die  Stange in Draufsicht, während     Abb.    13 das  Drehen der Stange erkennen lässt, wenn der  Stosshebel sich abwärts bewegt.  



  Der     ,Stosshebel    66 wird beim ersten Fall  schritt der Steuerstange von dieser mittelbar  durch eine Greifklinke 69 mit nach     abwärts     gerissen. Wenn hierbei der Stosshebel die in       Abb.    7 und 13     dargestellte    Stellung erreicht  hat, stösst die Greifklinke mit einem kurzen       Arm    70 gegen den     untern    Fensterrand der  Grundplatte.

   Indem die     iSteuerstange    ihre  Bewegung noch ein kurzes Wegstück fort  setzt, löst sich die Greifklinke mit einer  raschen     Schwenkung    vom     Stosshebel        (Abb.8),     worauf dieser und die     .Stossstange    durch       eigene    Federkräfte sogleich wieder in die  Ruhelage zurückspringen. Damit ist die Bür  steneinrückung (zusammen mit der vorge  nannten Kupplung des     Hilfsschaltgliedes    und  der     .Steuerstange)    auf das erste Ansprechen  des Steuermagnetes 57 hin vollzogen. Für die  beiden Vorgänge ist es gleichgültig, ob der  Steuermagnet nun gleich abfällt oder noch  länger erregt bleibt.

   Dies besagt,     dass    die  Ausführung der weiteren Fallschritte des  Steuerschalters     (Abb.    9) zeitlich beliebig  fallen kann.  



  Zum Zweck der Rückstellung des Wählers  und Steuerschalters müssen .der Bürsten-           schlitten    und die Zahnstange jeweils bis in  ihre tiefste Lage fallen. Dies geschieht in  einfacher Weise durch dauerndes Erregen des       Elektromagnetes    40.

   Wenn der Bürsten  schlitten seine tiefste Lage erreicht, legt er  sich mit seinem Gewicht auf die Stange 71  eines als Rückstellvorrichtung wirkenden  Kolbenmotors     B    mit     Druckluftantrieb.    Diese  Einrichtung ist an sich bekannt und wirkt  so,     -dass    beim Eintritt der     Kolbenbelastung     durch den Schlitten eine     Ventilumsteuerung          stattfindet,    welche Druckluft aus einem Rohr  72 unter den Kolben einströmen lässt. Hier  auf hebt der Kolben den     Schlitten,    .die Zahn  stange und Steuerstange zugleich in ihre An  fangsstellung empor. Die Mitnahme der  Steuerstange bei der Rückstellung erfolgt  durch die Zahnstange.

   Die in     Abb.    3 erkenn  bare Befestigungsschraube des     obern    Lager  stückes der Zahnstange hat eine stiftartige  Verlängerung 73, die     sich    beim Senken der  Zahnstange auf der     strichpunktierten    Linie       cc-b    der     Abb.    10 bewegt und ,schliesslich den       sperrklinkenähnlichen    Ansatz 65 des Hebels  61 überläuft, wobei dieser vorübergehend aus  weicht und sich .dann dem     .Stifte    73 vorlegt.

    Beim Hochgehen der Zahnstange nimmt der  Stift den Steuerschalter solange mit hoch, bis  beim Unterschlüpfen des     Hebels    61 unter das  Auflaufstück 63 gemäss     Abb.    3 und 6 der       Hebel    vom Stift weggedrückt, das heisst der       Steuerschalter    von der Zahnstange abgekup  pelt wird. Zahnstange und Schlitten     bewegen     sieh dann allein weiter. Das     Hilfsschaltglied     43 geht unter dem Einfluss der Spiralfeder  44 allein mit hoch, bis .der Anschlag 45 seine  Bewegung begrenzt, worauf die teilweise ent  spannte Spiralfeder durch die weitersteigende  Zahnstange gespannt wird.

   Kurz vor der  Hubbegrenzung des     Hilfsschaltgliedes    ist  auch ,die Federklinke 47 durch Unterschlüp  fen des Ansatzes 62 des Hebels 61     unter    das  Auflaufstück 63 aus der Zahnleiste 48 her  ausgehoben worden. Wenn     Schlitten    und  Zahnstange ihre Anfangsstellung erreicht       haben,    stellt der Kolben in bekannter Weise  die Druckluftzufuhr ab, worauf der Kolben  durch sein Eigengewicht wieder     herabgleitet,       während Schlitten und Zahnstange durch die  Sperrklinke 39 des ausgeschalteten Elektro  magnetes 40 bis zum nächsten Gebrauch des  Wählers     festgehalten    werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vielfachbürstenwähler mit mechanischer Bürstenwahl, bei welchem ein durch eine vor ausgehende Einstellung des Bürstenträgers zur Auswahl von Kontakten vorzubereiten der Bürstensatz bei vorübergehender Betäti gung eines Auslösegliedes zur Kontaktgabe wirksam wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein zur Betätigung .des Auslösegliedes vorge sehener Elektromagnet (57) ein als Steuer schalter wirkendes Organ (34) steuert. UNTERANSPRÜCHE:
    1. Vielfachbürstenwähler nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigung des Auslösegliedes (S) von dem Steuerschalter (34) mechanisch bei ,der Überführung des letzteren in eine seiner Betriebsstellungen bewirkt wird.
    :?. @Tielfachbürstenivähler nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, dass die mechanische Beein flussung des Auslösegliedes (aS\) seitens des Steuerschalters (34) durch Zwischenglie der (Stosshebel 66 und Greifklinke 69) erfolgt, deren Verbindung nach der Stoss ausübung selbsttätig gelöst wird. 3. Vielfachbürstenwähler nach Patentan spruch und Unteranspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, .dass der Steuerschalter (34) bei seiner Einstellung durch .eine Speicher kraft (54) angetrieben wird.
    4. Vielfaehbürstenwähler nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1 und 3, bei welchem das Schaltglied bei Verstellung aus seiner Ruhelage durch Speicherkraft angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur gemeinsamen Erneuerung der bei ,der Einstellung des Schaltgliedes (B) und des Steuerschalters (34) verbrauchten Speicherkräfte eine von aussen zu speisende Rückstellvorrichtung (R) vorgesehen. ist.
    5. Vielfachbürstenwähler nach Patentan- spruch und Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass bei betätigter Riickstellvorriehtungdie Erneuerung .der Speicherkräfte durch eine von der Rück stellvorrichtung (R) bewirkte, der Ein- stellbewegung entgegengesetzte Bewegung d -es Schaltgliedes erfolgt.
    6. Vielfaehbürstenwähler nach Patentan- spruch und Unteransprüchen 1 und 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rück stellvorrichtung (R) bei. Betätigung un mittelbar nur auf das Schaltglied (B) ein wirkt, der Steuerschalter (34) hingegen mittelst selbsttätig wirkender Kupplungs= glieder (73, 65) hei der Rückstellbewe- gung des Schaltgliedes mitgenommen wird.
    7. Vielfachbürstenwähler nach Patentan spruch und Unteranspruch 1 mit einem Hilfsschaltglied, welches bei einer Verstel lung des die Bürstensätze tragenden Schaltgliedes über eine Betriebsstellun-, des letzteren hinaus, dessen Bewegung mit macht. dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerschalter (34) in einer seiner Stel- lungen durch mechanische Beeinflussung eines Kupplungsgliedes (47) die Mitnahme des Hilfsschaltgliedes (43) veranlasst.
    B. Vielfaahbürstenwähler nach Patentan spruch und Unteransprüchen -1 und 7, da durch gekennzeichnet, dass das Hilfs- schaltglied einen Zeiger (52) trägt, der bei betätigtem Sehaltglied auf einer zwei teiligen Skala (50, 51), deren einer Teil (50) am Schaltglied (33) und deren an derer Teil (51) ortsfest gelagert ist, die Einstellung des Schaltgliedes auf die ge wählte Gruppe und auf die Einzelleitung anzeigt.
    9. Vielfaehbürstenwähler nach Patentan spruch und Unteransprüchen 1, 7 und 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuer- Schalter (34) einschliesslich eines Zwi schengliedes 'mit dem Einstellwerk (W) baulich verbunden ist und dass er stangen- förmig ausgebildet, ist.
CH165328D 1931-06-02 1932-05-25 Vielfachbürstenwähler mit mechanischer Bürstenwahl. CH165328A (de)

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