Vielfaclibürstenwähler mit mechanischer Bürstenwahl. Die Erfindung bezieht sich auf Vielfach- 1)iirstenw.#ihier mit mechanischer Bürsten wahl, bei welchen ein durch eine voraus- b(@liende Einstellung des Bürstenträgers zur Auswahl von Kontakten vorzubereitender 13iir.siensatz bei vorübergehender Betätigung eines Auslösegliedes zur Kontaktgabe wirk sam wird, wobei für die Betätigung des Aus lösegliedes ein Elektromagnet vorgesehen ist,
der ein als Steuerschalter wirkendes Organ steuert.
Durch diesen Steuersohalter können in verschiedenen seiner Stellungen Kontakte be tätigt werden, wodurch der für -die Betä- ti.gung des Aus'lösegliedes vorgesehene Elek- tromagnet besser ausgenutzt wird, als dies bei den bekannten Wählern der oben erwähn- ien Art der Fall ist.
T?m bei aufeinanderfolgenden Betätigun gen des Elektromagnetes zwangläufig zu verhindern, dass auch das Auslöseglied mehr mals betätigt wird, wodurch mehrere Bürsten- Sätze in unzulässiger Weise für die Kontakt gabe wirksam gemacht werden könnten, wird das Auslöseglied von dem Steuerschalter zweckmässig nur bei seiner Überführung in eine seiner Betriebsstellungen, welche be liebig wählbar ist, betätig..
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt. Diesem Ausführungsbeispiel ist ein Stangenwähler zugrundegelegt, jedoch beschränkt sich der Gebrauch der Erfindung nicht auf diesen Wählertyp allein, sondern er erstreckt sich auch auf andere Vielfachbürstenwähler mit mechanischer Bürstenwahl und Vorbereitung derselben durcli eine vorausgehende Schalt gliedverstellung, wie beispielsweise die Dreh wähler.
In den Zeichnungen veranschaulichen: Abb. 1 und 2 das Gesamtbild eines erfin dungsgemäss ausgeführten Stangenwählers in Vorder- und Seitenansicht, Atbb. 3 und 4 eine vergrösserte Darstel- 1 ung des Einstellwerkes mit .Steuerschalter unter Weglassung der dem Schalt- und Steuerglied vorgelagerten Teile in Vorder ansicht und Längsschnitt,
Abb. 3a und 3b eine in Abb. 3 bereits dargestellte Anzeigevorrichtung für das Schaltglied in seinen verschiedenen Stellun gen, Abb. 5 ein in Ab-b. 3 fast verdecktes Hilfsschaltglied, Abb. 6 bis 9 den Steuerschalter und eine zum Einrücken der Bürstensätze dienende Stossstange in verschiedenen Wirkstellungen,
Abb. 10 eine Skizze zur Erläuterung der K pluncr des Steuerschalters mit dem UP l# Schaltglied bei der Rückstellung beider, Abb. 11 bis 13 verschiedene Ansichten eines Zwischengliedes (Stosshebels) zur Betä tigung der Stossstange.
Anhand -der nachstehenden Beschreibung dieses Ausführungsbeispiels -werden die ein zelnen Merkmale der Erfindung erläutert und weitere den Vielfachbürstenwählern eigen tümliche Aufgaben behandelt.
Eine solche Aufgabe liegt vor bei der Re gelung des Mitlaufes eines einem Schaltglied zugeordneten Hilfsschaltgliedes, das .die Be wegung des Schaltgliedes erst nach einer ge wissen Verstellung -desselben mitmachen soll. Für die hierzu erfordetliche Kupplung .des Hilfsschaltgliedes mit dem Schaltglied könnte wiederum einbesonderer, schlecht aus genutzter Elektromagnet benutzt werden, um den Mitlauf des Hilfsschaltgliedes in einer -beliebig bestimmbaren Phase der Schalt gliedeinstellung beginnen 'lassen zu können.
Diesem Verlangen wird bei der im folgen den beschriebenen Anordnung dadurch ent sprochen, dass der Steuerschalter wiederum bei Überführung in eine seiner Betriebsstel lungen durch mechanische Beeinflussung eines Kupplungsgliedes die Mitnahme des Hilfsschaltgliedes veranlasst.
Eine weitere mit dem Steuerschalter und denn Hilfsschaltglied gelöste Aufgabe bezieht sich auf -die Kenntlichmachung der Wähler- einstellung .durch eine Ablesevorrichtung bei Vielfachbürstenwählern mit einem zur Bür stenwahl und zur Leitungswahl in derselben Richtung einstellbaren Schaltglied.
Für die wirkungsvolle Durchführung des Erfindungsgedankens ist weiterhin indem Ausführungsbeispiel der Antrieb für -das ssTählerschaltglied und für den Steuerschalter einheitlich in,der Weise geregelt, dass für die Einstellung beider Einrichtungen (Schalt glied und Steuerschalter) eigene Speicher kräfte (Schwerkraft bezw. Federn) benutzt werden und die Erneuerung der bei .der Ein stellung verbrauchten Speicherkräfte zum Beispiel am Schluss jeder über den Wähler hergestellten Verbindung durch eine gemein same von aussen gespeiste Antriebsvorrich tung erfolgt.
Der besondere Vorteil dieser Anordnung besteht in einer weitgehenden Entlastung der die Einstellung des Schalt gliedes und .des Steuerschalters regelnden Elektromagnete, indem diese nur Auslöse arbeit zu verrichten haben, während die Ar beitsverrichtungen selbst beim Schaltglied und Steuerschalter von den Speicherkräften geleistet werden.
Der Stangenwähler gliedert sich in fol gende Hauptbestandteile: Ein Kontaktfeld K, das Teil eines Machbankvielfaches ist; einen vor dem Kontaktfeld auf- und abbe- wegten Bürstenschlitten B; eine neben dem Schlitten gelagerte .Stossstange <B>8</B> zum wahl weisen Einrücken der Bürstensätze; ein Ein stellwerk W für den Bürstenschlitten mit eingebautem Steuergcha'lter und eine als Kolbenmotor ausgebildete Rückstellvorrich tung .R.
Das dreireihige Kontaktfeld K ist in zehn Gruppen zu je 10 X 3 Kontakten geteilt. Gleichartige Kontaktfelder anderer Wähler liegen nebeneinander. Die Zeichnung zeigt nur vierpaarig zusammengefasste obere und untere Kontaktgruppe. Zwischen den Kon taktfeldern befinden sich :Schienen 20, welche das aus Teilbänken zusammengesetzte Bank vielfach und einen darunter befindlichen Trä ger 21 zusammenhalten und im übrigen zur Lagerung .der Bürstenschlitten, der Stossstan gen und der Einstellwerke dienen.
Der Bürstenschlitten B besteht aus einer länglichen Platte 22 mit zehn darauf gelager ten dreiteiligen Bürstensätzen 23. Der Schlitten ist oben und unten an beiden Sei ten in Gleitlagern 24 geführt und besitzt unten eine nach vorn ragende Kupplungsnase 25, die, wie später gezeigt wird, den Schlit ten mit dem Einstellwerk verbindet. Die Platte 22 besitzt fensterartige Öffnungen 26, durch welche die Bürstenfedern mit den da hinter liegenden Kontaktgruppen in Berüh rung treten können. Die Bürstensätze sind jedoch für gewöhnlich vom Kontaktfeld ab gehoben und durch je einen Sperrhebel 27 in der unwirksamen Stellung festgehalten. Die Bürstensätze können mit Hilfe der neben dem .Schlitten gelagerten Stossstange einzeln wirksam gemacht werden.
Die Stossstange<B>S</B> besitzt zehn in einer Fluchtlinie liegende Stifte 28 nahe den in einer parallelen Fluchtlinie liegenden An sätzen 29 der Sperrhebel. Die Abstände der Stifte einerseits und der Sperrhebel und Bür stensätze anderseits sind so bemessen, dass nach einem Senken des Schlittens aus .der in Abb. 1 und 2 .dargestellten obersten Stellung (Raihelage) um 1, 2 bis 10 :Schaltschritte nacheinander der Sperrhebel .des 1., 2. bis 10.
Bürstensatzes in der Reihenfolge von oben nach unten mit seinem Ansatz einem Stift allein gerade gegenübersteht, während zu- ;leich der zugehörige Bürstensatz im Ab stand eines Schaltschrittes vor seiner Kon taktgruppe sich befindet. Wenn daher nach einem solchen Senken des Schlittens nun die Stange mit ihren Stiften kurz gegen den Schlitten hin gedreht wird, so stösst jeweils ein bestimmter Stift den ihm gegenüber stehenden Sperrhebel aus der Sperrstellung heraus, worauf der zugehörige Bürstensatz durch eigene Kraft seiner Federn in die wirk same Stellung springt.
Beim weiteren Sen ken des Schlittens bestreicht dann der Bür stensatz seine Kontaktgruppe, bis am Ende der Kontaktbahn ein daselbst angeordnetes (nicht dargestelltes) Ausrückstück den Bür- stensatz in die unwirksame Stellung zurück- .drückt, wo er von seinem Sperrhebel wieder festgehalten wird.
Das Einstellwerk W ist ein für sich aus- wech7,elbar er Apparatsatz, der mit zwei an seinem obern Ende seitlich herausragenden Zapfen 30 in zwei auf .den Schienen befestig ten Lagerböcken 31 eingehängt wird. Das Einstellwerk vereinigt auf einer länglichen Grundplatte 32 das als Zahnstange ausgebil dete Schaltglied 33 und -das ebenfalls als Zahnstange ausgebildete .Steuerglied 34 nebst ihren Zubehörteilen.
Die Zahnstange 33 ist mit nahe an ihren Enden angeordneten Lagerstücken 35 in zwei Schlitzen 36 der Grundplatte leicht gleitend geführt. Die Länge der Schlitze ist der Hub länge des Bürstenschlittens angepasst, mit dem die Zahnstange durch die Einführung der Kupplungsnase 25 in eine Nut 37 ver bunden ist. Die Hublänge beträgt beider an genommenen Grösse und Gruppenteilung des Kontaktfeldes je zehn Schaltsühritte für die Bürstenwahl und für die :darauf folgende Leitungswahl. Eine kleine Zugabe in der Hublänge ist zum Ausrücken besonders der untern Bürstensätze vorgesehen.
Der Antrieb des Wählers beider Einstel lung erfolgt .durch ,das Gewicht des Bürsten schlittens, und der Zahnstange. Die Aus lösung der Bewegung beider Teile erfolgt durch eine in Sperrzähne 38 der Zahnstange eingreifende ,Sperrklinke 39, die durch .den Elektromagneten 40 von der Zahnstange weg gezogen werden kann. Durch kurze oder längere Erregungen des - Magnetes ergeben sich entsprechend kurze oder längere Ein- stellbeweblingen. Bei längeren Bewegungen begrenzt eine in Triebzähne 41 der Zahn stange eingreifende Fliehkraftbremse 42 -die Geschwindigkeit auf einen angemessenen Höchstwert.
Zwischen Zahnstange und Grundplatte besteht gemäss Abb. 4 ein Zwischenraum, in welchem das in Abb. 5 für sich dargestellte Hilfsschaltglied 43 in denselben .Schlitzen wie .die Zahnstange gleitend untergebracht ist. Das @Hilfss,chaltglied ist mit einer Spiral- feder 4-4, die ihm eine Zugkraft nach oben erteilt, an der Zahnstange aufgehängt.
Ein in den untern Schlitz der Grundplatte ein greifender Anschlag 45 begrenzt die Bewe gung des Hilfssehaltgliedes .nach oben der art, dass sein Kopfende 46 gegenüber dem obern Lagerstück 35 der Zahnstange einen Abstand gleich zehn Schaltschritten bewahrt. Wenn die Zahnstange gesenkt wird, bleibt das Hilfsschaltglied infolge der Wirkung der entsprechend gespannten Spiralfeder ruhig liegen, bis das obere Lagerstück der Zahn stange sieh gegen das Kopfende des Hilfs- schaltgliedes legt.
Die Zahnstange nimmt dann bei weiterem Senken das Hilfsschalt- glied abwärts mit. Das Hilfssebaltglied kann durch die Zahnstange auch bei weniger als zehn .Schaltschritten, gegebenenfalls schon nach .dem ersten Schaltschritt mittelst einer am Hilfsschaltglied befestigten Federklinke 47 und einer an der Zahnstange seitlich be- befestigten Zahnleiste 48 mitgenommen wer .den. Die Federklinke hat das Bestreben, -sich gegen die Zahnleiste zu legen.
Die Feder wird jedoch, wie noch gezeigt wird, vom Steuerschalter von der Zahnleiste zunächst weggedrückt und jeweils erst nach .erfolgter Bürstenwahl zum Eingriff mit der Zahn leiste freigegeben. Das Hilfssehaltglied macht also gewöhnlich nacherfolgter Bürstenwahl, spätestens jedoch vom elften Schaltschritt ab die Einstellbewegung der Zahnstange und wies Bürstenschlittens mit.
Das in vorgenannter Weise wirkende Hilfsschaltglied 43 wird hauptsächlich zu Kontaktumlegungen gebraucht, die vom Be ginn .der Einzelleitungswahl abhängig sind. Die Abb. 3 zeigt zum Beispiel einen Kontakt 49, der nach dem ersten Schaltschritt der Einzelleitungswahl vom Hilfsschaltglied ge öffnet wird. In ähnlicher 'Weise können vom Hilfsschaitglied auch andere Kontakte bei späteren Schaltschritten, vom Beginn der Einzelleitungswahl ab gerechnet, betätigt werden.
Einen andern nutzbringenden Gebrauch des Hilfsschaltgliedes zeigt die dargestellte Nummernskala zum Ablesen der Einstellung ,des ,Schaltgliedes bezw. des Bürstenschlit tens. Es handelt sich hierbei um eine Skala für Wähler mit Gruppen- und Einzellei- tungswahl. Solche Ablesevorrichtungen sind bei Wählern mit in zwei Richtungen einstell barem Schaltglied bekannt.
Bei Vielfach bürstenwählern jedoch mit einem bei beiden Wahlen in derselben Richtung unterschieds los fortschreitenden Schaltglied kommen jene Ablesevorrichtungen nicht in Betracht. Viel mehr bedingen solche Wähler eine besondere Anordnung der Ablesevorrichtung, und die Einführung .einer solchen ist geboten, weil .die Vielzahl der Bürstensätze bezw.,die Mehr deutigkeit der -Schaltgliedeinstellungen die richtige Deutung erschwert.
Die dargestellte Ablesevorrichtung kenn zeichnet sich als eine zweiteilige Skala mit einem gemEinsamen Zeiger in der Weise, dass die Skala 50 der Gruppenwahl sich auf dem Schaltglied 33 befindet, die Skala 51 der Einzelleitungswahl hingegen ortsfest und der gemeinsame Zeiger 52 am erwähnten Hilfs- schaltglied 43 befestigt ist.
Es veranschau licht Abb. 3 die Ahlesevorrichtung in der Ruhelage des Wählers; Abb. 3a zeigt die Veränderung nach dem Wählen, zum Beispiel der Gruppe 9, wobei die Zahnstange sich um neun Schaltschritte gesenkt hat, und Ab-b. 3b die Veränderung nach dem weiteren .Senken der Zahnstange um fünf Schritte, wobei der Zeiger um,die letztere Schrittzahl mitgegan gen ist, so dass sich die Ablesung Nr. 95 er gibt.
Der Steuerschälter (Abb. 3) besteht aus einer parallel zum Schaltglied des Wählers angeordneten Stange 34, die in Lagern 53 ebenfalls gleitend geführt ist und bei der Ein stellung durch eine Spiralfeder 54 ebenfalls nach abwärts gezogen wird. Die Auslösung der Stange erfolgt durch eine Doppelsperr- klinke (Echappement) 55 in Verbindung mit einer auf der Stange seitlich angeordneten Zahnleiste 56.
Die Doppeisperrklinke wird in der gezeichneten Ruhestellung durch eine eigene Feder in Eingriff mit der Zahnleiste gehalten und durch einen Magneten 57, der bei .der Erregung mit seinem Anker 58 in der angegebenen Pfeilrichtung gegen den obern Teil der Doppelklinke schlägt, umgelegt. Die in Abb. 3 und 6 gezeigte Stellung ,der Steuer stange 34 entspricht der Ruhelage. Die Aus lösung der Stange durch den Elektromag neten 5 7 ist unabhängig von derjenigen des Wählerschaltgliedes 33. Auch die Zahl und Hublänge der Einstellschritte des :Steuer- schalters ist beliebig bestimmbar.
In der Zeichnung sind für den Steuerschalter ein fachheitshalber nur vier Einstellschritte an genommen, wovon zwei auf den Ankeranzug und zwei auf den Ankerabfall des Magnetes 5 7 entfallen, und wobei der erste Schalt schritt zur Ermöglichung der mechanischen Betätigung der Stossstange S" grösser als die folgenden Schritte ist.
Die Steuerstange 34 besitzt am untern Ende zwei ungleiche Nocken 59 und 60 als Beispiel für die Verwendung des Steuer ,chalters zu Kontaktumlegungen.
Oberhalb der Zahnleiste 56 befindet sich an der Steuerstange ein aufwärts gerichteter einarmiger Hebel 61, der in der Ruhestellung der Steuerstange (Abb. 3 und 6) mit einem nach aussen gebogenen Arm 62 von einem schräg ansteigenden Auflaufstück 63 ent gegen eine Feder 64 zur Grundplatte hinge drückt wird. Ausserdem trägt der Hebel einen um die Steuerstange herumgreifenden seit lichen Ansatz 65, der auf der Innenseite der Steuerstange entsprechend den gestrichelten Linien der Abb. 6 in Form eines Sperrzahnes ausläuft.
'Wenn die Steuerstange aus der Ruhelage der Abb. 6 nach abwärts gleitet, so dreht sich der unter dem Auflaufstück herausschlüp fende Hebel 61 gemäss Abb. 7 von der Grund platte weg. Dem Hebel folgt, ebenfalls von der Grundplatte sich weghabend, eine in Abb. 6 und 7 angedeutete Blattfeder, welche die früher erwähnte Federklinke 47 des Hilfsschaltgliedes (Abb. 4 und 5) darstellt.
Damit ist gezeigt, dass der Steuerschalter beim Verlassen der Ruhestellung mittelbar durch die Freigabe der Federklinke das Hilfsschaltglied 43 mit der Zahnstange 34 kuppelt. Es ist jetzt zu zeigen, wie der Steuer. sehalter beim Verlassen der Ruhelage zu gleich die Stossstange S mechanisch betätigt. Die Betätigung besteht nach .dem Früherge- sagten in einer einmaligen, ruckartigen Dre hung der Stange. Diese Bewegung wird durch einen nahe dem obern Ende des Ein stellwerkes auf dessen Rückseite gelagerten Stosshebel 66 auf die :Stange übertragen.
Die Abb. 3 lässt die Lage des Hebels gestrichelt erkennen. Beim Einhängen des Einstell werkes an seinem Betriebsplatz legt sich der Hebel 66 gemäss Abb. 12 gegen einen schräg nach vorn gerichteten Stift 67 der hinter der Grundplatte 32 endigenden Stossstange S. Ein Fenster 68 in der Grundplatte (Abb. 3) gestattet .im Betrieb .den Einblick auf .die Eingriffsstelle,des Hebels 66 und Stiftes 67. Die Abb. 11 zeigt den Stosshebel und die Stange in Draufsicht, während Abb. 13 das Drehen der Stange erkennen lässt, wenn der Stosshebel sich abwärts bewegt.
Der ,Stosshebel 66 wird beim ersten Fall schritt der Steuerstange von dieser mittelbar durch eine Greifklinke 69 mit nach abwärts gerissen. Wenn hierbei der Stosshebel die in Abb. 7 und 13 dargestellte Stellung erreicht hat, stösst die Greifklinke mit einem kurzen Arm 70 gegen den untern Fensterrand der Grundplatte.
Indem die iSteuerstange ihre Bewegung noch ein kurzes Wegstück fort setzt, löst sich die Greifklinke mit einer raschen Schwenkung vom Stosshebel (Abb.8), worauf dieser und die .Stossstange durch eigene Federkräfte sogleich wieder in die Ruhelage zurückspringen. Damit ist die Bür steneinrückung (zusammen mit der vorge nannten Kupplung des Hilfsschaltgliedes und der .Steuerstange) auf das erste Ansprechen des Steuermagnetes 57 hin vollzogen. Für die beiden Vorgänge ist es gleichgültig, ob der Steuermagnet nun gleich abfällt oder noch länger erregt bleibt.
Dies besagt, dass die Ausführung der weiteren Fallschritte des Steuerschalters (Abb. 9) zeitlich beliebig fallen kann.
Zum Zweck der Rückstellung des Wählers und Steuerschalters müssen .der Bürsten- schlitten und die Zahnstange jeweils bis in ihre tiefste Lage fallen. Dies geschieht in einfacher Weise durch dauerndes Erregen des Elektromagnetes 40.
Wenn der Bürsten schlitten seine tiefste Lage erreicht, legt er sich mit seinem Gewicht auf die Stange 71 eines als Rückstellvorrichtung wirkenden Kolbenmotors B mit Druckluftantrieb. Diese Einrichtung ist an sich bekannt und wirkt so, -dass beim Eintritt der Kolbenbelastung durch den Schlitten eine Ventilumsteuerung stattfindet, welche Druckluft aus einem Rohr 72 unter den Kolben einströmen lässt. Hier auf hebt der Kolben den Schlitten, .die Zahn stange und Steuerstange zugleich in ihre An fangsstellung empor. Die Mitnahme der Steuerstange bei der Rückstellung erfolgt durch die Zahnstange.
Die in Abb. 3 erkenn bare Befestigungsschraube des obern Lager stückes der Zahnstange hat eine stiftartige Verlängerung 73, die sich beim Senken der Zahnstange auf der strichpunktierten Linie cc-b der Abb. 10 bewegt und ,schliesslich den sperrklinkenähnlichen Ansatz 65 des Hebels 61 überläuft, wobei dieser vorübergehend aus weicht und sich .dann dem .Stifte 73 vorlegt.
Beim Hochgehen der Zahnstange nimmt der Stift den Steuerschalter solange mit hoch, bis beim Unterschlüpfen des Hebels 61 unter das Auflaufstück 63 gemäss Abb. 3 und 6 der Hebel vom Stift weggedrückt, das heisst der Steuerschalter von der Zahnstange abgekup pelt wird. Zahnstange und Schlitten bewegen sieh dann allein weiter. Das Hilfsschaltglied 43 geht unter dem Einfluss der Spiralfeder 44 allein mit hoch, bis .der Anschlag 45 seine Bewegung begrenzt, worauf die teilweise ent spannte Spiralfeder durch die weitersteigende Zahnstange gespannt wird.
Kurz vor der Hubbegrenzung des Hilfsschaltgliedes ist auch ,die Federklinke 47 durch Unterschlüp fen des Ansatzes 62 des Hebels 61 unter das Auflaufstück 63 aus der Zahnleiste 48 her ausgehoben worden. Wenn Schlitten und Zahnstange ihre Anfangsstellung erreicht haben, stellt der Kolben in bekannter Weise die Druckluftzufuhr ab, worauf der Kolben durch sein Eigengewicht wieder herabgleitet, während Schlitten und Zahnstange durch die Sperrklinke 39 des ausgeschalteten Elektro magnetes 40 bis zum nächsten Gebrauch des Wählers festgehalten werden.