CH165455A - Deckplatte für elektrische Kochplatten. - Google Patents

Deckplatte für elektrische Kochplatten.

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CH165455A
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Bureau A S Elektrisk
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  Deckplatte für elektrische lochplatten.    Der     Wärmeverteilungskörper    an elek  trischen Kochplatten wird bekanntlich aus  Gusseisen hergestellt. Die Platte soll auf der       Oberseite    eben sein, um eine möglichst weit  gehende     Berührung    mit dem Kochgefäss zu  haben; auf der Unterseite ist sie mit einer  spiralförmig verlaufenden Rille versehen,  worin die     Isoliermasse    und der Heizdraht ein  gebracht sind.

   Ausserdem hat die Platte am  Rande einen Ringflansch, welcher Verbin  dung mit der     Pressplatte    bildet, um die ganze  Kochplatte möglichst luftdicht zu     schliessen,     und in er Mitte gewöhnlich eine Nabe für  eine     Befestigungsschraube.     



  Man hat als     Material    für diese Deckplat  ten in erster Reihe     Gusseisen,    und zwar  wegen der verhältnismässig     kompliziert    ge  stalteten     Unterseite    gewählt, welche eine  Herstellung durch einfaches Giessen wün  schenswert macht. Ferner hat Gusseisen den  Vorteil, dass es die Wärme rasch leitet und  ein grosses     Wärmeausstrahlungsvermögen     hat.

   Diese Eigenschaften kompensieren .die    Notwendigkeit einer ziemlich grossen Dicke  (etwa 4 mm am     Rillenboden),    was anderseits  den Vorteil hat, dass die     Platte    ziemlich hohe       Gussspannungen    aushalten kann und     dass    sie  sich bei Temperaturänderungen nicht so  leicht wirft.  



  Nun hat es sich jedoch gezeigt, dass     guss-          eiserne    Deckplatten nach einiger Zeit, ge  wöhnlich nach 1 bis 2 Jahren, auf der Ober  seite uneben werden. Man vermutet, dass der  Grund dazu in einem eigentümlichen Verhal  ten des Gusseisens begründet liegt, welches  langsam an Volumen zunimmt, wenn es auf  einer Temperatur von etwa 400   C oder mehr  gehalten wird. Das ist wahrscheinlich auf  Umlegungen der     Kohlenstoffmodifikationen          des,        Gusseisens        bezw.    das sich ändernde Ver  hältnis zwischen Karbid- und     Graphitkohlen-          stoff    zurückzuführen.

   Während des     Heizens     ist der     Karbidkohlenstoff    bestrebt, in Gra  phit überzugehen, welcher ein wenig grösseres  Volumen hat, so dass das     Guss-eisen    langsam  einer     Strukturänderung        unterworfen    wird.           und    zwar am     stärksten    an denjenigen     Stelen     der Platte, wo die Temperatur die grösste ist,  besonders oberhalb der Rillen.

   Hier wird die  Deckfläche der Platte sich .deshalb mehr oder  weniger ungleichmässig heben, wogegen     die          Änderungen    in weniger ausgeprägtem Grade       in    der Mittelpartie und der Aussenkante und  natürlich auch oberhalb der zwei     Heizdraht-          spiralen        stattfinden.     



  Untersucht man eine     gusseiserne    Deck  heizplatte, welche längere Zeit in dauerndem  Gebrauch gewesen ist, so wird man also im  mer finden, dass diese nicht mehr eben ist.  Ausserdem ist sie infolgedessen zur     Rissbil-          dung    geneigt und das besonders, wenn der       Durchmessergross    ist. Dazu kommen noch  die Folgen der grossen     Wärmeausdehnungs-          zahl    des Gusseisens, welche linear zwischen  0,08 . 10-4 und 0,13 . 10-4 pro Grad C  liegt und starke Temperaturspannungen ver  ursacht, weil der Ringflansch während der  Wärmeausdehnung nicht gleich stark im  Durchmesser zunimmt wie der Mittelteil der  Platte.

   Auch aus diesem Grunde hat die       Platte    das Bestreben, sich bei zunehmender  Temperatur in der     Mitte    aufzubiegen.  



  Diese     Übelstände    werden durch .die vor  liegende Erfindung     beseitigt,    die sich auf  ,die erwähnten Beobachtungen gründet. Er  findungsgemäss     wird    für die Deckplatte ein  Metall     benutzt,    welches einen niedrigen       Wärmeausdehnungskoeffizienten    hat. Als  oberste Grenze desselben wurde der     Wert     0,04.     10-4    pro Grad C bei 15   C festge  stellt, der nur die Hälfte des Wertes beidem  in dieser Beziehung günstigsten     Spezialguss-          eisen    beträgt.  



  Gewöhnlicher Stahl ist ungeeignet, schon  weil der Ausdehnungskoeffizient grösser als  ,der des     Gusseisens    ist, nämlich zwischen  0,11.10-4 und     0,17.10-4    liegt. Dagegen  wurde unter den verschiedenen     Materialien     für     besonders    geeignet ein Spezialstahl mit  hohem Nickelgehalt (20 bis zu     36%)        gefuu-          .den.    Unter diesen Spezialstählen gibt es  einige, welche einen linearen     Wärmeausdeh-          nungskoeffizienten    bis zu 0,009.10-4 pro  Grad C unterster Grenze haben, somit     %    bis         1/17    des Gusseisens.

   Es zeigt sich auch, dass  -diese Stahlsorten neben einer bedeutend höhe  ren Druck- und Zugfestigkeit als der des  Gusseisens keine merkbare     Neigung    aufwei  sen, während langdauernden     Heizens    an Vo  lumen zuzunehmen, sicherlich wegen .dem  günstigen     Kohlenstoffgehalt.    Hierzu kommt,  dass Deckplatten aus     derartigem        Spezialstahl     selbst mit der erwähnten kompliziert gestal  teten Unterseite in an sich bekannter Weise  durch Pressen     herstellbar    sind.

   Ferner kann  ,die Materialstärke an den dünnsten Stellen,  nämlich dem     Rillenboden,    geringer sein;  während Gusseisen hier etwa eine Stärke von  4 mm erfordert, kann man bei Stahl bis auf  1,5     bis    auf 1,0 mm herabgehen. Daraus  folgt,     dass-    die Wärme aus dem Heizdraht be  deutend rascher als beim Gusseisen nach der  Oberfläche der Platte geleitet wird. Die       Platte    wird schneller heiss, und die Wärme  ausdehnung geschieht gleichmässiger.  



  Eine Stahlplatte der erwähnten Art mit  einem Durchmesser von zum Beispiel 220 mm  wird bei einer Temperatursteigerung auf  500<B>1</B> C etwa 220.     0,009.    10-4. 500 oder  etwa 0,1 mm im Durchmesser zunehmen, wo  gegen eine     entsprechende        gvsseiserne    Platte       etwa    1,32 mm zunehmen würde. Der Unter  schied zwischen der     Durchmesserzunahme    des  Ringflansches und der     obern    Flächenpartie  ist viel geringer und nur ein Bruchteil des  jenigen des Gusseisens, und     jedenfalls    so ge  ring, dass, er keine praktische Bedeutung  mehr hat.  



  Die     DeckplAtte    ist in der beigefügten  Zeichnung beispielsweise dargestellt; es  zeigt:       Fig.    1 das Ausgangswerkstück,       Fig.    2 die fertige Deckplatte.  



  Die Platte 1 ist mit     Heizdrahtrillen    2,       Ringflansch    3 und Nabe 4 versehen. Die Ma  terialstärke bei 5, oberhalb des     Rillenbodens,     kann etwa 1,5 mm sein. Die Materialstärke  des Werkstückes ist durch die Materialver  drängung während des     Pressens    der Rillen  bestimmt, der     Werkstückdurchmesser    durch  die Stärke und Höhe     des        Flansches    3.     In    der  Mitte sieht     man,    eine     kleine        _    Verstärkung 7      vor zwecks Bildung der Nabe 4.

   Die Tempe  ratur beim Beginn des Pressens ist     zweck-          mässigerweise    1000 bis<B>1100'.</B> Das Pressen  kann in einem Arbeitsgang     stattfinden;    die  Herstellung ist bedeutend billiger als Giessen.  Man erhält saubere Flächen, und die Deck  fläche kann dabei so eben und glatt ausge  bildet werden, dass jede Bearbeitung mit  Hobelstählen oder     Schmirgelscheiben    über  flüssig ist. Das Deckstück wird sehr dicht  und porenfrei, so dass die Platte grosse Festig  keit und Haltbarkeit erhält.

Claims (1)

  1. PATEN TANSPR UCIi: Deckplatte für elektrische Kochplatten, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus einem Metall hergestellt ist, dessen linearer Wärme- ausdehnungskoeffizient niedriger ist als 0,04. 10-4 pro Grad C. UNTERANSPRÜCHE 1. Platte nach Patentanspruch, dadurch ge kenn7eichnet, da.ss sie aus einem Metall hergestellt ist, das trotz andauernder Er wärmung auf Temperaturen von wenig stens 400 C an Volumen praktisch nicht zunimmt. 2. Platte nach Patentanspruch und Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Stahl mit einem Nickelgehalt von 20 bis zu<B>36%</B> hergestellt ist. 3.
    Platte nach Patentanspruch und Unteran sprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeich net, dass sie durch Pressen hergestellt ist.
CH165455D 1931-10-01 1932-09-27 Deckplatte für elektrische Kochplatten. CH165455A (de)

Applications Claiming Priority (1)

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NO165455X 1931-10-01

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CH165455A true CH165455A (de) 1933-11-30

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CH165455D CH165455A (de) 1931-10-01 1932-09-27 Deckplatte für elektrische Kochplatten.

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