CH165629A - Polarisiertes Klappankerrelais. - Google Patents

Polarisiertes Klappankerrelais.

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CH165629A
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Elektricitaets-Gese Allgemeine
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Aeg
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  Polarisiertes     Klappankerrelals.       Es sind bereits polarisierte Relais bekannt,  die nach Art der     Telephonrelais,    also Klapp  ankerrelais,     aufgebaut    sind. Diese bekannten  polarisierten Relais arbeiten meist in der       Weise,        dass    einem bestehenden Feld ein Feld  gleicher Richtung beziehungsweise ein Feld  entgegengesetzter     Richtung    überlagert wird.  



  Bei dein Relais nach der Erfindung han  delt es     sioh    ebenfalls um ein     Klappankerrelais     mit Mitteln, welche ermöglichen, mittelst  wenigstens einer Steuerwicklung Steuerfelder  unterschiedlichen Vorzeichens zu erzeugen. Bei  diesem ist nun die Anordnung so     getroffen,     dass die Steuerwicklung auf einen Kern aus  permanent magnetischem Material aufgebracht  ist; dessen     Magnetismus    im Verhältnis zu  der Grösse der Steuerfelder so bemessen ist,  dass je nachdem, welches Steuerfeld zuletzt  wirksam war, die verbleibende Ankerstellung  eine andere ist.

   Zweckmässig wird hierbei das  magnetische Material von lern und Anker       seit    Hinblick auf die Grösse der Steuerfelder so       gewählt,    dass nach Fortfall der Steuerfelder    auch eine vorübergehend erzwungene Änderung  der     Ankerstellung    keine dauernde     Änderung     der Ankerstellung     bewirkt.    Die besondere  Ausbildung des Relais ist hierbei vorteilhaft  derart, dass dieses einen winkelförmigen Anker  aufweist, dessen einer Schenkel die Blatt  federn der auf dem Joch befestigten Kontakte  betätigt und durch deren Federkraft zurück  geführt wird,

   und dass der zylindrische aus       magnetisierbarem    Material bestehende gern  mit geradliniger Achse überall gleichen Quer  schnitt aufweist.  



  In der Zeichnung ist schematisch ein  Ausführungsbeispiel der Erfindung in Anwen  dung auf ein Relais mit zwei Wicklungen  dargestellt.  



  Es ist 1 der polarisierte Kern eines sonst  normal gebauten     Telephonrelais,    auf welchem  die beiden Steuerwicklungen 2 und 3 ange  bracht sind. Hierbei wird die     Steuerwicklung2     von einem Relais 4 eingeschaltet, derart, dass  dieses beim Schliessen seines Kontaktes 4'  die Wicklung     2des    polarisierten Relais an      die Stromquelle 5 anlegt. Die Steuerwicklung 3  wird durch ein Relais 6 beziehungsweise durch  dessen Kontakt 6' eingeschaltet. Die beiden  Wicklungen 2 und 3 sind in gleichem Wick  lungssinn auf dem polarisierten Kern 1 auf  gebracht. Jedoch sind     Wicklungsanfang    und  Wicklungsende bei beiden Wicklungen an  verschiedene Pole der Stromquelle 5 ange  schlossen.  



  Wird     nun    das Relais in einem das perma  nente Feld des Magnetkernes unterstützenden  Sinne erregt, so zieht es seinen Anker 7 an,  wodurch die Arbeitskontakte 8     a    geschlossen  und die Ruhekontakte 8r geöffnet werden.  Nach erfolgtem Anzug des Ankers verbleibt  dieser infolge Verringerung des Luftspaltes  auch nach dem Verschwinden des Erreger  feldes im angezogenen Zustand, wobei er  lediglich durch das permanente Feld des  Magnetkernes 1 gehalten wird.

   Wird nun  die Steuerspule 3 erregt, die ein Gegenfeld  zu dem des permanenten     Xagnetkernes    1 er  zeugt, so wird dessen Feld so weit geschwächt,  dass der Anker abfällt; dieser wird auch nach  Fortfall des Gegenfeldes nicht wieder ange  zogen, da nun der Luftspalt zwischen dem  Anker 7 und dem Kern 1 so gross geworden  ist, dass die Kraft des permanenten Magnetis  mus des Kernes nicht ausreicht, um den  Anker anzuziehen. Werden also die Steuer  felder und das magnetische Material von Kern  und Anker entsprechend gewählt, so wird der  Relaisanker 7 nach dein Verschwinden eines  Steuerfeldes immer eine Stellung einnehmen,  die der durch dieses Steuerfeld bewirkten  Ankerstellung entspricht.

   Selbstverständlich  wird hieran auch nichts geändert, wenn die  Verstellung statt durch ein Relais 4, 6 durch  Einschalten einer Steuerwicklung von Hand  vorgenommen wird.  



  Für manche Zwecke kann es vorteilhaft  sein, das positive Feld, welches beispielsweise  den Relaisanker? in     dieArbeitastellung    bringt,  so stark zu wählen,     däss    das nach Fortfall  des Steuerfeldes zurückbleibende permanente  Feld des Magnetkernes 1 einen solchen Betrag  hat, dass es den Anker auch nach einem  erzwungenen Abfallen, beispielsweise durch    Abziehen des Ankers von Hand, wieder anzieht.  Das negative     .Feld    erhält zweckmässig eine  solche Grösse, dass es das permanente Feld  momentan mindestens aufhebt, so dass eine  entsprechende     Entmagnetisierung    des Kernes 1  erfolgt.

   Gegebenenfalls kann die     Eutmagre-          tisierung    durch die Anwendung geeigneten  Magnetstahles so weit getrieben werden, dass  der Relaisanker nach Fortfall des Gegenfeldes  auch bei verkleinertem Luftspalt nicht mehr  angezogen bleibt.  



  Das     polarisierteRelaisgemässderErfindung     ist für     Fernmelde-    und Fernsteuerungsein  richtungen, aber auch     Fernsprech-    und Signal  anlagen beliebiger Art verwendbar. Mit beson  derem Vorteil kann es hierbei an Stelle von       Kipprelaisanordnungen    oder an Stelle eines  Halte- oder Kleberelais verwendet werden.  Bei entsprechender Wahl der Grösse der  Steuerfelder sowie des Ankers kann das  erfindungsgemässe Relais auch für andere  Zwecke, zum Beispiel für Zwecke der Stark  stromregeltechnik usw.

   Verwendung     finden.     An Stelle zweier Wicklungen gleichsinniger  Wicklungsart mit verschiedenem Sinne der  Erregung, kann auch nur eine Spule Ver  wendungfinden und wechselweise durch Gleich  strom verschiedener Richtung erregt werden.  Bei dem erfindungsgemässen Relais wird zweck  mässig auf die Verwendung eines Klebestiftes  verzichtet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Polarisiertes Klappankerrelais mit Mit teln, welche ermöglichen mittelst einer oder mehrerer Steuerwicklungen Steuerfelder unter schiedlichen Vorzeichens zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass der Anker stets nur von einem Ende des aus permanent magnetischem Material bestehenden Kernes angezogen oder abgestossen wird, und dass der Magnetismus des Kernes im Verhältnis zu der Grösse der Steuerfelder so bemessen ist, dass je nachdem welches Steuerfeld zuletzt wirksam war, die verbleibende Ankerstellung eine andere ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Polarisiertes Klappankerrelais nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das magnetische Material von Kern und Anker mit Hinblick auf die Grösse der Steuer felder so gewählt ist, dass nach Fortfall der Steuerfelder auch eine vorübergehend erzwungene Änderung der Ankerstellung keine dauernde Änderung derAnkerstellung herbeiführt. 2.
    Polarisiertes Klappankerrelais nach Patent anspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Relais einen winkel- förmigen Anker aufweist, dessen einer Schenkel die Blattfeder der auf dem Joch befestigten Kontakte betätigt und durch deren Federkraft zurückgeführt wird, und dass der zylindrische, aus magnetisierbarem Material bestehende Kern mit geradliniger Achse überall gleichen Querschnitt aufweist.
CH165629D 1931-02-21 1932-02-19 Polarisiertes Klappankerrelais. CH165629A (de)

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CH165629D CH165629A (de) 1931-02-21 1932-02-19 Polarisiertes Klappankerrelais.

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