CH165643A - Verfahren zum Betriebe von elektrischen Leuchtröhren mit Glühelektroden. - Google Patents
Verfahren zum Betriebe von elektrischen Leuchtröhren mit Glühelektroden.Info
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Description
Verfahren zum Betriebe von elektrischen Leuchtröhren mit Glühelektroden. . Bei elektrischen Leuchtröhren, die mit Glühelektroden ausgestattet sind und ausser einer Edelgasgrundfüllung noch einen 31e- talldampf von zur Lichterzeugung aus reichendem Dampfdruck enthalten, zeigt sich der Übelstand, dass sie unruhig brennen, weil kleine Temperaturschwankungen der Leucht- röhre,
die durch die unvermeidlichen Schwan kungen der Netzspannung hervorgerufen werden, schon ausserordentlich grosse Schwan kungen im Dampfdruck der Füllung und da mit auch der Lichtausstrahlung bedingen. So steigt zum Beispiel zwischen 320 'und 340' C der Dampfdruck des für derartige Leuchtröhren am meisten verwendeten Quecksilbers von 375 mm auf 555 mm; in folgedessen steigt dann auch die für das Auf rechterhalten der Entladung notwendige Spannung an der Röhre, wodurch es ge schehen kann, dass die Netzspannung nicht.
mehr ausreicht und die Röhre erlischt, ins- besondere, wenn die Netzspannung schon wieder ihren normalen Wert erlangt hat, während die Temperatur der Röhre noch nicht entsprechend .gesunken ist.
Diese Nachteile lassen sich erfindungs gemäss vermeiden, wenn der Druck,des in der Röhre beim Betriebe vorhandenen Metall dampfes dauernd um mindestens 5 % niedri ger als der der Röhrentemperatur entspre chende Sätt ggungsdruck -des Metalldampfes gehalten wird. Am einfachsten kann man dies dadurch erreichen, dass man eine Röhre, die im Innern eine sehr geringe Metallmenge aufweist, mit einer so hohen Strombelastung betreibt, dass die gesamte Metallmenge schon vor Erreichen der Betriebstemperatur der Röhre restlos verdampft.
Der entstehende Metalldampf ist dann bei der Betriebstempe- ratur überhitzt, oder mit andern Worten, untersättigt. Man kann aber auch unter Ver wendung einer Leuchtröhre, bei welcher in einem Ansatzgefäss eine grössere Metallmenge untergebracht ist, .den Ansatz und damit die in diesem enthaltene Metallmenge auf einer die Betriebstemperatur nicht erreiehenden Tem peratur halten.
Dies kann beispielsweise da- .durch geschehen,,dass man den Röhrenansatz besonders kühlt oder dass man den Wärme austausch zwischen dem Röhrenansatz und dem Röhreninnern behindert. Auch in :die sem Falle stellt sich dann bei der Betriebs temperatur ein untersättigter Dampf ein.
Während bei Röhren, die bei den-bisher üblichen Verfahren mit gesättigtem Dampf betrieben werden, die beschriebene ungün stige Empfindlichkeit gegen Spannungs- schwankungen auftritt, zeigen Röhren, die nach der Erfindung mit ungesättigtem Dampf arbeiten, diesen Nachteil nicht.
Dies liegt daran, dass sich nunmehr bei den Röh ren zufolge des untersättigten Dampfes so wohl bei langsamer, als auch rascher Ände rung der Spannung eine negative Charakte ristik einstellt, so dass bei zufälligem Span- nungsanstieg des Netzes und bei gegebenem Vorschaltwiderstand die Stromstärke steigt und dabei der Spannungsabfall an der Röhre selbst jedoch sinkt. Dies hat aber einen Aus gleich ,der sonst durch die Spannungsschwa.#i- kungen bedingten Lichtschwankungen zur Folge.
Aus dem gleichen Grunde können sich nunmehr auch die sonst durch äussere Tem peratureinflüsse bedingten Schwankungen des Dampfdruckes bei den Leuchtröhren nicht in merkbare Licht- und Spannungs schwankungen umsetzen.
Ein besonderer Vorteil des neuen Be- triebsverfahrens liegt sodann noch darin, dass .der für jede Röhre günstigste Ökonomie bereich schon bei Einschaltung wesentlich niedrigerer Betriebsdampfdrücke erreicht werden kann, wie sich dies aus nachstehender Gegenüberstellung ergibt.
So hat beispielsweise eine der bisher üb lichen Leuchtröhren mit Glühelektroden, die bei 25 cm Länge und 15 mm Durchmesser der Lichtsäule mit einem Edelgas von 1 mm Quecksilberdruck gefüllt ist, bei Anwesen heit von Quecksilber als Bodenkörper, einer Belastung von 3 Ampere und einer Röhren spannung von 2.10 Volt eine Gkonomie von 60 Lm/W;
die Röhre erreicht dabei eine Temperatur von<B>350'</B> C, was einem Queck- silbersättigungsdruck von etwa<B>670</B> mm 11- entspricht. Eine solche Röhre kann unter Verwendung eines üblichen Vorschaltwider- standes an Netzen von 40-0 Volt Spannung gezündet und betrieben werden. Eine höhere Belastung als 3 Ampere würde jedoch bei Spannungsschwankungen sehr leicht zu einem Erlöschen der Röhre zufolge zu hoch ansteigenden Dampfdruckes führen.
Wird dagegen bei einer solchen Röhre .der Quecksilberdampfdruck auf nur höc,i- stens 600 mm gehalten, so wird bei anstei gender Netzspannung zwar die Stromstärke steigen, jedoch die Spannung an der Röhre selbst etwas fallen, so dass ein Erlöschen der Röhre nicht zu befürchten ist. Aus deri gleichen Grunde kann die Röhre jetzt bei gleicher Netzspannung ohne weiteres mit 4 Ampere und :darüber statt mit 3 Ampere betrieben werden. Dies hat aber zur Folge, ,dass bei voller Betriebssicherheit die Öko nomie der Röhre nunmehr auf 70 Lm/W er höht wird.
Um die erstgenannte Röhre mit 4 Ampere betreiben zu können, müsste eine höhere \Tetz- spannung zur Verfügung stehen. Ausserdem würde sich hierbei aber in der Röhre ?iii Dampfdruck von etwa. 2 Atm, einstellen, was naturgemäss die Gefahr eines - Platzens der Röhre in sich schliesst.
Diese günstige Untersättigung des die Lichtausstrahlung übernehmenden Dampfes lässt sich, , wie ferner ermittelt wurde, auch bei Röhren mit doppelwandigem Gefäss er zielen. Notwendig ist allerdings dabei, dass der Metallbodenkörper ausschliesslich im Aussenraume der doppelwandigen Röhre un tergebracht wird und dass der Aussenraum der Röhre mit :
dem die Glühelektroden ent haltenden Innenraum in,kommunizierender Verbindung steht, so dass nicht nur die Edel- gasgrundfüllung, sondern auch ,der beim Be triebe der Röhre gebildete Metalldampf beide Räume der Röhre mit. gleichem Druck aus füllen kann.
Bei einer derart: ausgebildeten Leucht röhre geht die Entladung ausschliesslich im Innenraum zwischen den Glühelektroden vor sich, wa.s zur Folge hat, dass .der Innen raum eine weit höhere Temperatur als der Aussenraum annimmt, dies im b^scaderen noch deswegen, weil letzterer der Abkühlung durch die Aussenluft unterliegt. Da beide Räume aber in kommunizierender Verbin dung stehen, so kann sich im Innenraum trotz der in diesem herrschenden höheren Temperatur nur ein Dampfdruck einstellen, der der niedrigeren Temperatur des Boden körpers im Aussenraum entspricht.
Der Dampfdruck im Innenraum kann also nicht auf denjenigen Sättigungsdruck ansteigen, der zu der in diesem Raum herrschenden Temperatur gehört. Auch bei einer derart ausgebildeten Röhre können daher Span nungsschwankungen keine Druckschwankun gen und damit zusammenhängend auch keine Veränderungen in der Lichtausstrahlung her vorrufen.
Eine derart ausgebildete, zufolge ihrer Doppelwandigheit weniger zu Wärmever lusten führende Röhre ist mit Vorteil für die Entladung in solchen Metalldämpfen geeig- iiet, die zur Lichtanregung einer besonders iiolien Temperatur bedürfen, wie dies bei spielsweise bei Alkalimetallen, Magnesium, Kadmium und Zink der Fall ist. Diese neue Röhre ist aber auch gut verwendbar bei der Herstellung einer Hochdruckentladung in Quecksilberdampf.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Betriebe von elektrischen Taeuchtröhren mit Glühelektroden, die ausser einer Edelgasgrundfüllung einen Metall dampf von zur Lichterzeugung ausreicheii- .dem Dampfdruck enthalten, dadurch gekenn zeichnet, da.ss der Druck des Metalldampfes dauernd um mindestens 5 % niedriger als der ,der Röhrentemperatur entsprechende Sätti gungsdruck des bletallda-mpfes gehalten wird. UNTERANSPRü CHE 1.Verfahren nach Patentanspruch I, unter Benutzung einer Leuchtröhre, in deren Innerem eine sehr geringe Metallmenge untergebracht ist, dadurch gekennzeich net, dass die Röhre mit einer so hohen Strombelastung betrieben wird, dass schon vor Erreichen der Betriebstemperatur die Metallmenge völlig verdampft wird.2. Verfahren naeh Patentanspruch I, unter Benutzung .einer Leuchtröhre, bei welcher in einem Ansatz eine grössere Metallmenge untergebracht ist, dadurch gekennzeich net, dass der Röhrenansatz und -die in ihm untergebrachte Metallmenge auf einer unterhalb der Betriebstemperatur liegen den Temperatur gehalten wird.PATENTANSPRUCH II: Elektrische Leuchtröhre mit Glühelek- troden, Edelgaegrundfüllung und einem ver- da.mpfbaren Netallbodenkörper zur Durch führung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass, die Röhre aus einem doppelwandigen Gefäss besteht, dessen Innenraum die Glühelektroden und dessen mit dem Innenraum in.kommunizierender Verbindung stehender Aussenraum den 1LZe- tallbodenkörper enthält.
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