CH165644A - Elektrische Kathodenglimmlichtlampe. - Google Patents

Elektrische Kathodenglimmlichtlampe.

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CH165644A
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F Patent-Treuhand-Gesellschaft
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Patent Treuhand Ges Fuer Elektrische Gluehlampen Mbh
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  Elektrische     Kathodenglimmlichtlampe.       Die Erfindung betrifft eine elektrische       Kathodenglimmlichtlampe    und besteht darin,  dass die Lampe mit hochemittierenden Metall  überzügen, zum Beispiel Alkali- oder     Erd-          alkalimeta.llüberzügen,    versehene Metallelek  troden und eine unter einem Druck von mehr  als 6 mm     Hg    stehende     Argon-Stickstoff-          füllung    mit     überwiegendem        Argongehalt    und  5     %    übersteigendem Stickstoffgehalt auf  weist.

   Zweckmässig wird eine unter einem  Druck von     etwa    10 bis 12 mm     H-    stehende       Argon-Stickstoffüllung    mit etwa<B>10%</B> Stick  stoffgehalt verwendet. Eine derartige Lampe  gibt ein kräftiges violettes Licht von hoher  photographischer     Aktinität;

      die Lichtstärke  übertrifft hierbei diejenige von üblichen, nur  mit     Edelgasen    und selbst auch nur mit Neonge  füllten     Kathodenglimmlichtla-mpen    beträcht  lich.     Besondere    Vorteile der neuen Lampe,  deren Lichtausstrahlung vornehmlich vom  elektrisch     angeregten    Stickstoff, aber auch  von dem gleichzeitig     mitangeregten    Argon    ausgeht, bestehen aber auch noch darin, dass  sie trotz der zur     Lichtausstrahlung    kommen  den Stickstoffmenge an Spannungen unter  110 Volt,     vielfach    sogar unter 80 Volt  Gleich- oder Wechselstrom zündet,

       dass.    sie  eine nutzbare Lebensdauer von mehreren  tausend Stunden besitzt, und dass über die  lange Lebensdauer hinweg der vornehmlich  leuchtende Stickstoffanteil der Lampenfül  lung nicht     aufgezehrt    wird, so dass eine       Stickstoffnachspeisung    bei der neuen Lampe  nicht erforderlich ist. Die lange Lebensdauer  der Lampe ist hierbei     .darin    begründet,     dass     das Alkali- oder     Erdalkalimetall    der Elek  troden einen Teil des Stickstoffes der Fül  lung bindet und fortgesetzt nachliefert.

   Die  geringe     Zündspannung    ist dagegen nicht nur       .durch    die Anwesenheit ,des Edelgases im Fül  lungsgemisch     und    durch .die     Verwendung     der an sich bekannten     Alkalimetall-    oder       Erdalkalimetallüberzüge    der Elektroden be  dingt, sondern vielmehr auch, wie festgestellt      wurde, dadurch, dass :die     Elektranenaiustritts-          arbeit    der     Elektroden    durch Stickstoffauf  nahme derselben beträchtlich     herabgesetzt     wird.

   Bei Verwendung von     Elektrodenüber-          zügen    aus Barium oder einem     Barium-          Strontiumgemisch    sinkt bei Anwesenheit der  neuen Gasfüllung die Elektronenaustritts  arbeit beispielsweise von     etwa    1,6 auf 1,3  Volt.  



  Eine besonders niedrige Zündspannung  wird sicher erreicht; wenn schon bei der Vor  behandlung :der Elektroden eine gute Sätti  gung derselben mit     .Stickstoff    herbeigeführt  wird. Zu .diesem Zwecke     können    in an sich  bekannter Weise auf den Elektroden nach  dem     Einbau    in das Lampengefäss solche     Al-          kalimetall-    oder     Erdalkalimetallverbindungen     aufgebracht werden, .     wie    zum Beispiel  Nitrate oder     Karbonate,    die durch Glühen im  Vakuum leicht     in.    Oxyde     verwandelbar    sind.

    Nach dieser Umwandlung wird in     das    Lam  pengefäss ein     Argon-Stickstoffgemisch    einge  lassen und zwischen den Elektroden eine  starke Entladung unter Benutzung eines       Wechselstromes    mit     steil        ansteigenden     Spitzen hervorgerufen,     wie    dieser sich bei  spielsweise     mittelst    eines Funkeninduktors  erzeugen lässt.

   Diese Entladung hat einesteils  zur Folge, dass sich die     Überzugsschichten     der Elektroden     unter    Freigabe. des Sauer  stoffes in     Alkalimetall-    oder     ErdalkaIi-          metallschichten    verwandeln und     andernteils,          dass:    sich die Überzüge in     beträchtlichem     Masse mit Stickstoff sättigen.

   Eine derartige       Entladung        verursacht    nämlich,     dass    die       Oxydschiehten    der Elektroden stark be  schleunigten und     damit    sehr heftigen, kurz  andauernden     Bombardementen    von Ionen und  Elektronen ausgesetzt werden. Durch diese       kurzzeitigen        heftigen        Bombardemente    aber  werden die     Oxydschichten    ohne merkbare Er  hitzung     stark    aufgelockert und in     Metalle     und freien Sauerstoff gespalten.

   Die Auf  lockerung der     Überzugsschieht    ermöglicht  dabei eine     gute        Sättigung    :der     entstehenden     Metallschichten mit     ,dem.        Stickstoff    der Fül  lung. Der freiwerdende Sauerstoff kann in  an     sich    bekannter Weise durch einen im    Lampeninnern     untergebrachten        Getterstoff,     beispielsweise einen in Nähe des .Sockels er  zeugten     Magnesiumspiegel,        gebunden    werden.

    Die zur     Umwandlung    -der     Oxyd.schichten    in  Metallschichten benutzte     Argon-Stickstoff-          füllung    kann danach ausgepumpt und durch  eine neue Füllung mit mehr als 5 % Stick  stoffgehalt, aber     überwiegendem    Argon  gehalt ersetzt werden. Es kann aber auch  die zur Umwandlung :der     Überzugsschiehten     benutzte Füllung im Lampengefäss verblei  ben und demgemäss die Lampe schon vor :der       Elektrodenbehandlung    abgeschmolzen wer  den.  



  Beider     Herstellung    der     Elektrodenüber-          züge    kann auch von andern Verbindungen,  beispielsweise Stickstoffverbindungen der       Alkalimetalle    oder     Erdalkalimetalle,    ausge  gangen werden. Die zwischen den     Eektroden     hervorgerufene     Entladung    dient dann dazu,  die     Überzugsschichten        unter    Freimachen von       Stickstoff    in Metallschichten zu verwandeln.  



  Soll die reiche     Eltraviolettsirählung    der  neuen Lampe für Bestrahlungszwecke aus  genutzt werden, so muss diese in bekannter       Weise    mit einem für     ultraviolette    Strahlen  durchlässigen Glase, etwa einem Quarzglas  oder     hochkieselsäurehaltigen        Borosilikatglas,          ausgestattet    sein.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Elektrische Kathodenglimmlichtlampe, da durch gekennzeichnet, dass: sie mit hochemit tierenden Metallüberzügen versehene Me tallelektroden und eine unter einem Druck von mehr als 6 mm Hg stehende Argon. Stickstoffüllung mit überwiegendem Argon gehalt und 5 % übersteigendem Stickstoff gehalt besitzt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Elektrische Kathodenglimmlichtlampe nach Patentanspruch I"dadurch gekennzeichnet, dass :die Metallelektroden Überzüge aus Al kahmetallen aufweisen. 2.
    Elektrische Kathodenglimmlichtlämpe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Metallelektroden Überzüge aus Erdalkalimetallen aufweisen. 3. Elektrische Kathodenglimmlichtlampe nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass .die Argon-Stickstoffüllung unter einem Druck von 10 bis 12 mm Hg steht. 4.
    Elektrische Kathodenglimmliehtlampe nach Patentanspruch I und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Argon- Stickstoffüllung einen Stickstoffgehalt von ,etwa NA aufweist.
    PATENTANSPRUCH II: Verfahren zur Herstellung .der Lampe nach Patentanspruch I, bei welchem die Elektroden mit Ausgangsverbindungen der Überzugsmetalle versehen und durch eine innerhalb des Lampengefässes zwischen den Elektroden hervorgerufene Entladung die Ausgangsverbindungen in die entsprechenden Überzugsmetalle verwandelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass für die die Umwand lung der Ausgangsverbindungen hervor rufende Entladung ein Wechselstrom mit steil ansteigenden Spitzen verwendet und,
    die Entladung im Lampengefäss unter Anwesen heit einer Argon-Stickstoffüllung vorgenom men wird. UNTERANSPRUCH: 5. Verfahren nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass .die während der Um wandlung der Ausgangsverbindungen in hberzugsmetalle im Lampengefäss vorhan dene Argon-Stickstoffüllung als endgültige Füllung in der Lampe belassen wird.
CH165644D 1931-11-21 1932-11-11 Elektrische Kathodenglimmlichtlampe. CH165644A (de)

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