Registrierender Geschwindigkeitsmesser. Bei registrierenden Geschwindigkeits messern ist die Vermeidung eines gewissen taten Ganges im Getriebe infolge des stän digen Eingriffswechsels in der Verbindung zwischen den Messorganen und den Anzeige organen, wie Schreibstift und Zeiger, nicht zu umgehen. Zur Vermeidung eines un ruhigen Zeigerstandes im Betrieb wendet man praktisch zwischen dem vom Messgetriebe gesteuerten Mitnehmer und dem Schreib stiftträger absichtlich Spiel an.
Diese Mass nahme hat aber bei den bisher bekannten zwangläufigen registrierenden Geschwindig keitsmessern zur Folge, dass der Schreibstift und der Zeiger bei stillstehendem Fahrzeug öfters nicht genau in die Nullstellung zu rückgehen, so dass auf dem gewöhnlich auch bei stillstehendem Fahrzeug fortbewegten Registrierstreifen der vom Schreibstift er zeugte Strich nicht auf der Nullinie, son dern meistens etwas darüber erzeugt wird und dann die Ungewissheit entsteht, ob das Fahrzeug in dieser Zeit wirklich stillge- standen oder ganz langsam gefahren ist. Apparate mit längerer, beispielsweise 12 Se kunden dauernder Messzeit haben zwar die sen Übelstand nicht, doch entspricht die lange Messzeit :den Anforderungen des moder nen Verkehrs nicht mehr.
Es werden aus praktischen Gründen Apparate mit kurzen Messzeiten verlangt, die aber, wie bereits an gedeutet, infolge des ständigen Eingriffs- weahsels einen unruhigen Zeigerstand haben oder nicht immer in die Nullstellung zurück gehen und daher stets einen ungenauen An fahrzeigerstand haben.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, diesen Übelstand zu beheben. Der den Ge genstand der Erfindung bildende registrie rende Geschwindigkeitsmesser besitzt eine den Schreibstift tragende und,den Zeiger an treibende Zahnstange, die mit .Spiel mit einem vom Messgetriebe gesteuerten Schlitten ge kuppelt ist, und unterscheidet ,sich gegenüber dem Bekannten -dadurch, dass der Schlitten einen Hebel trät, der einerseits in :
den Be- en reich eines feststehenden und anderseits in den Bereich eines an der Zahnstange ange ordneten Anschlages ragt, so dass bei in die Ausgangsstellung zurückgehendem Schlitten beim Auftreffen des Hebels auf beide An schläge die Zahnstange gegenüber dem Schlitten in die tiefste Stellung bewegt wird und dadurch der Schreibstift und der Zeiger in die absolute Nullstellung übergehen, aus weicher sie durch die Zahnstange und den Schlitten mit Beginn des Anstieges des letz teren mitgenommen werden.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes darge stellt.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht, Fig. 2 eine Ansicht von links der Fig. 1, Fig. 3 ein Teilschnitt in grösserem Mass stab, und Fig. 4 ein Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 3.
Der Einfachheit wegen ist von den auf der Rückseite der Frontplatte 1 angebrach ten Getriebeteilen des Geschwindigkeits messers nichts gezeichnet. Das bekannte Messgetriebe steuert einen Mitnehmerring 2, welcher mit einem Ansatz 2' durch einen vertikalen Schlitz 3 der Frontplatte 1 hin durch nach vorn ragt und mit dem auf der Vorderseite der letzteren im Schlitz 3 ge führten Schlitten 4 festverbunden ist. Der Schlitten 4 trägt auf der Vorderseite mit- telst eines Stiftes 5 die vertikale Zahnstange 6, die an ihrem obern Ende den Schreibstift 7 trägt, der in einer vertikalen, an der Platte 1 befestigten Kulisse 8 verschiebbar geführt ist. Der nicht gezeichnete Registrierstreifen wird hinter der Kulisse 8 quer vor der Platte 1 hindurch geführt.
Der Stift 5 ragt durch einen kurzen vertikalen Schlitz 9 der Zahn stange 6 hindurch, so dass er ein kleines Spiel hat, wodurch trotz der durch den Ein griffswechsel auftretenden kleinen Auf- und Abwärtsbewegungen des Schlittens 4 die Zahnstange 6 mit dem Schreibstift 7 und der mit dieser durch ein Zahnradsegment 10 in Eingriff stehende Zeiger 11 nicht bewegt werden. Die Zahnstange 6 und der Zeiger 11 bleiben infolge der Reibung des Schreib stiftes 7 am Registrierstreifen und einer an der Nabe 12 des Zeigers 11 anliegenden Bremsfeder 13 in jeder Stellung stehen; sie bewegen sich nur, wenn der Stift 5 in der einen oder andern Richturig auf die Zahn stange wirkt.
Damit nun trotz des Spiels des Stiftes 5 im Schlitz 9 die Zahnstange 6 mit dem Schreibstift und dem Zeiger beim Stillsetzen des Fahrzeuges stets mit Sicher heit in die Ausgangs- bezw. Nullstellung zu rückgeht, ist folgende Vorkehrung getroffen. In einer quer durchgehenden Nut 14 des Schlittens 4 ist bei 15 ein zweiarmiger, links übergewichtiger Hebel 16 gelagert, welcher einerends in den Bereich eines an der Front platte 1 festsitzenden Anschlages 17 und an- derends in den Bereich eines an der Zahn stange 6 nach rückwärts unter ihm durch gehenden Anschlagstift 18 mit Gleitrolle ragt. Nimmt die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ab, so senkt sich der Schlitten 4.
Dabei nimmt dieser die Zahnstange 6 durch ,den am untern Ende des Srhlitzes b anlie genden .Stift 5 mit. Trifft bei der Abwärts- bewegunb des Schlittens 4 ,der Hebel 16 auf .den Anschlag 17, so !dreht sich der Hebel 16 so, dass er mit seinem rechten Ende auf den Anschlagstift 18 trifft und die Zahn stange 6 gegenüber dem Schlitten soweit nach unten bewegt, dass der Stift 5 am obern Ende ,des Schlitzes 9 anstösst.
Dadurch wird die untere Endstellung der Zahnstange und damit u-c <B>,</B> Nullstellung des Schreibstiftes und a 'h die des Zeigers erreicht. Sofort mit dem Ingang- setzen des Fahrzeuges bezw. im Augenbliel;# .des Beginnes der Aufwärtsbewegung des Schlittens 4 wird die Zahnstange 6 vom Stift 5 mitgenommen.
Der Schreibstift und der Zeiger erleiden somit gegenüber -dem Schlitten 4 zu .Beginn der Aufwärtsbewe gung im Gegensatz zu -den bisher bekann ten zwangläufigen Geschwindigkeitsmessern nicht die geringste Verspätung, so dass auch selbst bei ganz langsam sich fortbewegendem Fahrzeug die Anzeige schon im Beginn der Bewegung richtig ist.