CH165894A - Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut. - Google Patents

Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut.

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CH165894A
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Inventor
Deutsche Gold-Und Sil Roessler
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Degussa
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  Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem     Scheidgut.       Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem       Scheidgut,    wobei das metallische     Scheidgut     eingeschmolzen, nach Überführung der un  edlen     Metalle    in ihre Oxyde und Auslaugen  mit Schwefelsäure die unedlen Metalle einer  seits     abgetrennt    und der die Edelmetalle ent  haltende Rückstand anderseits aufgearbeitet  wird, und welches dadurch     gekennzeichnet     ist,

   dass zur Erleichterung der Oxydation der  unedlen Metalle dein eingeschmolzenen     Scheid-          gut    schwefelhaltige Stoffe zugesetzt werden  und     das        Scheidgut    in feinverteilte Form über  geführt wird.  



  Ein derartiges     Scheidgut    enthält ausser  Edelmetallen, wie Silber, Gold und Platin  metallen noch unedle Metalle, wie Kupfer,  Nickel, Zink und dergleichen, und wird bei  spielsweise durch Einschmelzen vergoldeter  oder- versilberter Schmuckwaren von Rück  ständen aus der Goldschmiedearbeit -oder  dergleichen erhalten.    Es ist bekannt, zur Aufarbeitung von  metallischem     Scheidgut    das- eingeschmolzene  Material nach Überführung der unedlen Me  talle in ihre Oxyde einer     Laugung    mit Schwe  felsäure zu unterwerfen, um insbesondere das  darin enthaltene Kupfer abzutrennen.

   Bei der       Laugung    mit verdünnter Schwefelsäure geht  Kupfer praktisch vollkommen in Lösung  und diese Lösung enthält neben im wesent  lichen Kupfersulfat auch noch Zink- und  Nickelsulfat und dergleichen. Sie setzt sich  leicht ab und kann in an sich bekannter Weise  der     Entkupferung    unterworfen werden. Der       edelmetallreiche    Rückstand wird beispiels  weise zu Anoden vergossen und einer     Reich-          scheid        ung    unterworfen oder unter Zusatz ver  schlackender oder solvierender Zuschläge als       treibwürdiges        Scheidgut    zusammengeschmol  zen und in üblicher Weise weiterbehandelt.

    Sofern der     edelmetallreiehe        Rückstand    etwa  aus nur silberhaltigem Münzgut erhalten ist  und im wesentlichen aus Zementsilber besteht,      kann er auch unmittelbar feingebrannt oder  auch nach     Möbius    elektrolytisch geschieden  werden.  



  Es wurde nun gefunden, dass man den       Angriff    des Sauerstoffs bei der Oxydation der  unedlen Metalle wesentlich erleichtern und  diese Behandlung erheblich abkürzen kann  und weiterhin auch ein rasches Auslaugen  ermöglicht, wenn man dem     eingeschmolzenen          Scheidgut    schwefelhaltige Stoffe zusetzt und  das     Scheidgut    in feinverteilte Form überführt.  Der Zusatz der schwefelhaltigen Stoffe kann  vor oder während der     Oxydationsbehandlung     erfolgen. Setzt man freien Schwefel z.

   B. der       Seheidgutschmelze    zu, so erhält man beim  Granulieren der Schmelze oder beim     @Üher-          führen    derselben in Pulverform, z. B. mittelst  Pressluft, ein überaus poröses Produkt, das  sich besonders leicht oxydieren lässt und bei  der     spätern    Säurebehandlung rasch in Lösung  geht.

   Es genügen verhältnismässig geringe  Mengen, um das Gefüge des     Scheidgutes    in  dieser Weise aufzulockern, beispielsweise     ha-          ben        sich        Mengen        von        "0-10%        vorteilhaft,     solche von 5-70;o Schwefel als ausreichend  erwiesen, um eine Sprödigkeit hervorzurufen,  die bei der weitern Behandlung eine leichte  Aufteilung in feinpulverige und leicht angreif  bare Form zur Folge hat. An Stelle elemen  taren Schwefels können auch Schwefelver  bindungen, z. B.

   Sulfide geeigneter Metalle,  wie Schwefelkupfer, verwendet werden, wobei  die Schwefelverbindungen zweckmässig in  einer solchen     -Menge    zugesetzt werden, dass  der darin enthaltene Schwefel nicht mehr als       10%        des        Scheidgutes        beträgt.     



  Das auf diese Weise mit Schwefel     bezw.     Schwefelverbindungen versetzte und z. B. in  Pulver- oder     Granalienform    mittelst gasförmi  gen, flüssigen oder festen Oxydationsmitteln  oxydierte Material kann hierauf der     Laugung     und Weiterbehandlung, wie beschrieben, un  terworfen werden, wobei sich während der       Laugungabehandlung    ebenfalls durch Gas  bildung eine weitere Lockerung bis Spren  gung des     erfindungsgemäss    behandelten Ma  terials geltend machen und zu einer wesent-    lieben Abkürzung des     Laugungsverfahrens     beitragen kann.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Scheiden von edelmetall haltigem Scheidgut, wobei das metallische Scheidgut eingeschmolzen, nach Überführung der unedlen Metalle in ihre Oxyde und Aus laugen mit Schwefelsäure die unedlen Me talle einerseits abgetrennt und der die Edel metalle enthaltende Rückstand anderseits aufgearbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erleichterung der Oxydation der unedlen Metalle dem eingeschmolzenen Scheid gut schwefelhaltige Stoffe zugesetzt werden und das Scheidgut in feinverteilte Form über geführt wird. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatz schwefel haltiger Stoffe erst während der Oxyda tionsbehandlung erfolgt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass Schwefelverbindungen zugegeben werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass freier -Schwefel zuge geben wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während der Oxydationsbehandlung Schwe felverbindungen zugegeben werden. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die dem geschmolzenen Scheidgut zu- gegebene Schwefelmenge 10 % nicht über- steigt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter ansprüchen 1 und 3, dadurch gekennzeich net, dass die während der Oxydationsbe handlung dem geschmolzenen Scheidgut zugegebene Schwefelmenge 1,0% nicht übersteigt. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unter anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Schwefelverbindungen in einer solchen Menge zugesetzt werden, dass der darin enthaltene Schwefel nicht mehr als 100% des Scheidgutes beträgt. B. Verfahren nach Patentanspruch und Un teransprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass während der Oxydationsbe handlung Schwefelverbindungen in einer #olchen Menge zugesetzt werden, dass der darin enthaltene Schwefel nicht mehr als 10 0% des Scheidgutes beträgt.
CH165894D 1931-05-04 1932-04-28 Verfahren zum Scheiden von edelmetallhaltigem Scheidgut. CH165894A (de)

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