Schaltuhr mit Tagesscheibe. Die Erfindung bezieht sich auf eine Schalt uhr mit Tagesscheibe. Diese Tagesscheibe läuft, wie bekannt, in 24 Stunden einmal um. Auf dem Umfang der Tagesscheibe befinden sich Schaltreiter oder Schaltstifte, die irgendwelche Schaltvorgänge einleiten oder Schaltungen be wirken. Tagesscheiben haben immer einen begrenzten Durchmesser. Im Regelfall über steigt dieser 70 mm nicht. Die randnahe Zeit teilung einer solchen Tagesscheibe lässt sich, dieses begrenzten Durchmessers wegen, nicht genauer ausführen, als dass man im Höchst fall noch Viertelstunden abzulesen vermag.
Für viele Fälle ist die so erreichbare Ge nauigkeit der Unterteilung bezw. Ablesung nicht ausreichend. Deshalb hat man Schalt uhren noch ein besonderes Zifferblatt gegeben, das in der bei gewöhnlichen Uhren herkömm lichen Art in Stunden und Minuten unterteilt ist. Diesem besonderen Zifferblatt sind folglich auch ein Stunden- und weiterhin ein Minuten zeiger zugeordnet. Die so erreichbare Genauig- "keit der Ablesung ist nun grösser als erfor- derUah und der Aufbau einer mit einem der- artigen besonderen Zifferblatt und mit einem Minuten- und Stundenzeiger ausgerüsteten Schaltuhr ist sehr verwickelt.
Man muss näm lich auch eine besondere und in jedem Fall unerwünschte Übersetzung für die Triebmittel der beiden über dem besonderen Zifferblatt spielenden Zeiger vorsehen. Als besonderer Nachteil tritt neben der durch den verwickel ten Aufbau bedingten erheblichen Verteuerung noch eine störende Unübersichtlichkeit der gesamten Schaltuhr auf.
Die Schaltuhr nach der Erfindung kenn zeichnet sich durch ein zusätzliches Zifferblatt mit einer der. Schaltgenauigkeit entsprechen den Teilung und einen dieser zugeordneten und der Tagesscheibe aufsitzenden Zeiger. Die Teilung des Zusatzzifferblattes entspricht im Regelfall der Schaltgenauigkeit, bei der man noch Zeitintervalle von fünf Minuten ab lesen kann. Bei einer Ausführungsform sind das Zusatzzifferblatt und der Tagesscheiben zeiger leicht auswechselbar. Eine solche leichte Auswechselbarkeit ist bei Schaltuhren mit besonderem, nach Art der Zifferblätter ge- wöhnlicher Uhren gestaltetem Zifferblatt und zwei diesem zugeordneten Zeigern nicht er reichbar, ganz gleich, ob die Tagesscheibe oder das besondere Zifferblatt gleichachsig sind oder nicht.
Bei dem Gegenstand der Erfindung kann der Tagesscheibenzeiger als Handgriff gestal tet sein. Es genügt für diesen Zweck, bei spielsweise seinen Mittelteil knebelartig aus zubilden. Ein derartiger, als Handgriff die nender Tagesscheibenzeiger erleichtert die Einstellung der Schaltuhr bezw. ihrer Tages scheibe, also das Festlegen der Zeitpunkte, an denen Schaltungen erfolgen sollen, ausser ordentlich. Auch ist diese Einstellung weit genauer durchzuführen als bei bisher bekannt gewordenen Schaltuhren.
Es ist zweckmässig, dem Tagesscheiben zeiger zwei auf einer Geraden durch seinen Mittelpunkt liegende Zeigerspitzen zu geben, die man zudem noch unterschiedlich gestalten oder färben kann. Ein derartiger Tagesschei ben- zeiger erleichtert die Ablesung beträchtlich und ist überdies leicht herzustellen und jeder zeit bequem an der Tagesscheibe zu befesti gen. Da auch das Zusatzzifferblatt in ein fachster Weise befestigt werden kann, lässt sich jederzeit eine herkömmliche Schaltuhr in eine erfindungsgemässe Uhr umwandeln. Selbst verständlich ist auch die jederzeitige Rück verwandlung in eine herkömmliche Schaltuhr möglich.
Das Zusatzzifferblatt kann mit einer Dop pelbezifferung versehen sein und es kann bei spielsweise auch zwei Teilungen besitzen. Zweckmässig ist die Anordnung solcher Tei lungen in Form von Halbkreisskalen. Diese Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung veranschaulicht; die bei jeder Schaltuhr wiederkehrenden Teile, die. also nicht die Besonderheiten der .Erfindung aus machen, sind der Einfachheit halber fortge lassen worden.
Die Tagesscheibe a dreht sich in der Rich tung des Pfeils b. An der Tagesscheibe a ist der -Zeiger c befestigt, dessen Mittelteil d knebelartig gestaltet ist, so dass der Zeiger c als Handgriff für das Einstellen der Schalt- uhr bezw. ihrer Tagesscheibe a dienen kann. Die Befestigung des Zeigers e auf die Tages scheibe a geschieht in einfacher Weise durch Schrauben e, die den knebelartig gestalteten Mittelteil d des Zeigers c durchsetzen. Die Spitzen f und g des Zeigers c sind unter schiedlich gefärbt.
Sie spielen über dem Zu satzzifferblatt<I>h,</I> das durch Schrauben<I>i</I> und k an entsprechenden Platinenbolzen befestigt ist. Im veranschaulichten Beispiel weist das Zusatzzifferblatt h eine Halbkreisteilung und eine Doppelbezifferung auf. Um 6 Uhr und um 18 Uhr zeigen beide Zeigerspitzen f und g an. Die Bezifferungen kann man durch unter schiedliche Färbung hervorheben, so dass, um Verwechslungen, die allerdings nicht zu be fürchten sind, auf jeden Fall vorzubeugen, jeder Zeigerspitze eine besondere Bezifferung zugeordnet ist.