CH165970A - Hochspannungs- und strahlensicherer Behälter für Röntgenröhren. - Google Patents

Hochspannungs- und strahlensicherer Behälter für Röntgenröhren.

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CH165970A
CH165970A CH165970DA CH165970A CH 165970 A CH165970 A CH 165970A CH 165970D A CH165970D A CH 165970DA CH 165970 A CH165970 A CH 165970A
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Gesells Siemens-Reiniger-Veifa
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Siemens Reiniger Veifa
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      Hochspannungs-    und strahlensicherer Behälter für Röntgenröhren.    Es sind     hochspannungs-    und strahlen  sichere Behälter für Röntgenröhren bekannt,  deren Wandung aus Isolierstoff besteht und  auf der Aussenseite mit einem geerdeten Me  tallbelag versehen     ist.    Dabei wird die Hoch  spannung der Röntgenröhre über hochspan  nungssichere Kabel zugeführt, die in den Röh  renbehälter eingeführt sind.

   Bei diesen be  kannten Röhrenbehältern befinden sich zwi  schen den Hochspannung führenden Metall  teilen und dem geerdeten Metallbelag , des  Röhrenbehälters Luftschichten, und es hat  sich beim Betrieb derartiger Einrichtungen  mit Wechselspannung gezeigt,     dass    gerade  diese Luftschichten elektrisch besonders stark  beansprucht werden, da sich, wie     bekannt,     bei Wechselspannung das Potential im Ver  hältnis der     dielektrischen    Widerstände teilt.  Bei Überbeanspruchung der Luftschichten       lauen    sich Ozon und     nitrose    Gase. Das Ozon       greift    beispielsweise die Gummiisolierung  des     Hochspannungskabels    an.

   Die salpetrige    Säure oxydiert die Metallteile und verursacht  an den Kontaktstellen einen hohen Über  gangswiderstand.  



  Um diesem Übelstand abzuhelfen,- wer  den gemäss der Erfindung die Hohlräume zwi  schen den Hochspannung führenden und den  geerdeten Metallteilen mit einem     Dielektri-          kum    ausgefüllt, das eine höhere     Dielektri-          zitätskonstante    hat als Luft. Die Hohlräume  zwischen den Kabeln und der     Isolierwandung     füllt man deshalb zweckmässig mit     Verguss-          masse    aus.  



  Ein Ausfüllen der Hohlräume zwischen       den    elektrischen     Anschlussstellen    der Röhre  und der Isolierwandung des Behälters ist  jedoch durch Ausgiessen mit Isoliermasse  nicht ohne weiteres möglich, denn die  Röntgenröhre     muss    ja auswechselbar im Be  hälter befestigt sein.

   Man hilft sich hier  zweckmässig derart, dass man über je einer  Kappe der Röhre und den zu dieser ge  hörigen     Kabelanschlussstellen    eine metallene      (oder metallische, etwa aus einem     Kupfer-          Kohlegemisch    bestehende) Schutzhülle an  ordnet, die, bis auf eine Öffnung für den  Röhrenhals, die Kappe und die Anschluss  stellen vollständig umschliesst und in elek  trisch leitender Verbindung     mit    der an der  betreffenden Röhrenseite herausgeführten       Elektrode    steht.

   Diese Schutzhüllen (die das  gleiche     Potential    wie die     Röhrenanschluss-          stellen    aufweisen) können beispielsweise an  der Innenseite der vorstehend genannten     Iso-          lierwandung    dicht anliegen, wodurch eine  Luftschicht     zwischen        deri    Hochspannung  führenden und den geerdeten Metallteilen       vermieden    ist.

   Da an den Kanten der metal  lenen     (bezw.    metallischen) Schutzhüllen be  kanntlich Sprüherscheinungen     -auftreten,    die  den Isolierkörper besonders stark beanspru  chen, ordnet man die Kanten der Metall  hüllen zweckmässig in Hohlkehlen an, die zu  diesem Zweck an der     Isolierwandung    vor  gesehen sind.

   Da das Anbringen solcher       Hohlkehlen    an der Innenseite der     Isolier-          wandung    in manchen Fällen nicht durch  führbar ist,     kann    es zweckmässig sein, zwi  schen der metallenen     (bezw.    metallischen)  Hülle und der Isolierwandung des Behälters  einen besonderen Behälter aus Isolierstoff  anzuordnen, der die metallene     (bezw.    metal  lische) Hülle eng umschliesst und seinerseits  über den Rand der metallenen     (bezw.    metal  lischen) Hülle in Form eines     Wulstes    ragt.

    Es ist zweckmässig, diese besonderen Behäl  ter aus einem für die Röntgenstrahlen un  durchlässigen Stoff, beispielsweise aus Blei  glas, herzustellen. Andernfalls ist auf eine  andere Weise für die Strahlensicherheit des  ganzen Behälters zu sorgen. Den Raum zwi  schen diesen besonderen Behältern und der  früher genannten     Isolierwandung,        sowie    zwi  schen dieser und den Kabeln     füllt    man eben  falls mit     Isoliermaterial,        zweckmässig    mit       Vergussmasse,    aus.

   Ein Eindringen der V er  gussmasse in den -die Röntgenröhre von ihrem  Hals ab aufnehmenden Raum kann beispiels  weise dadurch vermieden werden,     .dass    Dich  tungen     Verwendung    finden, die nach Art  einer Stopfbüchse ausgeführt sind oder, im    einfachsten Falle, aus Jute oder Baumwolle  bestehen. Auch kann -man zur     Abdichtung     eine Schicht     verwenden,    die aus einem Stoff  besteht, der nach dem Vergiessen verhältnis  mässig hart- wird. Zwecks Verbindung der  metallenen (metallischen) Hüllen mit den       Röntgenröhrenkappen    sieht man zweckmässig  an letzteren entsprechende Kontaktfedern  vor.  



  Um die Röntgenröhre aus ihrem Behäl  ter herausnehmen zu können, kann man die       Anschlussleitungen    ausziehbar ausbilden, was  beispielsweise dadurch erfolgen kann, dass  man sie spinal- oder     wendelförmig    aufwickelt.  Zwecks guten Kontaktes     zwischen    Kabel und  Röntgenröhre ist es zweckmässig, die An  schlussleitungen mit Schraub- oder     Löt-          ansätzen    zu versehen, um sie an die Elek  troden der Röntgenröhre anschrauben     bezw.     anlöten zu können.  



  In der Abbildung ist ein Ausführungs  beispiel des neuen     Röntgenröhrenbehälters     im     Längsschnitt    dargestellt, und zwar ist  nur die     kathodenseitige        Hälfte    des symme  trisch ausgebildeten     Röhrenbehälters    zur  Darstellung gebracht.  



  Die dargestellte Hälfte der Isolierwan  dung des Behälters wird von dem mit ge  ringem Abstand über die (nur teilweise dar  gestellte) Röntgenröhre 3 geschobenen und  an der Aussenseite mit einem geerdeten Me  tallbelag versehenen Teil 1 und der Ein  führungStülle 2, die zur Aufnahme des Hoch  spannungskabels 4 dient, gebildet. Die metal  lene Kappe 5 der Röntgenröhre     .3    ist von  dem Metallkörper 6 umgeben, .der mit der  Kappe 5 durch zwei Federn 7 und 8 elek  trisch leitend verbunden ist. Der Metall  körper 6 ist eng umschlossen von dem Hilfs  körper 9 aus Isolierstoff, der an den Kanten  des Metallkörpers     diesen    in Form einer Hohl  kehle 10, 11 umgibt.

   Durch die Öffnungen  12 in dem Metallkörper 6 und in dem     Isolier-          körper    9 sind die Kabelleiter 13 hindurch  geführt, die der Röntgenröhre 3 sowohl den  Arbeitsstrom, als auch den Heizstrom für die  Glühkathode zuführen.     Zwischen    dem     Iso-          lierkörper    9 und dem     Isolierwandungsteil    1      ist die Dichtung 1.4 angeordnet. Der Raum  zwischen dem Isolierkörper 9 und dem     Iso-          lierwandungsteil    1, beziehungsweise zwischen  dem     Isolierwandungsteil    2 und dem Kabel     l     ist mit Isoliermasse 15 ausgefüllt.

   Der An  schluss der Röntgenröhre erfolgt     mittelst    der  Buchsen 1,6 und 17, die an die Röntgenröhre  angeschraubt oder angelötet und mit den Lei  tern 13 des Kabels 4 durch spiralförmig auf  gewickelte Verbindungsleitungen 18 verbun  den sein können. Eine der beiden Buchsen  ist mit, der     Metallplatte    5 leitend verbunden.  



  In manchen Fällen kann es vorteilhaft  sein, die Schutzhülle 6 unmittelbar an der       Isolierwandung    1, 2 anliegen zu lassen und  an dieser eine Hohlkehle anzubringen, in der  die Kante der Schutzhülle liegt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Hochspannungs- und strahlensicherer Be hälter für Röntgenröhren, der eine aus Iso lierstoff bestehende Wandung besitzt, deren Aussenseite mit einem geerdeten Metallbelag versehen ist, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Hohlräume zwischen den Hochspannung führenden Metallteilen und dem geerdeten Metallbelag mit einem Dielektrikum aus gefüllt sind, das eine höhere DieleklTizitäts- konstante als Luft hat. U N TERANSPRVCHE I. Behälter nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlräume zwi schen den Kabeln und der Isolierwan dung des Behälters mit Vergussmasse ausgefüllt sind. z.
    Behälter nach Unteranspruch 1, gekenn zeichnet durch metallene oder metallische Schutzhüllen, die jeweils eine Kappe der Röntgenröhre und die dieser zugeord neten Kabelanschlussstellen bis auf eine C)ffnung für den Röhrenhals umschliessen und die bestimmt sind, im Betrieb in elektrisch leitender Verbindung mit den an den betreffenden Röhrenseiten heraus geführten Elektroden zu .stehen. 3. Behälter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhüllen an der Innenseite der im Patentanspruch genannten Isolierwandung anliegen, wo bei die Kanten der Schutzhüllen in Hohlkehlen der Isolierwandung liegen. 4.
    Behälter nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzhüllen von einem Behälter aus für Röntgenstrahlen undurchlässigem Isolierstoff eng um schlossen sind. 5. Behälter nach Unteranspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der die Schutzhüllen eng umschliessende Behälter über den Rand der Schutzhüllen in Form eines Wulstes ragt. 6. Behälter nach Unteranspruch 5, ,dadurch gekennzeichnet, dass der Raum zwischen dem die Schutzhüllen umschliessenden Behälter und der im nitentanspruch ge nannten Isolierwandung, sowie der Raum zwischen letzterer und den Kabeln mit. Isolierstoff ausgegossen ist. 7.
    Behälter nach U nteranspruch_ 6, dadurch gekennzeichnet, dass er ausziehbare Lei tungen zur Verbindung der Elektroden der Röntgenröhre mit den Kabeln auf weist. B. Behälter nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussleitun- gen Lötansätze aufweisen, um die An schlussleitungen mit den Elektroden der Röntgenröhre verlöten zu können. 9.
    Behälter nach Unteranspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussleitun- gen Schraubansätze aufweisen, um die Anschlussleitungen mit den Elektroden der Röntgenröhre verschrauben zu kön nen.
CH165970D 1931-06-20 1932-06-19 Hochspannungs- und strahlensicherer Behälter für Röntgenröhren. CH165970A (de)

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