Vorrichtung zur Mehrfachfernübertragung von Messgrössen, Zeigerstellungen, Kommandos und dergleichen. Gegenstand der Erfindung ist eine Vor richtung zur Mehrfachfernübertragung von Messgrössen, Zeigerstellungen. Kommandos und dergleichen, bei welcher also mehrere Zeichen, zum Beispiel über eine gemeinsame Leitung oder mit Hilfe eines gemeinsamen Hochfrequenzsenders, gleichzeitig übertragen werden.
Gemäss der Erfindung werden am Sende- und Empfangsort mit Hilfe synchroner Wechselspannungen zeitlich zwangläufig zu sammenfallende Impulse erzeugt und ohne Zuhilfenahme rotierender Verteiler die am Sendeort erzeugten Impulse, im folgenden Hauptimpulse genannt, über von den einzel- nen;
Fernmessgeräten gesteuerte Stromkreise deä Empfängern, die am Empfangsort er- zengten Impulse, im folgenden Hilfsimpulse genannt, dagegen nur dem zugehörigen Emp fangsgerät zugeleitet. Dadurch wird ermög licht, die Hilfsimpulse zur Auswahl des Empfangsgerätes, die Hauptimpulse da gegen zur Übertragung der Meldung zu be nutzen und das Empfangsgerät derart aus zubilden, dass es nur beim Zusammentreffen einander zugehöriger Haupt- und Hilfs impulse anspricht.
Die Hauptimpulse kön nen zum Beispiel gruppenweise zusammen gefasst werden, so dass sie gewissermassen einen Impulszug bilden, der beispielsweise für die Zwecke der Fernmessung mit Hilfe eines Impulsverfahrens als ein einziger Ge samtimpuls aufgefasst werden kann. Dabei kann die Länge des Gesamtimpulses oder der zeitliche Abstand der Impulse für die fern zumessende Grösse charakteristisch sein. Zur Steuerung der Hauptimpulse kann man sich eines Kontaktgebers bedienen, der von einem Messgerät gesteuert wird.
Man kann bei spielsweise zu diesem Zwecke einen kollek- torartig ausgebildeten Kontaktgeber verwen den, der beispielsweise von einem Zähler an- getrieben wird, dessen Umlaufsgeschwindig- keit von der zu übertragenden Messgrösse ab hängt. Da die Haupt- und Hilfsimpulse den Empfänger gleichzeitig treffen müssen, so empfiehlt es sich, diese Impulse von einem gemeinsamen Taktgeber abzuleiten. In den meisten Fällen wird es möglich sein, als Taktgeber eine zur Energieübertragung die nende Fernleitung zu benutzen.
Wenn je doch die Gefahr besteht, dass diese Fernlei tung gestört wird, empfiehlt es sich, beson dere Leitungen zu verwenden, oder den Takt für die Hilfsimpulse durch Hochfrequenz wellen, gegebenenfalls unter Benutzung vor handener Leitungen, zu übertragen.
In den folgenden Ausführungsbeispielen der Erfindung sind die Fernmesssender durch einen zur Hälfte schraffierten greis darge stellt. Es soll dadurch zum Ausdruck ge bracht werden, dass die Erfindung nicht auf ein besonderes Sendegerät beschränkt sein soll. Einen Empfänger, der nur beim Zu sammentreffen zweier Impulse, nämlich des Haupt- und Hilfsimpulses, anspricht, kann man beispielsweise erhalten, wenn man die dem Empfänger zugeleiteten Hilfsimpulse durch die Erregerwicklung eines Relais schickt, dessen Kontaktstromkreis gegebenen falls unter Zwischensehaltung eines beson deren Hilfsrelais von den Hauptimpulsen ge speist wird.
Bei einer derartigen Schalt anordnung kann der Empfänger nur anspre chen, wenn einerseits die Wicklung des Re lais von den Hilfsimpulsen erregt und wenn anderseits der Kontaktstromkreis von den llauptimpulsen gespeist wird. Damit nur die einander zugeordneten Hilfs- und Hauptimpulse zusammenarbeiten können. muss man dafür sorgen, da,ss die ein zelnen Hauptimpulse, sowie die Hilfs impulse voneinander zeitlich scharf getrennt sind. Dies kann man mit Hilfe von die Stromkurve verzerrenden Mitteln, zum Bei spiel gesättigten Drosselspulen, Gleichrich tern und dergleichen erreichen.
Man kann diese Mittel auch gleichzeitig zur Verteilung der Hilfs- und Hauptimpulse auf die einan der zugeordneten Empfänger benutzen. Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Abbildungen dargestellt.
Abb. 1 zeigt eine Schaltanordnung, die zur Übertragung von zwei voneinander un abhängigen Messwerten, Zeigerstellungen, Kommandos und dergleichen benutzt wer den kann. Die Impulse werden bei der in dieser Abbildung dargestellten Einrichtung einem vorhandenen Energieverteilungsnetz entnommen. Die Drehstromleitung 1 möge einen Teil dieses Energieverteilungsnetzes darstellen. Zur Erzeugung der Hilfs- und Hauptimpulse wird jedoch nur die eine Phase ausgenutzt. Die Energie zur Erzeu gung der Hauptimpulse wird der Fernlei tung 1 durch den Transformator 141 ent nommen, während der Transformator 14 zur Entnahme der Energie für die Hilfsimpulse dient.
Um aus den der Fernleitung 1 ent <U>nommenen</U> Wechselströmen zwei voneinander getrennte Gruppen von Hilfs= und Haupt impulsen zu erhalten, von welchen die eine Gruppe zur Übertragung des einen, die an dere Gruppe zur Übertragung des andern Messwertes dient, werden mit Hilfe von Gleichrichtern 4 und 5 sowohl an der Sende stelle 2, als auch an der Empfangsstelle 3 die positiven und negativen Halbwellen der der Leitung 1 entnommenen Wechselströme voneinander getrennt und den Wicklungen 6 und 7 an Sende- und Empfangsstelle zuge führt. Es sei angenommen, dass die Wick lungen 6 nur von den positiven, die Wick lungen 7 nur von den negativen Ha.lbwelleii durchflossen werden können.
Die Wicklun gen 6 und 7 am Sendeort 2 wirken auf die Zunge eines polarisierten Relais R, dessen Anker in der einen Endlage einen Pol der Batterie 9 über den Fernmessgeber 10 und in der andern Endlage über den Fernmess- geber 11 mit der Erde verbindet. Unter dein Einfluss der durch die Wicklungen 6 und 7 fliessenden Ströme wird abwechselnd die eine oder die andere Verbindung hergestellt. Der andere Pol der Batterie 9 führt über die Leitung 12 zum Empfangsort 3. In die Lei tung 12 ist am Empfangsort die Wicklung des Relais 13 eingeschaltet.
Die ]Kontakte dieses Relais sind zwischen den Nullpunkt des Transformators 1.1 und den Verbindungs punkt der Spulen 6 und 7 eingeschaltet. Die Spulen 6 und 7 wirken auf die Kontakte 1 5 und 16, die in dem Stromkreis der den Sendegräten 10 und 11 zugeordneten Emp fangsgeräte 17 und 18 liegen.
Die Einrichtung wirkt in folgender Weise: Es sei für die Erklärung der Wirkungs weise zunächst angenommen, dass der Kon takt des Relais 13 geschlossen sei. Unter dieser Voraussetzung würden die Spulen 6 und 7 am Empfangsort 3 abwechselnd erregt, und zwar im gleichen Rhythmus wie die Spulen 6 und 7 am Sendeort. Solange der Kontakt des Relais 13 geöffnet ist, kann keine der Spulen 6 und 7 am Empfangsort erregt werden.
Es sei ferner angenommen, dass beim Fernmesssender 11 ein nicht dargestellter, im Stromkreis der Batterie 9 liegender Kontakt geschlossen wird. Dann wird während jeder positiven Halbwelle der Stromkreis der Bat terie 9 einmal geschlossen, dann während jeder positiven Halbwelle wird die Spule 6 erregt, so dass das Relais 8 den untern Kon takt schliesst. Solange der im Stromkreis der Batterie 9 liegende Kontakt des Senders 11 geschlossen ist, wird also während jeder positiven Halbwelle auch der Kontakt des Relais 13 am Empfangsort geschlossen wer den. Da während der positiven Halbwelle nur durch die Wicklung 6 am Empfangsort Strom fliessen kann, so wird durch das pe riodische Schliessen des Kontaktes des Relais 13 nur dieser Wicklung Strom zugeführt.
Sie wird deshalb ihren Anker anziehen und das Empfangsgerät 17 erregen. Wenn man annimmt, dass der im Stromkreis der Batte rie 9 liegende Kontakt des Fernmesssenders 10 geöffnet ist, so wird während der nega tiven Halbwelle der Stromkreis der Batterie 9 nicht geschlossen, trotzdem der obere Kon takt des Relais 8 sich während der negati ven Halbwelle unter dem Einfluss der @ÄTick- lung 7 schliesst. Da während der negativen Halbwelle deshalb auch der Kontakt des Relais 13 geöffnet bleibt, so wird die Wick lung 7 nicht erregt.
Wird dagegen auch beim Fernmesssender 10 der im Stromkreis der Batterie 9 liegende Kontakt geschlossen, so fliesst im Stromkreis der Batterie 9 auch während der negativen Halbwellen Strom, so dass der Kontakt des Relais 13 auch wäh rend der negativen. Halbwellen geschlossen wird. Dann erhält während der negativer Halbwellen auch die Spule 7 Strom und schliesst den Kontakt 16 und erregt damit das Empfangsgerät 18.
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, dass die Empfangsgeräte 17 und 18 nur anspre chen können, wenn die Hilfsimpulse der Empfangsstation. zum Beispiel die positive Halbwelle des der Leitung 1 entnommenen Wechselstromes, mit dem zugehörigen Haupt impuls, der von der positiven Halbwelle an der Sendestation abgeleitet ist, zusammen treffen. Die Aussendung der Hauptimpulse an der Sendestation wird dabei durch die Fernmesssender 10 und 11 gesteuert. An Stelle der Fernmesssender 10 und 11 können natürlich auch andere Geräte dienen, mit deren Hilfe ein Signal oder dergleichen über tragen wird.
Die Empfangsgeräte 17 und 18 können in bekannter Weise so ausgebildet sein, dass sie die ankommenden Fernmess- impulse in der richtigen Weise auswerten, das heisst die Messgrösse oder Zeigerstellung erkennbar machen. Die Empfangsrelais kön nen so ausgebildet sein, dass sie in den kur zen Zeiten, die zwischen den Einzelimpulsen (positiven bezw. negativen Halbwellen) lie gen, nicht abfallen. Dadurch wird erreicht, dass die Kontakte ebenso lange geschlossen sind wie die im Stromkreis der Batterie 9 liegenden Kontakte der Fernmesssende, 10 bezw. 11.
In Abb. 2 ist eine ähnliche Anordnung zur Übertragung dreier Messwerte darge stellt. Es werden hierbei alle drei Phasen des die Leitung 1 durchfliessenden Drehstro mes benutzt. Die Impulse werden mit Hilfe der Gleichrichter 20, 21, 22 auf die Wick lungen 23, ?4. 25 verteilt, die in der glei- chen Weise wirken wie die Wicklungen 6 und 7 der Einrichtung nach Abb. 1.
Die Wicklungen 23, 24, 25 werden nach einander von Stromstössen durchflossen, so dass auch die Kontakte 26, 27, 28 sich in dieser Reihenfolge schliessen. Wird nun ein im Stromkreis der Batterie 9 liegender, nicht dargestellter Kontakt der Sender 29, 30, 31, zum Beispiel der des Senders 31, geschlos sen, so zieht die Relaisspule 13 in dem Zeit punkt an, in welchem ein Strom vom Null punkt des Transformators 33 über die Spule 25 und den Gleichrichter 22 fliessen kann, weil die Verteilung der Hilfsimpulse an der Sende- und Empfangsstation synchron ge schieht. Es wird dann der Stromkreis der Empfangsvorrichtung 311 geschlossen.
Im übrigen wirkt die Anordnung in der gleichen Weise wie die nach Abb. 1.
Bei der Übermittlung dreier Messgrössen oder Zeigerstellungen mit Hilfe von Dreh strom wird durch die Verwendung von Gleichrichtern zur Verteilung der Impulse auf die einander zugehörigen Steuer- und Empfangsgeräte der Vorteil erzielt, dass durch die bei Gleichrichtern im allgemeinen auftretende Stromverzerrung die Überdek- kung der einzelnen Wechselströme unschäd lich gemacht wird. Die Stromspitzen liegen dann genügend weit auseinandergerückt.
Will man mehr als drei Impulse übertra gen, so bedient man sich zweckmässig einer Schaltung, bei der aus den Strömen der für den Empfänger und Sender gemeinsamen Wechselstromquelle (Taktgeber) eine Viel zahl von Impulsen hergestellt wird.
Zu die sem Zwecke kann man sich der an sich b(:- kannten Frequenz-Vervielfachungsschaltun- gen bedienen; die für den vorliegenden Zweck so abgeändert werden, dass sich die einzelnen Impulse selbsttätig, also ohne Zu hilfenahme eines rotierenden Verteilers, auf die einander zugeordneten Steuergeräte und Empfangsgeräte verteilen.
In Abb. 3 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dieser Art dargestellt, bei welchem einphasiger Wechselstrom zur Er zeugung von vier Impulsen benutzt wird. Man kann die Schaltung auch erweitern, wenn man die einzelnen Impulse nochmals in bekannter Weise vervielfacht. Die Fern leitung 1 speist an der Sende- und Emp fangsstation die Transformatoren 34, in deren Sekundärstromkreis die Gleichrichter 35, 36 und die Primärwicklungen der Trans formatoren 37, 38 eingeschaltet sind.
In Abb. 4 ist der Verlauf der Ströme, die durch die Primärwicklung der Transfor- niatoren 37, 38 fliessen, dargestellt, und zwar zeigt die Kurve 39 die Spannung an der Sekundärseite des Transformators 34. Die gestrichelte Kurve 40 zeigt den Stromver lauf durch die Primärwicklung der Trans formatoren<B>37,</B> 38. Die Abweichung der Kurve 40 von der Kurve 39 ist auf den Einfluss der Gleichrichter 35, 36 zurückzu führen. Es sei angenommen, dass die Gleich richter 35, 36 so geschaltet sind, da.ss der durch die linke Hälfte der Kurve 40 darge stellte Strom dem Transformator 38, da gegen der durch die rechte Hälfte der Kurve dargestellte Strom dem Transformator 37 zugeführt wird.
Durch die Gleichrichter 35, 36 wird also der ursprüngliche Wechsel strom in zwei Impulse zerlegt, von welchen der eine dem Transformator 37 und der an dere dem Transformator 38 zugeführt wird. Da die Spannung an der Sekundärseite der Transformatoren 37, 38 der Feldänderung im Eisenkern dieser Transformatoren, also deni d (P proportional ist, so ist die Span- at nung an den Sekundärwicklungen ein Maxi mum, wenn der Strom in der Primärwick lung sich am stärksten ändert.
In Abb. 4 ist mit 41 die entstehende Spannungskurve bezeichnet. Da bei der Be trachtung angenommen wurde, dass die linke Hälfte der Kurve 40 dem Transformator 38 und die rechte Hälfte dem Transformator 3 7 zugeordnet ist, so entstehen die Spannungs spitzen 42 und 43, die aus der linken Hälfte der Stromkurve 40 entwickelt wurden, am Transformator 38, die Spannungsspitzen 44. 45 dagegen am Transformator 37.
Mit Hilfe der Gleichrichter 46, 47 bezw. 48, 49 wer- den die Spannungsspitzen 42, 43, 44, 45 auf die Spulen 50, 51, 52, 53 so verteilt, dass nacheinander die Spulen in der Reihenfolge 53, 52, 51, 5Ü von Stromstössen durchflossen werden. In der gleichen Reihenfolge werden auch die den Spulen zugeordneten Kontakte 54, 55, 56, 57 geschlossen, die im Stromkreis der Fernleitung 1.2 unter Zwischenschaltung der Steuergeräte 58, 59, 60, 61, sowie der Batterie 9 liegen. Am Empfangsort führt die Leitung 12 über die Kontakte der Relais 54 bis 56.
Schliesst beispielsweise das Steuer gerät 61 seine Kontakte, so kann ein Strom von der Batterie 9 über die Leitung 12, die \Vicklung des Relais 65, den Kontakt 5 7 des Empfängers, die Erde und den Kontakt 57 des Senders fliessen, da nur diese beiden Kontakte gleichzeitig geschlossen sind. Im übrigen arbeitet die Einrichtung in der glei chen Weise wie diejenigen nach Abb. 1 und 2.
Will man in der gleichen Weise mehr als vier Messwerte übertragen, so müssen die Relais ausserordentlich rasch arbeiten. wenn man Wechselströme von 50 Perioden zur Er zeugung der Impulse verwendet. Es kann sich deshalb empfehlen, den vom Taktgeber gelieferten Wechselstrom erst in einen Wech selstrom geringerer Periodenzahl, zum Bei spiel 10 Per.-Sek., mit Hilfe bekannter Mit tel, zum Beispiel synchron umlaufender Um former, umzuformen und dann mit dem so erhaltenen Wechselstrom in der beschrie benen Weise zu verfahren.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass man wenigstens an Stelle der Relais, die sehr rasch lind sicher arbeiten müssen, Glüh- kathodenröhren verwendet.
Ein Ausführungsbeispiel dieser Art ist in Abb. 5 dargestellt. Soweit dieses Beispiel mit dem nach Abb. 3 übereinstimmt, sind die gleichen Zahlen verwendet worden.
Die mit Hilfe der Gleichrichter 35, 36 und der Transformatoren 37, 38 gewonnenen Spannungsstösse werden mit Hilfe der Gleich richter 46 bis 49 auf die Transformatoren 66, 67, 68, 69 verteilt, deren Sekundärwick lungen so geschaltet sind, da.ss die auf sie einwirkenden Spannungsstösse die gleiche Richtung besitzen. In Reihe mit den Gleich richtern 46 bis 49 sind die Steuergeräte 58 bis 61 geschaltet. Diese Schaltung kann a ue h bei dem Ausführungsbeispiel nach Abb. 3 verwendet werden.
Wird ein Kon takt der Steuergeräte 58 bis 61 geschlossen, so tritt an den Punkten 70 und 71 ein Span nungsstoss auf. Dieser Spannungsstoss kann unmittelbar mit Hilfe der gestrichelt ge zeichneten Leitung 12 auf den Empfänger übertragen werden. Am Empfänger sind an Stelle der Gleichrichter 46 bis 49 die Glüh- kathodenröhren 72, 73, 74, 75 eingeschaltet, in deren Anodenstromkreis die Wicklungen der Relais 76, 77, 78, 79 liegen, die unmit telbar auf die Kontakte der Empfangsgeräte 62, 63, 64, 65 einwirken.
Eine einfache Überlegung zeigt, dass durch die Gleichrich- terröhren 72 bis 75 in der gleichen Weise Impulse auf die Empfänger 62 bis 65 ver teilt werden wie Spannungsstösse auf die Transformatoren 66 bis 69 des Sendegeräts. Durch geeignete Wahl der Gittervorspan- nung der Verstärkerröhren 72 bis 75 mit Hilfe der Batterie 80 kann man erreichen, dass nur dann Anodenstrom fliesst, wenn auf das Gitter der Röhre der vom Sender aus gehende Impuls einwirkt und gleichzeitig die Anodenspannung in der richtigen Weise vorhanden ist.
Werden beispielsweise die Kontakte des Steuergerätes 61 geschlossen, so wird ein Spannungsstoss vom Transforma tor 69 auf die Gitter der Verstärkerröhren <B>7-)</B> bis 75 übertragen. Gleichzeitig liegt nur an der Verstärkerröhre 75 eine positive Ano denspannung, so dass also nur das Relais 7 9 ansprechen und den Empfänger 65 erregen kann. Anstatt die Impulse unmittelbar durch Leitungen zu übertragen, kann man auch auf drahtlosem Wege die Steuerung des Empfängers vornehmen.
Zu diesem Zweck kann man die in Abb. 5 dargestellte Schaltung verwenden. 81 ist' ein Hochfre- quenzsender, der zur Fremdsteuerung des Hochfrequenzsenders 82 dient. Das Gitter potential der Senderöhre 83 wird so gewählt, dass im normalen Zustand keine Schwingun- gen von der Antenne 84 ausgestrahlt werden. Erst wenn durch den auf einen der Trans formatoren 66 bis 69 treffenden Spannungs stoss das Gitterpotential genügend erhöht ist, werden Hochfrequenzsehwingungen ausge strahlt.
Diese treffen die Antenne 85 des Empfängers und übertragen durch die Spu len 86, 87 die Hochfrequenz auf die Gitter der Verstärkerröhren 72 bis 75. Die positive Halbwelle der Hochfrequenz verursacht in der Röhre, an der positive Anodenspannung herrscht, einen Anodenstrom, der das zuge hörige Empfangsgerät zum Ansprechen bringt. Grundsätzlich stimmt die Wirkungs weise mit der unmittelbaren Beeinflussung der Gitter durch die Leitung 12 überein.
Man kann die Gitter der Röhren 72 bis 7 5 natürlich auch von einem besonderen Empfangsgerät steuern, welches ein beson deres Gleichrichterrohr enthält und in wel chem die zugeführte Energie in ausreichen der Weise verstärkt wird.
Bei den beschriebenen Ausführungsbei spielen der Erfindung wurden die Messgrö- ssen vom Sendeort nach dem Empfangsort übertragen. Man kann das Verfahren jedoch auch leicht dazu benutzen, um zwischen meh reren entfernt voneinander liegenden Stellen wechselseitig Messgrössen oder Zeigerstellun gen zu übertragen.
Dies kann sowohl mit Hilfe von Leitungen, als auch durch draht lose Übertragung mit Hilfe von Hochfre- quenzschwingungen der gleichen oder an nähernd der gleichen Frequenz geschehen, ohne dass die Empfänger der einen Station durch den Sender derselben Station beein flusst werden. Bei der praktischen Ausfüh rung des Verfahrens kann man grundsätz lich alle bereits beschriebenen Mittel verwen den, zum Beispiel werden zweckmässig sämt liche Impulse von ein und demselben Takt geber abgeleitet.
Man kann natürlich zur Erzeugung der Impulse auch voneinander abhängige Maschinen verwenden, die durch besondere Mittel, zum Beispiel durch beson dere Steuerimpulse, im Synchronismus ge halten werden. Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, das zur wechselseitigen Übertragung von Messgrössen zwischen zwei Stationen geeignet ist, zeigt die Abb. 6. Mit 101 ist eine Hoch spannungsleitung bezeichnet, über die zwi schen den Stationen 102 und 103 mit Hilfe von Hochfrequenz Impulse übertragen wer den sollen. Die Apparatur in der Station 102 stimmt mit der Apparatur der Station 103 vollständig überein. Aus diesem Grunde sind auch die gleichen Bezugszahlen ge wählt.
Mit 10.1 sind Senderöhren bezeichnet, welchen Hochfrequenz von dem Hochfre- quenzgenerator 105 zugeführt wird. 106 sind Kontaktgeber, durch die die Zuleitun gen zwischen den Hoclnfrequenzsendern 105 und den Röhren 104 kurzgeschlossen und damit die Hochfrequenzzufuhr unterbrochen werden kann. In den Anodenkreisen der Röhren 104 liegen die Spulen<B>107,</B> die mit den Spulen 108 gekuppelt sind. Die Spulen 108 sind unter Zwischenschaltung der Kon densatoren 109 mit der Fernleitung 101 ver bunden.
Die Anodenspannung und Heizung für die Röhren 104 wird von der einen Hälfte der an die Fernleitung 101 ange schlossenen Transformatoren <B>110</B> geliefert. Die Empfangsvorrichtung der Stationen be steht aus den - mit der Leitung 101 unter Zwischenschaltung der Kondensatoren 111 angeschlossenen Spulen 112, die. mit den in den Gitterkreisen der Verstärkerröhren 113 liegenden Spulen 114 gekoppelt sind. Die Kapazitäten 115 dienen zur Abstimmung der Empfänger auf die zu empfangende Welle.
In den Anodenkreisen der Verstärkerröhren 113 liegen die eigentlichen Empfangsappara turen 116, welche die ankommenden Impulse auswerten und die Mess'grösse anzeigen. Die übertragenen Messgrössen können natürlich auch zur Herbeiführung von Regelvorgän gen benutzt werden. Man kann natürlich an Stelle einer 2lessgrösse auch ein oder mehrere Kommandos übertragen. Die Konstruktion dieser Empfangsapparaturen 116 ist für die Erfindung unwesentlich. Die Anodenspan nungen zu den Verstärkerröhren 113 wird von der noch freien Hälfte der Transferma.- Loren 110 geliefert.
Die Transformatoren 1.10 sind derart an die Fernleitung 1.01 an geschlossen, dass in der einen Halbwelle die Senderöhre 101 der Station 102 und die Empfangsröhre 113 der Station 103 eine po sitive Anodenspannung erhält, während in der folgenden Periode eine positive Span nung an der Anode der Senderöhre 104 der ,Station <B>103</B> und an der Empfangsröhre 113 der ,Station 102 liegt. Die Empfangsröhre ein und derselben Station erhält also stets die umgekehrte Anodenspannung wie die Senderöhre derselben Station.
Ist die Ano denspannung der Senderöhre positiv, so ist also die Anodenspannung der Empfangs röhre derselben Station negativ, so dass diese Röhre unempfindlich ist und auch auf die von der unmittelbar benachbarten Sende röhre erzeugten Wellen nicht anspricht. Man kann daher sowohl an der Station 102, als auch aaa der Station 103 mit der gleichen oder ain--efähr derselben Wellenlänge arbei ten, ohne da.ss zur Absperrung von Netzteilen gegen die Sendefrequenz Siebketten verwen clet werden müssen, die nur für eine<B>be-</B> stimmte Frequenz sperren.
Die in der Abbildung dargestellte Ein richtung wirkt in folgender Weise: Wird beispielsweise der Kontaktgeber 706 an der Station l02 geöffnet, so liegt zwischen Gitter und Glühkathode der Sen- flerröhre 104 der Station 102 eine Hoch- frequenzspannung.Während der Halbwellen des Wechselstromes, während der die Sende röhre 104 eine positive Anodenspannung er hält. werden in der Spule 107 Hochfrequenz spannungen erzeugt, die über die Spule 108 und die Kapazität 109 auf die Fernleitung übertragen werden.
Während der gleichen Halbwellen erhält auch die Empfangsröhre 118 der Station 114 eine positive Anoden spannung und spricht daher auf die ankom menden Hoehfrequenzwellen an. Da man zweckmässig die Röhre 113 als Gleichrichter, zum Beispiel Audion, arbeiten lässt, so wird den Empfängern 1_16, im vorliegenden Fall dem Empfänger 1.16 der Station 103, solange ein bestimmter Strom zugeführt, wie der Kontakt 106 an der Station 102 geöffnet ist. Das Empfangsgerät 116 der Station 108 spricht so lange an, wie der Kontakt 10,6 ge öffnet ist.
Das Empfangsgerät 116 der Sta tion 102 wird jedoch nicht zum Ansprechen gebracht, weil die Anodenspannung der Ver- stärkerröhre 118 negativ ist, solange in der Spule<B>107</B> der Station 102 Hochfrequenz schwingungen erzeugt werden. Ist der Kon takt 106 der Station 108 geöffnet, so findet der beschriebene Vorgang in entsprechender Weise statt.
Die in Abb. 6 dargestellte Anordnung kann auch angewendet werden, wenn die Sender und Empfänger nicht in der glei chen Station angeordnet sind. Dazu ist. es nur notwendig, der Anode des Senders eine Spannung der richtigen Phasenlage zuzu führen. Das Verfahren gemäss der Erfindung kann nicht nur zur Übertragung von zwei i1essgrössen, Kommandos und dergleichen dienen, sondern durch Vervielfachung der Frequenz kann man, wie anhand der Abb. 2 bis 5 gezeigt wurde, auch eine grössere An zahl von Messwerten in der einen oder an dern Richtung übertragen. Dabei können so wohl die einzelnen Sender und Empfänger in beliebigen Stationen angeordnet sein.
Anstatt die Anodenspannung für die Sende- bezw. Empfangsröhren von einem ge meinsamen Taktgeber abzuleiten, kann man auch auf anderem Wege die Empfänger während bestimmter Zeit empfangsbereit machen, oder die Aussendung von Impulsen, zum Beispiel Hochfrequenzwellenzügen, zu bestimmten Zeiten freigeben. Man kann bei spielsweise mit Hilfe von Relais an die Gritter der Sende- oder Empfangsröhren eine Spannung anlegen, durch die die Aussendung bezw. der Empfang von Wellen verhindert oder ermöglicht wird.
Bei den in den Abb.l, 2, 8, 5 und 6 dargestellten Ausführungsbeispielen werden Relais üblicher Bauart verwendet. Es ist jedoch eine verhältnismässig grosse Anzahl -von Relais erforderlich. Man kann mit einer geringeren Anzahl von Relais auskommen, wenn maii ein Relais verwendet, welches nur beim Zusammentreffen zweier Impulse an spricht. Eine besonders einfache Anord nung erhält man, wenn man zum Empfang der Haupt- und Hilfsimpulse ein dynamo metrisches Relais verwendet.
Hierunter ist ein Relais zu verstehen, das mindestens zwei Wicklungen besitzt und bei welchem der Anker so angeordnet ist, dass er nur bewegt wird, wenn beide Wicklungen des Relais gleichzeitig erregt werden. Ein solches Re lais erhält man beispielsweise, wenn man den Zeiger eines normalen dynamometrischen Messinstrumentes mit Kontakten und geeig neten Gegenkontakten versieht; denn dieses Gerät gibt nur einen Ausschlag, wenn beide Wicklungen gleichzeitig erregt werden. Ein anderes Ausführungsbeispiel ist in der Abb. 7 dargestellt. 'Das Relais ist ähnlich gebaut wie ein normales polarisiertes Relais.
Ein Unterschied besteht aber insofern, als das Relais mit Hilfe einer besonderen Spule polarisiert wird. Mit 91 ist ein Erreger magnet bezeichnet, der von der Wicklung 92 erregt wird. 93 ist ein zwischen den Polen des Magnetes beweglicher Anker, der inner halb der Spule 94 liegt. Die Kräfte, die auf den Anker 93 ausgeübt werden, sind sowohl abhängig von der Stromstärke und der Stromrichtung des durch die Wicklungen 92 und 94 fliessenden Stromes. Ebenso wie bei einem Dynamometer kehrt sich die Kraft wirkung um, wenn man die Stromrichtung in einer der beiden Spulen umkehrt. Da gegen bleibt die Richtung der Kraftwirkung aufrechterhalten, wenn die Stromrichtung in beiden Spulen gleichzeitig umgedreht wird.
Der Anker des Relais kann also von der einen Endlage nur dann in die andere über gehen, wenn die Stromrichtung in einer der Spulen umgekehrt wird. Solange die eine der beiden Spulen überhaupt nicht erregt wird, kann eine Umschaltung nicht statt finden, weil dann das Relais nicht polari siert ist. Wenn man also beispielsweise der Spule 92 des Relais die an der Empfangs station erzeugten Impulse zuführt und der Spule 94 die Impulse, die vom Sender kom- men, so kann das Relais nur umschalten, wenn die Impulse gleichzeitig sind.
Damit der Anker des Relais sicher in einer der Endlagen liegen bleibt, falls keine der Wicklungen des Relais erregt wird, emp fiehlt es sich, dem Relais eine bestimmte Vormagnetisierung, beispielsweise mit Hilfe eines kleinen permanenten Hilfsmagnetes, zu geben. Auch kann man mit Hilfe einer Feder in an sich bekannter Weise den Anker in einer der Endstellungen halten.
Die An wendung des beschriebenen Relais bei der erfindungsgemässen Vorrichtung hat den Vorteil, dass das Relais sicher auf die Teil impulse anspricht, aus welchen sich jeder Gesamtimpuls zusammensetzt, und dass es a a usserdem eine hohe Empfindlichkeit besitzt.
Wie bereits im Anschluss an die Be schreibung der Abb. 2 erwähnt wurde, ist es für ein einwandfreies Arbeiten der beschrie benen Anordnung notwendig, dass sowohl die Hilfs-, als auch die Hauptimpulse scharf voneinander getrennt sind. Bei der Über- tragung von zwei Messwerten mit Hilfe von Gesamtimpulsen, die sich aus einer Vielzahl von Hilfs- und Hauptimpulsen zusammen setzen (Impulsreihe), kann man ohne beson dere Massnahmen die positive und negative Halbwelle eines Wechselstromes verwenden, da diese Halbwellen scharf voneinander ge trennt sind.
Wenn man dagegen mehr als z wei *Zeichen übertragen unddicHaupt- und Hilfsimpulse aus einem Mehrphasenstrom herstellen will, so ist es nötig, für eine scharfe Trennung der Impulse zu sorgen.
Dies kann, wie bereits angedeutet, mit Hilfe von Gleichrichtern, welche die Strom kurve verzerren, geschehen. Man kann eine Trennung der Impulse aber auch mit Hilfe von Induktivitäten, zum Beispiel Drossel spulen oder Transformatoren, erzeugen, die ferromagnetische Stoffe enthalten und die teilweise im Sättigungsgebiet arbeiten. Man kann auf diese Weise die Kurve von Wech selströmen derart verzerren, dass man scharf voneinander getrennte Impulse erhält. Dieses Verfahren ist nicht nur bei der Übertragung von drei Messgrössen anwendbar, bei welcher.
die Impulse von einem Drehstrom abgeleitet werden, sondern man kann auch eine grössere Anzahl von Impulsen nach diesem Verfahren herstellen, -wenn man einen Wechselstrom genügend grosser Phasenzahl benutzt. Die notwendigen Phasen können in an sich be nannter Weise aus einem Drehstrom durch Anzapfen der Wicklung eines Drehstrom- ranaformators. vorzugsweise in der Bauart eines Induktionsmotors hergestellt werden. Man kann natürlich auch eine besondere Maschine verwenden, die beispielsweise von einer Synchronmaschine angetrieben wird.
rn der Abb. 8 ist als Ausführungsbeispiel der Erfindung eine Anlage beschrieben, bei welcher drei voneinander unabhängige Zei chen (Impulsreihen) gegeben werden können. Es ist leicht einzusehen, dass diese Inpuls- reihen nicht zu dein gleichen Zweck dienen niiissen. Man kann beispielsweise durch die eine Inipulsreilic: eine Messgrösse übertragen mid die andern Impulsreihen zur Auslösung von Schaltvorgängen oder zur Signalisierung verwenden.
Dies gilt natürlich nicht nur bei der Übertragung von drei Impulsreihen, son dern ganz allgemein. In der Abb. 8 ist mit 201 eine Drehstromfernleitung bezeichnet, die aneh als gemeinsamer Taktgeber zur Er zeugung der Impulse an der Sendestation 202 und an der Empfangsstation 203 dient.
Zur Erzeugung der Impulse dienen die Transformatoren 204. 205, 206, 207, \Z08, ?09, deren Eisenkern zweckmässig mit einer Einschnürung versehen ist, innerhalb wel cher die Sättigungsgrenze verhältnismässig rasch erreicht wird.
Die Primärwicklung dii,#- ser Transformatoren ist mit den Drossel spulen ?10, 211., ?1?, 213. ?14, 215 in Reibe geschaltet. ivelebe so bemessen sind, da.ss der Widerstand der Drossel grösser ist als der Widerstand der Pi-imärwielklung der Trans formatoren 201 his 209.
Dadurch wird er zielt, dass der Verlauf der Kurve des mag netischen Feldes im Transformator 20.1 einen möglielisl trapezförmigen Charakter an nimmt. Zur Vermeidung von Sättigungs erscheinungen in den Drosseln 310 bis 215 sind diese zweckmässig mit einem Luftspalt versehen.
In Fig. 9 ist durch die Kurve 216 der Verlauf des durch die Drossel 210 und die 1'rimärwieklung des Transformators 90-1 fliessenden Stromes dargestellt, der einen im wesentlichen sinusförinigen Verlauf zeigt, -weil hauptsächlich der induktive Widerstand der Drossel massgebend ist. Die Kurve 217 zeigt den Verlauf des magnetischen Feldes im Transformator 204. Die Kurve 218 zeigt den Verlauf der Sekundärspannung des Transformators 204. Es ist leicht zu sehen, dass durch die Verzerrung der Feldkurve scharf voneinander getrennte Spannungs spitzen entstehen.
In gleicher Weise werden auch die Spannungsspitzen in den Sekundär spulen der Transformatoren 205 bis 209 er zeugt. Die einander zugeordneten Transfor matoren der Sende- und Empfangsstation 904 und 207, 205 und 208, 206 und<B>2</B>09 sind an die gleichen. Phasen angeschlossen. Sie erzeugen also in ihren Sekundärwicklungen gleichzeitig Spannungsstösse. Die Spannungen der einzelnen Transformatorenpaare sind gegeneinander um 60 phasenverschoben. Wenn man die Transformatoren 205 und 208 in umgekehrtem Sinn anschliesst, wie die Transformatoren 204, 206 und 207, 209, so erhält man eine Aufeinanderfolge der Span nungsspitzen, wie sie in Abb. 10 dargestellt ist.
Die Spannungsspitzen sind mit der Zahl versehen, die der zugehörige Transformator nach Abb.8 trägt. Zwecks Unterdrückung der in der Sekundärwicklung der Trans formatoren 204 bis 209 entstehenden Span nung von der Form der Grundwelle sind die Drosselspulen 210 bis 215 mit den Hilfs wicklungen 219, 220, 221, 222, 223, 224 ver sehen, die mit den Sekundärspulen der Transformatoren 204 bis 209 in Reihe ge schaltet sind. Die Windungszahl der Spulen 219 bis 224 ist so gewählt, dass die in ihnen erzeugte Spannung etwa die in den Sekun därwicklungen der Transformatoren \Z04 bis 209 entstehenden Spannungen von der Form der Grundwelle aufhebt.
Die von den Transformatoren 204 bis 206 erzeugten Impulse werden über die Kontakte der Relais 225 bis 227 der Fernleitung 228 zugeführt. Die Kontakte der Relais 225 bis 22 7 sind als Umschaltkontakte ausgebildet, so dass bei der Erregung der Spule dieser Relais die zugehörigen Transformatoren in umgekehrter Richtung an die Fernleitung 228 angeschlossen werden. Die Spulen der Relais 225, 226, 227 können von der Batterie 229 gespeist werden. Der durch die Wicklung fliessende Strom wird durch die eigentlichen Signalsender 230, 231, 232 gesteuert.
Der Signalgeber 230 kann beispielsweise eine einfache Drucktaste sein, während die Sig nalgeber 231, 232 als Kondensatoren von Fernmessgebern ausgebildet sein können, die nach dem bekannten Verfahren, zum Beispiel Impulsfrequenz, Impulszeit oder dergleichen arbeiten.
Die Sekundärwicklungen der Transfor matoren 207, 208, 209 sind an die Wick lungen 233, 234, 235 der dynamometrischen Relais 236, 237, 238 angeschlossen. Die Wicklungen 239, 240 und 241 dieser Relais sind in Parallelschaltung an die Fernleitung 228 angeschlossen. Sie können auch in Reihe geschaltet sein. Durch die Kontaktzunge der Relais 236 bis 238 werden die Wicklungen der Relais 242, 243, 244 erregt, durch wel che die Kondensatoren 245, 246, 247 in an sich bekannter Weise über die zugehörigen Messinstrumente umgeladen werden. Diese Messinstrumente zeigen dann einen Aus schlag, der der Zahl der Kontaktschlüsse je Zeiteinheit proportional ist.
Die Anordnung arbeitet in folgender Weise: Solange keine Messgrössen oder Signale übertragen werden, erhält die Fernleitung 228 Stromstösse, wie sie in Abb. 10 dar gestellt sind. Der Wicklung 233 werden zu bestimmten Zeiten, die aus Abb. 10 erkenn bar sind, Stromstösse (Impulse) zugeführt. Sie treffen mit den vom Transformator 204 erzeugten Stromstössen (Impulsen) zusam men. In der gleichen Weise treffen auch die der Wicklung 234 bezw. 235 zugeführten Stromstösse mit den von den Transformatoren 205 und 206 erzeugten Stromstössen zusam men.
Da die Stromstösse stets gleichgerichtet sind, so wird der Anker der Relais 236 bis 238 in einer bestimmten Lage gehalten. Zweckmässig sieht man einen permanenten Hilfsmagneten oder eine Feder vor, durch die der Anker in einer der beiden Endlagen gehalten wird.
Wird nun ein Fernmessimpuls oder ein Signal gegeben, beispielsweise dadurch, da.ss der Kontaktgeber 231 den Stromkreis der Batterie 229 über die Spule des Relais 226 schliesst, so schaltet das Relais 226 um. Da durch wird der vom Transformator 205 aus gehende Impuls, der in Abb. 10 mit 205 be zeichnet ist, in seiner Richtung umgekehrt, so da.ss er nunmehr die in Abb. 10 gestrichelt gezeichnete Lage einnimmt. Er besitzt also die entgegengesetzte Richtung wie der der Wicklung 234 zugeführte Impuls. Dadurch.
wird die Zunge des Relais 237 umgelegt und schliesst den Stromkreis der Batterie 248 über die Wicklung des Relais 243. Dadurch wird dem dem Relais 243 zugeordneten In- strument ein Stromstoss zugeführt. Der Kon takt des Relais 231 bleibt so lange geschlos sen, wie das Relais 226 erregt ist; denn während dieser Zeit erhält das Relais 237 einen Zug von Teilimpulsen, der den Anker festhält. Wird der Kontakt des Signalgebers 231 geöffnet, so geht das Relais 226 in seine Ruhelage. Dadurch erhalten nun die Wick lungen des Relais 237 wieder gleichgerichtete Stromstösse, so dass der Anker dieses Relais ebenfalls in die Ruhelage zurückgeht.
Die übrigen Sende- und Empfangsgeräte arbeiten in der gleichen Weise. Da die Im pulse jedoch um etwa 60 gegeneinander ver schoben sind, so findet eine gegenseitige Be einflussung nur zwischen den einander zu geordneten Sendern und Empfängern statt.
Man kann mit Hilfe der beschriebenen Einrichtung nicht nur drei, sondern auch sechs verschiedene Zeichen übertragen. Es empfiehlt sich, zu diesem Zweck sechs Emp fangsrelais zu verwenden, oder wenigstens in die Kontaktstromkreise besondere Hilfs- relais einzuschalten, bei welchen die Abfall zeit des Relais so gross ist, dass der Anker während zwei aufeinanderfolgenden Strom stössen nicht abfallen kann. Die Empfangs relais müssen dabei so ausgebildet sein, dass ihre Anker in der Ruhelage zu den Kontak ten liegen, denn die Richtung der Bewegung, welche die Anker der Relais 238 bis 235 ausführen, ist davon abhängig, in welchem Sinn die Transformatoren 210 bis 212 an die Leitung 228 angeschlossen werden.
Mehr als drei Zeichen kann man auch übertragen, wenn man mit Hilfe von Ven tilen (Gleichrichtern) an der Eiripfangsstelle clie negativen und positiven Impulse ver schiedenen Relais zuleitet.
Aus der Abbildung ist zu erkennen, dass cs nicht notwendig ist, dass die Sender bezw. Empfänger in der gleichen Station angeord- pet sind. Man kann vielmehr die Sender und Empfänger an verschiedenen Stellen an ordnen und über die gemeinsame Fernleitung je einen Sender und einen Empfänger zu sammenarbeiten lassen.
Wenn man noch eine Schaltvorrichtung vorsieht, mit deren Hilfe die Primärwicklungen der Sender oder Emp fänger an eine andere Phase des Wechsel stromnetzes angeschlossen werden können, so kann man wahlweise von ein und demselben Sender a.ueh verschiedene Empfänger er ieichen. Dies ist beispielsweise wichtig, wenn die Empfänger in bestimmter Weise zwecks Summierung zusammengeschaltet sind; dann kann man in der erwähnten Weise wahlweise verschiedene Summen bilden.
Bei den beschriebenen Anlagen genügt es meist nicht, dass die Haupt- und Uilfs- impulse von synchronen Wechselspannungen abgeleitet werden, sondern es kommt darauf an, dass die Ströme die ihnen einmal erteilte Phase beibehalten.
Bei der Übertragung von Messwerien über kurze Entfernungen treten keine besondere Schwierigkeiten auf. @'Grei@n man dagegen sehr grosse Entfernungen über brücken will und die Haupt- und Hilfs impulse aus einem gemeinsamen Netz ent nimmt, so kann es durch die wechselnden Belastungsverhältnisse dieses Netzes vor- kommen, dass Phasenverschiebungen auf treten. die Störungen verursachen. Auch bei Anlagen, bei welchen die synchronen Wech selströme durch voneinander unabhängige Maschinen erzeugt werden, die durch beson dere Synchronisierungsimpulse im Gleich lauf gehalten werden, können unerwünschte Phasenverschiebungen entstehen.
Derartige Phasenverschiebungen können rechtzeitig be seitigt werden, wenn man in Abhängigkeit von der jeweils herrschenden Phasendiffe renz eine Anordnung verstellt, die geeignet ist, die Phase zwischen der Sende- und Empfangsstation zu verändern. Um die Regelung möglichst empfindlich zu machen, empfiehlt es sich, nicht die Wechselströme, deren Phasen reguliert werden sollen, un mittelbar zu verwenden, sondern Impulse, die von den Wechselströmen abgeleitet sind und sich möglichst scharf voneinander unter scheiden. Unter Umständen kann man auch die Oberwellen der Wechselströme zur Kon- stanthaltun- der Phase heranziehen.
In Abb. 11 ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dieser Art dargestellt, wobei die in Abb. 8 dargestellte Schaltung verwen det wird. Es sind daher für die mit Abb. 8 übereinstimmenden! Teile die gleichen Bezugs zahlen verwendet. Die in Abb. 11 dargestellte Einrichtung kann dazu benutzt werden, vier voneinander unabhängige Messungen nach einer entfernten Station zu melden. Auch können Fernmessungen und Fernsteuerungen gleichzeitig ausgeführt werden.
Die in Abb.ll dargestellte Anordnung weicht insofern von der Anordnung nach Abb.8 ab, als die Transformatoren 207 bis 209 nicht unmittelbar all die Fernleitung 201, sondern unter Zwischenschaltung des Drehtransformators 301, der zur Einstellung der Phase dient, an diese Fernleitung an geschlossen sind. Man kann natürlich auch eine andere Vorrichtung zur Veränderung der Phase benutzen. Die von den Trans formatoren 20-1 und 205 erzeugten Impulse werden über die Magnetschalter 225 und 226 auf die Leitung 228 übertragen.
Der Schal ter 225 kann mit Hilfe der Drucktaste 230 gesteuert werden, der Schalter 226 wird bei spielsweise von dem Fernmessgeber 231 be einflusst. Wenn man vier Impulse senden will, müssen die Schalter \325 und 226 eine Nullage erhalten, aus der sie je nach Art des gewünschten Zeichens nach der einen oder der andern Richtung herausbewegt werden.
In der Empfangsstation \303 werden die Impulse den Magnetwicklungen 239, 240 der dynamometrischen Relais 236, 237 zugeleitet. Die Wicklungen 233 und \334 dieser Relais erhalten Strom von der Sekundärwicklung der Transformatoren 207 und 208. Wenn man vier Zeichen übertragen will, so müssen die Relais 236, 237 eine Nullage erhalten. Die Relais 236, 237 steuern die Magnet schalter 242, 243, durch die entweder die Kondensatoren 245, 246 der Messinstrumente umgeladen oder die gewünschten Schalt vorgänge ausgelöst werden.
Zur Sicherung der richtigen Phase zwi schen den Impulsen des Senders und Emp fängers werden die von dem Transforma tor 206 der Sendeeinrichtung gelieferten. Impulse verwendet. Der Übersichtlichkeit, halber sei zunächst angenommen, dass die vom Transformator 206 gelieferten Impulse dauernd der Fernleitung 228 zugeführt wer den und die Wicklung 302 des dynamo metrischen Relais 303 treffen. Der Anker dieses Relais wird mit Hilfe der Feder 304 in seiner Nullage gehalten. Die Wicklung 305 des Relais 303 erhält die von den Trans formatoren 207 und 208 gelieferten Impulse.
Die zeitliche Aufeinanderfolge der der Wicklung 302 und 305 zugeführten Impulse ist aus Fig. 12 zu ersehen. Die vom Trans formator 206 der Sendestation gelieferten Impulse sind schraffiert gezeichnet. Zu bei den Seiten dieser Impulse liegen die von den Transformatoren<B>207</B> und 208 gelieferten Impulse.
Solange die richtige Phasen beziehung herrscht, kann das Relais 303 also nicht ansprechen, weil die vom Transforma tor 206 und von den Transformatoren 207 und 208 gelieferten Impulse nicht gleich zeitig sind. Tritt jedoch eine unerwünschte Phasenverschiebung auf, so verschieben sich die Impulse des Transformators 206 über den Impulsen der Transformatoren 207 und 208, so dass sie sich wenigstens teilweise über decken und daher auf den Anker des Relais 303 ein Drehmoment ausüben. Um nun beim Auftreten von Phasenverschiebungen wieder die richtige Phase herzustellen, wirkt das Relais 303 auf den Magnetschalter 306 des Motors 307, durch den der Läufer des Dreh transformators 301 verstellt werden kann.
Die Drehrichtung dieses Motors ist davon abhängig, mit welchem der Kontakte die Zunge des Relais 303 in Berührung kommt. Der Läufer des Drehtransformators 301 wird bei positiven Phasenabweichungen in dein einen, bei negativen Abweichungen in dem andern Sinne verstellt.
Da es bei plötzlichen Pha,seiiveränderun- gen vorkommen kann, dass der Impuls des Transformators 206 ausserhalb den von den Transformatoren 207 und 208 gelieferten Impulsen zu liegen kommt, ist es zweck mässig, noch eine Grobregulierung vorzu sehen, durch die in derartigen Fällen die Phasengleichheit so weit wieder hergestellt wird, dass die beschriebene Feinregulierung rirken kann.
Bei dem in Abb. 11 dargestellten Aus führungsbeispiel der Erfinung geschieht dies dadurch, dass man bei zu grossen Phasenver schiebungen die Feinregulierung ausschaltet und den Verstellmotor für den Läufer des Drehtransformators 301 so lange in Umlauf versetzt, bis der vom Transformator 206 ge lieferte Impuls wieder zwischen den Impul sen der Transformatoren 20'l und 208 liegt. Dies wird dadurch erreicht, dass man an der Empfangsstation 203 mit Hilfe des Trans formators \309 einen mit dem von dem Trans formator 206 gelieferten Impuls gleichzeiti gen Impuls erzeugt und der Wicklung 309 des Relais 308 zuführt.
Die Wicklung 310 dieses Relais ist an die Fernleitung 228 an geschlossen. In den Kontaktstromkreisen dieses Relais liegen die Verzögerungsrelais 311 und 312, deren Kontakte mit der Wick lung des Relais 313 in Reihe geschaltet sind. Wenn das Relais 313 erregt ist, erhält der Stromkreis des den Motor<B>307</B> steuernden Magnetschalters 306 Strom über das Relais 303.
Ist die _N'icklung 313 jedoch stromlos, so erhält die Wieklung des Schalters 306 dauernd Strom über den Kontakt<B>320.</B> Der Motor<B>307</B> erhält dann so lange Strom, bis das Relais 313 seinen Anker anzieht und dadurch das Relais 303 in den Stromkreis des Magnetschalters 306 einschaltet.
Damit die vom Transformator 209 gelie ferten Impulse nicht mit einem der von den Transformatoren 204 und 205 der Sende- station gelieferten Impulsen zusammenarbei ten können, wird das Relais 308 zweckmässig als Resonanzrelais ausgebildet, und die vom Transformator 206 gelieferten Impulse mit Hilfe des Schalters 314 moduliert. Dieser Schalter wird mit Hilfe der schematisch dar gestellten Vorrichtung 315 gesteuert, die den Schalter 31..1 in solchem Rhythmus schliesst, dass der Anker des Relais 308 in Eigen- schwinäungeii berät. Sobald die vom Trans formator 206 gelieferten Stromstösse mit den vom Transformator 209 gelieferten Strom stössen zeitlich übereinstimmen.
Der Anker des Relais 308 schliesst im ordnungsgemässen Betriebe periodisch seine Kontakte, so dass die Relais 311. 312 erregt werden und ihre Kontakte geschlossen halten.
Es ist zweckmässig dafür zu sorgen, dass die Dauer der vom Transformator 209 gelie ferten Stromstösse ziemlich gross ist, damit dieser Stromstoss innerhalb eines verhältnis mässig grossen Intervalles mit dem vom Transformator<B>2</B>06 gelieferten Stromstoss zu sammenfällt. Dies kann man erreichen, wenn man die Sättigung des Transformators 309 nicht zu hoch wählt. Die Lage der Impulse, die vom Transformator 209 geliefert werden, ist in Fig. 13 dargestellt.
Die zuletzt beschriebene Grobregulier- vorrichtung wirkt in folgender Weise: Wenn sich die vom Transformator 206 gelieferten Impulse zu stark gegenüber den von den Transformatoren <B>207</B> und 208 ge lieferten Impulsen verschieben, so treffen die vom Transformator 206 gelieferten Impulse nicht mehr mit den vom Transformator 209 gelieferten Impulsen .zusammen. Der Anker des Relais 208 hört in diesem Falle auf zu schwingen, so dass seine Kontakte nicht mehr geschlossen werden und die Anker der Re lais 311, 312 abfallen. Dadurch wird die Wicklung des Relais<B>313</B> entregt und durch den Anker dieses Relais der Magnetschalter 306 eingeschaltet.
Der V erstellmotor 307 be ginnt nun die Phase zu verändern. Sobald die Phase etwa wieder die richtige Lage be sitzt, das heisst die Impulse des Transforma tors 20,6 mit den Impulsen des Transforma tors 209 zusammenfallen, gerät der Anker des Relais 306 wieder in Schwingungen und schaltet die Spulen 311, 312 ein; dadurch wird das Relais 313 erregt und schaltet nun mehr den Magnetschalter 306 aus. Nun führt den Ankerwicklungen des Schalters 306 das zur Feinregulierung dienende Relais 303 Strom zu.
An Stelle des in Abb. 7 dar gestellten Relais, dessen Anwendung in den Abb. 8 und 11 gezeigt ist, kann man auch ein polarisiertes Relais mit zwei Wicklun gen verwenden, wenn man jede der Spulen in den Anodenstromkreis einer besonderen Verstärkerröhre verlegt, die im Takte der von der Sendeeinrichtung ankommenden po sitiven und negativen Impulse abwechselnd positive Anodenspannungen erhalten. Zur Erzeugung der Impulse kann man, wie be reits erwähnt, Drosselspulen verwenden, wel che ferromagnetische Körper enthalten.
In Abb. 14 ist ein Ausführungsbeispiel dieser Art dargestellt, und zwar zeigt diese Abbil dung nur den Empfängerteil einer Anlage. Mit 95 ist das polarisierte Empfangsrelais bezeichnet, 96 und 97 sind die Wicklungen dieses Relais. 98 ist ein teilweise im Sätti gungsgebiet arbeitender Transformator, des sen Primärwicklung Wechselströme zuge führt werden, die in einer bestimmten und bekannten Phasenbeziehung zu dem die Im pulse am Sender erzeugenden Wechselstrom stehen. 99 und 100 sind Verstärkerröhren, deren Gittern die vom Sender kommenden Impulse zugeführt werden.
Die Glühfäden der Verstärkerröhren sind miteinander ver bunden. Eine Verbindungsleitung führt von der 11littenanzapfung des Transformators 98 zu den Kathoden. Die Anoden der Verstär- kerröhren sind über die Wicklungen <B>96</B> und 97 des Relais 95 mit den Enden der Sekun därwicklung des Transformators 98 ver bunden.
Die Anordnung arbeitet nun in folgender Weise: Der Transformator 98 erzeugt Impulse, die mit den am Sender erzeugten Impulsen gleichphasig sind. Während der positiven Impulse erhält die Verstärkerröhre 99, wäh rend der negativen Impulse die Verstärker röhre 100 eine positive Anodenspannung.
Es sei angenommen, dass die Gitter der Verstär- kerröhren 99 und 100 einen positiven Impuls erhalten, wenn die Anodenspannung der Verstärkerröhre 99 positiv ist, und dass die Gitter der Verstärkerröhren 99 und 100 einen negativen Impuls erhalten, wenn die Anodenspannung der Verstärkerröhre 100 einen positiven Wert besitzt. Es ist leicht einzusehen, dass in diesem Falle bei richti ger Einstellung der Gittervorspannung nur durch die Wicklung 96 des Relais 95 Strom fliessen kann. Der Anker wird daher in der einen Ruhelage festgehalten.
Werden da gegen die auf die Gitter der Röhren 99 und 100 treffenden Impulse in ihrer Richtung umgekehrt, so fallen die positiven Impulse zugleich mit positiven Anodenspannungen der Röhre 100 zusammen. In diesem Falle fliesst durch die Spule 97 des Relais ein Strom, so dass sich der Anker in die andere Ruhelage bewegt.