CH166056A - Verfahren zur Herstellung eines Schienenfahrzeugrades. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Schienenfahrzeugrades.

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CH166056A
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wheel tire
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  Verfahren zur Herstellung eines Schienenfahrzeugrades.    Es ist bekannt, dass sich eine wärme  leitende Verbindung des Radreifens von  Schienenfahrzeugen mit dein Radunterreifen  durch die übliche     Befestigung    mittelst Auf  schrumpfen beider Teile aufeinander nicht  herstellt. Es bildet sieh vielmehr eine, zwar  dem Auge nicht sichtbare, aber doch vor  handene Luftzwischenschicht, welche den  Wärmefluss aus dem Radreifen in den Rad  unterreifen verhindert. Diese     Unterbindung     des Wärmeflusses wirkt sich schädlich aus,  wenn der Radreifen durch Anlage der Brems  klötze gepresst und dabei erwärmt wird. In  dem verhältnismässig geringen Volumen des  Radreifens findet eine zu erheblichen Tempe  raturerhöhungen führende Wärmestauung statt.

    Es dehnt sich also der Radreifen unverhältnis  mässig stärker aus wie der Radunterreifen,  so dass es zu einem Nachlassen des Schrumpf  druckes und damit zu einer Verminderung  der Befestigung beider Teile kommt. Da sich  diese Vorgänge oft wiederholen, treten Er  müdungserscheinungen auf, die Veranlassung  zu einer alsbaldigen Auswechslung des Rad-    reifens geben. Man hat zwar schon versucht  die wärmeleitende Verbindung zwischen Rad  reifen und Radunterreifen durch Einführung  von Zwischenschichten aus Stoffen herzu  stellen, die ein grösseres Ausdehnungsbestre  ben haben wie der Stoff, ans dem der Rad  reifen besteht. Diese Massnahme muss deshalb  erfolglos bleiben, weil Voraussetzung des     Wirk-          sarnwerderrs    derselben die Möglichkeit des  Wärmeflusses in -diese Zwischenschicht ist.

    Gerade an dieser Möglichkeit fehlt es aber,  weil sich naturgemäss zwischen Radreifen und  Zwischenschicht derselbe Luftzwischenraum  befindet wie früher zwischen Radreifen und.  Radunterreifen. Man hat weiter versucht,  Radreifen und     Radunterreifen    in der üblichen  Weise zu verlöten. Diese Massnahme muss  daran scheitern, dass die verhältnismässig  grossen Flächen zwischen Radreifen und Rad  unterreifen niemals in ihrer Gesamtheit gleich  zeitig in den Zustand gebracht werden können,  in dem sich eine gleichmässige und ununter  brochene     Lotnaht    zwischen beiden Teilen her  stellt.      Hier setzt vorliegende Erfindung ein.

   Die  Erfindung kennzeichnet sich durch Erhitzung  eines mit Radreifen und Radunterreifen le  gierungsfähigen Metalles mit Radreifen und  Radunterreifen in einer reduzierenden Atmo  sphäre und Einführung desselben zwischen  die Berührungsflächen von Radreifen und Rad  unterreifen unter Aufrechterhaltung dieser  Atmosphäre. Das Verfahren, Metallteile durch  Erhitzung eines mit diesen legierungsfähigen  Metalles in einer reduzierenden Atmosphäre  und Einführung desselben in die Berührungs  flächen zwischen die Metallteile unter Auf  rechterhaltung dieser Atmosphäre zu verbin  den, ist an sich bekannt. Bei diesen Verfahren  kam es jedoch lediglich auf die feste Ver  bindung der Metallteile, nicht auf die wärme  leitende Verbindung, an, die als Nebenwirkung'  erhalten wurde.

   Dabei hat sich herausgestellt,  dass das . legierungsfähige Metall selbsttätig  durch Kapillaritätswirkung umso stärker in  die Fuge zwischen die zu verbindenden Teile  eindringt, je besser diese aneinander anliegen,  das heisst je grösser der Druck ist, unter dem  sie stehen. Es ist daher zweckmässig, da die  Schrumpfverbindung zwischen Radreifen und  Radunterreifen als zusätzliche Sicherung in  Betracht kommt, die Herstellung der     wärme-.     leitenden Verbindung durch Legieren -nach  dem Aufschrumpfen des     Radreifens    auf den  Radunterreifen durchzuführen. Nimmt man  das Legieren unmittelbar nach dem Auf  schrumpfen vor, so ergibt sich die Möglich  keit, im neuen Verfahren ehren Teil der  Schrumpfwärme auszunutzen, so dass die Er.

    hitzung in der reduzierenden Atmosphäre nicht  von Aussentemperatur auf Legierungstempe  ratur, sondern von einer. nur wenig unter  Legierungstemperatur liegenden. Temperatur  höhe auf -die Legierungstemperatur getrieben  werden muss. Es kann auch nach wie vor  zur zusätzlichen Sicherung der Verbindung  der sogenannte     Sprengring,.    Klammerring oder  dergleichen angewendet werden. In diesem  Falle erfolgt die Einlage des legierungsfähi  gen Metalles in langgestreckter Form in eine  ringförmige Ausnehmung an der Berührungs  stelle zwischen der Ausnehmung des Rad-    reifens, die für die Aufnahme des     Spreng-          ringes,        Klammerringes    öder dergleichen vor  gesehen ist, und dem Unterreifen.  



  Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise  Ausführung des Erfindungsgedankens, und  zwar gibt:  Abb. 1 einen Längsschnitt durch eine Vor  richtung zur Durchführung des erfindungs  gemässen Verfahrens wieder, während  Abb. 2 einen Schnitt durch einen Rad  reifen und Radunterreifen darstellt, der zur  Durchführung des Verfahrens vorbereitet wor  den ist.  



  In Abb. 1 bezeichnet 1 einen mit kräf  tiger Wärmeisolation 2 umgebenen Behälter,  der durch einen Deckel 3 gegen- die Atmo  sphäre dichtend abschliessbar ist. Der Innen  raum- des Behälters ist so bemessen, dass er  ein oder mehrere Räder für Schienenfahrzeuge  aufnehmen kann. Abb. 2 zeigt eines dieser  Räder in vergrösserter Darstellung für den  Fall, dass auf die zusätzliche Sicherung der  Verbindung durch einen Sprengring 4 nicht  verzichtet werden soll.

   In diesem Fall wird  an der Berührungsstelle zwischen der     Aus-          nehmung    5 des Radreifens 6, die zur Auf  nahme des Sprengringes 4 vorgesehen ist,  mit dem Unterreifen 7 eine ringförmige Aus  drehung 8 vorgesehen, in die ein mit dem  Material des Radreifens und Radunterreifens  legierungsfähiges Metall 9,     beispielsweise    aus  Kupfer, Nickel oder Legierungen dieser Me  talle, in Drahtform eingelegt wird. Die Ein  lage des Metalles 9 erfolgt dabei, wenn auf  die Schrumpfung als zusätzliche Sicherung  nicht verzichtet wird, nachdem bereits der  Radreifen 6 auf den     Rädunterreifen    7 auf  geschrumpft worden ist.

   Soll die Schrumpf  wärme für das     neue-Verfahren    mit ausge  nutzt werden, so wird das Legieren unmittel  bar nach der Schrumpfung vorgenommen. Es  kann sogar der     Radunterreifen    in den Rad  reifen im Behälter 1 selbst eingeschrumpft  werden, wenn dieser zur     Aufnahme    'des  Schrumpfdruckes geeignet gemacht wird, was  durch     Widerlager    10 geschehen kann.  



  Nachdem die Räder auf diese Weise vor  bereitet worden sind, wird der Deckel 3 'auf-:-      gebracht und das Ganze druckdicht ver  schlossen. Hierauf wird über Leitung 11 ein  reduzierendes Gas, beispielsweise     Wasserstoff,     eingeblasen und die verdrängte Luft über  Leitung 12 abgezogen, bis die gesamte Luft  verdrängt worden ist. Hierauf wird die elek  trische Beheizung, die in Form von einer die  Radstreifen konzentrisch umgebenden Glüh  spirale 13 ausgebildet ist, in Betrieb gesetzt.

    In der reduzierenden Atmosphäre heizen sich  Radreifen und Radunterreifen auf die Le  gierungstemperatur auf, so dass das legierungs  fähige Metall in die unter Schrumpfdruck  stehende Fuge 14 zwischen Radunterreifen  und Radreifen durch Kapillaritätswirkung  gleichmässig und über die ganze Fugenfläche  verteilt, eindringt und sich mit Radreifen  und Radunterreifen legiert. Zum richtigen  Zeitpunkt wird die elektrische Beheizung und  die Zufuhr des reduzierenden Gases, soweit  eine solche mit Rücksicht auf Durchlässig  keit und Dichtungsverluste erforderlich ist,  abgestellt, der Deckel     geöffnet    und die Räder  mit dem wärmeleitend verbundenen Rad  reifen und Radunterreifen der weiteren, werk  stattmässigen Bearbeitung zugeführt.  



  Im Wesen der Erfindung liegt es, dass  die Verbindung in derselben Weise, ohne Ver  wendung des Schrumpfdruckes, hergestellt  werden kann. Fehlt die Ausnehmung für den  Sprengring, so wird die ringförmige, zur Auf  nahme des Legierungsgutes dienende     Aus-          nehmung    an anderer, geeigneter Stelle her  gestellt.  



  Da nach einiger Zeit, mit Rücksicht auf  den Verschleiss und die geänderte Formgebung  des Radreifens, neue Bandagen aufgezogen  werden müssen, muss die Trennung zwischen  Radreifen und Radunterreifen leicht zu be  wirken sein. Diese Trennung ist ohne weiteres  möglich, wenn Radunterreifen und Radreifen  über die Legierungstemperatur erhitzt wer  den, wie dies an sich schon zur Aufhebung  der Schrumpfverbindung und Ablösung des  verbrauchten Radreifens erforderlich ist.  



  Es liegt im Wesen der Erfindung, dass  Radreifen und Unterradreifen eine Vorbehand  lung erfahren können, wenn sie sich nicht    ohne weiteres mit Metallen, die aus andern   Gründen als Legierungsmetall besonders ge  eignet sind, legieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zur Herstellung eines Schienen- fabrzeugrades, dadurch gekennzeichnet, dass zwecks Erzielung einer wärmeleiten den Verbindung zwischen Radreifen und Radunterreifen ein mit diesen Radteilen legierungsfähiges Metall mit Radreifen und Radunterreifen in einer reduzierenden Atmosphäre erhitzt und dasselbe zwischen die Berührungsflächen von Radreifen und Radunterreifen unter Aufrechterhaltung der reduzierenden Atmosphäre eingeführt wird. II.
    Schienenfahrzeugrad, hergestellt nach dem Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass der Radreifen mit dem Radunterreifen durch ein mit Radreifen und Radunterreifen legiertes Metall ver bunden ist, das in die Verbindungsfuge, durch Erhitzung des Ganzen in reduzieren der Atmosphäre, eingebracht worden ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Herstellung der wärmeleiten den Verbindung nach dem Aufschrumpfen des Radreifens auf den Radunterreifen. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, gekennzeichnet durch Herstellung der wärmeleitenden Verbindung in unmittelbarem Anschluss an das Auf schrumpfen des Radreifens auf den Rad unterreifen unter teilweiser Ausnutzung der Schrumpfwärme. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Einlage des legierungs fähigen Metalles in langgestreckter Form in eine ringförmige Ausnehmung an der Berührungsstelle zwischen derAusnehmung des Radreifens, die zur Aufnahme des Sprengringes vorgesehen ist, und dem Rad- unterreifen.
CH166056D 1931-07-23 1932-07-22 Verfahren zur Herstellung eines Schienenfahrzeugrades. CH166056A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141308B (de) * 1957-04-10 1962-12-20 Deutsche Bundesbahn Radsatz fuer Schienenfahrzeuge, dessen Radkoerper auf der Achswelle bzw. dessen Radreifen auf den Radfelgen aufgeschrumpft sind

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1141308B (de) * 1957-04-10 1962-12-20 Deutsche Bundesbahn Radsatz fuer Schienenfahrzeuge, dessen Radkoerper auf der Achswelle bzw. dessen Radreifen auf den Radfelgen aufgeschrumpft sind

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