Vorrichtung zum Ausgleich von Schwankungen der Fördermenge von Spinnpumpen. Die zum Spinnen von Kunstseide ver wendeten Spinnpumpen besitzen häufig den Nachteil, dass ihre Förderung nicht konstant ist, sondern bei einer Umdrehung der Pumpe ein oder mehrere Maxima, und Minima auf weist. Dies gilt in erster Linie von Kolben pumpen, doch sind auch Pumpen anderer Sy steme von diesem Fehler nicht frei.
Zur Dämpfung solcher Schwankungen wird häufig ein Windkessel in die Leitung zwischen Spinnpumpe und Spinndüse einge baut. Ein solcher Windkessel hat jedoch den wesentlichen Nachteil, da.ss die in diesem ein geschlossene Luftmenge allmählich von der Spinnlösung gelöst wird und die Wirksam keit der Dämpfung infolgedessen abnimmt. Es wurde daher vorgeschlagen, als Dämp- fungsvorrichtungen elastische oder federnde Membrane oder Hohlkörper zu benutzen. Bei diesen Anordnungen ist es jedoch sehr schwierig, tote Räume zu vermeiden, in denen sich Spinnlösung festsetzt und er härtet.
Durch rlie nachstehend beschriebene Vor richtung wird demgegenüber ein störungs freier Dauerbetrieb möglich: In die Verbin dungsleitung zwischen Spinnpumpe und Spinndüse wird ein elastischer, starkwandi ger Gummischlauch eingeschaltet, .der von der geförderten Lösung durchströmt. wird. Dieser Schlauch ist hinsichtlich Stoffaus wahl und Bemessungen so beschaffen, dass er durch .den in der Leitung herrschenden Druck erheblich gespannt wird, ohne dass es zu einem dauernden Aufblähen des Schlau ches, kommt.
Es wurde gefunden, dass ein solcher Schlauch bereits auf die geringste Änderung der in der Zeiteinheit durchströ menden Menge mit einer kleinen Aufweitung bezw. Kontraktion anspricht und die auf tretenden Druck- und somit Fördermengen schwankungen ausgleicht.
Die Abmessungen des in .der beschriebe nen Weise arbeitenden Schlauches richten sich nach den anzuwendenden Drucken und Viskositäten der durchgeführten Spinn- lösungen. Da die auftretenden Drucke in der Grössenordnung von einigen Atmosphä ren liegen, kommt nur ein starkwandiger Schlauch in Frage, und zwar muss zur Ver hinderung eines dauernden Aufblähens die Wandstärke grösser gewählt werden als die lichte Weite des Schlauches..
Zum Schutze gegen Überlastung, wie sie beispielsweise bei Verstopfung von Düsen vorkommt und gegen Beeinflussung von aussen .her, empfiehlt es sich, den Schlauch durch ein übergeschobenes, etwas weiteres, aber nicht luftdicht abschliessendes Rohr oder eine locker aufsitzende Spirale oder in ähn licher Weise zu schützen. Bei übermässigem Druck legt sich dann der Schlauch an- die Schutzvorrichtung an, wobei die Puffer wirkung vorübergehend aufgehoben wird.
Die Wirksamkeit der beschriebenen Vor iichtung wird anhand der beigefügten Dia gramme gezeigt: Fig. 1 zeigt die Schwankungen einer nor malere Drehkolbenpumpe während dreier Um drehungen; Fig. 2 gibt die unter gleichen Bedingun gen, jedoch nach Anbringung des Gummi schlauches aufgetretenen Schwankungen wieder. Wie ersichtlich, sind die Schwan kungen bis auf einen ganz geringfügigen Rest ausgeglichen.
Es ist zwar bekannt, einen Schlauch aus elastischem Material, der in eine dicht ab geschlossene Luftkammer eingebaut ist, als Puffer zum Ausgleich von Druckschwan kungen beim Spinnen von Kunstseide zu verwenden. Es hat sich aber bei Verwen dung solcher Luftpolster gezeigt, dass die Luftkammer in kurzer Zeit ihre Luft durch den elastischen Schlauch an die Spinnlösung abgibt, ,dabei bläht sich der Schlauch immer mehr und legt sich schliesslich fest an die in nere Luftkammerwand an, so dass die Vor richtung völlig wirkungslos wird.
Bei .der vorstehend beschriebenen Vorrichtung soll nur die Elastizität des Schlauchmaterials zum Ausgleich von Druckschwankungen verwendet werden, während nach dem früheren Vorschlag lediglich der längst be kannte, aber hier röhrenförmig gestaltete Windkessel verwendet wird, wobei zur Trennung des Luftraumes von der Spinn lösung, nicht aber zum Ausgleich des Druk- kes, eine röhrenförmige Gummischeidewand angebracht ist.
Beispiel: 24 cm eines Gummischlauches von 3 mm lichter Weite und 21 mm Aussendurchmesser werden in die Rohrleitung zwischen Pumpe und Düse eingeschaltet und mit einer Spirale aus 2 mm starkem Stahldraht, welche einen Innendurchmesser von 22 mm. und eine Gang höhe von 5 mm hat, umgeben.