Fussknöchelhalter. Bekanntlich sind beide Unterschenkel- knochen an ihrem untern Ende etwas ver dickt, und sie bilden mit dem Fusse ein freies, aber nach beiden Seiten eingeschränk tes Gelenk, das sogenannte Fuss'- und Spring gelenk. Diese Verdickung der Unterschenkel knochen, welche gabelförmig das Fussgelenk eng umfasst, heisst Knöchel. Der innere Knö chel gehört dem Schienbeine und der äussere dein @Va.denbeine an. Der Fuss selbst besteht aus der Fusswurzel, dem Mittelfuss und den Zehen. Die Wölbung des Fusses ist für den Gang und für den Sprung von allergrösster Bedeutung.
Ist die Wölbung gering oder überhaupt nicht ausgebildet, was bei den so genannten Plattfüssen der Fall ist, so ent steht bei einem Sprung, den der Körper aus führt, ein harter Stoss auf den Körper, spe zieh auf die Wirbelsäule, und ebenso wird das Fussgelenk stark beeinflusst. Wie schon oben erwähnt, ist die Bewegung des Fuss gelenkes, das sieh an die Verdickung des Unterschenkelknochens anschliesst, eine be schränkte. Bei vielen Menschen sind nun die Gelenkbänder, welche die Teile des Fuss gelenkes zusammenhalten, schwach ausgebil det, und es tritt oft der Fall ein, dass diese Bänder bei einer unglücklichen Bewegung des Fusses zu stark beansprucht werden und reissen.
Es tritt dann die sogenannte Ver stauchung des Fusses ein. Kommen aber die Teile des Gelenkes selbst noch aus ihrer Lage, sobald die Bänder gerissen sind, so tritt eine sogenannte Verrenkung ein. Nun werden ge rade beim Skifahren an das Fuss- oder Sprung gelenk sehr hohe Anforderungen gestellt, und der Gegenstand vorliegender Erfindung be zweckt, das Fussgelenk beim Skifahren und auch andern. Betätigungen vor einer schäd lichen Beanspruchung zu schützen. Es exi stieren nun sogenannte Knöchelhalter, welche wohl den Fuss umspannen, ohne aber den un tern Teil des Unterschenkels fest zu um klammern.
In diesem Falle kann auch eine Verbindung von Fuss und unterem Teile des Unterschenkels, die das Fussgelenk stützt, nicht hergestellt werden. Also kann auch von einem Knöchelhalter, der doch die Knöchel und den Fuss nachgiebig verbinden sollte, nicht gesprochen werden. Gewöhnlich sind bei die sen Knöchelhaltern an zwei einander auf ver schiedenen Seiten des Fusses gegenüber ste henden Ringen die Enden von drei Riemen befestigt. Der eine Riemen geht unter der Sohle hindurch, der zweite Riemen geht um den obern Teil der Ferse herum und der dritte Teil geht über den Rücken des Fusses.
Es ist klar, dass ein solcher Knöchelhalter seinem Zwecke nicht entspricht.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Knöchelhalter, welcher einen Teil für das Umspannen des untern Endes des Unterschenkels und einen weiteren Teil für das Umspannen des Fusses aufweist, wobei diese Teile nachgiebig miteinander verbunden sind und mindestens einer der beiden Teile bandförmig und in seiner Länge einstellbar ausgebildet ist.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung ist in einer beispielsweisen Ausführungsform in beifolgender Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 einen Schuh mit dem umgelegten Knöchelhalter, Fig. 2 eine Vorderansicht des Knöchel halters, Fig. 3 einen Grundriss des Knöchelhalters., Fig. 4 den Teil des Knöchelhalters, wel cher um den Fuss gelegt wird, Fig. 5 den Grundriss nach Fig. 4, Fig. 6 den Teil des Knöchelhalters,
wel cher den Teil nach Fig. 4 mit dem ver dickten Ende des Unterschenkels verbindet.
Der Knöchelhalter besteht ans zwei Tei len, von denen der eine Teil mit den Ringen 3, 9 und den Riemen 2, 10 in der Fig. 4 und 5 und der andere Teil in der Fig. 6 dar gestellt ist. Der in der Fig. 6 dargestellte Teil des Knöchelhalters besteht aus einem Riemen 1.1, der die Löcher 12 und die Schnalle 8 aufweist.
Die Handhabung der einzelnen Teile des Knöchelhalters geschieht nun in folgender Weise und soll anhand der Fig. 1 näher er örtert werden. Der nach den Fig. 4 und 5 dargestellte Teil des Knöchelhalters wird in der Weise um den Schuh gelegt, dass der Riemen 10 um den obern Fersenteil des Schuhes zu lie gen kommt, und zwar nahezu parallel mit. der Sohle. Dabei nehmen die Ringe 3, 9, an denen die Riemen 10 und 2 befestigt sind, eine derartige Lage ein, dass' sie auf beiden Seiten des Schuhes einander gerade gegen überstehen.
Der eine Teil des Riemens 10 geht auf der einen Seite des Schuhes zu dem Ringe 3 und der andere Teil des Riemens 10 geht auf der andern Seite des Schuhes zu dem Ringe 9. Der Riemen 2 wird unter der Sohle durchgezogen und das eine Ende des Riemens 2 geht auf der einen Seite des Schuhes zum Ringe 3 und das andere Ende des Riemens 2: geht auf der andern Seite des .Schuhes zum Ringe 9. Tun wird der Riemen 11 so durch die Ringe 3, 9 gezogen, dass er über dem Rücken des Fusses den Teil 4 bildet. Beide Enden des Riemens ragen aus den Ringen 3 und 9 heraus, und zwar ragt das Ende mit der Schnalle 8 kurz aus dem Ringe 9) heraus, während der Rie men 11 aus dem Ringe 9 mit seinem langen Ende herausragt.
Dieses lange Ende legt sich nun mit seinem Teile 5 auf den Fussrücken auf, von wo aus der sich an den Teil 5 an schliessende Teil 7 sich oberhalb des Knö chels um die Seite des Schuhes legt, welche der Seite, auf welcher der Ring 9 liegt, entgegengesetzt ist. Von hier aus geht der Teil 7 um das Hinterteil des Schuhes herum auf die Seite des Schuhes, auf welcher der Ring 9 liegt, um dann in den Teil 6, über zugehen, der auf dem Fussrücken aufliegt. Der Teil 6, der das Ende dieses Riemens 11 bildet, wird dann durch die Schnalle 8 ge zogen und mittelst des .Schnallenstiftes und eines passenden. Loches der Löcher 11- ge zogen.
Es bildet also der Teil 7 mit den Teilen 5 und 6 eine Schlaufe, welche sich oberhalb des Knöchels um den untern Teil des Unterschenkels legt, wobei die Teile h und 6 sich kreuzen. Indem nun diese eben beschriebene Schlaufe, welche das untere Ende des Unterschenkels fest umfasst, an den Ringen 3, 9 befestigt wird, welche an dem den Fuss umklammernden Gestell, das aus den Ringen 2, W und den Ringen 3, 9 be steht, angebracht wird, ist eine Verbindung zwischen dem untern Ende des Unterschen kels und dem Fusse geschaffen.
Diese Ver bindung gibt nun dem Fussgelenk einen .si cheren Halt, ohne dasselbe in seinen nötigen Bewegungen, zum Beispiel beim Skifahren, zu hemmen, da, die Pfemenverbindungen eine ,grosse 'Nachgiebigkeit zeigen. Der besehrie.- bene Knöchelhalter passt sich den Bewegun gen der organischen Gelenkbänder des Fuss- (4-elenkes an und verstärkt das letztere zu gleieh. Weiterhin kann der Schuh selbst als Knöchelhalter ausgebildet sein.
Es kann zum Beispiel oberhalb des Knöchels eine Verstärkung in Bandform und einstellbar an dem Schuh angebracht werden, ebenso erhält der Fussteil des Schuhes eine Verstärkung. Die Verbindung von Oberteil und Unterteil des Schuhes geschieht dann durch die da zwischenliegende Wand des Schuhes, die nachgiebig ausgebildet ist.. Es kann der ver- stärkte Oberteil des Schuhes zum Beispiel so eingerichtet sein, dass er gut passend um den untern Teil des Unterschenkels ge- selinürt werden kann, wobei er bandförmig s,gebildet ist.
Auch kann der schuhartige Knöchelhalter zum Überziehen über den am Fuss und Knö chel anliegenden .Schuh vorgesehen sein.
Auch eine Skibindung kann in der eben beschriebenen Weise als Knöchelhalter aus gebildet sein, indem dieselbe gut passend den Knöchelteil und Fuss umfasst. während der verbindende Teil nachgiebig bleibt. Es kann diese Skibindung zum Beispiel nach der Konstruktion, wie sie in den Fig. 1 bis dargestellt ist, nachgebildet sein. Selbst verständlich kann die Skibindung auch in anderer Weise ausgeführt sein.
Die der Erfindung zugrunde liegende Idee kann auch in anderer Weise. als wie angege ben, ausgeführt werden, und es sollen die vorgeführten Konstruktionen und Angaben bloss als Beispiele dienen.